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Wiener Morgenzeitung · 1927-03-08 · Heft 2883 (8.3.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2883 (8.3.1927)
Date
1927-03-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Svlle 4 Wien, DienSkrg «ot«ncc afforgettjetttut# & März 1927 M. 2883 Absturz einer Wiener Touristin vom „Schwarzen Äerg". Äu-S Baden wind uns gemeldet: Die in Wien. r>. Bez.« Schwarze nvorngaff e, woyrchafte 38jährige Private Maria Hollerer mach:« gestern mit ihrem Ehegatten eine Partie nach Siegenseld. Auf dem Rückwege, welchen ras Ehepaar über den soge-nannien „Sck^arzen Berg" machte, pflückte Frau Hollerer Blumen.^Hieter kam sie in den an der. Siegenfttderstvaße gelegenen Schöll-Steinbrueli, wagte sich über eine Felswand zu weit vor, verlor das Gleichgewicht und stürzte über eure 50 Meter hcche Felswand in die Tiefe. Ihr Mann verslarLfgtc die RertungSgesellschaft, welcher eA gelang, die Schwerverletzte zu bergen. Die Lebensmüden. In einem Horel in Meidling wurde der 35jährigc Metalldreher Leopold Lud in mit Leuchtgas vergiftet tot aufgefuneen. — Auf bent oberen Reisenbergweg nächst der Möllere' Kobcnzl hat sich ein junger Mann erschossen. Die Leiche wurde als die des 26jährigen stellenlosen Handelsangestefften Ludwig Deutsch aus Prag agnosziert. Er ist erst vor kurzem aus Paris zurückgekehrr und hat in der Hahngasse gewähnt. Die Tat hat er wegen Arbeitslosigkeit verübt. — In der Rächt zum 6. d. M. hat sich der LLjähr. Kellner Ferdinand M a y e r in seiner Wohnung erschossen. Er hatte am SamSrag abends aus^un-bekanmen Gründen seinem Dvenstgeber gekündigt und erklärt, er werde nicht mehr in die Arbeit kommen. — Am 6. d. M. um 9 Uhr früh wurde aus iöm Donaustrom bei Stadlau die Leiche eines Mannes ans Ufer gezogen. S:e wurde als die des 33jährigen Hilfsarbeiters Anton Sch re kker erkannt. Der Mann rva r seit dem 12. v. M. vermiß! und hat vor dem Weggehen die Absich: geäußert, Arbeit zu suchen. — Wie berichtet, wurde Samstag nachts auf der Nordbahnbrücke die Leiche eines jungen Mannes auf den Schienen aufgefunden, von der ein darüberroüender EisenbähWU^den Kopf abgetrennt hatte. Die Leiche wurde a s dir des Llzähritzen Schlossergehilfen Egon Pa st, Pappenherm« gaffe wohnhaft, erkanur. Tod m der Badewanne. Gestern gegen *412 Uhr mittags wurde die Rettungsgefellschaft in die. Siedlung Laaer-Wald, Durgenlandgaffe 5, beritten und fand die 59jährige Zvminevinamrsgatdi-n Marie Cozm, in der mit Wasier gefüllten Badewanne entkleidet, den Kopf unter dem Waffer, leblos vor. Ob Urrfall oder Selbstmord vorliegt, konnte noch nicht festgestellt, werden. Die gerichMche Osffnwng der Leiche wurde angeordnet. Tief gesunken In eener Bar im 1. Bezirk nruvde gestern der kangge>suchte 23jährige stellenlose Prtvatbeamte Hans Gelsinger wegen Betrügereien mit einer Schadmrsumme von rund 3000 SchA- Rng verhaftet. Gelsinger, der aus gutem Hause stammt und eine Mittelschule absolviert hat, war vom Juni 1920 bis Dezember 1924 als Beamter bei einer großen Exportfirma tätig, ließ sich aber mit eurer Summe von 1500 Schilling absertigen. Um dieselbe