Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2876 (1.3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgenzeitung 1. Mnrz 1907 Nr. 2878 Feite b Wien, Dienstag 2IONi8TI8OttE SEKTION Vl-Vili, WIEN VIII. Bennoplatz la Heute Dienstag, um 8 Uhr abends Vortrag : Dr. NORBERT HOFFMANN Küi iiisationsprobleme nnd Jadenstaat Der Vortrag Dr. Fritz Löhner-Beda findet Dienstag, den 15. März 1927, statt. KLUB RADIKALER ZIONISTEN - WIEN Morgen Mittwoch, 2. März I. J., um halb 9 Uhr abends, Cafö Atlashof, Aspernplatz (Klublokai) tcuau (Volkscheim), 20. Sk^., Stromstraße 78. Heute beginnen folgende Kurse: 7 Uhr: Dr. Heindi: Arbeitsrecht, Ing. Chameides: Maschinenbau, 8 Uhr: Ing. Chameides: Werfzeuginaschirren. Außerdem Kurse über Englisch, Französisch, Rechkschrerben, Rechnen. Freie Rede, Philosophie. — Wiener Handels- und Industrie-Verein. Morge.n, halb 7 Uhr abends, im Festsaale des österreichischen Hände!s'milseums, 9. Dey., Berggasse 16, Vortrag Dr. Deme-ürio Rella, Sekretär der Pensionsanstalt für Angestellte über „Das Angci'tellten-Pevsicherungsgeseh in seiner praktischen Anwendung." Girardi-Redoutc. Heute findet irr den Sofionsälem die Gi-rardi-Redome zugunsten des Mra pdi-Denknralfonds, an dessen Spitze Hansi Niese, Direktor M,arischst? u-nd Edmund Epsler stehen, statt. MiSrachi«Wien. Als zweite Veranstaltung anläßlich des 25jährigen Jubiläums morgen Massen >n e e t i n g n halb 8 Uhr abends im Festsaal „Bayrischer Hof" (2. Bez., Taborstraße 39) Vortrag doS Herrn Liberrabbiners Doktor I. H o f f ni a n n, Frankfurt a. M., über „Thora, Volk und Land"; hebräische und jiddische Volkslieder Öberkanror Gerson M a r g u l i e s. Nszon u. Darmlaldende nehmen mit bestem Erfolge „BdLUCAR BON“, zu sammengesetzte Tierkohle-Tabletten. Bolucarbon, von ärztlichen Autoritäten empfohlen, bestbewährt bei Blähungen, Aufstoßen, akuten und chronischen Magen- und Darmbeschwerden etc., sind in der Apotheke C. BRADY, Wien, I., Rotenturmstraße 18, Ecke Fleischmarkt, stets lagernd, wo auch Literatur gratis erhältlich ist. Postversand überallhin. Zirkus Adolfi. Heute, Faschi'Ngt..ienSt>ag, 8 Uhr abends, große Galavorstellung mit vollständig neuem Programm. Verein zur Errichtung und Erhaltung von Gemeinschafsküchen. Der' Vorstand des Vereines macht darauf aufmerksam, daß sämtliche 21 Betriebe in vollem Umsang oufrecytevhalten bleiben. Die wichtigsten dieser Betriebe sind: Tabakspfeife, 1. Bez., Iasomlrgottstr. 9; Akazie nhof. 9. Vcz., Thurngasse 3; Linienhof, 6. Bez., Liniengasse 9; Dehmhof, 1. Bez, Grashafgasse 1; Salvatorkeller, 1. Dez., Salvatorgasse 1. V ersommlun^ Tagesordnung: Unsere Gegner bei den kommenden Wahlen. Referent: Hans Kandl. Freie Aussprache. Gäste willkommen. Gerichtssaal. Selbstmordversuch im Gerichtsgebäude. Vor dem LGR. Dr. E t m a h e r, Strafbezirksgericht I, hätte sich gestern mittags die 28jährige stellenlose Kontoristin Eugenie M. wegen Diebstahls verantworten sollen. Der Beschuldigten lag znr Last, daß sie in den Monaten November und Dezember d. I. in mehreren Kliniken des Allgemeinen Krankenhauses an Patientinnen, die in der Ambulanz ersd)ienen ivaren und sich untersuchen ließen, Diebstähle verübt hatte, indem sie die abgelegten Mäntel der Patientinnen