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Wiener Morgenzeitung · 1927-03-18 · Heft 2893 (18.3.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2893 (18.3.1927)
Date
1927-03-18
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Zeit« 6 Men, Freitag «Steirer Drorgenzettung iS. Mürz 1927 Skr. SSW Sühne und Kunst. Sm«a Sramattra. Gastspiel in den Kammerspielen. 'cach langer Zeit ist in Wien „am Theater" rvieder los. Nicht die Impression eines großen Namens, mit dem die Erinnerungen an Eleonora Düse verknüpft sind. Mcht die Sensation einer Exotik, der auch der mncher Naive allzuleicht erliegt. Es ist reinste Schauspielkunst, geboren aus Herz und Hirn und Hand und einer Einheit zu strebend, die den Eindruck erweckt, Emma Gramatica mit de-Atragisch staunenden Händen, der Edelschöpfung des Händepaars, dem schmächtigen Leib, dessen Schultern und Arme so zart sind, als müßten ste unter jedem starken Leidenschaftswld LeÜ>ensausbruch brechen, sei ihr eigenes Ensemble. In D'Annmtzios „Fnlh^nzsmorgen" steckt so viel Deklamation, daß Frau Gramatica die Kontur der Mädchenfigur ins Nervöse hinübsrspielen mußte, um der akademischen Dichtung zu Leben zu verhelfen. Heroinenhastes löste sich ins Pathologische. Das Schauspiel „Die Frau mit den Medaillen" des Engländers Barrie liegt schon in der Fabel um eine Herzensschicht tiefer: es ist die Geschichte der nach einer Liebe sehnsüchtigen alten Jungfer, die ein Stück Glück, ein Mles, auf die Erdichtung ihrer Seele aufbaut und durch den Zusmnmenbruch dieses Gücks wortlos, traumlos wie e: in den Alltag zurücktappt. Schüchternste Mi ieuzeichnnng. schlittere Details, unterirdisches Geschehen! Schmerz des Kleinbürgers a la Dickens mit feinster Harmonie und einem Unterton, den nur die keuscheste Stille zum Schluchzen und Kan-' gen bringen kann. Keuscheste Stille — das gestaltete Emma Gramatica. Darin lag die Resignation des Altseins, die Weisheit der Torheit, der Heiligenschein der Mütterlichkeit. Me Frau Gramatica aus kleinsten unscheinbarsten Gesten dieses unterirdische Geschehen malte, wie sie zum Schluß ohne Worte die Tragik der in dm Alltag zurückgezwungerren Alten modulierte, ohne in Manier zu verfal.en, das war eine Leistung, die nur den ganz Großen beschieden sein kann. Herr Benassi konnte sich, was nicht zu unterschätzen ist, als grobkörniger Soldat neben der Tragödin vortrefflich behaupten. Die Ergriffenheit löste sich zum Schluß in Beifall und Jubel; bei aller Weihe ein Hingerisjensein, das nur durch '^jrplaus zum Ausdruck gerächt werden kann. o. r. »Fra« Barrens Gewerbe." Theater in der Jofofftadt. Eines von den geflügelten Worten. — Stoff für ein neues Stück des Gesellschaftskritikers: Shaw wollte enthüllen, wie sie Freudenhäuser führen, finanzieren, frequentieren — und hat ihnen doch nur den Tip gegeben, Aber eine „heikle" Sache durch die Blume zu sprechen, in de« furnehmsten, exklufivsten, vorsichtigsten Kreisen, vor Backfischen und Anstandsdamen den Gegenstand zu behandln. Man sagt einfach „Frau Warrens Gewerbe" und jeder weiß, was g.. eint ist. Sujet urü> Problem sind heute auf den Brettern weder kühn noch neu. So muß bei einer Wie'derbegegnung des Dichters Werk an sich bestehen. Jawohl, Mutter