Zeit starb sein Baker, und durch die Aussichtslosigkeit, einen neuen Posten zu finden, geriet der junge Mann auf schisse Bahn. Wegen verschiedener Betrügersien wurde er zu 17 Monaten schweren Kerkers verurteilt.' Nach Verbüßung der Strafe war es ihm völlig unmöglich, eine neue Stellung zu finden, und so ließ er sich abermals zu unredlichen Handlungen herbei. Gelsinger ließ sich Bestellscheine mit dem Aufdruck einer nichtbestehenden Firma „Internationale Export- und Import-Gesellschaft", 1. Bezirk, Helferftorfferstraße 8, ausstellen und bezog auf diese Bestellschein« bei verschiedenen Firmen, bei denen er von feiner früheren Stellung her bÄannt war, Waren. Er wurde nun abermals verhaftet irnd dem LandeSgerichte emgekefert. Eine Perle. ließ sie an halten. Beim Kommissariat gab sie zu, Luise Winkler zu heißen, und b*e tziÄvelen ihrem Dicnstgeber. dem Fabrikanten Wilhelm Flämisch, Mollardgafse wohnhaft, gestohlen zu halben. Die Winkler wurde gestern dem LanOesgerichte emgeliefevt. Todesfälle. E Frau Henriette Lekbil, Gattin des Herr« OSkar Lc-iW, verschied nach kurzem, schwerem Leiden am st. März, #3 Uhr früh. Die Beerdigung findet M-ttwoch, den 9. März, *410 Uhr, vom Zentrailfriedhof, 3. Tor, aus statt. E Herr David Büschel ist am 6. März Än 52. Lebensjahre verschieden. DaS Begräbnis findet heute um Uhr vormittags vom Zentralfrlcdhof, 1. Tor, ans statt. Die Nachtigall im Orchester. Bei einer Aufführung der svmphonSscheu Dichtung „Die Pinien von Rom" von Ottorrno Refpigyi in London verwendete der Komponist die Stimme einer Nachtigall. Hierbei erwies er sich als ein Anhänger der mechanisierten Musik, denn Erleichtern Sie sldt die Alfersbeschwerden durch Gebrauch von Sklerolsyrup nach Unlv.-Prof. Dr. Mladejovsky. Dr.H. Bock schreibt: „Ich habe Sklerolsyrup verwendet und stets sehr gute Erfolge erzielt. Wenn Ich Sklerolsyrup zur Verfügung habe, lasse ich jedwedes andere Präparat beiseite.' ln allen Apotheken erhältlich. Haupt-Depot: Apotheker C. Brady.Wlen, I., Rotentur mstr. 18 während noch Beethoven sich mit der Jm-iitation der Vogelsttmme durch ein Orchestevinstrmnenit begnügte, ist Respighi zeitgemäß und praktischer: er hatte den Gesang einer Nackitögall Phonograph lisch ausnehmen lassen und die Platte an der entsprechenden Stelle seiner Partt'tnr eingefügt. IVDISCHE WEIT Sie Geschichte der Showewe-Slou. In New Dork trafen sich vor einigen Tagen etwa hundert gewesene Chowewe-Zion zu einem gemeinsamen Abendeffen, um alte Erinnerungen aus der Chowewe-Ziow-Zeit anfzufrischen. Unter den Ainwefenden waren Rabbiner Lewenson, Dr. Blaustein, Gedalja BublÄ, Lewin-Eckstein, M. tz. PoSner, David Podolfli u. a. Dr. Blaüstein schilderte die Tätigkeit der Chowewe-Zion in Amerika vor mehr als 40 Jahren, Lewin- Epstern sprach über die Bewegrrng in Warschau und Herr DubRk über die Chibakh-Zion-Bewegung in Bialystok. Ueber Vorschlag des Herrn PoSner beschlossen die Anwesenden, sich zu dmer Gesellschaft der ehemaligen Chowewe-Zion zu vereinägen, mit dem ausschließlichen Zweck, die Memoiren dieser Bewegung zu sanrmeLn und hevauZzugeben. Las Preisausschkekbenöer zisuWschen