oder die weggelegten Handtaschen an sich nahm. Die Beschuldigte, die schwer herzleidend ist, hatte bei ihrer polizeilichen Einvernahme im wesentlichen die ihr zur Last gelegten Fakten zugegeben. Zu der Verhandlung war sie wegen ihres Herzleidens in Begleitung thkrev Tante lange vor Beginn der Verhandlung erschienen und hatte auf einer Bank im Korridor Platz genommen. Plötzlich schien es, als ob die M. zusammenfallen würde. Die Tante fragte sie besorgt, was ihr fehle, worauf das Mädchen mit leiser Sttmme erwiderte: „Tante, mir ist schlecht, ich habe Gift genommen!" Die M. vermochte noch anzugeben, daß sie kurz vorher auf einem versteckten Gange des Gerichtsgebäudes mehrere Päckchen V e r o n a l genommen habe. Die Nettungsgesellfchaft wurde sofort verständigt, die das Mädchen auf die Unfallstatton brachte. Der Vorfall hatte unter den zahlreichen Parteien im Gerichtsgebäude großes Aufsehen erregt. Die versetzte Avbeitslosenkarte. Ein krasses Elendsbild wurde gestern beim Bezirksgericht 1 in einer Verhandlung enttollt, in welcher sich die Büglerin Leopoldine Fritz wegen Uebertretung des Betruges und wegen Uebertretung des neuen Verwaltungsverfahrens-Gesetzes zu verworten hatte. Wie die Beschuldigte unter Tränen angaö, ist sie seit Monaten arbeitslos und, da ihr Mann seit Jahresfrist verschollen ist, mit ihren beiden Kindern im Älter von drei und fünf Jahren der bittersten Not ausgesetzt. Als die Kinder wieder einmal schon zwei Tage buchstäblich nichts gegessen hatten und nach Brot schrien, kam Frau Fritz auf den Gedanken, da sie über keine Habseligkeiten mchr verfügte, ihre Arbeitslosenkarte bei ihrer Wohnungsnachbarin um 7 Schilling zu verpfänden. Als fie in den nächsten Tagen den Betrag nicht zurückfahlen konnte, jedoch die Karte zur Kontrolle für das Äweitslosenamt brauchte, erstattete sie bei der Polizei die Verlustanzeige, auf Grund der ihr auch eine neue Karte ausgefolgt wurde. Inzwischen hatte auch die Nachbarin, Frau Philomena Slowak, die Anzeige von der Verpfändung bei der Polizei erstattet. Frau Fritz beteuerte vor Gericht, daß sie keinerlei betrügerische Absichten gehabt habe, daß es sich ihr mit der Verpfändung lediglich darum gehandelt habe, momentan für rhre beiden Kinder etwas Brot zu verschaffen. „Ich bin", fuhr die Beschuldigte unter Tränen fort, „für diese Dummheit mit der Karte genug bestraft worden, da mir das Arbeitslosenamt für zwanzig Wochen die Unterstützung eingestellt hat." Der Rrchter, LGR. Dr. Kramer, tröstete die Beschuldigte mit den Worten: „Weinen Sie nicht, wir haben so viele Gesetze und ein Gesetz wird auch für Sre gut sein." Die als Zeugin vernommene Wohnungsnachbarin bestätigte, daß Frau Fritz mit ihren Kindern in größter Not gelebt und das Geld für Brot gebraucht habe. Der Richter sprach die Beschuldigte frei, weil in der bloßen Verpfändung der Arbeitslosenklarte noch kein Betrug gelegen sei. Ein aufgehobenes Ramfauer-Urteil. Im Oktober v. I. wurde der öffentliche Gesellschafter der protokollierten Firma Lefnär u. Co., Ing. Simon Klagsbrunn, nach einer cinwöchentlichen Verhandlung unter dem Vorsitze des Hofrates Dr. Ramsauer wegen Betruges, Veruntreuung und wegen fahrlässiger Krida zu fünf Jahren schweren Kerkers