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Wiener Morgenzeitung · 1927-03-22 · Heft 2897 (22.3.1927) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2897 (22.3.1927)
Date
1927-03-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Polen r 25 groggy | Wien: Zam Abholen mdet Expedition, 11., Taborstr 1-8 oder in einer Versehleißstelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkanf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldeebmied, 1., Wollzeile 11 Mit Poetrersand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling TsChecho Slowakei: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon. Din. 60 Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm.4.Frankr eich, Belgien: Mon. Pres. 3b 5»oh*»hl «bs«» o«l fhöh»B|t«n T*fb«h»lt«n. Rr. »897 DDE ANS KREUZ Unser Ronan: Seite 3 orgmzeilung mmmmmmmmnmKmmmmmmmmmmmmmmammmmmmmmmmmmmmmmm Wien. Aenstan. 22. MSe» 1927 (18. Weadar 5987). IPreis gQ gl Englan d:Mon.4 Schilling Italien: Monat!. 20 Lins BttmRnien: Mon. 170Lei Bnlgarien.'Mon.lOOLewi, S c hw e i z and das übrige Aasland monatlich Pres. 6 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr* 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Ohr abends* Telephon Nr. 31-0-86 n. 31-209 VU., Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei Jnva") Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr 150 693 9. AaHrgnua kntspannung in der Balkanlrise. Frankreich wlnN in »elgrad ab. Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wdhimersainniluiigcii Heute Dienstag, den 22. März 1927, 8 Uhr abends. II., Ausstellungsstraße 86, Josef Gabriels Restaurant „Zum Radfahrer“. Redner: Gemeinderat Dr. Leopold Plaschlces, David Nebenzahl. . XX.» Mortaraplatz 4, CaB Anton Schlosser. Redner: Oberbaurat Robert Stricker, Doktor Desider Friedmann. .Sozialdemokratischer Wahl« terror. SprenWr ela« WWea SWerberiammlanii la du SrlgMeniI. Die „BurgfriÄenserklärung", welche die „Arbeiter- Zeitung" Sonntag angekiindigt hat, hat sich rasch als unwirksam erwiesen. Gestern abends wurde durch sozialdemokratischen Terror eine Wählerverfammlung in der Brigittenau gesprengt. Dazu. erfahren wir: Für gestern 8 Uhr abends war in den Saal, 20. Bezirk» Kluckygaffe 7, eine jüdisch e Wäh l erverfammlung embenrfen. Zu dieser waren Sozialdemokraten, unter ihnen Schutzbündler, ln der Stärke von zirka 300 Mann erschienen und verhinderten durch Schreien, Tumult und Bedrohungen die angekündigten Referenten, Oberbaürat Robert Stricker und Gemeinderat Dr.Leopold Plaschkes am Sprechen. Nur der Kaltblütigkeit der Berfamntlungsleitung ist es zu verdanken, daß die Provokation der. sozialdemokratischen BersammlungSsprenger nicht zn weiteren Tumulten führte. Die Versammlung konnte nicht avgehalten werden. E s ist f e st ge st ellt, daßdieSprengnng der Versammlung organisiert war; die Störer handelten auf Kommando, ihr Haupttrupp war ans einem fozialdemokrati.schen Lokal in der Kluckygasse angerückt. Dieser Vorfall zeigt, daß die „Buryfriedepserklärmtg" der „Arbeiter-Zeitung" schon am ersten Tage durchbrochen wurde. Daher stellen wir die Frage, ob die Behörden die Wahlfreiheit schützen werden. 81« Unfall des fdaalfchea Littators. Madrid. 31. März. Ministerpräsident Primo de River a hat sich durch einen S:urz ans dem Parkett seines Arbeitszimmers an der Stirn leicht verletzt. SeueralkommMr zimmermmm spricht Uber da» Wische PaMinawert. Rotterdam, 20. März. Am 4. 