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Wiener Morgenzeitung · 1927-04-05 · Heft 2911 (5.4.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2911 (5.4.1927)
Date
1927-04-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 9 Me», Dienstag Wiener MorgenzeitunL 8. Aprkl 1927 Kr. 2911 rentiert, vermag Meliorationen durckMfschren; vermag Industrie und Handel Aufträge zu erteilen. In diesen Erwägungen werden Sie die Ursache für die von uns eingeleitete, von gegnerischer Seite aber so sehr bekämpfte mäßige Zollerhöhung zu suchen haben. Vom volkswirtsckmftlichen Gesichtspunkte aus muß der Grundsatz anerkannt werden, daß ein, wenngleich um ein Geringes höherer, für das heimische Produkt ausgegebener Betrag fruchtbarer angelegt erscheint als der geringere, der ins Ausland tvandert." Die Motivierung der Zollerhöhung, die Dr. Seipel hier bringt, ist mehr als problematisch. Sic ist stark fislalisch, jedenfalls bleibt die Tatsache bestehen, daß diese Zollerhöhungen angesichts der heutigen Weltwirtschaftelage nicht produktions- und absatzfördernd sind. Die Autarkie, die Dr. Seipel wieder einmal haben will, ist heute als ehre durchaus unproduktive Wirtschaftsmcthode erkannt. Dr. Seipel sprach dann von „Bemühungen" um die Jnnenkolonisation, „Möglichkeiten" intensiverer Bewirtschaftungsmethoden und schließlich rief er die planmäßige Organisierung der Auswanderung als das wirtschaftliche Heil aus. Wenn der Chef einer Regierung in einer an. wichtigem Ort gehaltenen wirtschaftspolitischen Rede nichts anderes als die Auswanderung für sein Wirtschaftsprogramm zu Hilfe zu nehmen vermag, so ist dies ivahrlich kein allzu positives Programm. Bei den Wahlen in das Präsidium des Jndustriellenverbandes wurde Herr Ludwig Urban per acclamationem zum Präsidenten gewählt, Vizepräsidenten wurden die Herren Alfred Hauser, Ludwig H i n te r s ch w e i ger, Dr. Ludwig Kranz, Edgar Penzig-Franz, Julius R h o m b e r g. Geschäftsführender Vizepräsident ist Sektionschef Robert E h r h a r t. Das Zorotheum. Das Wiener Dorotheum, lvelches lange Jahre ausschließlich das Pfandleihgeschäft betrieb, zu dem später noch das Bersteigerungsgeschäft hinzukam, hat nach dem Kriege auch eine Bankabteilung errichtet. Mit den Geschäften dieser Abteilung hat sich nun gestern ein Montagblatt beschäftigt und dargelegt, daß das Dorotheum, dessen BimkabteLlung sich an verschiedenen verlustbringenden Unternehmungen, u. a. an einer Transaktion mü dem Mödlinger Weinhändlor Haufchka> <mr Kr.istallverlag, an der in den letzten Tagen ins Ausgleichsverfahren gekommenen Firma Hermann & Rosenmann sowie cm der gegenwärtig liquidierenden Newyorker Firma Morgan, Livermoore & Co. beteiligt habe, in diesem Geschäfts- Kweig einen Verlust von mindestens fünf Millionen Schilling zu verzeichnen hatte. Das Dorotheum, dessen Verwaltung von einem Kuratorium geführt wird, an dessen Spitze zwei Präsidenten, der eine über Vorschlag des Bundeskanzlers, der andere über Vorschlag des Bürgermeisters von Wien ernannt, stehen, läßt im Wege der Amtlichen Nachrichtenstelle folaendes mitteileu: „Die in eurem hiesigen Morgenblattr gebrachten Nachrichten über das Dorotheum, insoweit sic auf Richtigkeit beruhen, beschäftigen das Kuratorium und die Geschäftsleitung schon seit vielen Monaten. Es kann festgestellt werden, daß heute beretts alle Verluste, die aber auf längere Zeit zurückdatieren, durch die Gelvinne der letzten Jahre zum größten Teile abgedeckt sind. Die Situation des Institutes ist gegenwärtig eine solche, daß nicht nur die Zinsen und Gebühren am 