verurteilt. Der Oberste G e r i ch t s h o f hat nun der von Dn. T e i r i ch ausgeführten Nichtigkeitsbeschwerde Folge gegeben, das Urteil aufgeh oben und die Sache zur neuerlichen Verhandlung an des Landesgericht zurückgewiesen. Vereine. Bortröge und Versammlungen. Zionistische Sektion 6—8, 8. Dez.. Bennopiatz 1a. Heute, 8 Uhr abends, Vovtrag Dr. Norbert Hoffmann: Kolöuisationsprvbleme und Judenstaat. — Jüdischer Hochschulausschutz. Morgen, 7 Uhr abends, im Vereinsheim der. zionistischen Sektion, 8. Bez., Bennoplatz 1, Vortragsabend. Vortragende: Hans Kandl: „Die Geschichte der Judäa", und Doktor Samuel Sch inerter: „Die Jewish Agenry." — Jüdischer Frauenbund und Zionistische Frauenorganisation (K»»lturstelle). He me, halb 8 Uhr abends. Jüdisches Zentrum, 2. B.. Untere Augartenstraße 36, Bibelvortrag Esther Mieses: „Die Spruche." — Wiener Bet-Hamidrasch, 2. Bez„ Tempelgasse 3. Heute, 6 Uhr, Lektor Dr. S. Gelbhaus: Historische Psalmen. — Volkshochschule Leopoldstadt (Volksheim), 2. Bez., Zlrkusgasse 48. Heute beginnen folgende Kurse: 7 Uhr: Dok- «or Neuer: Geschichte der Philosophie, Dr. Ehrlich: Die österreichische Volkswirtschaft und ihre Krise, Dr. Eckhardt: Kuustgoschrchte; Neg.-Nat Wehr: Vorschule der Mathematik, Ing. WeiSglaß: Technische Sprechitunhe, Lehrer Berr: Eintzettrkursschrvft für Anfänger. — Volkshochschule Brigit- VOLKSWIRTSCHAFT Bodenkreditanstalt und llnionbauk. Im ^cnauzuns oes ^u^onalrates wurde gestern der Bericht des Unterausschusses über den Verkauf der Unionbank an die Bodenkredita n st a l t durchberaten. Ter Berichterstatter Dr. Odehnal begnügte sich damit, zu erklären, daß von den drei Projekten eines als ungünstig sofort ausgeschiedeu iverden mußte. Das von der Regierung angenommene Offert konnte nicht als ungünstig bezeichnet werden. Tr. Danneberg urgierte die Einsetzung des Kuratcriums der Postsparkasse und fragte, warum der Verkauf der Unionbank an die Bodenkreditanstalt vor Einsetzung des Kuratoriums abgeschlossen wurde. Er erkundigte sich auch, wie die Geschäfte stehen, die mit Bosel noch abzuwickeln sind, welche Pfänder die Postsparkasse von Bosel noch in der Hand habe, wie groß die Verluste seien und was geschehe, um die Schulden bei Bosel tvirklich einzutreiben. Des weiteren befaßte ex sich mit dem von der Bodenkreditanstalt der Postsparkasse zu einem Zinsfuß von sieben Prozent eingeräumten Dollarkredit. Im Zentralbantuntersuchungsausschuß sei festgestellt worden, daß die Bodenkreditanstalt samt den jetzt zu ihr gehörigen Banken 900.000 Dollar zu 3.5 Prozent aus dem Bölkerbundkredit anläßlich des Krachs bei den steirischen Genossenschaften bekommen hat, die sie nun zr sieben Prozent an die Postsparkasse weiterleihe. Es sei das eine kuriose Tatsache, daß eine Bank staatliche Anleihegelder, für die der Staat selbst acht und neun Prozent Zinsen zahlen muß, um 3.5 Prozent in die Hand bekommt, um sie dem Staate wieder zu borgen. T.'