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Wiener Morgenzeitung · 1927-03-09 · Heft 2884 (9.3.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2884 (9.3.1927)
Date
1927-03-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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3eite 0 VSWUf vCmttDüCty 39te«*» Qt99&ufcHmn$ s. Mürz m Nr. 2884 Biihne und Kunst. „Amaarruse." Gastspiel Maria Orska. — Kanimerspreke. Die zarte, wehmütige Komödie von George de P o rto- R i che, die Frau Orska für ihr Gastspiel in den Kammersvielen als Neuheit mitbvachte, ist nicht von heute, doch nicht von gestern. Sie rührt behutsam au das ewige Rätsel Ehe, die ohne Liebe und mit Liebe gleich unmöglich ist. Germaine fatiatÄ liebt ihren Gatten Andre, durch acht Jahre nur ihn, der Ehe, nur Ehe wollte. Da sie erkennt, daß ihre Liebe, die nnr Andre kennt, ihm nur Fessel ist, gibt sie sich dem Hausfreund, um ihren Andre wiederzugÄvinnen; und bindet ihn an sich, demr Andre erkennt, daß seine Freiheit Einsamkeit ist. In Porto-Riches „Anwureuse" geht nichts vor — im theaterüblichen Sinn, aber es gibt in den Szenen von Bekennen und Erkennen Momente von höchster dichterischer Schönheit, Sätze von wirklicher Einmaligkeit. Dieses feine Stück adelte die Kunst der Orska, hob sie über sich selbst hinaus. Im ersten Akt versuchte die Künstlerin iroch da und dort auf der üblichen „Berliner" Linie zu bleiben, die ihr stets den leichten Erfolg gebracht hat; doch dann wurde sie selbst von dem innersten menschlichen Wesen der Dichtung (es ist eine) ergriffen rmd gab Letztes, Höchstes an künstlerischer Reife. Nie hat das Auge der Orska reicher, schöner gesprochen als diesmal, nie ihre Stimme so wahrhaft und rein enthüllt (trotz leichter Heiserkeit). Leider hatte die Künstlerin (die dieÄnal zeigte, daß sie eine große Künstlerin ist, nicht nur eine, die sehr viel kann) einen Partner, den selbst beste Dichtung nicht von der „Berliner Linie" wegzubringen vermöchte, und das Gegenspiel blieb im Rollensagen stecken. DaZ Publikum dankte der Orska, deren Kunst es tief ergriffen hatte, mit unendlichem Beifall; der Dank gebührt ihr für ihre echte Knust intb für das Stück, das diese aus ihr holte. S. S. „Der rote Herr." Modernes Theater. - Kumps um das Wsib zwischen dem Feschak und einem, den die GraMn nicht gesignet haben. Letzterer fordert von erstevem, daß er ihm öi'tvkje Punkte vovausgÄe. „Gemacht", sagt der Herzensbrecher, seines inneren Wertes bewußt, und stülpt eine häßliche, brennrote Perücke i'iber das seidenweiche, pechschwarze, tadellos gescheitelte Haupthaar, bevor chn die Angebetete zu sehen kriegt. Er siegt natürlich auch so, muß aber vorher' eini'ge peinliche Stunden 'durchleben, lau hat ihm den Floh ins Ohr gesetzt, daß diese Liebesheirat rothaarige Kinder ergeben müsse. Nicht nach dem Gesetz lder Vererbungstheorie, sondern nach anderen, leider wirksamen Natuvgesetzen. Aus diesem gar nicht üblen Einsall ließe sich ein kecker, satirisch zugespitzter Einakter formen. Me Herren Dregely und Liptay aber bringen ein abendfüllendes Stück, das sich in dm üblichm üblen, längst abgenütztm Lustspielgeleisen bewegt. Eine gefährliche Schaubühne, -dieses entzückende intime, alle Blößen des Maloges und der Darstellung enthüllende Moderne Theater! Nichts bleibt unbemerkt: daß Camilla Weber, 'Me pausbäckige Unschuld, ein rassiges, kapriziöses