Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2867 (20.2.1927)
- Date
- 1927-02-20
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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I pSiiTäS'jgföiSy t Wien; Znm AbhoIett in dei Expedition, II., Taborstr 1-8 oder in oinorVersehleißstelle Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkanf in Wien darob die Kolporteare der Firma Goldschmied, 1., Wollzeife 11 Mit kost versend für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho -Slowakei: Mon.KS2 Jngoslawien: Mon. Din. 60 Polen: Mon« 6 Zloty Deutschland: Mon. Om.4. Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 35 Wiener I Prel» aägl Engl a n d:Mon.4Schilling Italien Monatl. 20 Lire Rnminien: Mon. 170Lei Bai gari en :Mon.lOOLe*a S c hw o i * and das übrige Ansland monatlich Pres. 6 Redaktion, Administration: Wien, II«, Tuborstn 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Ohr abends Tele* phon Nr. 31-0-86 n. 31-209 VIL, Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei „inva") Ä»ca*»ii »nBenttB. PtenarhShaOBBti f©r-«galten Nr. 2867 Me». Sonntag. 20. Kebruar 1927 <18. Mar 1687). Oesterreichisches Postspar* kassenkonto Nr 150 693 9. ffnftrflfltifi Im redaktionellen Teil enthaltene eutgelttlche Mitteilungen find ' ' . durch ein vorangesetzieS L gekennzeichnet. Georg Brandes gestorben. Kopenhagen, 19, Februar. Georg B -r a n des ist um'9 Uhr abends gestorben. Dem Todewar eine' m e h rstün di g c Oh n m acht vorangegangen. ♦ IBiciiuanMme lei SeiSanltmea s. , Wgrschau. 19. Februar.' Die Frage der Wiederaufnahme der kürzlich in Berlin/abgebrochenen deutsch-polnischen BerhaMüngen über den Abschluß nnes Handesvertrages ist allem Anschein, nach a k tu e l l geworden.. Ministerpräsident Pilsudski empfing, nachdem er . drei Stunden lang/ mit dem deutschen Gesandten Rauscher konferiert hatte,./Außenminister Zalesk.i, mit dem er eine längere Unterredung hatte- .Heute vörnrittag besttthre Pilsudski den Viz^Ministerpräsidenten' B a r-t e l, der" erkrankt, ist, in-' hHssmi'-Hohnung' /und 'konferierte mit ihin, wie' inan allgemein annimmt,,Aber.'.die Frage. der Wiederanfnahme der 'Verhandlungen mit Dentschlandi gut.: infonmierten / (politischen. ^Kreisen ' verlautet/. d<E der -deutsche» Gesandte R a u.sch e r 'gestern steipräsidenLen den Vorschlag, der deutschen Regierung überbracht habe, seinen,'^anMsbe^L^g ' nach dem Muster des. deutsch-schweizerischen -Handelsvertragesabzu- Hließen. - - - - - ' - .. . EMrunse» Mlkis. Wgrschrm, Ist. FAruar,. Auß^nministsr- Z.-a l e f f i legte.heute 'den. V-ertrptörn ' der Presse nochmals d-en polnischen'.- Stan.d'p.riM. znin ..Abbruch der deutsch-, polnischen Han'delsvert.ragSbe.rhqnÄlun'gen dar, wobei er zunäM zur AuslweiisuplgUrage.bemerkte, daß sich nach der NMcht der Polnischen Regierung die Ausweiisungsfra,ge ' als ein. ' B eshandtei l d e r inneren Gese tz geib u n-g des Staates darstelle, deren Bindung durch int - rnationales Recht aus Gründen, der R e ch t ssouverän , t 8 t unangebracht sei. Die polnische Regierung ist bereit, die VeHanEunigen über den ÄLsLmhkckirpßex der W.pLschaWsrqgen jederzeit wieder anszunelhmen. Es wäre dann aber zweckdienlich, zunälst die-allg'nMn-est GruMätze.ft.stzuleMN, die.sich aus die Zollfpagen. und-Rechte -der Physische,r und juristischen Personen begieihen. . die dann die Grundlagen sür den