. Bauer machte der Regierung den Borwurf, daß sie nichr einen Zustand der Beruhigung und Stabilität abgewartet habe, um dann erst die Unionbankaktien zu verkaufen. Der Wunsch, die Aktien so schnell als möglich los zu werden, habe ihren Wert sicherlich gedrückt. Noch schwere:: sei der Vorwurf, daß die Regierung nicht auch dem Offert der Escomptegssellschaft nachgegangc:. sei. Dr. Reisch sei mit den leitenden Personen der Bodenkreditanstalt zu Weihnachten auf dem Semmering zusammengekommen, wo sie das Geschäft miteinander ausgemacht haben, ohne daß versucht worden wäre, mit der anderen Bank überhaupt zu verhandeln. Finanzminister Tr. Kienböck stellte in Aussicht, daß die Ernennung des Kuratoriums der Postsparkasse noch im Laufe des Mürz erfolgen werde. Tie Postsparkasse mußte das Mehrheitspaket der Unionbank rasch verkaufen, da sie nicht berufen ist, ein Mobilbankgosch äst zu führen. Während sich die Bodenkreditanstalt von Anfang an positiv gestellt und Vorschläge gemacht habe, die zu einer raschen Einigung führen konnten, habe die andere Großbank ihr Verhalten nach dem Grundsatz eingerichtet: Je länger die Verhandlungen dauern, desto billiger wird der Preis sein. Ueber die noch aushaftenden Verbindlichkeiten Bösels schwieg sich der Minister aus, weil, wie er sagte, Mitteilungen darüber nicht im Interesse der Postsparkasse liegen. . Präsident Tr. Reisch erklärte, daß es ihm gewiß schon wegen seiner früheren Beziehungen zur Bodenkreditanstalt nicht angenehm gewesen sei, mit Rücksicht auf die Verhältnisse di« Transaktion gerade mit der Bo-dencreditan statt zu machen. — Wem fällt da nicht die Antwort eines Fiimnzministers des alten Oesterreich ein, der feiner Schwägerin, einer Generalswitwe, eine Krakauer Großtrasik verschaffte. Darüber interpelliert, sagte der edle Schlachziz: „Sollte diese Witive eines hochverdienten Generals vielleicht dafür bestraft iverden, daß sie zufällig meine Schwägerin ist?" — Dr. Reisch erklärte weiters, das Offert der Bodenkreditanstalt sei das frühere gewesen. Die Konkurrenzbank habe nicht einmal die angekündigte Offerte eingebracht und noch dazu Bedingungen gestellt. Es fei bei dieser Transaktion auf jedenTag angekommen, denn die Unionbankaktien wurden von Bosel weit über dem richtigen Kurs gehalten, und Bosel habe bekanntgegeben, daß er die Slüx-ungsaktion nicht mehr fortsetzen könne, ja sogar bereits angekaufte Aktien nicht mehr zu übernehmen in der Lage sei. IMan mußte sogar exekutive Verkäufe von Unionbankaktien befürchten. ■ Der Bericht wurde schließlich von der Mehrheit des Ausschusses angenommen. Anhaltender Müaang des Wechfeleskomptee der Nationalbank. Abströmen von Devise«. Der geste.ru veröffentlichte Ausweis der Oesterrnä»? schen Nationalbank vom 23. Februar weist das gleiche Bild auf, wie es seit Jahreo7eginn zu beobachten war: Das W e ch s e l p o r t e f e u i l l e hat in der dritten Februarwoche um zirka 3.5 auf rund 45.25 Millionen Schilling abgenommen. Ferner sind in der' Berjchtswoche weiterhin Devisen um den Betrag von 8.7 Millionen abgezogen worden, so daß der Devisenschatz nunmehr 455.65 Millionen Schilling beträgt. Im ganzen ist seit Jahresbeginn eine Verminderung des Devisenschatzes uin rund 27.3 Millionen Schilling eingetreten. Der Metallschatz weist dagegen wieder eine kleine Zunahme um 26.000 Schilling auf rund 66.065 Millionen Schilling auf. Die anhalterü>e Geldflüssigkett ist auch aus den Neuerlägen auf Girokonto YU ersehen: Die Verbindlichkeiten aus dein! Giroverkehr sind um 14.2 auf 106 Millionen