und Tochter Warren, der geschäftstüchtige Zuhälter mit Bügelfalte, Sir Crofts, Pastor Gardener und, sein Sohn Frank sind Gestalten, und unter Emil Geyers künstlerischer Leitung kamen die starken, inneren Werte des Dramas bei diestr bedeutenden Aufführung zur Geltung. Außerordentlich Frau Höflich in der Titelrolle. Meisterhaft diese Mischung von Güte und Gerissenheit, Ehrlichkeit und Komödiantentum, Tatkraft und Hilflosigkeit, diese geniale Darstellung eines Weibes, dem man bei jedem Blick, jeder Bewegung anmerkt, daß sie beides ist: gewissenhafte Mutter und tüchtige Freudenhaus-Mutter. Die schöne Frau D a r v a s hat ihren bisher größten Sieg erfochten. Ihre Bivie Warren, ganz aus dem Innern gestaltet, ist verehrungswürdig und übt den ganzen Abend durch einsaches, tapferes Wesen nicht minder tragische Wirkung als in der großartig gespielten Szene des Nervenzusammenbruches. Charakter und Schicksal dieses Mädchens find echt und tief erfaßt. Da bleiben Mängel in der Beherrschung des deutschen Moms unsichtbar. Scharf profiliert der Profitmacher und Wüstling P e p p l e r s, der Pastor Gardner so sauber und humorvoll gezeichnet, wie es nur H n g o T h i m i g vermag, und eine große Freude der liebenswerte Fallott Frank Hans Thimigs. Herr G o e tz diesmal matt, aber die Gesmntaufführung auf selten erreichtem Niveau. — Die Sensation „Frau Warrens Gewerbe" ist verraucht. Das Drama ist geblieben. O. A. Konzerte. Der Liederabend Eva Stampfers war in doppelter Hinsicht anregend. Die schöne, dunkle Stimme und der temperamentvolle Vortrag fesselten ebenso wie das dem Neuen gewidmete Programm. Ein Zyklus von sechs Gesängen „Die junge Magd", nach Texten von Georg Trakl, bietet Paul H i n d e m i t h Gelegenheit, das Schicksal eines verführten Mädchens in Tönen zu schildern. Es sind ganz eigenartige Klänge, die er da aus der Verbindung von Streichquartett — sehr gut war Oskar Adler als deffen Primarius — mit Flöte, Klarinette und einer vielfach psalmodierenden Singstimme gewinnt. Bisweilen denkt man in impressionistische Vorbilder, dann wieder an Arnold Schönbergs „Pierrot lunaire". Knappe melodische und rhythmische Formeln beherrschen oft ganze Sätze, deren Primitivität auch in der kräftigen Rhychmik jwjn I FESTSAAL DES VEREINSHEIMS VIII., BENNOPLATZ la Sonntag, den 20. M9rz 1927, um halb 8 Uhr abends modischer Kunstabend (Künstlerische Leitung: Bernhard Scharrer) Mitwirkende: Maria Guttmann (Deutsches Volkstheater), Oberkantor Gereon Margulies, Dr. Siegfried Schmitz, Hanna Schwarz (Vo'ksoperl, Joachim Stutschewski Einladungen r Vereinsheim, VIII., Bennoplatz la, von 4-6 Uhr Ausdruck kommt. Das gleiche Konzert brachte von Maria Guttmann gesprochene Melodramen von Karl La fite und Paul A. P i s k, letztere zu Texten „aus des Knaben Wunderhorn", beten Sinn Pisk einfach und volkstümlich in knapper, nur andeutender Tonsprache am Klaviere untermalt. Das Konzert Benar Hei fetz vermittelte die Bekanntschaft eines jungen Cellisten, der sich wohl durchsetzen wird. Schon heute kann er technisch sehr viel, wenn auch vorläufig kleinere Unebenheitcn in der Tongebung und im raschen Pasiagenspiel gelegentlich stören. Mit seiner schönen, weichen Kantilene