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Wiener Morgenzeitung · 1927-04-06 · Heft 2912 (6.4.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2912 (6.4.1927)
Date
1927-04-06
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Wien, Mittwoch Wiener Morgenzettnng S. April 1927 Nr. ms ite 8 reiches Staaten, besonders Jugoslawiens und Schwedens, zuikzuDhmr, deren Erz« eine» viel größere» und feineren MtaKhalt mlstveisen. Die Raphthagewinnung im Gbeter;fxit't betrug im Jahre 1026 während df Monaten jtrfa 79.000 icutttcc gegenüber 74.668 Zentner im Jahre 1828, wobei im Durchschnitt!64 Arbeiter beschäftigt waren. Di« Salz geiv i n n u n g betrug in elf Monaten im Jahre 1926 53.685 '.vnttner mit 133 Arbeitern, gegenüber 71.000 Zentner im Jahre '25 mit 121 Arbeitern. Demnach sind die Aussichten für den nrnkischc» Bergbau auch für die Zukunft nicht sehr günstig. Die Emailindustrie konnte im Jahre 1926 ihre volle rpazität, die 30.000 Kilogramm pro Tag und die Beschäfigung von 2000 Arbeitern beträgt, wegen Verkleinerung oeS Absatzgebietes und wegen der verschärften Zollmaßnahmen des Auslandes nur bis zu 70 Prozent auSnühen. Viel trug mich der Rückgang des inländischen Konsums bei, der nach einem Anstieg auf 70 Prozent seit den VorkriegSjätzreu auf 30 Prozent gesunken ist. Die iMndische Konkurrenz leidet unter dem Mangel einer Preisvereinüarmtg, im Ausland macht .sich die Konkurrettz Deutschlands, Belgier,s und Frankreichs, im Osten, Indien und ^h-ina die japanische Konkurrenz stark fühlbar, wobei auch die Kmckurrenz der NachfolgestaatLU, wie Oesterreichs und Ungarns, stark ins Gewicht fällt. Die Kabel- und Röhreniudustrie konnte ihre Kapazität im Berichtsjahre nur bis zu 60 bis 65 Prozent ausnützen, wobei 600 Arbeiter beschäftigt wurden. Die Gründe der geringen Beschäftigung liegen in der lahmgelegten Bautätigkeit und in der Krise der Industrie, die die Investitionen auf daS Mindestmaß eingeschränkt hat, sowie in der geringen Bautätigkeit, die durch die Nichterledigung des BaugesetzeS behindert ist, und schließlich in den ungünstigen Exportverhältmsten. In der Slowakei und in Karpathoruhl'and werden bloß 6 Prozent, in den übrigen Teilen der Republik 18 Prozent der Erzeugnisse aögefetzt, während der Rest der Fertigwaren nach Jugoslawien, Polen, Rumänien, Oesterreich, England und Aegypten exportiert wird. Im Exportauölande lrird schwer gegen dZ« Konkurrenz Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Belgiens und der Schweiz angekämpft, wobei sich die ungünstige Fracht läge der Tschecho-Slowakei, noch mehr aber die der SlÄvakek bemerkbar macht, die die Konkurrenzfähigkeit durch die drückenden Borfrachten für daS überseeische Rohmaterial und durch Öfel hohe Fracht für Fertigprodukte unterbindet. gSrc die Holzindustrie der Slowakei und Karpathorußlarcks bildete das Berichtsjahr eine der schwersten Perioha iin diesem Jahrs das im Jahre 1925 teuer eingekaufte Rundholz zur Verarbeitung gelangte, und auf dem Rundholzupd DchnÜtmaterialmarkte eine Konjunkturwendunz eingetrete» thW. Bei der scharfen. Konkurrenz der Holzexportstaaten «>ü> dem