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Wiener Morgenzeitung · 1927-03-26 · Heft 2901 (26.3.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2901 (26.3.1927)
Date
1927-03-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2901 Wien, SamStag Wiener Msrgenzettnns 26. März 1927 Sette 5 Durch Konzerte und mit allen Hilfsmitteln der modernen Technik, wie Sprechmaschine, Radio und Lichtbild, auSgestattete Vorträge werden die Werke und das Leben Beethovens der amerikanischen Bevölkerung zur Kenntnis gebracht, wobei insbesondere in allen Schulen, in den Kirchen und in allen städtischen Anstalten, wie Hospitäler und dergleichen mehr, der breiten Massen der Bevölkerung Amerikas Gelegenheit geboten wird, an dem Genuß der großartigen Schöpfungen des genialen Meisters teilzunehmen. Amerika beteiligt sich aber auch aktiv an der hiesigen Beethoven-Feier, indem es drei bedeutende Musikkenner eigens hieher delegierte, weiters indem es durch das Präsidium der amerikanischen Beethoven-Woche an den Herrn Bnndesprösidenten Dr. Michael Hainisch, den Herrn Bundeskanzler Dr. Ignaz Seipel und Herrn Professor Dr. Guido Adler Kabelbotschaften richtet. Das Komitee der amerikanischen Beethoven-Woche hat endlich den hierortigen Vertreter der Columbia Phonograph Company, Herrn R. E. Thallmayer, beauftragt, in seinem Namen am Samstag den 26. März einen Kranz am Grabe Beethovens niederzulegen. Der Ruhm Wiens als eine Mustkstadt ersten Ranges wird somit wieder einmal in glänzendster Weise anerkannt. Dies bedeutet außer der Würdigung unseres großen Meisters aber auch eine hervorragende Förderung unseres Fremdenverkehrs, denn alle diese vielen amerikanischen Veranstaltungen werden nicht verfehlen, einen mächtigen Strom Amerikaner nach Wien zu führen. Wien, 26. März. Das Wetter. Im M«!trterchamcÄbea: - ist feine wGaMiche Aenberung zu vcirizelchnvn. Es i'i't feii-djlt bewölkt. Mii'taig.8 hatte es 13 Gm>d. Voraussage: Wechselnd bewölk Neiitziunig zu loichren Mclvenschlägen, namentlich im Westen mild Süden, Te mperatur wenig veräriider.?. Sprechoerkehr Oesterreich—Jugoslawien (über Ungarn). Infolge Erhöhung der ungarischen Durchgangsgebühr für den Sprechverkehr Oesterreich—Jugoslawien um 5 Cents Gold ab 1. April betragt von diesem Tage an die Sprechgebührencinheit in den Beziehungen Wien einerseits, Ada, Koprivnira, Novy Padej, Ostjek, Rasinja, Subotica, Valpovo, Velika Kikinda anderseits 396 Cents Gold, dzt. — 5 Schilling 62 Groschen, ferner Wien einerseits, Brcko, Novi Becej, Novi Sad, Pancevo, Somibor, Stari Becej, Beliki Beckerek und Bukovar anderseits 440 Cents Gold dzt. — 6 Schilling 34 Groschen. Promotion des Chacham Ovadia gum Dvttor der Philosophie. Heute 11 Uhr vormittags findet im großen Festsaal der hiesigen Universität die Promotion des Rabbiners der Wiener sephardisch - türkischen Gemeinde Ehacham Nissim O v a d i a, zum Doktor der Philosophie statt. Julius Schlesinger gestorben. Jnr Alter von 89 Jahren ist vor einigen Tagen Herr Julius Schlesinger gestorben. Cr war mehr als 40 Jahre an der Wiener Bötte als Vertrauensmann erster Wiener Firmen tätig und erfreute sich allgemeiner Sympathien. Von