Exekutive. Wi'vu vsrvfferMchte-n fomorseiit das P-osisamSschoeGen dar Zioniiistifchon ExeLMve für die beste PnopagandaschiM Wer das Thema „Judenfrageund der Zionismus". Wie uns aus London bovichtet tmrtd, sind cou»f die PneisMisschveÄmnig 33 Marruskriipte in hebräischer, jiddischer, engbi'schsr und dsurtschsr Sprache emgekauf-sn. Nach eingcheinLer PMfrvng beschloß das JurovvnckpmÄse einstimmig, keiner der eingolaüfenen Arbeiten den ersten Preis suzrverckennani Bloß Itr^i Manuskripte tvmiden §ur Beröffenitbichnng gssigrvet befunden und diesen wupden auch die Stvsiten Pveise von je 30 Pfund Sterling zugeuvt-oM. Die mit dem Mevtsn Preis bedachten ArDe-iiten, und Mar das mit dem Motte „Fiovi" versehene, hat Dr. Felix Welt sch in Prag und das zweite mit dem Am 5. d. nachmittags kam in das Geschäft des Juweliers Samuel Rosenberg, 6. Bez^, Pilgramgaffe, eine junge Frau und wollie eine Anzahl Brillanten schätzen lassen. Sie gab an, ihr Dienstgeber, Baron Klinger in Pötfchach, habe sie . . nach Wien geschickt, um die BrManten Sätzen zu iaffen. Dem furyen , n Juwelier kam das Gehaben der Frau ..edenkl'.ch vor und er ff Heine rheumatischen Beschwerden mehr nach einer ein. fachenBenecin-Trinkknr! Zeiten sein sollte. „Ein solches Wiedersehen^", schloß der Brief, ,Mrd Mrr nichts meinem Bilde von Ihnen hinzufügen oder wegnehmen können. Denn die Seele bildet sich das Gesicht, nnd ich habe Sie längst mit lebendigsten Augen mbgeschaut." AM Erna diesen Brief gelesen hatte, blieb sie eine Welle unbeweglich ami Schreibtisch sitzen. Auf einen Zettel walte sie mechanisch lauter große Lettern Die Buchstaben hatten jubelnde spitze Aufstriche. Ihre Finger zuckten. Mit tretender Heftigkeit riß sie die Feder über das Papier uitb zerkratzte ihre Schrift. Darüber brach sie in Weinen zusammen Eridkich erhob sie sich, ging vor den Spiegel und grub die Nägel in ihr Gesicht, als wollte sie Fetzen Haut aus ihren Wangen herausreißen. Plötzlich fiel ihr der Schlußsatz seines Briefes ein. Laut sagte sie ihn sich vor. Eine tvahnwitzige Hoffnung kroch in sie hinein Ljebte er sie denn rächt, sah er nicht ihre innere Schönheit leibhaftig toie ein Antlitz vor sich! So würde er auch ihr Ge-- sicht sich neu aus seiner Liebe formen und schön finden Mit enremi Ruck setzte sie sich an den Schreibtisch und schrieb ihm, daß er sie morgen Mittag im Part bei dem Sockel der Nymphe erwarten solle . .. Die Nymphe stand auf einem breiten Rasenplatz. Kleüre Sträucher warfen im Frühling ihr grünes Licht auf die sterrrerne nackte Figur. Lieblich Ivar sie, wie sie in sanfter Beugung der zarten Knie die Schale hielt. Me klassische Meißcluilg des schönen schmalen Kopfes war etwas gemitbert durch einen lächelnden Ausdruck. Unruhig ging Erna die große Pappelallee auf und ab, die m den hellen Platz mündete. Da erblickte sie ihn, wie er am Ende der Allee austauchte. Er schritt ellig. De« Hut hatte er abgenommen,. Noch sah er sie nicht. Aber jetzt- Da bemerkte sie das entsetzte Erstaunen, das auf sein Gesicht aufprallte. Er taumelte beinahe zurück. Sie wollte siiehe». Es war zu spät. Wieder beobachtete sie ihn, wie