Valutadumping der polnischen Holz- Lwdustrie ging die HÄzausfuhr auf ungefähr die Hälfte deS Jcchres 1925 zurück. Durch das Vordringen des polnischen, joHostawffchsn und rumänischen Holzes trat eine Absatzkrise ßjfy die von schweren finanziellen Schwierigkeiten begleitet war. Me günstigere Lage trat erst mit der Besserung des Zloty urtd mit der Konsolidierung der Mrtschaftsverhältnifse in Ungar» ein, die heute noch anhäli. .. Bei einer vollen ProduktionÄafirzirät in, Werte von 60 bis 70 Mlksmen tschechischen Kronen konnte die slowakische GlaS igrdustrie im Jahre 1926 bloß ein Drittel der Kapazität auSnützrn. Die ungünstige Lage der Glasindustrie liegt weniger 4» der Abschlleßung der natürlichen Absatzgebiete, als in der Steuerpolitik und an den hohen Etsenbahnsrncht-tzn. Bon den Erzeugnissen werden 95 Prozent iauSgefüh-rt, wobei als Absatzgebiet in erster Linie Ungarn, dann England, DeutsDand, Amerika, der Balkan, die Türkei und die Levantestaaten in Betracht kommen. Das provisorische Handelsabkommen mit Unagrn war von guter Wirkung. Die Erzeugungskapazität der Papier- und Zetlulojefabrike» beträgt in der Slowakei 3600 Waggon Papier, 1-1.000 Wagogn Zellulose, 1000 Waggon HÄzstoff und 300 Waggon Dachpappe. Im Jahre 1926 wurde die Kapazität voll auSgenützt. 80 Prozent der Papiererzeugung wurden im Inland abgesetzt, 20 Prozent werden angeführt. Bei der Zellillofeerzriu-' gung ist das BerMtnis umgekehrt. -Die am europäischen Markte unabsetzbaren Mengen werden .in Nordamerika untergebracht, wo aber die harte Konkurrenz Skandinaviens und Kanadas bereits eingesetzt hat. Die slowakischen Zuckerfabriken werden in der heurigen Kampagne insgesamt zirka 9.6 Millionen Zentner Rüben verarbeiten, was gegenüber der vorjährigen Verarbeitung von 15.8 Millionen Zentner einer Reduktion von 39 Prozent entspricht. Die Zuckererzeugung wird heuer ungefähr 1.5 Millionen Zentner RoWrckerwert gegen 2.6 Millionen Zentner im Vorjahre, daher umt >42 Prozent weniger betragen. Der Beschäftigungsgrad dt.r 112 Industriebetriebe der Slowakei und Karpathorußlands sinkt von einem 100prozentigen Beschäftigungsgrad im Jahve 1914 auf 83.94 Prozent iml Jahre 1918, dann auf 77.85 Prozent im Jahre 1921, erreicht den tiefsten Stand von 60.43 Prozent im Jahre 1923 und steigt auf 63.66 Prozent im Jahre 1926. Emil Pa mm er. lekschiebuug der^pali^tiuensifchen Staats« Aus Jerusalem luirb uns geschrieben: Wie„Haarez" wissen will, soll die Emission der vom britischen Parlament bewilligten. palästinensischen Staatsanleihe von 2.H Mllionen Pftlnd auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, da der Ztnsendienst, der jährlich zirka 200.000 Pfund erfordert, angesichts der gegenivärtig sinkenden Einkünfte des Landes nicht, wie es die britische Regierung verlangt, in das Jahresbudget der Palästina-Regierung eingestellt -erden kann. Wegen dieser Form der Sicherstellung hat jc Departementchef des britischen Kolonialamtes Sir ehn Slh-utb urgh mit den Vertretern der Palästina- Regierung verhandelt; diese erklärten sich außerstande, gegenwärtig die bickgetäre Garantie zu übernehincn. Die endgültige