1. März bereits reduziert werden konnten, sondern daß auch das Kuratorium und die Geschäftsleitung sich mit dem Plan befassen, im Larlfe des Sommers diese Reduktion noch weiter aus zu bauen, was jedenfalls ein deutlicher Besoeis für die konsolidierte Lage des Dorotheums ist. Auch daraus geht hervor, daß die Pfänder und der Einlagenstand in keinerlei Weise irgendwie tangiert sind. Es wurde übrigens bereits seit längerer Zeit» ein N eformprojekt durchgeführt, das in Zukunft Verluste ausschließt." Diesen Mitteilungen ist zu entnehmen, daß die Geschäftsführung des Dorotheums für die bereits vor längerer Zeü erlittenen Verluste, von den-n der an dem Bankhaus Morgan, Livermoore & Co. etwa 1.5 Millionen Schilling beträgt, bereits früher die nötigen Reservierungen vorgerwmmen hat. Wie wir übrigens erfahren, schwcbt bezüglich d:r Beteiligung d.s Dorotheums an dem erwähnten Newyorker Banlhause noch ein Prozeß. Wie auch das Communique des Dorotheums besagt, wird der Geschäftsbetrieb reformiert, di- Bankabteilung hat ihre Tätigkeit eingeschränkt. Die von dem erwähnten Montagblatt gebrachte Nachricht von der Demission des Generaldirektors des Dorotheums Doltor Hallama wird als unzutreffend bezeichnet. Gut informierte Stellen wollen allerdings wissen, daß im Lanse der bereits erwähnten Reform der Geschästsführung ein Wechsel in der Leitting des Dorotheums eint cetcn könnte. * Infolge der durch die gestrigen Mitteilungen entstandenen Gerüchte haben im Dorotheum stärkere Abhebungen stattgefunden. Diese Abhebungen wurden auch dann, wenn es sich um nicht fällige Beträge handelte, restlos ausbezahlt. Die Leitung des Dorotheums hat die Weisung erteilt, daß auf Anforderung Einlagen ohne Rücksicht auf die Höhe des Betrages und auch dann zur Rückzahlung zu bringen sind, wenn es sich um gebundene Einlagen handelt. Ste«erkale»der kür Avril 1986. ct) Bundessteuern. L April: Kö r p e v s cha ft § st e ue r, zweite Rate der Voreinzahlung 1927. 15. April: A b z u g s e i n k o m m e n st e u e r für März. 16. April: Effektenumsatzsteuer für März. 20. April: W a r e n n m s a tz st e u e r für März. b) Wiener Gemelndsstenern. 11. April: Plakatabgabe und Wafferkrafta b g a b c für März. — Nahrungsint b Genußmittelabgabe für März. — Lustbarkeitsabgabe für 16. bis 31. März. 14. April: Fürsorgeabgabe und Fremdenzimmerabgabe für März. 15. April: Wohnbausteuer für März. 20. Avril: L n st b a r k e i 1 s a b g a b e für 1. bis 15. April. 25. April: Anzeigenabgabe für März. Pole«« Amerika-Auieihe. Aus Warschau wird gemeldet: Ucver den Stand der Anlciheverhandlungen in Amerika wurde folgendes offizielle Commuuique veröffentlicht: „Die Regierungskommisston, bestehend aus den Herren M ly na r skr und Krzy z a nowfk i, welche in den Vereinigten Staaten fünf Wochen weilte, hat nunmehr nach ihrer' Rückkehr der Negierung einen Bericht über ihre Tätigkett vorgelegt. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit dieser polnischen Kommission mit den amerikanischen Finanzfreisen beweisen, daß eine weitgehende Vereinheitlichung der T e nd e nz en,dir auf dem amerikanischen Markt herrschen, eingetreten ist. Damit im Zusammenhang hat die Kommission im Einvernehmen mit den amerikanischen Finanzfreisen die R i ch tlinien ausgearbeitet, welche die Grundlage für die vollständige Oefsnung dvs ausländischen Geldmarktes für Polen bilden würden. Die Kommission hat der Regierung konkrete Vorschläge unterbreitet, die nunmehr von der Regierimg geprüft werden sollen. Eine Kontrolle durch irgendwelche internationale Körperschaften ist aus