Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2913 (7.4.1927)
- Date
- 1927-04-07
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Leite 8 Wien, Donnerstag % Uprkl 192? -Nr. ms VOLKSWIRTSCHAFT Konferenz Oer mittel* tfnb der MenroMschen Gelreidebörsen in Me». GcfteiU begann im Sitzungssaal der Wiener Produktenbörse unter dem Vorsitz ihres Präsdienten Hugo Hauser die dritte Konferenz der mittel- und südeuropäischen Produktenbörsen, die hauptsächlich der Beratung eines Do na ukontraktes für den Verkehr in Weizen und At a i s gelvidrnet ist. Sie wurde von folgenden Börsen beschickt: Belgrad, Braila, Bratislava, Brünn, Budapest, Bukarest, Linz, München, Novisad, Olnrütz, Prag, Sombor, TemeSZVar, Zagreb. Ferners sind die Touau-Danrpsschiffsahrts-Gesellschaft, der bayrische Lloyd, die tschechoslowakische Donauschiffahrts-A.-G., die Ungarische Fluß- und Leeschiffahrtsgesellschaft, die jugoslawische Flußschifsahrksgcsellschaft und die serbische SchiffaWsgesellschaft verlreten. Für die österreichische Regierung waren Sektionsrat Br. Geyer und Börsenkommissär Sekttonsvat Dr. R eichnrann erschienen, ivelche letzterer vor Eingang in die Beratungen rmter lebhaftem Beifall der Delegierten bkkanntgab, daß der Generalsekretär der Wiener Produkteubörse, Dr. Alexander Horowitz, den Titel eines Hofrates erhalten hat. Sodann ergriff Universitätsprofessor Brancovrci (Bukarest), der Delegierte der Bnka-- rester Produktenbörse, das Wort und führte aus, daß die Organisation der landwirtschaftlichen Börsen, der an der Donau gelegenen Staaten ein dringendes Gebot der Notwendigkeit sei. Der zu schaffende Donaukontcakt solle dem Käufer und Verkäufer im Getreidehandel ein klares Bild über Leistungeil und Rechte bei Abschluß eines Vertrages liefern. Die rumänischen Interessenten wollen nach Möglichkeit dahin wirken, Wien zu einem starken i n tft rn-ationalcn Getreidemarkt zu machen. Polnische Wirtschastsnachrlchten. Ae Handelsbeziehungen zwischen Oesterreich und Polen. — Der Lodzer Textilmarkt. Die Handelsbeziehungen zwischen Polen und Oesterreich beruhen auf dem anfangs 1923 in' Kraft getretenen Handelsvertrag, der gegenseitige Meistbegünstigung (für Polen mit Ausnahme mehrerer Verbrauchsartikel) zur Grundlage hat. Im Jahre 1923 hat O e st e r r e i ch Waren um zirka 97 Millionen Zloty nach Polen ausgcsührt, die Ausfuhr steigerte sich im Jahre 1924 auf 173.2 Millionen Zloty, betrug im Jahre 1925 160.7 Millionen Zloty und sank im Jahre 1926 -auf 105.6 Mil- Iticnen. Die Einfuhr au s Polen nach Oesterreich, die im Jahre 1923 112 Millionen Zloty betrug, stieg im Jahre 1924 aus 1-27.7 Millionen, im Jahre 1925 auf I>74.4 Millionen und im Jahre 4926 auf 228.8 M i lkä o n e n Z l o t y. Aus dieser Zusammenstellung ergibt sich', daß Polens Aktivsaldo im' Handel mit Oesterreich im Jahre 1926 über 123 Millionen Zloty betrug. Oesterreichs Einfuhr nach Polen, die bis zum Jahre 1925 immer die dritte Stelle der Gesamteinfuhr Polens einnahm, ist im Jahre 1926 an die fünfte Stelle hinter Deutschland, Amerika, England und Frankreich gerückt. Als (^portland mit Polen steht -Oesterreich an dritter Stelle und Polens Anteil an der Gesamteinfuhr Oesterreichs beträgt 8.6 Prozent der gesamten österreichischen Einfuhr. Polen exportiert nach Oesterreich hauptsächlich Kohle, ferner Naphthaprodukte, Holz und tzolzwaren, Korbwaren, Verbrauchsartikel, Webivaren, Metalle und Metallwaren. Aus Oesterreich werden nach Polen Metallwaren, Maschinen, dlpparäte, Papier und Papierwaren, verarbeitetes