sang er sich in einer Sonate von Locatelli seinen Zuhörern ins Herz, die C-Dur-Solo-Suite von Max Reger spielte er mit Plastisch scharfer Herausarbeitung der Einzelstimmen, eine gut gearbeitete Phantasie-Sonate von A. Drozdow brachte er mit starkem Erfolge zur Uraufführung. Heifetz ist erfreulicherweise nicht nur Techniker, sondern vor allem Musiker, der es mit dem Sinn und mit dem Ausdrucksgehalt der von ihm gespielten Werke ernst nimmt. Lconid B i r s e n spielte ein abwechslungsreiche Programm, seinen Zuhörern zum Danke. Klassische Werke und kleinere Salonstücke fanden in dem musikalischen Geiger einen verläßlichen Interpreten. Er wunde von Fräulein Helene B o n d i, einer gewandten Pianistin, anschmiegsam begleiteL flb. Otto Kahn tfir ein Habimah-Lheater In PMftina. Wie die I. T. A. meldet, fand im Haufe des bekannten Newyorker Finanziers und Mäzenaten Otto H. K a h n vom Hause Kuhn, Loeb und Ko., vor de'se.i ALrei'e nach Europa ein Bankett für das Moskauer Hebräische Th:aer „HaLimah", das gegenwärtig eine Gastspiel-Tournee in Amerika absolviert, statt. Unter den Anweenden bemerkte man Dr. Chaim Weizmann, dm Habi nah-D!rektor N. Ze.uach, den berühmten russischen Sänger Cchaljapin, u. a. m. Ein Organisationskomitee wurde geschaffen, das die Durchführung des Planes der Schaffung eines ständigen Theaters „Habimah" in Palästina zur Aufgabe hat. Ans den Theatern. Burgthea ter. Morgen, 148 Uhr, „Zu ebener Erde und erster Stock". Mbonnement 6. Gruppe.) Akademietheater. Morgen, 148 Uhr» „Liebe*. (Abonnement 1. Gruppe.) Operntheater. Morgen, 7 Uhr, „Der fliegende Holländer". Deutsches BolksLhoater. Morgen findet eine Nachtvorstellung zugunsten des Vereines „Pestalozzi" statt, in deren Rahmen Max BurckhaLs Einakterzhklus „Die verflixten Frauenzimmer" neu einstudiert wieder ausgenommen wird. Sonntag nachm. ,^arrn«rleut'" von Karl Schönherr und „Aus 'm Waldland". „Verliabti Leu:'" von Peter Rosegger. Max Durckhards einaktiges Lustspiel r und sein Bruder" wird angeschloffen. Kammerspiele. Emma Gramatica hat ihr Budapester Gastspiel um einen Tag verschoben und kann daher noch Montag, den 21. d. M, «Mieren. Gespielt wird an diesem Tage „Blaufuchs* von Herczeg. Neue Wiener Bühne. Sonntag, 8 Uhr nachm* „Sündige L i a b'" von Johann Ferch. Ei» Purimspiel von Arnold Zweig gelangt am 24. d. M. im Olympia-Saal (1. Bez., Rokhgasse) zur Uraufführung. Das eigenartige Spiel wird in Kostümen nach speziellen künstlerischen Entwürfen gespielt. Die Regie har B'urgschauspieler Fritz Blum inne. Louis Treumann hat nach Marischka und Aslan jetzt die Rolle CeS Präsidenten Torttscheff in der Oskar StrauS'fchen Operette „Die Königin" übernommen und feine Aufgat« zur vollsten Zufriedenheit des Publikums gelöst. Blumen unb Beifall brachren deutlich dies zum Ausdruck. „Das Schwalbennest" wuwe am Dienstag im Raimundthsater unter den üblichen JubiläumSfeierKchkeiten zum 200. Mal« aufgeführt. ES gab reichlich Blumen und Ovationen für die Schauspieler wie für die Librettisten und den Komponisten. Die Jubiläumsvorstellung -erfreute sich eines sehr gut besuchten HauseS. Jules Romains in Wie«. Die im Burgtheater für Sonntag angesehte Vorstellung von „Der Diktator" Erleichtern Sie sich die Altersbeschwerden durch Qebrauch von Sklerolsyrup nach Univ.