geschlossen." * Dazu erfahren wir von informierter Seite aus Newyork: Der Anleihebetrag an Polen dürfte 50 Millionen Dollar nicht übersteigen; weitere 25 Millionen Dollar sollen in Form eines Kredites durch die Federal Reserve-Bank aufgebracht werden. Unter den Firmen, welche für die Auflegung der Anleihe aktives Interesse bekunden, befindet sich auch Dillon Read Co. Daß Gouverneur S'trong, wie englische Meldungen besagten, zum Verwalter bzw. direkten Kontrollor einer polnischen Anleihe ausersehen sei, scheint nach maßgebenden Informationen nicht richtig zu sein. Wie in Neivyorker Bankkrcisen verlautet, dürfte Strong einen Vertrauensmann ernennen, der den Anleihezeichnern für die richtige Verwendung der Anleihe verantwortlich wäre. Fortgesetzte Steigerung der L ira. Wahrend die Auf-. wärtsdewegung der spain.chen Valuta schon in der Vorwoche eine Grenze gefunden hat, setzte die Lira aus den Devisenmärkten zu Wochenöeginn mit einer weiteren Steigerung ein, die auf Grün) von Gerüchten über eine ameriivnische Anleihe für Jtanen vorübergehend den Hockivunkt in einem Kurse von 21.90 Parität Zürich erreichte. Dieser Kurs ließ sich jedoch nicht lange aufrechterentten und Devise Mailand fch.otz 24.75 Parität Zürich. Die norweaische Krone war wieder stärker gefragt und hob sich von 135.27Vs auf 135.60. Dev Leu ist infolge der mit dem. Gesundheitszustand des rumänischen Königs zusammenhängenden St'mnmngsöerichte von 3.20 auf 3.14 Parität Zürich gesunken. Sonst ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Der Schilling notiert 73.12^ (gegen 73.15 am SamStag). Wirkungsbereich und Lebensmögl'chkriten des Handels, lieber dieses Thema spricht Kommerzialrat Heinrich R o s e n b e r g in der heute, 6 Uhr abends, im Festfaal des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft smttftndenden ordentiichen Generalversammlung des Reich sverbandes.der Holz Händler. E Die Zentralsparkasse der Gemeinde Wien, gegvünldvt im Jahre 19(36, ist in der Mchikriegsgeit das größte SparoinlagenirnftV./ut Oesterreichs geworden. Wie fchr der Anstalt, für deren Einlagen die Genwmde Wien mit ihrem gesamten Vermögen haftet, Ein,läge ngelder in stets sw'gendom Mvste Zuströmen, zeigt die Entwicklung ihres EinlcrgenstaiDes in den letzten Jahren: 1. Jänner 1922: Einlogenstand S. 68.066.—, Zuwachs gegenüber dem Vorjahre S. —.—; 1. Jänner 19S3: Einlagenstand 8. 951.814.—, Zuwachs gegenüber dem Vorjahre 8. 883.752.—; 1. Jänner 1924.- Einlagenstand S. 10,376.421.—. Zuwachs gegenüber dem Vorjahre 8 9,424.007.—; 1. Jänner 1925: (Sin* lagenstnnü 8 44,390.254.—, Zuwachs gegenüber dem Vorjahre S. 34,013.833.—; 1 Jänner 1900: Einlagenstand Schilling 129,266.531.—, Zuwachs gegenüber dem Vorjahre Schilling 84,872 277.—; 1. Jänner 1927: Einlagettstand 8. 213,286.861.—, Zuwachs gegenüber dom Vorjahre S. 84024.351.—. 2bm 1. März 1927 erreichte die Anstalt einen Einlagenstan) von S. 241 730 439.—, sie hatte demnach in den ersten zwei Monaten dieses Jahres einen EinlagenAM>achs von fast 28^ Millionen Schilling, den größten feil Büste!) der Anstalt. Im Jänner dieses Jahres halben mehr als 112.^50 Parteien die Einlagen* sehalter der Zentraisiparlasse und ihrer 15 Filialen passiert. Ins lvsnzrn. Der Konkurs wurde eröffnet i'cher die Firm.u ,! r e u d e u t h a l u. B a ch w i tz, LkonseltivN, Wie,:, 1. Bez., Noteilturmstraß.' 