2lpri>l findet hier im Rahmen der Kerem Hajessod-Kampagne ome öffomliche Dersammbung statt, in Weiler der gewesene Bölleobulidkoimmissär für Oesterreich, D.*: Z \ m m erma n. über . Palästina als MandatSlauld sprechen wirb. Paris, 21. Nkärz. Die Mächte, die Mitglieder des Völkerbund rates stehen andauernd in Verbindung, um zu eiirem gemeinsamen Einvernehmen betreffend die geeigneten Mittel zu gelangen, um die gegenwärtige Spannung zu beendigen: im Falle der Notwendigkeit in Anwendung des Artikels 11 des Völkerbundpaktes Ware der Bölkerbundrat einzuverusen. Der deutsche Botschafter v. Ho e s ch hat heute abends zusammen mit dem italienischen Botschafter Baron Avezzano eine neuerliche Besprechung mit dem französischen Außenministers Briand gehabt. Der südslawische Gesandte sprach heute am Quai d'Orsay vor und überreichte einen Protest gegen die italienischen Beschuldigungen. Der bulgarische Gesandte B u r o w wiederholte die Versicherung, daß seine Regierung durchaus friedlich gesinnt sei und daß keine Verhandlungen über ein Militärbündnis zwischen Sofia und Rom im Gange seien. Das wichtigste Ereignis des heutigen Tages, durch das die Spannung stark gemildert wurde, ist der halboffizielle Schritt Frankreichs. Außenminister Briand hat nämlich dem französischen Gesandten in Belgrad Instruktionen zugehen lasten, wonach er der jugoslawifchen Negierung den Rat erteilen soll, in der gegenwärtigen Krise Mäßigung u n d K l u g h e i t walten zu lassen. Bert h e l ö t empfing den jugoslawischen Gesandten» bei welchem er im selben Sinne intervenierte. Wie aus Berlin gemeldet wivd, hat der italienische Botschafter heute den Reichsautzenminister Dr. Stresem a n n» der Vorsitzender des Bölkerbundrates ist, aufgesucht und ihm das angekündigte ausführliche Material der italienischen Regierung in der Frage des italienisch-jugoslawischen Konfliktes überreicht. Die sozialdemokratischen Abgeordneten Leon Blum und Fontanier haben in der Kammer eine Interpellation eingeüracht, in der sie Auskunft über die Haltung der französischen Regierung im italienisch-südslawischen Konflikt verlangen. In der Begründung der Interpellation wivd u. a. erklärt, Italien bilde unter der Herrschaft Mussolinis eine Gefahrfür den Frieden. Ausnahmszuftand in Schanghai. Sie enrnpMen AWe« selanlet. Schanghai, 21. März. (Router.) Die Staid-tverwalkvng hat den AusnahmSzustanb prov.'amilert. EämMche im Flusse verankerten Kreuzer Haibon die Seestreitkräfle ans Land gesetzt. Einige Granaten sind in der französischen Konzesswn meidergogangen, ohne Opfer zu. sondern; man weiß nicht, weher sie gokonvmen sind. Die BauimwoHpinnereiim sind infollge des AuSstandeS gesperrt. DerstObe ist politischer Natur, da die Mehrzahl der Arbeiter den MSstand zwar nicht wü-Hchh, aber die Terroristen fürchten. Auch die Eisenbahner siroi>kon. Schanghai ist bis auf die Verbindung von der See her isoliert. 1500 jaipanHche SeefoDaten wurden gelandet. 1200 ameri>kaMche Marinesoilbaton zogen E Maschinengewehren unter den Kbängen einer MvsMapelle durch die Frorndonniedevlassuing. Zwischen einem Vorposten der französischen Kongession und oiirer chinesischen Mtvilung wurden Gewehrschüsse gewechselt. Die Chinesen wurden zurückgeischlvgen. Aus Wunsch der Gomeindevevwa-ltung dor internationalen Niederlassung sind lmnmehr auch holländische, spanische und italienische Sees oilda ten geland e t worden. In der franyöMM Konzession wurden französische Seefvldaten gelandet. Die Interpellanten »beantragen, daß