Mäde-l -ganz und gar nicht spielen kann; 'daß Eddie Peppler, die uns in „Krankheit de? Jugend" so gut gefiel, als (berlinerisches) „Malefizmädel" verflucht aus d'ie Nerven geht, und Frau I t a als Schwiegermutter nicht bloß ihrem Gatten, sondern jedermann im Zuschauerraum; daß die dramatische Mache streckenweise unmöglich ist. Sehr arrgenHm Herr F a l k e n h a u s e n, trefflich Herr B e r st l, entzückend frisch und liebenswürdig Herr Smytt. Der erste Akt fand aufmunternden, der zweite starken Beifall, der dritte siel ab. O. A. Musik. Weingartner aV Redner. — Ostr^tl als Dirigent. Mit einer programmatischen Ansprache hat . sich Weingartner im letzten philharmonischen Konzert von seinem Stammpublikum verabschiedet. Zwischen der „Achten" von Beethoven und der „Zweiten" von Brahms, die beide von Weingartner in klarer Plastik und reiner Klangschönheit leidenschaftslos erstanden, richtete der Dirigent drohend Worte gegen die Moderne, die nicht unwidersprochen bkeiben sollen. Weingartner hat in den 19 Jahren, währerw welcher er die philharnwnischen Konzerte leitete, mit alten Werken — namentlich mit Beethoven^ Berlioz und Liszt — Erfolg auf Erfolg eingeheimst, hingegen mit seinen Novitäten nur Nieten gezogen, obwohl oder vielleicht gar weil er der Moderne geflissentlich aus dem Wege ging. Daß er sich nunmehr beim Abschiednehmen auf dm Standpunkt stellt — „die ganze Richtung paßt mir nicht" —, ist eines weltberühmten Künstlers unwürdig, mögen auch äußere Gründe seinen Groll begreiflich machen. Trotz Weingartners beschwörenden Worten dreht sich das Rad der Zeit unaufhaltsam weiter uttb das setzt sich immer wieder von selbst durch. Einen Sensationserfolg erzielte Otakar Ostreit mit tschechischen Werken. Der Opernchef des Prager tschechilchen Nationaltheaters hat auch in Wien in wenigen Proben ganze Arbeit geleistet. Großartig ist sein Aufspüren aller seelischen Einzelheiten einer Tondichtung, unwiderstehlich sein tschechisches Musikantentemperament. Und ferne Beherrschung aller technischen Mittel — wunde» schon das Piano des Orchesters! — verdient ebenso hohes Lob wie die Anspruchslosigkeit seiner Zeichengebung. Auf dem Programm des Konzertes standen die drei tschechi- Jüdisches Künstler-Kabarett H. Beau, Praterstraße 60 Stfng__ T«l«phon 4S-B-89 UApenvelAttV nmwoei*, «§• is. mir it!7 W9W flilWiSiw toMtonrtrtftlltfng zu Ehren des Herrn Hteraltcarel Wftttlcnr. Zar Auffahrung gelangt: imbii UnsdmldlB vsrarteilt! iinmii Melodrama in 3 Akten von kuret. Neu bearbeitet von B. Wittlar. Feraer: Aus der Revue „Von Sechystow bis Amerika" die SaenenbUder „»«fnsrasaaclaSI ncscla Zion“ und die Kolporteursaene „WIENER MORGENZEITUNG« Beginn pr&afse M Uhr schm Tonheroen: Smetana, Lworak und Fibich. Letzterer, der Lehrer Ostrcils, war mit einer Orchesteridylle vertreten, die, reich im Einfall, nicht ganz prägnant im Ausdruck, aus der Sphäre des Lyrisch-Beschaulichen bisiveilen ins Süßlich-Sentimentale abirrt. Von Suk gab es ein sinfonisches Gedicht „Praga", ein richtiges Festgedicht, breit, hymnisch, überschwänglich, mit Orgel und Schlußchoval, welcher die alte Pracht und Herrlichkeit der Hussiteuzeit brausend verkündet. Auch als Komponist hatte Ostrcil stürmischen Erfolg mit einer weit cmsgesponnenen, sechssätzigen C-Moll-Suite, tvelche, reich an Aufschwung, den kundigen Theaterkapellmeister und dessen Bühnenteinperameut