seinen zwei Söhnen genießt Universitätsprofessor Dr. Wilhelm Schlesinger, der 'bekannte Internist, in der medizinischen Welt großes Ansehen. Der zweite Sohn ist der bekannte praktische Arzt Dr. Alfred Schlesinger. Tödlicher Unfall eines Kindes. Gestern inilttags wurde in der Engerthstraß-e die lfünfjähri$e Marie Bind e x Hofer von einem Auto ni>edergastoßen nmid geiw'lie-t. Ob den Ehaiuissieirr ein Vorschullder: ttiifft, wurde iroch nicht festgestellt. Ein Familienbrama. Aus M ö d ll ii n g lwiistd iber>ichtel: Drr in S p a r b a ch wolhnhafbe 2>1jähvige Schuhmacher Johann Koller wuiKe gestern ln einer fast unzugänglichen Stelle des Lfechtenstemschen NürigaLton's 'bei Sparbuch miir seiner Schwester der 24jäihrigen BeamlKn Manie Koller tot ausgesunden. Wie der gerichtliche Desuivd evga>b, hat Koller seine Schwester durch einen Schuß aus eignem alten Militävkaraniner geitötelr, dann sich entleibt. Beide berü6fen die Tat schon am 14. d. Die Leichen wurden erst jetzt gesinnten. Die Ursache der Dar sind, daß Marie Koller abgeoauir wurde und überdies an einem schweren Nierenleiden erkrankt ist. Sie beschloß deshcvlih^ in dcn Tod zu geheif, und überredete ihren Bru?er, der von Notier aus zur S ch w e r m u t neiglte, mit chr zu sfer'ben. Der Einbruch in der Wohnung Grofaveseus. Wie berichtet, wurden unter dem Verdacht, den Einbruch in der Wohnung des ermordeten Staatsopernsängers Trajan Grosavcscu begangen zu haben, der wegen Diebstahls schon dreimal abgestraste 25jährige Hilfsarbeiter Alfred Bremer und seine Lebensgesahrtin, die 2LW-rige Hilfsaröeiterin Marie Hasen za gl in Aal fang verhaftet. Die Schwester Grosavescus konnte in den ihr vorgelegten Sachen kein Stück aus dem Besitz des Toten erkennen. Es erscheint aber doch wahrscheinlich, baß die Sachen anderSwo gestohlen wurden, weshalb die Erhebungen nach der Herkunft der Sachen eingeleitet wurden. Bremer und die Hasenzagl wurden dem Landesgericht eingeltefert. Das große Schauturnen des MakSabi « 'findet heute abends um '8 Wc'in den "Sostensälen statt. Wle schon 'berichtet, wird eine 'MusterAege des Budavester Vivo es AMetikai-Klub nAtiökrken. Die Festrede hält Herr Dr. Otto A b c l e s. Bayrische Negieruugsforgeu. Dem Haushaltausschuß des bayrischen Landtages lag kürzlich eine Eingabe des Verbandes deutscher Zinngießereien um Wiedereinführung der mit Zinndeckel beschlagenen Bierkrüge im Münchner Hofbrauhaus (der „H.-B."-Krüge) vor. Hiebei machte der Vertreter der Regierung die Mitteilung, daß 60 Prozent dieser Bievkrüge gestohlen werden. Französische Schuhe. Die Eröffnung der Wiener Niederlage des deistbekmmten Pariser Schuhhauses F. Pinet fand gestern in Amvesen'heit des französischen Gesandten in den neuen, äußerst geschmackvollen Verkaufsräumen, Kärnlnevstraße 36, statt. Herr Walter Schlesinger dankte im Namen der Firma F. Pinet dem Gesandten Eomte de CHambrun, den diplomatischen Vertreten» von Argentinien, Belgier», Polen, des Königreichs S. H. S., sowie der Schweiz für deren Erscheinen und wies in gehaltvoller Ansprache aus die gi'mstigen Mchseüvirkurraen hin, die sich an die Vertiefung der Handelsbeziehungen Mischen Frankreich