Leder, Speisefett und Webwaren exportiert. Oesterreich ist ferner ein wichtiges Transitland für polnische Waren nach dem südlichen Osten und Westen Europas, während Polen für Oesterreich durch den Transit österreichischer Produkte nach Rußland und den baltischen Ländern von steigender Bedeutung ist. Der direkte Transit von Polen über Oesterreich (besonders nach Italien, Schweiz und Jugoslawien) belief sich im Jahre 1925 auf mehr als eineinviertel Millionen Quintals und dürfte im Jahre 1926 infolge des durch den englischen Streik vermehrten polnischen Kohlenexportös nach Italien noch größer geworden sein. Der Transit über Oesterreich nach Polen belief sich im Jahre 1925 auf 473.000 Quintals. Für österreichische Waren wäre gegenwärtig der Lodzer Markt aufnahmsfähig. Nach der Beilegung des Lodzer Textilstreiks hat sich die Lage der Lodzer Textilindustrie recht gut angelassen. Die Nachfrage nach Baumvollmanufakturwaren wird wieder reger und besonders sind standardisierte Artikel gesucht. Die Preise der großen Unternehmungen zeigen keine nennenswerten Veränderungen, dagegen hat eine Reihe von mittleren Fabriken drei- bis fünfprozentige Preiserhöhungen vorgenommen. Im Handel mit Wollwaren sind Saisonerzeugnisse, besonders Damenstoffe gefragt. Infolge Erhöhung der Garnpreise haben auch die Preise für Wotlwaren um fünf bis ftchs PrvKent an- (Wogen. Ser Anfang von Fords Snde. Seine AutvprodMion überflügelt. Aus Newyork wird uns geschrieben: Henri Ford, beiden Automobilfabrikation bisher für die Industriell» njunktur der Bereinigten Staaten maßgebend -war, ist heute J * '1 tfc 1 " i>- - - ■ •t - . . * v* cU i Ujl. wl * * dukt, das schlechteste, das in diesem Industriezweig erzeugt ivird, findet immer schlechteren Absatz, da cs von qualitativ weit besseren Fabrikaten, die ebenso billig sind, jmwer nrehr verdrängt wird. Der immer geringere Absatz hat zu Produktionseinschränkungen geführt. Die Autonrobilfabyikation Fords ist heute öott der Gcneral-Motors- Company überleit, die bereits allein in Chevroletwagen mehr erzeugt als Fords gesamte Produktion cur Autos beträgt. Mesc Fabrik sowie die mit immer stärkere,n Erfolge tättgen mittleren Unternehmungen der Autoindustrie, wie Dodge, Nash, Chrysler u. a., haben heute sehr guten Absatz zn verzeichnen, während der Absatz der Fordwerke weiter zurückgeht. Ford dürfte sich, wie in infovmierten Kreisen betont Wird, von diesem.! Rückschlag wohl nie mehr ganz erholen. Lira md Leu. Die haussierende Aufwärtsbewegung der L i r a wich auf t»n internationalen Plätzen noch Dienstag nachmittags einer ansehnlichen A b s ch w ä ch n n g, so daß die Lira auf 24.75 Parität Zürich zurückging. Zufolge von weiteren Devisenabgaben italienischer Plätze konnte die Depression gestern zum Teile überwunden werden und in Zürich eröffnete die Lira mit 24.95 und schloß 25.00. Das Pfund ist in Mailand auf 100.86 gestiegen. Der Leu hat zufolge der Nachrichten über das Befinden des rumänischen Königs noch Dienstag nachbörslich einen starken Rückschlag bis 2.93 erfahren und wurde in Zürich gestern bei Börsenbeginn zu diesem Kurs gehandelt. Im Laufe des Vormittags konnte sich die Devise Bukarest etwas erholen und schloß 3.02 Parität Zürich, was gegen den dienstägigen Schlußkurs eine Abschwächung um acht Punkte'bedeutet. In den übrigen Devisen ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen, da auch keine größere Nachfrage bestand. Der Schölling schloß in Zürich etwas befestigt mit 73.13%. Mittung Oes lwnzSsWen