Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2893 (18.3.1927)
- Date
- 1927-03-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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t Polen r 2S gros2y | Wien; Zum Abholen ludet Expedition, ll.jTftboratr 1-8 oder in einerVerschleißstelle i Trafik i monatl.5 Schilling Straße» verkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldeehmied, 1., Wollzeile 11 Mit Posttersand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho Slowakei: Mon. K 22 Jugoslawien: Mon.Din.60 Polen:Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Om. 4. Fr an kr eich, Belgien: Mon. Frcs. 35 aae«a Ml^Prals* Wiener J--« Morgenrettung 1 Preis gQ g| England: Mon. 4 Schilling Italien Monatl. 20 Lire Rumänien: Mon. lTOLei Bulgarien:Mon.lOOLetra. S c hw o i z und das übrige Ausland monatlich Pros. 5 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Dbr abends- Telephon Nr. 31-0-86 u. 31-209 TU., LerchenfelderstraQe 1 (Druckerei „Inva“) Oesterreichiaches Postaparkassenkonto Nr 160 699 Sr. SM Wie«, Freilag. 18. MSr, 1927 <14. Weadar 5687). 9. Fahrgang Tm redaktionellen Lei! enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. G G W M W s l. & ¥ PiowoM's Feinwurstwaren in allen Verkaufsstellen erhältlich SpeziallftSten: Sacfumrnk' * Krakauer, Polnische usw. Z. KATZ Atelier für feinste Herrenkleider - Lager In- und ausländischer Stoffe WIE* VI!, Marlahllferstraße 96, Mezzanin - Tel. 37700 Gegründet 1905 - Teilzahlungen ohne Preisaufschlag Amerika gegen die Abrüstung. tz.a Memorandum an die BSlkerbund-Kommilston. Genf, 17. Marz. Die amerikanische Regierung hat für die zlveite Tagung des vorbereitenden Abrüstungsausschusses ein Memorandum zu dem Bericht des sogenannten gemischten Ausschusses, in dem Amerika nicht vertreten ist, ausgearbeitet. In dem Memorandum wird erklärt, daß die amerikanische Regierung feine« Vorschlag günstig aufnehnren könne, der auf eine internationale Kontrolle in bezug auf eine Vereinbarung über die Beschränkung der Rüstungen hinauslaufen würde. Die sicherste Basis für eine solche Vereinbarung müßte dir Achtung vor den Vertrügen sein. Außerdem sei zu erwägen, daß der Abschluß besonderer internationaler Vereinbarungen zwischen den Schlüsselindustrien in den Vereinigten Staaten auf ernste rechtliche und verfassungsmäßige Hindernisse stoßen würde. Zur Frage des Verbotes eines chemischen Krieges bemerkt die amerikanische Regierung, daß die vom gemischten Ausschuß gemachten Vorschläge in keinem Zusammenhang mit der Frage der Rüstungsbeschränkungen stehen. Es sei notorisch, daß die Mehrzahl der chenkffchert Produkte, die in Kriegszeiten zu Kriegszwecken verwende! tverden können, für die Brirdensindustrie zu den täglichen Bedarfsartikeln gehört. Kein Land könnt mit Sicherheit die Verpflichtung eiktgehen, auf die Vorbereitung zur Verteidigung gegen einen mit chemischen Mitteln geführten Angriff zu verzichten. Zur Vorbereitung der Abwehr' solcher Angriffe seien besondere Aus-- bildungskurse unerläßlich. Die amerikanische Regierung spreche sich deshalb gegen ein absolutes Verbot solcher Ausbildungskurse aus. Das Memorandum nimmt schließlich noch zur Frage der Möglichkeit einer Vergleichung des Rüstungsst a n d e s der einzelnen Länder auf Grund des Haushaltsplanes in ablehnendemSinne Stellung. Der Führer der amerikanischen Delegation bei