und Oesterreich kulipsen. Der Eröffriullgsseier rvohnte ein zahlreiches distinguiertes Pliiblikum bei. Bühne und Kunst. Beethovens Gedanke« über Ruflk. Heute, da die gesamte Ku'lturwclt des Titanen gedenkt, ist eS angebracht, daran zu evinnem, Wie der geniale Tondichter Über Musik und Muisikschöpfüngen dachte. Dem Manne muß die Musik Feuer aus dem Geist schlagen. — Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie... Wem meine Musik sich verständlich macht, der muß frei werden von all dem Elend, womit sich die anderen schleppen. (Zu Bettina, 1610.) * Höheres gilbt es nichts, als der Gottheit sich mehr als andere Menschen nähern und von hier aus die Strahlen der Gottheit unter dem.Menschengeschlecht verbreiten. (An Erzherzog Rudolf.) * Ich habe niemals daran gedacht, für den Rus und die Ehre zu schreiben: Was ich aus dein Herzen habe, muß heraus, und darum schreibe ich. (Zu Gering.) * Glaubt er, daß ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht? (Zu Schuppanzigh.) » Wie ich gewöhnt bin zu schreiben, auch in meiner Jnstrumentalimuistk, habe ich immer das Ganze vor Augen. (An Treitschke.) * Ohne Klavier zu schreiben ist nötig... Nach und nach entsteht die Fähigfeit, gerade nur das, was wir wünschen, fühlen, darzustellen, ein dem edleren Menschen so sehr wesentliches Bedürfnis. - (An Erzherzog Rudolf.) * Die Beschreibung eines Bildes gehört zur Malerei, auch der Dichter kann sich hierin vor meiner Muse glücklich schätzen, deren Gebiet hierin nicht so begrenzt ist, sowie es sich wieder in anderen Regionen erstreckt und man unser Reich nicht so leicht erreichen kann. (An Wilhelm Gerhard.) # Freiheit, Weitergehen, ist in der Kunstwelt wie in der ganzen großen Schöpfung Zweck, und wir sind Neuern noch nicht ganz so weit als unsere Altvorüeren in Festigkeit, so hat doch die Verfeinerung unserer Sitten auch manches erweitert. (An Erzherzog Rudolf.) # Genie hat doch unter den Alten nur der deutsche Händel und Selb. Bach gehabt. (An Erzherzog Rudolf.) » Wenn Ihr Schüler einmal den gehörigen Fingersatz nimmt, alsdann im Takt richtig, wie auch die Noten ziemlich ohne Fehler spielt, alsdann erst in Rücksicht des Vortrages anzuhalten, und wenn man einmal so weit ist, ihn wegen kleiner Fehler nicht auifhören zu lassen Und selbe ihm erst beim Ende des Stückes zu bemerken. Ich habe immer diese Methode verfolgt, sie bildet bald Musiker, welches doch am Ende schon einer der ersten Zwecke der Kunst ist... Bei gewisien Paffagen wünsche ich, auch zuweilen alle Finger zu gebrauchen. Freilich klingen einige, wie man sagt geperlt" (mit weniger Fingern) oder wie eine Perle, allein man wünscht auch einmal ein anderes Geschmeide. . ■ (An Karl Czerny.) * Daß Sie Sebastian Bachs Werke herausgeben wollen, ist etrvas, was meinem Herzen, das ganz für die Kunst dieses Urvaters der Harmonie schlägt, recht wohl tut. (An Hofmeister, 1801.) Allzeit habe ich mich.zu den größten Verehrern Mozarts gerechnet, und werde es bis zum letzten Lebenshauch bleiben. , (An Abbe Maximilian Stadler, 1826.) # Was mich als Künstler betrifft, so hat man nie erfahren, daß ich, man 'habe auch in diesem Punkte was immer über