MtallMtzer. Paris, 6. April. Der „Matin" meldet: Wie offiziös verlautet, hat die Bank von England das Anbot der Bank von Frankreich angenommen und die Bank von Frankreich wird daher die 33 Millionen Pfund, die sie der Bank von England schuldet, zürückzahlen, während die Bank von England Gold im Werte von 18,350.615 Pfund, das als Garantie der Anleihe hinterlegt worden war, aus folgen wird. Das Blatt bemerkt hiezu, Frankreich habe aus dieser Transaktion eine Reihe von Vorteilen; denn abgesehen von dem günstigen Eindruck, den diese Rückzahlung des Kredits irr Finanzkreisen gemacht habe, verstärke die Bank von Frankreich ihren Metallschatz um 458 Millionen Goldfraicken. Die Leitung der Bank von Frankreich als auch das Finanzministerium teilen allerdings mit, daß ein Abschluß der Verhandlungen vor Ende des Monats unwahrscheinlich sei. Auslösung einer Mtrcngestllschaft. Das Bundeskanzleramt tat im Einvernehmen mit dem Bundesmintsdertum für Finanzen und für Handel und Verkehr die Aktiengesellschaft für Handel und Jndustrieförderung in Men aufgelöst, weil laut Anzeige der restlichen zwei Mitglieder des Verroaltungsrates der Gesellschaft mehr als die Hälfte des Aktienkapitals tatsächlich verloren ist. Die österreichische Handelsdelegation in Rußland. Aus Moskau wird berichtet: Die österreichische Delegation ist in Begleituug des österreichischen Legationsrates Cbudaczek nach Charkow abgereist, nachdem sie dem HauptkonzessionS- Komitee einen Besuch abgestatte batte, in dessen Verlaufe sie sich über die verschiedenen mit oer Konzessionspolitik der Sowjetregierung zusammenhängenden Fragen orientierte. In einer Unterredung mit Pressevertretern stellten die Mitglieder der Delegation fest, es könne aus Grund der Verhandlungen mit Bestimmtheit behauptet werden, daß sich in oen beiden Ländern weitgehende Aussichten fürdie Entwicklung des Handels eröffnen. Otto Nathan, Generaldirektor des Danziger Tabakmonopols. Aus Danzig wird uns berichtet: Der Senat hat den Tabakfachmann Otto Nathan trotz des Einspruchs der antisemitischen Deputierten und Senatoren zum Generaldirektor des neugeschafsenen Täbakmonvpyls berufen. Maßgebend für diese Ernennung war neben der anerkannten Fachkenntnis Nathans auch der Umstand, daß die zufriedenstellende Organisation des Tabakmonopols die Voraussetzung für die Deckung der internationalen Anleihe der Freistadt Danzig ist. Otto Nathan ist Jude, stammt ans Frankfurt und nimmt auch im öffentlichen Leben der Danziger Judenschaft eine führende Stellung ein. Eine MeliorationsauSstettung der tschechoslowakischen Republik im Jahre 1928 wird in Prag, im Rahmen der Mai-Ausstellung der Union der Landwirtschaft veranstaltet, welche einen ganzstaatlichen Charakter tragen wird und an welcher nicht nur öffentliche Aemter und Meliorationskorporationen teilnehmen werden, sondern auch alle Privatabzweigungen der Landwirtschaft, die mit Meliorationsunternehmungen zusammenhängen. Der sachlichen Seite nach, wird diese Ausstellung zweckmäßig vervollständigt durch Veranstaltungen von Kongressen, Konferenzen, Beratungen usiv. 7. ordentliche Generalversammlung der tschechoslowakischen Handelskammer in Wien. Gelegentlich der am Dienstag, den 12. April l. I., im Fe'stfaale des Niederösterreichischen Gewerbevereines, Wien, 1. Bez., Eschenbachgasse 11, stattfindenden 7. ordentlichen Generalversammlung der tschechoslowakischen Handelskammer in Wien, wird der Generalsekretär des Vereines der tschechoslowakischen Textilindnstriellen in Prag, Dr. Josef