19 (infolge Nichteinhaltung der Ausgleichsraten): Otto Großmann, Wien, 9. Bez., Hahngasse 34 (infolge Nichteinhaltung der Ausgleichsraten). — Das Ausgleichsverfahren wurde e i'fj'net gegen Karl Du sek. Damenkonfektion, Wien, 2. Bez, Glockrngasse 3 (Aliven. zirbt 23.000 Sclsilliirg, Passiven zirka 75.000 Schlllina; Anbot 35 Prozent in sechs Monatsraten); Julins Gänöler, Wirävarenerzerigung, Wien, 9. Vez., Glasergasse 21 (Aktiven zirka 100.000 Schilling, Passiven zirka 180.000 Schilling; Anbot 35 Pr^ent in elf Monatsraten). , D»e Anglo-Jnteruat.ona e Bank in London, die ebenso wie sie es bei der Wiener und Budapester Angloban? mar, Hauptattionär der Anglo-Tschechoslowakischen Bank ist, von der sie sämtliche Aktien besitzt, wird, wie uns aus Prag gemeldet wird, clncn bedeutenden Teil ihrer Aktien an tschechoslowakisches Kapital abtreten. Die darüber schwebenden Verhandlungen befinden sich, wie eine gut informierte Stelle berichtet, bereits im abschlußreifen Stadium. Ein Großteil der tschechoslowakischen Bank wird vom Aus'iger Bankhaus Petschek, von der Firma Schicht smvle einem Konsort-'unr unter Führung der tschechischen Kooperative zu e inenr etwas über dem Nominale stehender: Kurs übernommen werden. Die Transaktion, an der sich auch nach andere Bevtreter der tschechosimvaki^chen Industrie und des Handels beteiligen sollen, dürste in zwei Etapven erfolgen und bis Ende 192? durchgeführt sein. Das neue polnische AMengesctz. Ans Warschau wird gemeldet: In der <ey.cn Sitzung vcr iiodist.iicm.'-iJomnust»oir des Sejm vor Schluß^ oer Scjmsejsi'.'n wurde in zweiter L'pmg das Projekt des künftigen AkliengesctzeS ange-.:.omn:en. Tie dritte Lesung wird im Mai stattsinde'.l. T-aci Projelc fuhrt einige grundlegende Neuerungen cin, und zirar: Das Konzessi on sfystem soll nur für Miengefellschasten beiöchaltc.n werden, an denen ein SfjentlichrS Interesse besieht (Gaswerle, Eültclzitütswerle, Wasserleitungen usiv.), soivie für Filialen ausländischer Aktiengescllschrften. Für alle anderen M.i:ngesellschaste>l sol« das gegenwärtig nur in: ehenrals preußischen Tcllgcbier sichende «yst.m der Registrierung im Handelsregrstcr eiugesührt werden. Ferner ist in dein Entwurf ein gegenseitig«» Abhängigkeitöverhältnis zwischen Tantieme und Dividende festgelegt werden, so daß Tantiemen nicht werden, anr» gczahlt werden können, meint nicht auch gleichzeitig Dü-i^eudetr zur' Ausschüttung gelanget Ungarns HandelSbilanzp-afsivum. Laut der aurtlichen Statistik betrug die Älusfuhr Ungarns im Februar 54.7 Millionen Pengü, dle Einsirhr nach Ungarn 79.1 Miclionen Pengb; demnach ist die Handelsbilanz Ungarits im Februar mit 24.4 Millionen Pengb passiv; das Passivum steigt in den letzter! Monaten anhalteno. Rumäniens Naphthaproduktion. Aus Bukarest wlüd uns berichtet: Die rumänische Naphthapre-^n.tion betrug im vergüt gcueir Jahre 3,25 Millionen Tonnen ,tnd überstieg die Produktion des Vorjahres um -10 Prozent. Ter Anteil Rumänirn.s an der Weltprodultion betrug 2,10 Prozent. Wiener Börse. Geriiiger Verkehr. — Behaupte:. Die Börse wies nur für einzelne Werte, tvie Mo.ttan* aktien, Siemens und Semperit, lebhafteres Interesse auf, während sonst der Verkehr recht schwach war. Doch behaupteten sich die Kurse im allgemeinen, in einigen Papieren, wie den schon erwähnten bevorzugten Kulissenwerteu, ferner im Schranken Zuckerwerte, Staatsbahn, Danlpfschiff, ergaben sich Besserungen. Der Schluß der Börse war freundlich. Quoten: Franz-Josephs-Bahn-Schuld 3.30, Franz. Josephs-Bahn-Prior. 4.35. Kassakurse: Anker, Vers. 64.50, Wiener Phönix 43, Bankverein 11.56, Vodenkredit 22, Oesterr. Kredit 16.90, Anglöbank 7.32, Kompaß 1.01, Merkurbank 6.35, Zivno 80, Brit.