Entscheidung über den Ernissionstermin der Anleihe wird nach der Rückkchr ShnkbnrghS ans Jerusalem erfolgen. Wie noch krinrierlich, ist vor kurzem dem Mandatsland Palästina vom britischen Parlament eine Anleihe bamlügt worden, die zum geringsten Teile für die produktiven Interessen des Landes verivertet werden kann. Der größte Teil deS Anleihebetrages soll zur Rückzahlung der Schuld Palästinas an Großbritannien dienen, nur ein kleiner Teil für den Ausbau des Hafens von Haifa, der zmn Telle auch britisches Interesse ist, verwendet werden. Wenn nun die Palästina-Regierung angesichts der gegentvärtigen wirtschaftlichen Depression, auf deren staatssinanzielle Folgen Ihr Korrespondent bereits früher hingewiesen hat, die budgetäre Garantie des Zinsendienstes dieser Anleihe nicht übernehmen will, so ist damit zum Ausdruck gebracht, daß sie sich weigert, das bisherige Schuldnerverhältnis gegenüber Großbritannien zu verschärfen. Es muß jÄwch auchl hervorgehoben werben, daß gerade jetzt eine wenn auch nur beschränkte Möglichkeit produktiver Investitionen dem Lande nur nützen würde und daß eigentlich die Palästina-Regierung, da sie bisher die Wirtschaftskrise des Landes als eine „rein jüdische" neglegierte, durch solche Fahrlässigkeit die Schwächung der palästinensischen Finanzen mitverschuldet hat; soll der gegenwärtige Schrllt der Palästina-Regiornng ein Zeichen dafür sein, daß sie bemüht ist, ihre Versäumnisse wirrer gut zu machen, so müßte Hand in Hand damit nicht nur ein entschiedenes Verlangen nach Erleichterung des Schuldendienstes, sondern auch eine .entsprechende produktive, nicht bloße fiskalische innere Wirtschaftspolitik cinhergehen. * Wie der „Haarez" weiter berichtet, soll das Colonial Office den Voranschlag für das Jahr 1927/88 an die Palästina-Regierung rückverwiesen haben, mit dem Aufträge, weitere Ersparnisse von 60.000 ägyptischen Pfund vorxunehmen. Der UltimormSweis der Oesterretchifchen Nationalbank weist eine starke Erhöhung des Notemttnlaüfes, nämNck um 101.9 Millionen Schilling auf; der NotenumAmf betrug am 31. März 882.8 Millionen Schilling. Die Giro- Verbindlichkeiten haben sich um 58.8 Millionen Schilling Vermindert, doch hat -er Barschatz Nur ganz geringfügig (um 238.830 Schilling) zugenommen. Das Wechselporte-! feuille hat, wie gewöhnlich am Ultimo, eine ansehnliche Vergrößerung (um 43 Millionen Schilling) erfahren und beträgt jetzt 80.5 Millionen Schilling. Oestexreichislche. Jnsowenzflatistik. Im Monat März dieses Jahres wurden in Oesterreich 54 Ko n kniff wovon 36 aus Ausgleichsverfahren hervorgingen, und 244 gerichtliche Ausgleiche eröffnet. Im Monat Februar wurden ebenfalls 54 Konkurse, jedoch 261 Ausgleichsverfahren gezählt, so daß eine Verminderung der gerichtlichen Ausgleichsverfahren festznstellen ist. Ansuchen um außergerichtliche Ausgleiche und Moratorien wurden beim Kreditorenverein 45 eingebracht. Die Zahl der nrangels Vermögen abgewiesenen Konkurse betrug 93 (gegen 79 im Vormonat. Die wirtschaftliche und technische Fachpresse Oesterreichs. Veranlaßt durch zahlreiche Anfragen aus den: In- und Auslande, hat deshalb die