der vorbereitenden Abrüstungskonferenz und bei der Drei-Mächte-Konferenz wird Hu^h Gib son se'n. I^IILISUhi WäMcricrsamnUunacra Samstag, den 19. März 1927 II., Taborstraße la, Ifa-Kino, halb 8 Uhr ab?nds. Redner: Oberbaurat Stricker, Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes II., Malzgasse, Betbans-Lofeal, halb 8 Uhr abends. Redner: Dr. Desider Friedmann, David Nebenzahl Sonntag, den iO. März 1927 II., Pralerstraße 60, Theatersaal des Cafe Astor, 10 Uhr vormitlags. Redner: Dr. Josef Löwenherz, Dr. Desider Friedmann II., Schiffamtsgasse 70» Machsike Hadath, 10 Uhr vormittags. Redner: Obetbaurat Stricker, Gemeinderat Plaschkes BANDAGEN -MI KOUSCH SPEZlAUHSTITUT f 8AM0A(>Cn,FuS$BEHElFE y.SAflJTÄTSARTIKEL WIEN «..TABORSTftÄ.SSE M Busenhalter kinderwaqen u. Jaqutatctw niicnpumpah auch Leihweise Ikaui Entiopungabmdon , ratschen Geradhalter Gummistrümpfe SoxhiehApparate ZimmerUlosette Herren « Frauen Schutzmittel Reparaturen aller Art Krankenlehnen Leibbinden aller Art 5ehk«.PIattfussiinlaqen »uthn.Glpsabdrü onatsbmden Punktroller Ihermophore (eleKtr.1 |AÜF WUNSCH KOMME» FACHKUNDIGE FRAUEN OPER MÄrttlER INSHAUSj Dar Sivn Mche Attiinskomilee. Die uilchste Tagung im Mai. London, 17. März. (I. T. A.) Das Präsidium des Zionistischen Aktionskomitees hat im Einvernehmrm mit der Zionistischen Exekutive beschlossen, die nächste Tagung des Aktionskomitees i m M o n a t Mai in einer Stadt Mitteleuropas abzuhalten. Der Gedanke, diese Aktionskomitee-Tagung in Pal«, stina abzuhalten, wurde endgültig fallen gelassen. Sie Anklageschrift gegen de» Ingoskawischen gnnenminifter. Belgrad. 17. März Di« Anklageschrift der demokratischen Partei gegen den Münster des Innern Malstmovie wurde heute im Präsidium der StupschUna eingereicht. Die Anklageschrift hat einen Umfang von 40 Maschinenschriftscilen und faß: ese angeblichen Unregelmähigkeiten bezw. Mißbrauche zusammen, für we'che das Ministerium oder die Behörde: seit den Wahlen vom Jahre 1925 verantwortlich gemacht werden sollen Schanghai vor dem W. Kampfe LesetzW? Schanghai, 17. März. Wie gemeldet wird, verhandelt der Führer der Schantungtrüppen, General Pisch ui scheu, mit d.m Oberbefehlshaber der Kantonarntee- Tschangkaischek, über die Möglichkeit eines Abkommens, durch das den Nationalisten die friedliche Besetzung der Stadt Schanghai ermöglicht werden soll. Lrr rmör. London, 17. März. Das Neutersche Bureau meldet aus Schanghai: Die Agitation unter den Arbeitern nimmt immer mehr zu. Bon her Bewegung sind 20.000 Arbeiter der S p i n n e reien betroffen. Das l.tzle Opfer der Terroristen ist die Gattin des Inspektors der chinesischen Straßenbahn, die in ihrer Wohnung durch Rcvolverschüsse getötet wurde. Die Mörder sind entkommen. Neue Kömvle r» Marotte. Pari^ 17. März. Nach einer Meldung der Radioagentur aus Rabat bestätigt eS sich, daß die Franzosen beim jüngsten Gefecht mit dem aufständischen Stamm der Bein Mestara an der französisch-spanischen Marofkogrenze 40 Tote zu beklagen hatten. Um die Ruhe wieder herzustellen, sind drei Bataillone und eine Batterie in das Gebiet der Aufständischen entsendet worden. Auch Flieger sind aufgeboten worden. Zwei waren infolge Benzinmangels gezwungen, hinter der Front der Aufständischen niederzugehen, doch gelang es ihnen, zu entkommen. Major Guignon, der bei den letzten Angriffen getötet wurde, ist einem Verrat