- Ung. Bank 118.25, Pester Kommerzial 150.50, Ungar. Kredit 109.75, Niederösterr. Eskompte 26.70, Nordbahn Genuß 480, Perlmooser 290, Gösser Brau 190.50, Liesinger Brau 69, A. E. A. Union 8.30, Der. Elektr. 53, Siemens 28.70, Elin 42.75, Gal. Montan 3.07, Berg und Hütten 581, Herd Masch. 1.70, Mannesmann 39.90, Schoeller Stahl 2.10, Simmeringer 16.50, Skoda 160, Waffen 6.50, Oesterr. Hofherr 16.25, Ungar. Hofherr 26.50, Kabel Draht 26, Krupp 26.40, Rima 137.60, Styria 18, Neusiedler Papier 192, Karpathen 34, Tarbouches 110, Oesterr. Eisenbahnverk. 61, Ungar. Eisenbahnverk. 4P Semperit 21.70. Wrener Börse für l.zrü»wirtfch.sitUche PkodnDte. Wie getvöhnlich zu Wochenbeginn cntmirkelte sich das Geschäft sÄ)wersallig und blieb vis zum Schluß der Börse lusdlos, da vom Budapester Markt flaue Berichte einlaufen. Die Umsätze wuren gering, die Preise unverändert. Wiener Vivymärkte. Rindermarkt: Aufgetrieben wurden: 2498 Mastrinder und 468 Stück Beinlvieh. Es notierten: Ochsen 1.05 bis 1.70, Stiere 1.— bis 1.40, Kühe 1.— bis 1.35, Beinlvkeh 0.60 bis 0.95 das Kilogrc>mtin Lebendgeivicht. Bei etwas lebhaftem Verkehr behaupteten Ochsen und Prima-Kühe Dovioochen'weise fest, Stiere und Beinivieh um 5 Groschen, vereinzelt um 10 Groschen billiger. Budapester GetreideternrinmaeLt. Infolge umfangreichen Offertmateriais haben sich die Kurse atbgeschwäck)t. Dle Notierungen lauten in Pengb: M.iiiveizen 33.02, Oktoberweizen 28.80 bis 28.82, Oktoberroggen 21.90, Aprilroggen 26.90, Mairoggen 27.04. Auswärtige Börsen. Prag. Die Börse eröffnetc die neue Woche in befestigter Haltung und fast alle gehaiidelteu Papiere leimten leichte Bessenmgen erzielen. Auch dir Auslandsmärkte gaben dem Markte ein fteundlicheS Gepräge. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf Kohlen- und Elektristtätsaktien, da die Äontermine überstürzte Deckilnas- und Rückkäufe vornahnt. Der Schluß war befestigt. Schwächer lagen Zettlitz, Etoun. Am Anlagemarkte hat bereits wieder eine Beruhigung Platz gegriffen. Die Werte dieses Marktes, iusbesondere Staatspapiere, konnten sich teils gut behaupten, tei.'S bessern. Exoten waren in der Mehrzahl höher gehalten. Bon Devisen war nur Briissel etwas schwächer. — Berlin. Die stärkeren Steigerungen d«r vergangenen Börsen haben anscheinend zu eitler Beteiitgung des Publilums geführt. 8“ Begiitu deö Verkehres lagen auf fast allen Märkten beträchtliche Kanfatlfträge vor, di« aber zu tveiteren Kurserhöhungen von nur miißigent Umfange führten, da die Svekulatlon Getvinuinitnahmen für geraten hielt nnd sich stärkere Abgabetüust zeigte. Immerhin überlvogen fast Überall Besserungen von ein bis ztvei Prozent und vereinzelt drei Prozent, sotoie bei Ilse Bergbau, Julius Berger und Ostwerke solche von vier bis fünf Prozent. Diesen Erhöhungen standen freilich, tvenn auch nur vereinzelt, Nachlässe im gleichen Umfange gegenüber, die bei Ludwig Lölve, Feiten, Salz, Detfurth, Pöae und Transradio drei bis fünf Prozent erreichten. DaS anfangs ziemlich lebhafte öleschlst wurde im Verkäufe ruhrger und die Kurs« bröckelten fast überall ab. Nur für «inzelire Ipezialpapiere erhielt sich das Interesse, so für Farbenindustrie und einige Montan- und Elellnzitätswene, besonders aber ffti RheinstLM bei einer im ganzen sünfprozenugen Besserung flr letztere. Verschiedentlich gingen die Kurse aus den Anfangs stand zurück. Am Rentenmarkt ergaben sich bei unverändert kleinem Geschäfte nur geringfügige Kuröveränderungen. Der Geldmarkt zeigte bei zumeist unveränderten Sätzen noch kein Anzeichen störkerev Erleichteruirg. Taggeld blieb vrelmehr zwecks Zurückzahluuß

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