verrät. Manches hat Ostreil von Mahler gelernt, nicht zuletzt dessen „Lied von der Erde" abgelauscht. Es nutzt die modernen technischen Errungenschaften und bleibt dabei ein Tonpoet, der nicht nur auf die Wahrheit des Ausdruckes, sondern auch auf die Schönheit und sinnliche Wärme des Klanges Bedacht nimmt und rhythmische Kraft hat. flb. Nur de« Theater». Bu rgthea te r. Morgen, ^6 Uhr, „Leonie". Akademie-theater. Morgen, %8 Uhr, „Spiel im Sch >lo ß". Operntheater. Morgen V& Uhr (Thsatergemeinde Serie B, blau), „Ariadne auf Raxos". Deutsches BolkStheater. Das Lustspiel „Der Garten Eden" wird heute, Freitag und Samstag, das Schauspiel „Fluch t" von Galswovihy Don-nerstag -und Samstag gespielt. Sonntag nachmittags neu einstudiert - Rudolf Hawels Bolkskomödie „Der reiche AehuL". Apollo-Theater. Heute nachmittags, 3 Uhr, große Kinder- und Familienvorstellu-ng des Teatro der Piccoli bei kleinen Preisen. Jacksons Girls im Stadttheater. In bas reichhaltige Danzprogra mm der Stadtcheater-Nov-iu: „Wien -lacht wiede r" sind als neue glanzvolle Nummer die Jacksons Givls ausgenommen worden, die nun jeden Abend wohlverdiente Applausstürme ernten. Reizende Girls sind da zu einer Tanztruppe vereinigt, die in vollendeter Weise wirkiche Tanzkunst zeigen. Die gute Revue hat dadurch eine sehenswerte Bereicherung erfahren. Die. Rolandbühne wird ein Kammersplcloperettenthea» ter. Die Direktion der Rolandbühne will das Rheatir als Kammerspieloperettentheater führen. Louise Kartoush und Karl Baaimann werden DienSbig, den 15. Akärz in der Operette- „Dorine und der Zufall" von Fritz Grünbaum und Wilhelm Stevk, Musik von Jean Gilbert, ihr Gastspiel beginnen. Gedenkfeier für Semjon JuVik w'.t'ch im Ne«ho ker jüdischen Kunsttheater. Me. uns aus N e w h o r X berichtet wird, wurde im Morris jüdischen Kunsttheater eine Gedächtnisvorstellung für den jüngst in Paris verstorbenen jüdischrussischen Dramaturgen Semjon Juschkervitsch veranstaltet. Man spielte Juschkewitsch' „Der Luftmensch". An der Aufführung nahmen Direktor Morris Schwartz und seine ganze Truppe teil. Vor der Aufführung und in den Zwißiienpausen wurden von verschiedenen Schriftstellern und nielern Reden über die Bedeutung Justhkewitsch' für ische Bühne gehalten. Die geiamren Einnahmen fließen der Familie des verblichenen Dichters zu, der trotz seiner so vielfältigen dichterischen Arbeit fast mittellos stavb. Sämtliche Mitwirkenden, sowie Direkror Schwartz selbst verzichteten auf ^jedes Honorar zugunsten der notleidenden Familie JuMkewitsth'. Das Lisbeslebeu der- George Sand. George Sand, die leidenschaftliche Frau und Dichterin, hat schon bei Lebzeiten viel unter dem Klatsch zu leiden gehabt, der sich um ihre vielfachen Beziehungen zu Männern spann. Die schlimmsten T-inge wurden ihr nachgesagt, aber sie fühlte großzügig; sie will den guten Ruf ihrer Groschnutieer Mrr dem Richter verteidigen und hat jetzt den Schriftsteller Jaques Boulanger auf 10.000 Franken Schadenersatz verklagt, weil er einen Arttkel den Begründer der Revue des Deux Mondes. Buwz, unter die ersten Liebhaber der Dichterin einreihte. Aurora Sand ermatt, ihre Großmutter werde durch diesen Artikel der Untreue und des Wankelmutes beschuldigt. Der Prozeß ist auch v-om rechtlichen Standpunkt von Interesse, denn im Prinzip kann nach dem französischen Recht keine Klage für einen Totm angestrengt