mich geschrieben, mich je erregt habe. (An Schott, B. Schotts Söhne, 1825.) „Ein Purimsvkel." Die zionistische Sektion Innere Stadt brachte gestern anläßlich ihres Purim-Ballfestes ein- Purimspiel zur Uraufführung, das den geschätzten Dichter Arnold Zweig zum Verfasser hat. Das Spiel schreitet zunächst auf hohem Kothurn einher, und das auf Purimamusement vorbereitete Publikum kriegt allmählich ein langes Gesicht, wckl es besorgt, just in dieser weinseligen und tanzlustigen Ra»Ä mit einem richtiggehenden Drama gefüttert zu werden, in Slen Versen abgefaßt, aber tiefsinnig und pathetisch. Da entschleiert sich plötzlich der Ulk: Die beiden stummen Statisten am Hofe des Königs Achaschwerosch tauen auf, übernehmen sämtliche Rollen und exequieren im „Knüppeljargon" eine Purimposse, die den Zuhörern nach der bedenklichen Einleitung sehr willkommen ist. Es gibt dann noch einen Rückfall in Verspracht und Pathetik, aber nur zu dem Zweck, um einigen Mitwirkenden im Parterre das Stichwort für einen „Theaterskandal" zu bringen. Die schöne Esther und der ,Küchenknabe Basti" geraten in Verwirrung, die Bühne wird gestürmt, und das Purirnspiel artet gottlob in einen Pnrimball aus. Der anspruchslose, leicht hingeworfene Spaß, vom Burgschauspieler Fritz Blum inszeniert und von seinen Schülern gespielt, tat seine Wirkung. Fräulein Platten stein er war eine zarte und schöne Esther, Herr Göth ein würdiger Mordechai, alle Mitwirkenden waren sehr bemüht l»nd insbesondere die Darsteller der Statisten, die .Herren Schr'iber und Wasser, sehr anfg".-,'iumt. Fr ilich hälfen Sigi Hofer und —rzz.~r:~.1 ... - VS* Hans Moser das Zwerchfell stärker bedrängt. -Und es wäre vielleicht tauglicher, den Aufsitzer von Kindern spielen zu lassen. — Es war Übrigens eine richtige Pnri»nnacht, an der auch die städtischen Elektrizitätswerke mistwirkten. Sie beteiligten sich an der Arnold-Zweig-Prewiere dtzrrch wiederholtes Versagen des Rampenlichtes und d^r Saal^ beleuchtung und erhöhten die ulkige Stimmung. Aus de« Aeaterv. Bu rgtheater. Morgen, 3 Uhr rrachm., „Die fü u f Frankifurter". Abends, HS Uhr, ,Zn ebe uer Erde und erster Stock". A k a d e m i e t h e a t e r. Morgen, 3 Uhr nachm., „C a ndida". Abends, H8 Uhr, ,Mpiel im Sch'loß". Staatsoper. Morgen, 7 Uhr, Vorstellung des Burg theaters. Bcechoven-Zeutena^seier: „Egmont". Dirigent Felix Weingartner a. G. Im Rsdouteusaal: 7 Uhr, Beethoven-Zentenavfeier. Zum evsten Male „Dido und Aeneas", hierauf „Die Magd als Herrin" und „Der Freier der Tänzerin" (Raweau). Raimundtheater. Heute, 7 Uhr, Erstauffichrung der Operette „Riguette", Musik von Oscar Straus, Buch von Schanzer und Wslisch. Modernes Theater. Morgen, H4 Uhr nachm., findet eine Eurythnrie-Anfflchrung der Anthroposophischen Gesellschaft statt. . Mische Welt. Bor dem Schwarzbart-Prozeb. Aus P a r ss meldet die I. T. A.: Am 23. März winde Schalom Schwarzbart drei von der Petljura-Partei geführten Zeugen giegenübergestellt, die behaupteten, Schwarzbart wäre in Verbindung mit Bolschetvisten gestanden und hätte das Attmtat auf Petljura in bolschewistischem Aufträge verübt. Schwarzbart wies diese Behauptungen entrüstet