Vertrag'bilden'Mtzten. Die Richiilinie der polnischen Politik, sagte der Minister, ist der Wunsch, die deutsch-polnischen Be z i echu-ng en günstiger z u g e.st a l t e n, und hiezu. rann in erster Linie die wirtschaftliche Verständigung sichren. Die polnische Negierung wird aus der Unte,Brechung der Handelsvertragsver-- Handlungen weder politische noch wirt- >ch a f t ln che K o ns e q u e n z e n z i e h en. Sie wird, nach Prü-z-lisierung -ihrer Stellung zu diesen Fragen die weitere. Entwicklungin vollster Ruheabwarten. .. reuW-MiiiMeSWMmgsttnkereiijlnBerl!,,. Berlin,. 19. Fchr-ugr. Gestern hat hier die erste Sitzung der dentsch-polniischen- Schlichtungskommission stattgefuiniden. deren ArchgÄe es ist,, die S.t.reitsä l le zst Nären, .die aus-dem deWckMbsittschen Abkommen . vhn 1924, doin '/sogenanMen':W-1.em.er -AG-' k o ui m e n, entstanden sind. Dieses regelt die. Fragen der Staqtsa n g e h ö r i g k e i t und O p t i y n s. - fr ag en. Es handelt sich, um me hrereh n n de rt Falle. - - ■' ' - * , ■ Kriegsrecht in Schanghai. Ser SroerMreil prokismlett. - Waffemaagrl — Poft anv Straßenbsh« ei«gestM. - 8r-reff«»se» »ad PülnSeruagea. London, 19. Februar. Die Blätter melden aus- Schanghai: In der EhineseNstadt ist das Kriegsrecht proklamiert worden. Der chinesische Gewerkschastsbund hat nach der Niederlage von Sun-Tschuang-Fang einen Aufruf zum Ge- . neralstreik erlassen, dem ettva. 55.000 Arbeiter Folge geleistet haben. Die Angestellten der Straßenbahn und der . Omnibusse sowie das gesamte Poftpevsonal sind heute morgens in den Streik getreten. Auch die Arbeiter der englischen und mchrerer japanischen Baunvwollfirm-en und Mühlenwerle haben die Arbeit n-ledorgelegt. Ihnen haben sich die Matrosen angeschlosien. In der französischen Kon> zession herrscht ka tastro p-h ä^eK W a sse rm an gel, da auch die Belegschaft der Wasserwerke-streikt. Die Gewerkschaften haben die sofortige Zurückziehung der englischen Truppcn sowie der Streitkräfte Sun-Tschuang-Fangs. aus.der Stadt!- geforderte Die t-Stp.el-kenhMWKffeHlichM -ein 'Harrifest,. ip.. .... .V Anfolge des Ausbruches des assgenieinen Ausstandes- - sind die - ' - - . - - . . . _ britischen Truppen m ihren UbistrLionie«^ konsignwrt. Die Freiwilligen und die.S-Pezialpolizei sind mobilisiert. In Ningpo und anderen Orten ist es zu Plünderun« gen gekommen. Don den chinesischen Geschäftsleuten sind große Summen erpreßt worden. Man erwarte^ daß Sun-Tschuang-Fang bei Sunkiang vor den Toren von Schanghai einen letzten Widerstand versuchen wird. J.'r Fall von Haggtschau. Russische Maschinengewehre und Bestechungen. London, 19. Februar. Die Schlacht, durch die die Kantonarmee. in den Besitz von Hangtschau kam, wurde hauptsächlich durch.die von russischer Seite. beigestellten; Maschlnengowehrkompägnien sowie durch großzügige Bestechungen gewonnen, infolge deren Tausende von Solda- / ten der A rm e e S un - Ts chuang-F an gs. zu. den . Kanontruppen übergingen. Der- Kampf trug heftigeren; dies in China gewöhnlich der- Fall ist, was ,apf-dle> " ' - Bru-atttLt Ü« Kmttantruppen ' zurückzüführ.en ist. Die Mich^stden Truppen Sun-Tschuangi . Fangs sind ein zü gellös er Haufe geworden, dein H ä r d e n v o n F r a u e n u n d a n d e r e u N ich tk o m b a t t a n t e n folgen. Totu fteigefprgchen! Der Mörder des 5tuMen Falltt. /, 21 u l a t c ft, 