zum Opfer gefallen. Er verhandelte gerade mit einem Führer der Aufständischen,. als dieser mit einem Zeichen 'feinet Hand seinen Leuten die Weisung gab, auf den französischen Offizier zu schießen. Nchftschekk« kommt «och Park». Paris, 17. März. Pon informierter Seite wird die Nachricht bestätigt, daß Tschitfcherin demnächst aus Frankfurt, wo er sich augenblicklich aujhält, in Paris eintreffen werde. Sein Aufenthalt in Paris dürfte nur von kürzer Dauer sein. Eine Unterredung mit Briand ist vorgesehen. Gestern halte Briand mit dem Sowjetbotschafter Rakowski eine längere Besprechung, die sich auf die übermorgen beginnend« französisch»russischen Verhandlungen bezog, ^,chi.scherin wird nach seinem Pariser Besuch einige Zeit an der französischen Riviera verbringen. K«e »«MoWewMÄe Rede Lord Birke»- heodr. London, 17. März.. Der Staatssekretär für Indien Lord Birken head ist gestern in einer außerordentlich heftigen Rode in Woolwich neuerdings gegen die So'wjetregierung zu Felde gezogen. Er erklärte, er halte seine frühere Behauptung, wonach die Bolschewiken Räuber, Mörder und Diebe seien, in vollem Umfange aufrecht. Sie hätten unschuldige Mädchen, die der Zarenfamilie angehörten, ermordet. Sie hätten den in Rußland lebenden Engländern all ihr Hab und Gut gestohlen und seien schuld daran gewesen, daß in einem bestimmten Augenblick der Krieg für die AMerten beinahe verloren ging. Der extreme Flügel der Arbeiterpartei sei der Helfershelfer dieser Leute und beziehe sein Losungswort nicht aus dem eigenen Landtz, sondern aus Moskau, wodurch er sich eines wahren Verrates an dem britischen Reich schuldig mache. Der Bolschewismus habe England herausgefordert und versuche, das britische Reich zu zertrümmern. Die Konservativen seien entschlossen, bis aufs äußerste zu kämpfen, um den bolschewistischen Einfluß zu brechen. Bor dem Generolftrckk in Lodz. Die Erulgungsversuche in dem Textilausstände gescheitert. Warschau, 17. März. Im Arbeilsministerium fand heute nachmittags unter Teilnahme des Vizemavfchalls M. Bartel, des Arbeitsmini'sters Jurkiewicz und des Handelsmimsters Kwiatkowskr eine Konferenz zwischen Vertretern der Lodzer DeMindustrie uni) der Textilarbeitergewerkfchaft sta-tt, di« den Lohnkonflibt im Lodzer Textilrevier liquidieren sollte, aber infolge der Unnachgiebigkeit beider Parreien ergebnislos verlief. Vizemarschall Bartel erklärte nachher, daß die Arbeiterschaft einen ungünstigen Zeitpunkt für einen Streik gewählt habe. Infolge Scheiterns ker Regierungsinrervention erwartet man für morgen die Proklamierung des Generalstreiks in Lodz. Thomas' Bericht. Kommunismus in Griechenland, Monarchismus tu Ungarn, Paris, 17. März. „Pettt Parisien" veröffentlicht ein Interview mit dem Direktor des Internationalen Arbeitsamtes Albert Thomas der von einer Reife nach Ungarn und den Bakkanländern zurückgekehrt ist. Albert Thomas spricht von einer wachsenden kommunistischen Gefahr in Griechenland und von der Eventualität einer Wiederherstellung der Monarchie in Ungarn. Er glaubt, daß tfc ungarischen Monarchisten lediglich die Großjährigkeit der Prinzen Otto abwarten wollen. Thomas stellt fest, daß die Beziehungen zwischen Ungar« und Südslawien sich dauernd verbeffern, und rechnet mit dem Abschluß eines Garantievertrages zwischerr den beide« Ländern, der den Auftakt zu einer Balkansöderatio« darstellen könnte.