zurück, und es gelang ihrir, die Beweismomente der Zeugen ad absurdum zu führen. Der Verteidiger Schwarzbatts, Tor res, ist überzeugt, daß dies das letzte Verhör mit Schwarzbatt war. Der Prozeß wird nicht später als im Monat Juni stattfinden. Ae Blutlüge. Aus Uzhorod wird uns geschtteben: In dem Städtchen Swaljawa in Karpatho-Rußland ist seit dem 9. März das Kind eines Bahnbeamten spurlos verschwurüien. Im Zusammenhang damit ist auch sofott die Blutlüge aufgetaucht. Die in Mukacevo erscheineiwe Zeittrng „Hirado" erzählt, es sei in die Redaktion ein Kind gekourmen, das sagte, es fürchte sich allein auf der Sttaße zu gehe::, damit ihm nicht das geschehe, was die Juden mit dem Kind aus Swaljawa getan habew Das Blätt fordert die Behörde auf, der gefährlichen Hetze, sofort entgegenzutreten. * Aus Warschau, 23. März, wird uns gemeldet: W o z n i a meldete sich gestern mit ihrer fünfjähttgen Tochter bei der Polizei und behauptete, ihr Nachbar, ein 70jähriger Händler, hätte ihre Tochter vergewaltigt und ihr Blut für rituelle Zwecke abgezapst. Der Händler wurde verhaftet. Vor seiner Wohnung vei^ammelte sich eine große Menschenmenge, die gegen den Händler und seine Familie eine drohende Haltung einnahm. Der Polizei gelang es nur mit Mühe bfe Menschenmenge zu zerstreuen. Die Angaben der Fm»» Woznia stellten sich als eine grobe Verleumdung heraus. Sie wurde einem polizeilichen Verhör unterzogen. Der Kaufmann wurde freigelassen. Beilegung der Krise in der Warschauer Wische« Gemeinde. Die vor einigen Tagen gemeldete Kttse in der Verwaltung der Warschauer jüdischen Gemeinde ist nun»nehr friedlich beigelegt ivorden. Das Präsidium, das wegen dyr Ablchnung des vorgeschlcrgenen Mürgetproviforiums für die ersten vier Monate demissioniert hatte, hat ans Grund einirr in der Obmännerkonferenz beschlossenen Bereinbaritng, die Demission zurückgezogen. Das vom Präsidiimr geforderte Budgetprovisorinm wurde betmlligt. Ausgenvnrmvir sind die Posten für Bwmtengehälter und die Pessach-Hilföaktion, für welche die in das Budget pro 1927 eiirgesetztti» Beträge in Awvendüng kontmen. Aus der Lodzer Wische« Gemeiude. Ans Lodz wird uns bettchtet: Kulturpräsident Sejrp» deputierter Dr. Rosenblatt hat sich infolge der g^- gen ihn gerichteten Angttsfe seitens der Opposition zur D»»- missiou entschlossen. In der vor einigen Tage»: stattgeftnvdenen Vorstandssitzung ivurde Herr Benjamiir Ruß zum Präsidenten gewäkstt. Et« «euer BiMochekyr der Berliner Jüdischen Gv« melnde. Der Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeind« hat beschlossen, Herrn Dr. Ochiser als Nachfolger des verstorbenen Herrn Dr. Renzer zum Bibliochekar der Berlirw« 'Jüdischen Gemeinde zu bestellen. Herr Dr. Ochser «Kt* zunächst als Rabbiner tättg, war dann Bibliochekar m der Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Jude»- chums, arbeitete in Amerika bei der Rydaktton der „J»uoisb Enchelopedia", die ihm eine ReiU wertvoller Aussätze dairkt, ftmgierte einige Zeit als Av» ligionslchrer in Lerriberg und arbeitete zuletzt an der hebM» schen Enzyklopädie, die der Verlag „Eschkok" he«a«StzkvL

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