Muzik, einen Bortrag über „Die Handelspolitck der mitteleuropäischen Staaten" hallen. Die Nostrifizierung der Kaschau-Overberger Bahn. Dl« Schlußverhandlungen wegen der Nostrifizievung der Kascha u- -OÄeöberger Eisenbahn, die heute noch ein PrOaluMerneHimn 3ft und sich teilweise in öfter re ichisthom und terltveHe in rnrgarischem Besitz befindet, haben Montag in Wen begonnen. Die Besprechungen tvcvden Kvischen dom Präsidenten der Gesellschaft, Dr. Siegharl, und denl Vertreter des tschechosiorvakischen Staates, SektionSchelf Dr. Kaminicky, geführt unld stehen vor dem Abschluß. Unmittelbar nach Unterzeichnung des Uc>bereinkomnr>ens wird sich der «^nannte Vertreter der tschechaslmoa'kischen Regierung nach Budapest begeben, um dort gleichfalls die Ratifizierung durch die ungarische Regierung zu erzielen. Polnische Raffinerien beziehen Rohöl aus Rumänien. A-us Warschau wird berichtet: Im Zusammenhang mit dom Rückgang der Rlchölifördevung in den polnischen Näphtharaffinerien hat die staatliche Naschcharaffinerie „Palmin" in Rumänien größere Rohöllbestellungen gemacht, von denen om großer Teil bereits e-ingetroffen ist. Ermäßigter Paplereinfuhrzoll in Jugoslawien. Das jugoslawische Parlament hat einen Zusatzantrag zum Budget angenommen, wonach der Einfuhrzoll ans Rotationspapier gegenüber Staaten, mit denen Jugoslawien Handelsverträge besitzt, acht Silberdinar betragen soll. Eine Amerika-Anleihe der polnischen Eisenwerke? Aus Warschau wird berichtet: Das polnische Eisenhüttensyndikat bewarb fick bei der American and Continental Corporation unreine Anleihe von 10 bis 15 Millionen Dollar. Nach polnischen Blättermeldungen soll der Abschluß von 10 M r l l i o n e n Dollar so gut wie gesichert sein. Man will die Mittel der Anleihe zur Finanzierung großer Schienenaufträge der polnischen Staatsbahnen verwenden, die nicht in der Lage sind, das umfangreiche Material bar zu bezahlen. Ebensowemg können die Werke langfristige Kredite geben. Wiener Börse. Freundlich. — Befestigt. Die Börse eröffnete freundlich und ihre Grurrdstimmung hielt bis zum Schluß an. Die Erholung der Montanwerte an der Berliner Börse machte sich auch auf dem hiesigen Montanmarkt geltend, nur die tschechoslowakischen Montanpapiere ermäßigten sich infolge von Prager Abgaben. Gegen Börsenschluß griffen die Kursbesserungen, beeinflußt durch recht günstige Berichte der auswärtigen Märkte, auf fast alle Kulissengattnngen über. Auch im Schranken war die Grundtendenz befestigt. Bemerkenswert ist die weitere Steigerung von ungarischen Kohlen um 37 Schilling. Auf dem Rentenmarkt zogen alle Titres an, vor allem zufolge von deutschen Käufen April-Rente, die 16 Groschen gewann. Diese Bewegung hängt mit den Meinungen über die Valorisierungsmoglichkeit bei Silberwerten im Gold-Silber-Verhältnis zusammen. Quoten. Franz-Josefsbahn-Schlüd 8.40, Nordwepbahn-Schuld —.37, Franz-Josefsbahn-Prior. 4.60, 3.5proz. Nordwestbahn-Prior. —.76, 6proz. Nordwestbahn-Privr. 3.90. Kassakurse: Bankverein 11.55, Bodenkred-it 21.90, Oesterr. Kredit 15.30, Anglobank 7.35, Kroat. Eskompte 11.90, Länderbank 16.20, Berkehrsbank 3.68, Brit.-ung. Bank 116, Ungar. Kredit 110, Ungar. Eskompte 113, Niederösterr. Eskoncpte 26.70, Nationalbank 250.25, Türk.-Orient-Eisenbahn 305, Nordbahn 970, Unionbauges. 18, Lemberger Brau 103, Ber. Elektr. 