19. Februar. DaS. Schwurgericht in Kimpolüng in der Bukowina verhandelte heute den Mordprozeß gegen den Jaffyer Gymnasiasten Tot«, der im vorigen Jahre im Gebäude des. Czernowitzer Landcsgerichtes den Maturanten des dortigen Gymnasiums Fallik erschossen hatte.Tötü'beging den Mord, weil Fallik angeblich an einer Demonstration gegen die Mitglieder der Maturakommission teilgenommen und einen Professor infuttiert hatte. De r heutige Prozeß wurde in der ganzen Bukowina mit der größten Spannung erwartet, weil seitens der rumänischen Antisemiten eine riesige Propaganda entfaltet worden war, «m das Schwurgericht zugunsten des Angeklagten zu beeinflussen. Diese Agitation ist nicht ohne Wirkung geblieben, denn die Gefchwornon verneinten heute nach kurzer Beratung f ä m t l i ch e S ch n l d f r a g e n, worauf der Gerichtshof den Angeklagten f r e i s p r a ch. Totu wurde nach der Urterlsverkfindmig auf freien Fuß gefetzt. Sine Mirrachi-Delegotion in Mesopotamien. J'Amsalem, 10. Februar. Wie aus Bagdad gemeldei wird,"ist eiw: aus den Herren Benzion U s i e l, dcm OlberraWiner von Tel Aiwiw, und Rabbi Fifchm a n n bestehende Abordnuny der Misrachi-Leiiung von -dem. bvitfffchen . Lbevkcmmjssär und deni Pr-om'wrminist-er von M^e fp'y'ö t,-a m i <e n M'ps-ay^en.- worden. - Gegenstand der Ausspräche bildste die Anfgabe der ' ' Dele-gativn, die VeNbindung mit einer großen-Anzahl- Msischer Fam-Nenherzüftellen, die -nM.-PZiUstina' aus-1 zuwandern trürMen. Es wuvde ferner d i e L a g e ' -in Palästina und die Au'flbantätigkeit des Zionismus bchpvochvn. «aMaln «iedergehraavt. Athen, 19. Februar. Die Stadt K.aWala in NmK» «griechenland wurde heute, durch eine Feuersbrunst in einem Zeitraum von zwei S t u n d c n vollständig zerstört. Der Schaden beträgt 10 Millionen Drachmen: . Die Zahl der Todesopfer ist noch nicht bekannt. Bor der Anerkennung RMands darch die Lschechollowakei. Prag. 19. Februar. Wie die „Reforma" erfährt, sinh die Verhandlungen über die de jure-Anerkennung Rußlands in vollem. Gange, und zwar hauptsächlich auf die Einflußnahme' der industrielben Kresse hin, die sich um die Anknüpfung wirtschaftlicher Beziehungen mit Rußland bemühen. Man glaubt, daß sich die nationaldemo-' kratische Partei bei W entscheidenden Verhandlungen überstimmen lassen werdD so daß' schon heute erwartet werden könne, daß Rußland in der allernächsten Zeit anerkannt - wird.. .", ■- : . " ' Berlllngemng des Siralurlaubes Windisch» graetz'. Budapest. 19. Februar. Wie die Blätter berichten, hat daS Justizministerium die am 21. d. M: ablaüfende 'Suspendierung der Strafe des Prinzen Windischgrätz auf . Ansuchen des Berbeidigers auf weitere zwei Monate verlängert. Der Prinz wurde bekanntlich zweD Vollziehung einer Operation in ein Sanatorium überführt, doch könnte die Operation nicht vorgenömmen werden, weil der Prinz inzwischen an Influenza erkrankte. Be Pluedos Wrltflug. ' .Londoy, 19. Februar.. Kci'ninairdam de Pinedo ist heute um 5 Uhr 45 Minute,: morgens in D a k a r. zunü Flü^e na . ,|3orto Praha auf den Cap Berdischen Inseln ausgestiegen und gegen halb 12 Ichr vornnttags an seinM Bestimmungsort eingetroffen. 16 n n 8 Die Wäscherei der Hausfrauen VI. Noiiardgasse 72, Tel. 7257 u. 72 58 SpeiiiUM; Schrankfertige Rollwäsche / Kostenlose Abholung und Zustellung /teppdecken Glnatta-Stelnhoff 3, Bes*» Schmelsgasse Nr. 5 Alte reelle Birma I