Biöliotheksleitung der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien ein systematisches Verzeichnis aller in Oesterreich erscheinenden Zeitschriften für Handel, Gewerbe ,Export, Bank- und Finanzwesen, Technik und Handwerk, sowie allgemeine.Wirtschafts- und Sozialpolitik nach dem Stande vom 1. März 1927 zusammenaestellt. Die Broschüre gibt Name und Adresse von 656 Fachblättern an und ist zum Preise von S. 1.60 bei der Kammer, Wien, Drucksortenverschlertz, 1. Bez., Stubenring 8, erhältlich. Die tschechsslosvakische Brauproduktton soll kontingentiert werden. Aus Prag wird gemeldet: Im Hinblick aus die schweren Verhältnisse, in denen sich namentlich die kleinen Brauereien befinden, die bereits in diesem Jahre zur Stillegung von fünf Betrieben in Böhmen gezwungen waren, wird jn industriellen Kreisen der Plane iner Kontingentierung der Produktion erwogen, durch den sämtlichen Brauereien eine entsprechende Quote garantiert und eventuelle Differenzen durch Geldablösung ausgeglichen werden sollen. Jn den Kreisen der größeren Unternetznnmgen macht sich ein starker Widerstand gegen diesen Plan bemerkbar. Die Außenhandelsstatiftlk Jugoslawiens führt für 1926 eine Einfuhr von 696.7 Millionen Golddinar auf und eine Ausfuhr von 713.7 Millionen. Die Vorjahrsziffern lauteten 769 und 783 Mllionen, so daß eine Abnahme des Gesamtumsatzes, aber anderseits eine Zunahme der Aktivität der Bilanz von 4-auf 17 Millionen Golddinar fesdzustellen ist. Jüdische Kreditgenossenschaft „Melaha" in Sarajevo. Aus Sarajevo (Jugoslawien) wird uns geschrieben: Vorige Woche wurde die Generalversaiwmlung der jüdischen Kreditgenossenschaft „Melahn" in Sarajevo (Kralja Petra ul. 13) abgehalten. Die Kreditgenossenschaft „Meucha die schon seit einigen Jahren in Sarajevo veste'ht, hat bereits diel für die ökonomische Stützung der Förderung der jüdischen Gewerbetreibenden und der kleineren jüdischen Kaufmannschaft Sarajevos getan. Im Jahre 1925 betrugen die Spareinlagen 388.000 Dinar, im Vorigen Jahre 777.000 Dinar und jetzt haben die Einlagen schbn die 'Summe von einer Million Dinar erreicht. Außerdem wurden im abgelanfenen Jahre in der Fornr de?' wöchentlichen Spareinlagen gegen 500.000 Dinar eingezahlt. Die Höhe der bereits eingezahlten Genossenschaftsanteile (ein Anteil 620 Dinar) beträgt 2,734.930 Dinar, und der Reservefonds 100.000 Dinar. Der gesamte vorjährige Geldderkehr betrug 122 Millionen Dinar und der Reingewinn 193.653 Dinar. Es umrde beschlossen, eine 7prozenrige Dividende auszuzahlen. Die Leitung der Genossenschaft liegt in den Händen eines Arbeitsausschusses, den: folgende jüdische Bürger Sarajevos angchörenr Dr. I. Käjon, N. Neuer, D. Pesah, I. Kanchi, A. D. Levi, M. Papo, I. Taubmann und Hdzi C Maestro. Das Aktivum der rumänische» Handelsbilanz. Aus Bukarest wird berichtet: Die Generaldirektimr für Sta-, i tistik hat eine Neversicht über die Ein- und Ausfiihr in den Monaten Jänner und Februar dieses Jahres veröffentlicht, woraus sich folgenveS Bild in Millionen Lei ergibt (in Klammern die entsprechenden Zahle» des Vorjahres): im Jänner Einfuhr 2,686.9 (2,844.4), Aus-uhr 