53, Brown-Boveri 19.20, Elin 43.26, Timber 19, Salgo 82.60, Steir. Magnesit 70, Ungar. Kohle 815, Alpine 45.60, Skoda 162, Waffen 6.20, Austria Email 20, Oesterr. Hocherr 16.25, Kabel Draht 26.50, Krupp 24.80, Rima 135.75, Karpathen 84.70, Teppich Haas 7, Semperit 21.65. Wiener Holzbörse. Der Hvlizmavkt hat seine vorivöcheilUicho Belebung beibehalten. Die Kmy<ulnl>nachsrage ist zsivar nicht fie» Horchers gestiegen, -jedoch mehren sich me Anzeichen dafür, daß aas Fvühijahrsge-schäft doch noch an Umfang zu nehmen wird. Jnsbe!s.onders wird von der Jnvestitio-nstätigkeit in den Bundesländern, die zn diesen Zrvecken soeben Anleihe-n ausgenommen Haben, eine wesentliche Vergrößerung der MsatzmöglickMten -für Holz erwartet. Im Exporbverkehr ist das Interesse D e u t s ch l a n d s nach wie vor gut und auch Frankreich zeigt sich wieder aus dom österreichischen Markte. Ungarn beittmdot rveiter Zurückhaltung. Mit Italien kömreu nur in den Grenzgebieten einige mcht besonders namhaste Geschäfte zustande kommen. Die gestrige Börse selbst war bei lebhafter GeschäftSstimmung besser besucht. Zu Mschlüssen kam es nicht. Bon den amtlichen Notierungen wurden abgeändert: Eichenrundholz von 30 Zentimeter auftvärts 2—5 Meter um 5 S. niedriger auf S. 75.—; ungedämpfte Birne um 10 S. niedriger aus S. 100.^-; inländisches Eichenschnittmaterial 27—100 Millimeter um 5 S. höher ans S. 135.—. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte. Im gestrigen Verkehr sprach sich die Tendenz iit Weizen sehr rrchrg aus. Infolge der Stockung im Richlabsatz bejorat der heimische 5konsum nur geringe Anschaffungen. Arrch für Neuweizen sind die Käufer zurückhaltend, well das Wetter und der Saatenstand allgemein gelobt werderc. Auch Roggen ist ruhig. Die Tendenz in feiner Braugerste ist behauptet. Hafer begegnet lebhafterem Interesse und spricht sich in tschechischer Ware sehr fest aus. Mais eröffnete in ruhiger Haltung, doch besserte sich int Verlauf die Stimmung, da die Forderungen in Rumänien erhöht wurden. Es notterten für 100 Kilo in Schilling: Weizen, Wiener Boden 42.75 bis 43.25, tnwarisch! i Theiß- 49 bis 49.60, Roggen, Marchfelder 37 bis 37.50, Mais 24 bis 25, Hafer, inländischer 29.50 ors 30, Gerste 35 bis 41. — Die Abberufung auf frühere Schlüsse gestaltete sich im M e h l- Handel etwas besser, doch bleibt die Grundtendenz des Marktes weiter sehr ruyig. Es notierten für 100 Kilo in Schilling: Weizenmehl, inländssches 73 bis 75, ungarisches 70 bis 73, Kochmehl 67 bis 69, Brotmehl 57 bis 60, Roggenmehl 58 bis 59, Futtermehl 32 bis 83, Weizenkleie 22.60 bis 23. Bttdapester GetreibetermirmmrTt. Alt? dem aestriaen Markte Aßen sich die Kurse weiter äbgeschwäaft. Die Notierungen lauten kn Pengö: Maftveizen 32.73, Oktober« weizen 28.70, MprirroMen 26.74, Mairoggen 26.84 Oktober-» roggen 21.76. Ausländische Börsen. Berlin. Nach den Dienstag erfolgten Kursrückgängen, d»e hauptsächlich auf durch die markttechnischen Verhältnisse begünstigten Blankvabgaben zurückzilstthren tvaren. zeigw die Dörse ncfteru von Beginn tat ein freundlicheres Aussehenbei ta» Verlaufe zunchncender Befestigung. Zurückzufüyren wa» dieser Umschwung einesteils auf die am Geldmärkte sich bemerkbar machenden, Erleichterungen. Taggeld war mit 6X bis 7 Prozent und später noch weseiitlich unter diesen Sätzeu urrd Monatsgeld mit 6A4 bis 754 Prozent zu b-ben. Infolge starker Deckungen und Rückküit'ft setzteii die Krirle bereits mit nicht unerheblichem Aufschläge ein rind »m Verlause komiten sich diese iwch erhöhen, daß bei vielen Papieren die Rückgänge von Dienstag arvß<«nteLs wieder arrsgeglicherk loerdeii konnten. Im Durchschnttt ergaben sich Erhöhringen tm 1 bis 3 Prozent und M