der Konflikt unverzüglich dem Völkerbund unterbreitet werde. Der Belgrader Berichterstatter des „Matin" Will aus autorisierter Quelle erfahren haben, daß die jugoslawische Regierung bereit sei, die Frage der Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit Albaniens der Kontrolle des Völkerbundes zu unterbreiten. Am Falle von Unruhen würde die jugoslawische Regierung sich nicht widersetzen, daß der Völkerbund ein intet* Nation alesExpeditionskorps entsendet, um in Albanien die Ordnung aufrechtzuerhalten. Ae snletBentfan gngiani» ma Frankreichs. Belgrad, 21. März.. Nach dev gestern erfolgten. Intervention des englischen Gesandten folgte heute die Frankreichs, indem der französische Gesandte Gard beim jugoslawischen Außenminister vorsprach. Ueber diese Unterredungen erfährt die Telegraphen-Compagnie, daß die beiden Gesandten den Wunsch ihrer Regierungen ausgedrückt .haben, daß Jugoslawien die Beziehungen zu Jtaliennicht verschärfe, da alle Mächte an der Erhaltung des Friedens interessiert seien. Außenminister Perie betonte dem Gesandten gegenüber die ftiedliche Politik Jugoslawiens. Sowohl in politischen wie in diplomatischekn Kreisen herrscht gegenwärtig eine ruhigere Auffassung. Man.beurteilt die. Lage optimistisch. Gilt zvischeniall in »er SWschtlaa. Belgrad, 21. März. In der heutigen Sitzung der Skupfchtina ereignete sich ein Zwischenfall. Während einer Rede des früheren Außenministers Trumbie (kroatischer Föderalist) rief Svetislav Wilder (Bribicevie-Partei), sich der Diplomatenloge zuwendend: „Unser Gesandter B a* lugdzic mußte Rom verlassen und Bodrero (der italienische Gesandte. Die Red.) sitzt noch immer hier mit seiner ganzen Spionageüande." In dem hierauf entstandenen Lärm suspendierte Bor* sitzender Triflocic die Sitzung. Nach Wi^eraufnahme der Sitzung erklärte Minister des Aeußern Peric: Die Regie-! rung bedauert es außerordentlich, daß sich im Gebäude der Nationalversammlung ein Abgeordneter derart vergaß, daß er den Vertreter einer befreundeten Macht gröblichbeleidigte. Da dir E'.svnbahnverib'mldningen bei Dschangijschou unterbrochen sind, ist die Schangtnmy-Hlvmee von Hrer Basis ahgefchnttiew. Kämpfe ln der Wnesenstadt. Schanghai, 21. Märg. Das Rou'dersche Bureau melldet; Bon der CHiMsensdadit her sind Kanonendonner und Maschinengewehrseuer denMch zu Hören. Chinesische Soldaten, vermvMich Angehörige der Nordarmee, haben abe-nbs die nördMchen Schrancken der ' Konzession überschritten und zu plündern begonnen. Deutschland und Poleu. Eine vorläufige Regelung der Ausweisungssrage. W a r s ch a u, .21. März. Der deutsche Gesandte Rauscher hatte heute nachmittags eine Unterredung mit dem polnischen Außenminister Zaleski, die ungefähr eine halbe Stunde währte. Hiebei teilte ihm der Minister mit, daß die polnische Regierung den in Genf Awischen den Außenministern Deutschlands und Polens getroffenen dlbmachungen z u g e st i m m t habe. In der Frage der Ausweisung ist eine zufriedenstellende vorläufige Regelung erzielt worden. Weiter wurden in der Regelung die Modalitäten der Aufnahme von diplomatischen Verhandlungen festgelegt, die gewisse Fragen prinzipieller Natur zu klären hätten, ehe man zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über einen Handelsvertrag schreite.. T Die besten Anzugstoffe ausnahmslos zu uhurrolcM billigen Preisen nur bei dar Resien-VerkaursgesellsthaM VL, HarlahlllarstraBe Dr. 3 4

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