2,522.4 (2,162.0); Februar Einfuhr 2,599.3 (3,204.3), Ausfuhr 2,758.4 (2,005.5). Insgesamt beträgt die Einfuhr in den beiden ersten Monaten dieses Jahres 5,275.2 (6,048.7) und die Ausfuhr 5,320.8 (4,167.6). Die Berichtsnumate schließen denmach mit einem Aktivsaldo von 45.6 Millionen Lei gegen das Paffivsaldo von 1.831.2 Millionen Lei in der gleichen Zeit des Vorjahres. Der neue rumänische Zolltarif. Aus Bukarest wird gemeldet: Durch eine Regierungsverordnung ist. nunmehr der neue rumänische Zolltarif nt i t 1. April in Kraft gesetzt worden. Der neue Zolltarif enthält einen Minimal- und einen Normalsatz. Besonders wichtig ist die Neuordnung, daß nach dent neiten Zolltarif keinem Lande mehr die restlose M e i st b e g ii n st i g u n g ekngeräunst werdert darf, soitdern 'lediglich für bestimmte War<nsorten der um 50 Prozent begünstigte Mininraltarif zuaeftanden werden wird. Das Charakteristische 'des neuen ^TarifeS ist die von der Regierung systematisch betriebene Förderung der rumänischen Industrie durch hohe Schutzzöllle. DteS gilt vornehmlich für die Eisen- und Metallindustrie, die vor jedem ausländischen Dumping geschützt werden soll Wiener Börse. Rach freundlichem Beginn mott Die B-övst eröffnete gestern in freundlicher Stimmung, doch tvar der Verkehr gering; er bevorzugte Swatsbahu, Alpine und Feilten bei gelbesserten Kursen, während ElektrizltätAverte ihre montägige Steigemng nicht zu bchaupten vermochten. Im weiteren Verlause führ den Gewmnrealisterun-gen, ferner die zunehmende GefchüiftÄostgjkeit des Marktes fouoic schwache Tendenzberichte der auswärtigen Börsen zu einer Mschwachung, bei der die Mehrzahl der anfänglichen Knrsibesserungen wieder verloren ging. Insbesondere waren ungarifche Montanwerte sinkend und gegen Bövsen'Wuß stellte sich auch aus dem übrigen Markte eine Verslauung ein. Nur Skoda, Juli-Süd und Karpathen vermochten u. a. den Markt mit Kursbessevungen zu verlaßen. Der Renterrmavkt war etwas bester; die Kursbessernngen betvaseu vorwiegend April-Rente, Juni- und Mai-Rente. Kassaikurse: Ankker Bevs. 65, BanDverein 11.59^,Bodenkrsd-it 21.90, Oesterr. Kredit 15.30, Mnglvbanlk 7.38, Krvat. Eskampte 13.20, Ungar. Hypothokenlban>k lit. A 4, Länderbank 16.20, Unionbank 6.00, Brit.-ung. Bank 116, Pester Cammercral 149.60, Niederösterr. Wkompte 27, Nationalbank 251, Staatsbahn 46.25, Permooser 294, Göster Brau 200, Grazer Brau 130, Lissinlger Brau 74, Gpodimn 37.25, A. E. G. Union 8.30, Wiener Gas 71, Siemens 27.60, Stern und Hafferl 21, Broürm-Boveri 19.50, Elin 44, Steir. Magnesit 69.75, Astra Wagg. 32, Oesterr. Hofherr 16.50, Ung. Hosherr 26, Kabel Draht 27, Rima 135.25, Styria 17.50, Karpathen 34.40, Weib. FrMch 55, Hawf Jute 96, Teppich Haas 6.80, Semperit 21.90. Wreuer Warenbörse. Die gestrige Börse war bei tnäßigem Besuch lustlos. Zu MSchlüssen kam cSn ur in den seltensten Fällen, wobei nur der dringendste Bedarf eingedeckt wurde. Von Kolonialwaren ist die Tendenz in Kaffee stetig, auch Kakao und Gewürze verblieben auf dem Preisstand der Vorbörse. Von Reissorten sind italienische weiter rückgängig und verloren italienische Glace 5 Lire. Dieser notiert 190 Lire prompt ab Tarvis. Von Südfrüchten ermäßigten sich Sultaninen ums 6 Schilling auf 305 Schilling. Die Znckerpreiso haben größere Einbußen erlitten, nachden: die Schätzung O- F- Lichts, über einen 12prozentigen Mehranbau in den europäischen Ländern eine Deroure hervorgerufcn hat. Infolgedessen verloren tschechoslowakische Provenienzen 22.5 bis 7.5 Tschechenkronen, österreichische Ware 1.