werden; es gibt aber einen Paragraphen, nach dem die Erven einer verstoßenen Persönlichkeit, deren Andenken gröblich beleidigt wird, dann Klage erheben dürfen, wenn sie dadurch sich selbst und ihre Familie in der allgemeinen Achtung herabgesetzt fühlen. ' KLUB RADIKALER ZIONISTEN Heute Mittwoch, den 9. März 1927, um halb 9 Uhr abends, im Cafd Atlashof, I.» Aspernplatz (Klublokal: Eingang Wiesingerstraße um die Ecke) Klubversam mlung Gegenstand .Das Mlnorltfttenrecht« Referent: Dr. Israel Wald mann Freie Aussprache. Serichtssaal. Sin (einet Postmeiftet. In mehrtägiger Verhandlung hakte sich vor. dem Schöffengerichte in Ried der Postverwalter Richard D i e t l wegen Verbrechens des Mißbrauches der Amtsg e w a l t zu verantworten. Es wuvde ihm zur Last gelegt, daß er beim Postamte in Ried den geldaus-gebenden Parteben auf raffinierte Art Mehrbeträge herauslockte. Er gab nämlich nach Abzählung der ihm überreichten Geldbeträge den Parteien bekannt, daß so uind soviel Schilling fehlen und verhielt sie zur Nachzahlung. Eine Nachprüfung durch die Parteien war infolge der Vermischung ihres Geldes mit anderen Geldbeträgen nicht mehr möglich. Bei der Verhandlung ergab sich, daß Dietl vom Kv.isgerichte Ried wegen Preistreiberei und Schic'ich Handels schon vorbestraft war. Er war damals Postmeister ln Polling, wo er sich in der Zeit der größten Hungersnot während des Krieges durch Schleichhandel so reichlich mit Lebens mibteln versehem konnte, daß er vor dem Hause stehende Hunde mit Selchfleisch füttern konnte. Feldpostsendungen beraubte er ihres Inhaltes und ersetzte das fohlende Gewicht durch Ziegel und Steine. Trotz soiner Verurteilung tvogcn Schleichhandels nnd Preistreibevei wurde er nach Verbüßung seiner Strafe nicht aus idem Dienste entfernt, sondern zum Postamte nach Ried versetzt, wo er sich die erwähnten Mißbräuche zuschulden kommen ließ. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu f ünf Monaten schweren und verschärften Kerkers. Der Großstadtsumpf. Wegen eines Artikels in der Zeitung „Das intime Blatt", der die Rechte der Frau auf uneingeschränktes Lieveslieben verfocht, der aber von der Staatsanwaltschaft konfisziett worden war, hatten sich gestern vor dem Schwurgerichte unter Vorsitz des Oberlandesgertchtsrates Dr. Blasoni der Verfasser des Artikels Hstbert Prinz und der verantwortliche Redakteur des genannten Blattes Jonas Klug wegen versuchten Vergehens gegen die öffentliche Sittlichkeit zu verantworten. Der Inhalt des Artikels entzieht sich der Veröffentlichung, weit darin Ausdrücke gebraucht werden, die eben als schwere Verletzung der Sittlichkeit anaeklagt wurden. Prinz gab zu, den Arttkel geschrieben und der Redaktion eingesendet zu haben, Klug behauptete, er habe den Artikel vor der Drucklegung nicht gelesen. Auf Gr.:nd des Geschworenenvev« diktes wurden beide Angeklagten mit einer dreijährigen Bnvährungsfrist b cdi ngt zu je einem Monat strengen Arrest verurteilt. Außerdem lvurde der Verfall der veschlagnahmten Stücke ausgesprochen. Vereine, AorirSze und Versammlungen. Klub radikaler Zionisten. Heute, halb 9 Uhr abends, bm Cafe Ailashof, 1. Dez., Aspernplatz (Klublokal), Klubversammlunz. Gegenstand: Das Minoritätenrecht.'Referent: 'Dvktvr- Israel Waidmann. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute im Cafe Lovrana, 3. Bez^, Lörvengasse 36, um halb 9 Uhr, Vortrag Dr. Isidor Klaber über die „Berufswahl des jüdischen Kindes." Änschließend DiSlusision. Gaste willkommen! — Zionistische Jugendgruppe Leopoldstodt, 8. B., Zirkusgasse 33. Heute u-m 8 Uhr abends Vorcragszhkius Doktor Beer: „Hygiene des Alltags"; morgen um 8 Uhr aben-ds Mitgliederversammlung. — Jugendverein „Erez Israel". Heute, halb 8 Uhr abends. Vortrag Dr. Kupfer i-m Veremslokale. 2. Dez., Zirkusgasse 33. — Pfadflnderbund „Zirenu". Dienstag, den 13. März, ö Uhr a^>ends, im großen Sa^le des Wiener Rkngcafe großes E.ternmeeting. Sprechen werden: Frau Prof. Dr. M. B l o ch . P a p p e n h e i -m: „Mooerne Mädchenerziehung", Herr O::o H o ch »t ä t: .Die Erhebung zum Menschen." — Maimonides-Jnstitut, 3. Bcz., H'hgasse 40. Heute, 6 Uhr, Dr. A. Kamin ka: ..Reden des Propheten Micha"; 7 Uhr. Rabbiner M. Hc>row:tz- „Waiikra rnbl-a." — Wiener Bet-Hamidrasch, 2. Bez.. Tc.:n-pel^aise 3. 6 Uhr Lektor Dr. S Gelbhaus. ,,2'unoV; 7 Uhr Lettor Doktor S. Nubrn: „Die Philosopyie des Maimonibes, die Offenbarung." — Oesterr. Politisch: Gesellschaft. Morgen, 7 Ubr. gemeinsam mit der Oesterr. Völkerbundlsga Vortrag des Sektions-chefs a. D. Nuard Horowitz über: „D'e Ereigrisse am Balkan und rm Orient und die europäisch-'. Politik." — Volkshochschule Leopoldstadt (Volks-heim), 2. Bez„ Zirkusg. 48. 7 Uhr: Dr. Friedjung: Geschichte Oesterreichs; Ing.. A i > man n; Elektrische Bahnen; Dr. M on tzka: Ban und Leistungen des menschlichen Körpers; 8 Uhr: Ing. Kromar: Vom Canu zum Ozeandampfer; D'-. Monhla: Feinerer Aufbau des menschlichen Körpers. ■ * Jüdische« Zentrum der Sozialen HllfSgemeinschaft Anitta Müller, 8. Bez., Untere Augarbenstraße 36. Heute, 7 Uhr ab., beginnt wieder der Kurs für Jndividualpsychologie (Frau' Marrtza Holub); Donnerstag von 2—3 Uhr nachm.: Aerzt» liche Berat-ungSste-lle; 6—8 Uhr: Kunstgewerblicher Kurs; halb 7 Uhr: Erziohungsderatungsstelle. Zionistische Frauenorganisatton Oesterreich. Heute, 6 Uhr nachmittags, findet im Klulbheim der Hakoah, 1. Bez., Wipplingerstraße 24 (Eingang durch den Hausflur), -der 6. Vortrag des »Lhklus für die jüdische Frau" st-att. Es sprichr Herr.Doktor David Nothblum über „Esther und -Esterka". Gäste herzlich willkommen I Eine unglückliche jüdische Frau aus besserem Haus, die schwer kratck mit ihrem arbeitslos gewordenen Sohn sich erhalten muß, ruft die Hilfe des jüdischen Publikums an. Mutter: und Sohn hungern, haben kerne Kleider und Schuhe nnd sind von der Delogjerung bedroht. Die Administration ist bereit,' Spenden entgegerrzunehmen. Gedüchtnlsgottesdienst der Chewra Kadlscha. Der Vorstand der Chewra Kadischa 1 veranstaltet Donnerstag, den? 10 d.. um halb 7 Uhr abends im Leopoldstädter Tom-pel eine Gedächtnisfeier für die rm albgelaufenen Jahre verstorbenen Verei-nSmitglieder. Predigten ln den israelitische» Gemeindetempeln. Freitag, ‘ bei dem um!K6 Uhr beginnenden AbenpgotteSdiensto Predig»' ten: 15. Bez„ Turnergasse 28 (Rabbiner Dr. I. Ta glicht);: 10. Bez.. Hvchevgasse 8 (Rabbiner Dr. I. M. Bach); 18. Bez.,, Dchopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Fouchrwaug); ferner Samstag/ 12. März 1927, beim MovgengotteSdienste. 21. Bez., Holumeistergasfe 12 (MIO Uhr), exegetischer Vortrag deS Rabbiners Dr. M? R o s e n m a u n. — SamStag, 3 Uhr nachm., JugendgotteMienst m den Gemeinde- und Bezirks» Synagogen.

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