-Prof. Dr, Mladejovsky. Dr. H. Bock schreibt: „Ich habe Sklerolsyrup verwendet und stets sehr gute grfolge erzielt Wenn ich Sklerolsyrup zur Verfügung habe, lasse ich jedwedes andere Pi Sparat beiseite., In allen Apotheken erhältlich. Haupt-Depot; Apotheker C. Brady.Wien, I., Rotenturmstr. 18. findet zu Ehren des anwesenden Dichters JwleS Romaine stabt. Zu Beginn der Vorstellung wird Direktor Her ter ich ein« Dichmna Jules Romains „Gesang an die Masse, Sie hier ist" sprechen. Ehrenabend Bernhard Wittlee I« Jüdischen Künstler- Kabarett. Der junge Schauspieler Bernhard Mittler, noch aus den Zeiten der „Freien jüdischen Volksbühne" durch eindrucksvolle Episoden bekannt, ist eine Begabung, aus der unter methodischer künstlerischer Leitung sehr viel herauszuholen ist. Jetzt ist Mittler, der aber eine gute Bühnengestalt, verständige Sprache und einige Töne echten Empfindens verfügt, eine Hoffnung; er wird sewst dazu sehen müssen, daß er nicht bloß Hoffnung bleibe (es gibt ans den Bühnen der ganzen Welt Schauspieler, di« ihr Loben lairg Hoffnung geblieben sind). Im Jüdischen Künstler-Kabarett, wo Wittler reiche Gelegenheit zur Bühnenbetätigung auf verschiedenen Gebieten hat, feierte er Mittwoch seinen Ehrenabend. Solovorträge von A. Weitzmann und S. Fostel, dem begabten jugendlichen Komiker der Bühne, leiteten den Abend ein, und zwei Bilder aus der rasch populär gewordenen Meiselschen Rovue „Bon Sechestow bis Amerika" verbreiteten gleichermaßen Heiterkeit und Rührung. ES folgte ein Melodrama von Buzet: „Unschuldig verurteilt", das, in dem üblichen Sttl dieser Gattung gehalten, von krassen Effekten geradezu überschäumt. Die drei Akte gaben dem Benefizianten Gelegenheit, gleich in zwei Rollen alle schauspielerischen Register, über die er verfügt, spielen zu lasten. Herr Mittler war mit allem Eifer bei dieser Bühnensache (die nicht immer eine gute ist); im letzten Akt überraschte er durch einige Töne echtester Empfindung, die weit über den Durchschnitt standen. Das übrige Ensemble der Bühne tat sein Bestes, um den Ehrenabend des Kollegen zu verschönern. Als Gast gab Frau Mina Deutsch eine Mutterrolle in der ergreifenden Art, die sie zur hervorragenden Vertreterin ihres Faches macht. Mittler hatte von dem sehr gut besuchten Haus viel Beifall und Blumen. —tz. Nestroys „Tannhäuser-Parodie" im Theater an der Wien. Morgen findet um 144 Uhr nachmittags im Theater an der Men unter e«r Regie des Kammersängers Alfred Piccaver eine einmalige Aufführung der glänzenden „Tannhäuser-Parodie" von Johann Nestroy, Musik von Karl Binder, statt. In den Hauptrollen tre:en auf: Hansi Niese, Mizzi Gribl, Gabriele Modl, Burgschaufpieler Franz Höbling, Kammersänger Arthur Preuß, Burgschaufpieler Wils-. Dhaller, Josef Fleischmann, Eugen Günther. Josef Hauschulz. Sigi Hofer und Josef König. Das verstärkte Orchester des Theaters an der Wen wird Professor Josef Holzer dirigieren. Die Komparserie und der große Chor werden von den engagementlosen Schauspielern gestellt. Die Karrenausga'be findet an den 'beiden Tageskassen des Theaters an der Wien statt. Autorenabend. D'.e Kunstgemeinschaft „Bocke singen", veranstaltet