— bis 1.50 Schilling per 100 Kilogramm. Es notierten tschechoslowakische pronrpte Kristalle 275, prompte Würfel 315, Terminivare 280, respektive 322.60 Tschechenkronen ab Grenze Lundenburg, unverzollt und unversteuert, österreichische Kristalle 92.50 bis 94.- Schilling und Würfel 104 Schilling ab Lager Wien. Schweinfette waren geschäftsl^ und wiesen keine Preisveränderungen auf. Jn Chemikalien kamen nur kleine Abschlüsse zustande, wobei die Preise größtenteils unverändert blieben. Nur einige Artikel folgten der anfwärtsstreibendeu Tendenz der deutschen Märkte. So .notierte Knochenleirn 210 (Plus 7), Schuppen-NapMalin 76 (Plus 1), Oxalsäure 128 (Plus 3), Salzsäure 17 (Plus 0.60) Schilling. Textilien, Leder und RoWiute blieben unverändert. Wiener Börse für landwirffchaftli-ch.e Produkte. Vom Ausland lagen wieder schwächere Berichte vor, so daß der Markt matt tendierte. Die Kauflnst ,var abermals sehr gering, daher kam es nur zu lleineren Umsätzen. Die amtlichen Notierungen blieben unverändert. Bndapester Getreidetermirrmatkt. Die Tendenz des heutigen Marktes war flau, so daß die Preise erhekrliche Mrschvächungen erfuhren. Die Notierungen lauten in Pengö: Maiweizen 32.86, Oktoherweizen 28.78; in den Wrigen Artikeln konnten mangels Abschlüssen keine Kurse festgestellt werden. Wiener Viehmävtte: Borstenvieh markt. Aufgetrieben wurden: 8732 Fleisch- und 3616 Fettschwelne. Es notierten: Fleischschweine 1.90—2.36, Jettschweine 2.10 bis 2.60 per Kilogramin Lebendgewicht. Bei lebhaftem Verkehr verteuerten sich Fleischschweine um 5—10 Groschen UFettschweine (Prima) um 15 Groschen, mittlere Ware um 10 Groschen, leichte Sorten um 5 Groschen. — Pserdemarkt. Austrieb: Gebrauchspferde 123,Schlächterpferde 382, aus dem Schlachthaus 32 und aus der Kontumazabteiulng 208. Es notierten: Kutschpferde 400 bis 1200, leichte Zugpferde 300—1200, schwere Zugpferde 600 bis 1400 per Stück, Schlächtechserde, Prima (FohllA) 0.60—1.00, Sekunda 0.75—0.85, Extrenr 0.00, Bankvich 0.50 bis 0.70, Wurstvisy 0.35—0.46 per Kilogranmr Lebendglswicht. Verkehr lebhaft. Ausländische Börsen. Berlin. Mit Rücksicht auf den bevorstehenden Medio und auch wegeir der Feiertage erfolgten Gewinnncherungen in größerem Umfange und bewirkten auf allen Märkten mit nur geringen Ausnahmen ziemlich empfindliche Kursverluste. 5*m allgemeinen betrugen diese 1 ms 3 Prozent und gingen bei einzelnen führenden Werten auch bis 4 und 6 Prozent. Darüber hinaus verloren Farbenindllstrie, Felten u. Guilleaunte. Bergmann 6 bis 9 Prozent, Stolberaer Zink und Glanzstoff je 10 Prozent. Es zeigte sich nur geringe Aufnahmelust und auch im Verlaufe änderte sich

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