er seine Züge in gewaltsamer Beherrschung zusammenzog. In freundlicher Begrünung gab er ihr die Hand. (fönen Augenblick blieben sie vor der Nymphe stehen. „Schön," sagte er, erschrak über das Wort und stockte. Sie gingen schnell durch den Park, sprachen viel und vermieden es, sich anzusihen. Der Mann versuchte einige Male sich zu einer persönlichen Sprache zu zwingen. Er schalt sich feige. Immer schluckte er die Worte wieder hinunter. Eine quälende Beschämung, daß er von Aeußerlichkeiten so abhängig war, begleitete ihn dumpf. Wer allmählich verstärkte sich das Gefühl körperrlicher Abneigung gegen das Mädchen, das mit gesenktem Kopf wie eine Schuldbewußte nÄben ihm herging, zu Widerwillen mck Haß. Sie hatte ihn hierher gelockt, unter der Maske ihm ein holdes, reizvolles Geschöpf vorgetäuscht, ihn tücksch betrogen. Sie hatte ihm die entsetzliche Verlegenheit dieser Stunde bereitet, ihm mit feinen verbundenen Augen Geständnisse abgeschmeichelt, daß er nun beinahe wie ein Wortbrüchiger vor ihr stand. Nein, sie besaß keinen Takt, war ohne Seelenfeinheit. Sie hätte ihm schreiben können, sich vor chm auf diesem Wege demaskieren können; aber ihn hierher bestellen zu der Peinlichen Rolle, die er spielen mußte, das war unpassend bis zur Schamlosigkeit. Er hatte sich auch in ihrem Wesen geirrt. Mer in diesem Blindekuhspielen sollte sie ihn gewiß nicht fangen. Er blieb plötzlich stehen. „Ich muß lekdsr in die Stadt zurück. Habe eine beruflich« Zusammenkunft. Wir sehen uns natürlich wieder. Man muh sich doch in persönlichem Zusammensein erst kennen lernen. Briefe können nur Andeutmtgen mrseves wahomc Wesens sein, nicht wahr?" Er verabschiedete sich. Ihre Hände berührten sich flüchtig. Er ging. Sie sah ihm nach in der vollen Klarhell, ihn nie wiederzusehen. Ihr Blick traf das steinerne Lächeln der Nymphe, das in höhnischer Schönheit über sie hinlüchelte. In diesem Augenblick begriff sie ihr Schicksal und zugleich das Schicksal aller beschatteten und vernachlässigten Kreatur. Eine unendliche TrMrigkeit löste den Krampf ihrer Züge. Und jetzt sah sie beinahe schöa aus. Mer er sah es nicht mehr. Er war schon u»ell entfernt... LosulNgSivoÄ „Mi k'aanchcr Israel goj echad baarez" Hovou Pmchas Ho r o w i h in London zum Voosasser. DaS PveiSrichiWrikolles^mm besücmd aus den Herren Dr. DevchoW F e i w e l, Lonidon, Leon Simon, London, und Do. Osias Thon, Krakau. Der Kongreß der indischen Landwirte in Litauen. In Kvdnw fand, wie bereits berichtet, vor einigen Tagen der zweite Kongreß der jüdischen Landwirte in Litauen statt, zu welchem hundert Delegierte aus Kowno und der Provinz erschienen waren. In Vertretung des Landwirtschaftsministers begrüßte der jüdische Abgeordnete Dr. Robinson den Kongreß. Die jüdischen Landwirte in Litauen bearbeiten 50.000 Hektar Boden. Der Verband war bisher in der Lage den jüdischen Landwirten 120*000' Sit. Kredit zu gewähren. Die auf dem ersten Kongreß im Jahre 1926 beschlossene Gründung einer jüdischen Landwirbschaftsbank wurde jetzt durchgeführt. DaS Stammkapital beträgt 50.000 Lit. Die Rot des Wische» Mittelstandes in Deutschland. In