Freitag den 18. d. M. um 6 Uhr abends im Wissenschaftlichen Klub, 6. Bez., Dreihufeisengaffe 1, ihren Autorenabend. Zum Vortrag gelangen DiAungen Ker Herren R. Eichen, R. M. Meisinger, K. Schnitzer und I. S. Seideostein. Gerichtssaal. GesSlschte 1vv>7chllllng>Noten. Eine vollständig eingerichtete Fälscherwerkstätte. Unter der Anklage, österreichische 100-Schilling« Noten nachgemacht zu haben, hatten sich gestern der 38jährige Vertreter Eugen Happel und der ZSjährkge Obstgroßhandler Erhard Schäffler vor einem Schwurgericht unter dem Vorsitze des Hofrates Dr. Gold stein zu verantworten. Nach Darstellung der Anklage kam Happel in die TrafA der Wilhelmine Brandner in der Millergasse und wollte mit einer gefälschten 100-Sch illing-Note zahlten. Der Verkäuferin fiel die Fälschung auf und Happel wurde verhaftet. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fand man auch eine Rechnung über Repavaturkosten eines Lokales im Haufe Kirchengafle 33, und die Nachschau in diesem Lokale brachte das überraschende Ergebnis, daß sich darin eine v ollständig einger ich te te Werkstätte zur Erzeugung falscher Geldnoten befand. Auch einige halbfertige gefälschte 1lX)-Schilling-Noten wurden beschlagnahmt. Happel gestand, mit Schäffler die Fälschungen besprochen zu haben. Schäffler habe das Unternehmen finanziert. Die Sachverständigen der Nationalbank sagen in ihrem Gutachten, daß die Falsifikate zwar manche Mängel aufweisen, aber zur Täuschung vollkommen geeignet waren. Happel bekannte sich schuldig. Nach Absolvierung der Handelsschule war er durch 13 Jahre als Beamter und Vertreter bei der Papierfabrik Lehkam-Josefstal beschäftigt. Bei einer feldmäßigen Uebung während des Krieges erlitt er einen Nervenschock und innere Verletzungenweshalb er als invalid superarbitriert wurde. Er gründete dann einen PapierkommiffionShandel. „1934", sagt er, „stand ich ohne Verdienst da, es sind bittere Zeiten über mich hereingebrochen, denn in der Folge war ich erwerbslos." Der Angeklagte weint. In feiner No» ließ er sich von Schäffler zu 'den Fälschungen überreden. Da er im graphischen Gewerbe wenig versiert war, mißlangen auch die ersten Falsifikate vollständig, weshalb er die Erzeugung einstellen wollte. Dennoch entschloß er sich, einige Fehldrucke zu verwerten, weil er nicht einmal Geld aus den Zins hatte. Der Angeklagte Schäffler erklärt« sich schuldig, jedoch nicht im Sinne der Anklage. Er sei 'bei der Arbeit nicht dabei gewesen und habe bei der Herstellung der Noten nicht mitgewirkt. Im Gegensatz zu Happel behauptet« Schäffler, daß er von Happel verleitet wurde. Dieser habe ihm solange zugeredet, bis er ihm 4000 bis öOQO Schilling gegeben habe. Als er sah» daß die Falsifikate mißlungen waren, wollte er die Fabrikation einftellen. Durch die Not gezwungen, setzte er aber die Fälschungen fort. In später Abendstunde verurteilte der Gerichtshof di« beiden Angeklagten im Sinne des Verdiktes der Geschworenen in der Anwendung der äußersten Milde zu je 1b Monate» schweren Kerkers. Die Verurteilten dankten für die mllde Strafe. Staatsanwalt Dr. T ü P p y meldete wegen des geringe» Strafausmaßes die Berufung a»

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