Schilling gestiegen. Aus all diesen Veränderungen resultiert eilte Abnahme des effektiven Notenum laufes unr 26.3 auf 772.4 Millionen Schilling. Gegenüber deur ersten Jännerausweis ist der effektive Notenumlauf um 102 Millionen Schilling zurückgegangen, bezw. unr 174 Millionen gegenüber dem 31. Dezember, während die Giro-. Verbindlichkeiten eine Zunahme um 17, bezw. 69 Millionen Schilling aufmeisen. Polnisch-rumSnischer 3«Hfrieg. Seit Beginn dieses Jahres bereitet die rumänische Re» gierung einlSn neuen Zolltarif vor, der durchsch-n-iiMch eine Erhöhung aller Zollsätze aus das Dreifache vovsieht. Begründet wert.ein diese Erhöhungen mit der Notwcnidigkeit, die heimische Industrie vor dem ausländischen Dumping zu schützen. Besonders bedroht durch die rumänischen protelcio« iriftischen Zölle fühbr sich die polnische Textilindustrie, iu deren Interesse i:aS polnische Auß-euministerium bereits bei der rumänischen Negierung interveniert hat. Hierüber berichtet die „Prager Presse" aus Bukarest foilgeudes: Das Blatt „Argus" melde:, daß daS polnische Außenmiuisteriurn beim rumänischen Außenministerium um die Revision der rumänischen Zolltarife, namentlich der Textilzülle. arvgesucht hat, die für bäe polnische Industrie untragbar seien. Die polnische Regierung hat außerdem die Einfuhr von Gemüse auS Bessarabhen g-espervr.. Die rumänische Regierung hat gegen diese Maßnahinon Protest in Warschau ei-ngelegt und beabsichtigt angeblich den Handelsvertrag mit Polen zu kündigen. Generalausgleich in Wöllersdorf. Die Verhandlungen zwischen 1er österreichischen. Bundesverwaltung und einer nmer Führung der Deutsche n Bank in Beri i u stehenden Banl>engrrp.pe, welche als Gläubigerin >des MetallumkonzernS an emer Austragung der Wöllersdorser Sache interessiert ist. haben nunmehr zum Abschluß eines Vergleiches geführt. Darnach stimmt die Metallumgruppe der Ausfuhrun,g des inzwischen zustandegekonimenen Abkommens zdvischvn Bund und Ing. Alber, dessen Loyalität anerkauntt wird, zu und überträgt ihre Aktie»ibeteiligung bei den Tochtergesellschaften sowie ihre Forderungen gegen diese auf die Wöllersdorser Werke A. G. Der Bund und bie Metall u m g r u P P e werden in Zukuuft paritätisch mit je 50 Prozent der Aktien an der Gesellschaft beteiligt sein. Die Leitung,der Dachgesellschaft, die sich in Zukunft von jeder selb stä nd ige uJ nd ustria lis i e ru ng fe ruha lte n und nur eine Rvn-:e oder Pachtzinsen für den Gv:md und Boden beziehen wird, geht auf einem aus fünf Mitgliedern bestehenden Verwaltu'NgSra'l über, irr ivelchon Genem-ll-iVektor Dr. Jug. Hermann Neubacher (als Vorsitzender) uud Negierungsrat Dr. Hermann Oppenheiu: (Melderöq'terreichische Eskvmptegosellschaft) eimtreten. Die Interessen de- Bietallumtonzerms und der Bankengouppe wert.en durch die Oesterreichische Kontrollbank für Industrie und Handel als Treuhändevin wahlgenommen. Gegen die Zollerhäbung auf photographische Platten. Vor» gestern fand im Haufe der Kausnlannschaft eine groß« Protest» kundgebuna der au der Perivendung von photographischen Trockenplanen interessierten Körperschaften statt Da bk TrockenP.'attenMe handelsvertraglich nicht gebunden sind, f$ würde die 130prozentige Erhöhung sofort mit Gesetzwetdung der