Breslau fand dieser Tage eine Versammlung der jüdischen Handwerker statt, in welcher der erste Vorsitzende des Verbandes der jüdischen Handwerker Deutschlands, Herr Markus, Berlin, ein Referat über die Not des jüdischen Mittelstarkes hielt. Im Jiwentum gab es vor dem'Kriege einen ausgedehrlterr Mittelstand, der heute sehr stark zurückgegangen sei. Das jüdische Proletariat ist zahlreicher denn je; mittellose Existenzen fallen immer mehr der jüdischen und allgerrveirren Wohlfahrtspflege zur Last. Trotz Revolution und Republik ist dem Juden der Zugang zur Beamtenschaft noch imnrer fast verschlosserr. Die Zahl der jüdischen Beamten ist sehr gering. Auch in die Landwirtschaft, die ja im wesentlichen völkisch-national eingestellt ist, kann der Jude nicht eindringen. Großkapital!, Großindustrie und Warenhäuser feiender Ruin vieler lleiner Kaufleute und Handwerker und augenblicklich fei die Lage des Handwerks genau so trostlos wie die des lleinen Kaufmanns. Ist es unter diesen Umständen berechtigt, die jüdische Jugend weiter dem Handwerk zuzuführen? Der Rck)ner bejaht diese Frage, fügte aber hinzu, daß die Eltern für ihre Söhne ein Handwerk wählen sollten, das die beste Möglichkeit einer späteren Existenz bi^te. Der Baubernf zum Beispiel biete eine solche Möglichkeit. Das jüdische Handwerk müsse erhalten bleiben, es gelte, seinen Einfluß in der Oeffentlichkeit zu stärken, auch müssen sich die jüdischen Mitbürger die Unterstützung ihrer Handwerker-Glaubensgenossen besonders angelegen sein lassen. Herr Markus rühmte die jüdischen Mittelstands- und Darlehenskassen, die die Kreditschwierigkellen beheben. Die Zahl der Selbstmorde von Mischen Handwerkern^ die aus Not nicht nrehr ein und aus wissen, sei besonders in Berlin sehr groß. Der Vortragende wies auch auf den Wert der Lehrlingsgruppen hin, gab wichtige Fingerzeige auf dem Gebiet der Selbsthilfeeinrichtungen und empfahl besonders die Errichtung jüdischerHeime, wo die jüdischen Handwerker zusammenkommen könnten. Auf der Suche nach der BundeSlade. Der Präsident des American Jerusalem Institute. Futterer, weilt gegenwärtta in Palästina, wn nach der Bundeskade zu suchen; er hoffe, daß sie noch in der gegenwärtigen Generation aufgefunden werden wird. Herr Futterer hat bereits die Höhlen des Berges Nebo nach der Bundeslade abgesucht. 179.000 Judeit in Odessa. Die sowjetistische Presse veröffentlicht jetzt statistische Daten über die Stadt Odessa, denen wir folgende entnehinenr Irr Odessa leben gegenwärtig über 170.000 Juden, die 43 Prozent der gesamten StadtbcvöUenmg betragen. 75.000 Juden leben von Lohnarbeit, davon sind 7000 geistige Arbeiter. 27 Prozent des allgemeinen Odesiaer Proletariats sind Juden, das heißt etwa 60 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung gehört dem Proletariat an. Eine „unparteiische" jüdische Zeitung in Moskau. Am 1. März veo<vnn in VioÄtau rmt«r dem T-bwl „Tribüne" oime n>?-ue jüd'ische Zeittu-ng #u oesche-iinen, Mc i-n ihnen AMii^iiglMgen sich oiin „ll-tiponiei^sthos BMt" nemii', dos sich auö- Spnfictijtiie 'bekämpft.

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