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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-19 · Heft 2866 (19.2.1927) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2866 (19.2.1927)
Date
1927-02-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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| Polemag gfoszy 1 \Vien: Zum Abholen indet Expedition, II., Taboratr 14 oder in einerVerschleißsteile Trafik) monatl.6 Schilling Straßenverkauf in Wien dared die Kolporteure der Firma Goldschmied, l., Wo 11 zeüe 11 Mit Posttrersand für Wien und Oesterreich monatlich & Schilling Ts ehe eh 0“ Slowakei: Mon. K 82. Jugoslawien: Mon.Din.60 PoIen:Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich. Belgien: Mon. Free. 36 N»ek*»ii«nf«a »s> Preis* arbChtafflo »st^ebsliss Ar.?Mi m KREUZ Roman: Seite 5 orgenPitung wies» Samstag, IS. Zetzrnar 1,827 (17. ASae 8187). "" __ __ JP5* ■'•ip'peeeij» I . . jmt „ ÜMMIk I Preis LOP fl Knglan d: Mon. 4 Schilling Italien: Monat!. 20 Lin Rumänien: Mon. 170Le Bulgarien: Mon. 100 Lewa S c hw eia und das Übrig, Ausland monatlich Fre?. k Redaktion, Administration. Wien, El., Taborstf. 1 Telephon: 44-0-88. 48-3-11 Ab 6 Ohr ebenda Tele phon Nr. 81-0-86 n. 81-20t VII., Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei #lnra“) Oesterreichisches Poste^ai kassenkonto Nr lf 0 69! 9. 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Der Minister betrachte die Vertagung der denösch-polmschen HandelsvertragsverhaMunyen —- von einem Abbruche' wolle, er nicht frechen — als politische Entschließung der neuen d em.t uche n, R e g i e x-ü n g. Die polnische Regierung wolle.Mer , trotz gllem .aus-eitzwrer Initiative .nichts üiÄLrnLhmen,wds M Handelsbeziehungen mit Deutschs . Land verschärfen weiterH:»Mdsinseitig^ Deutschland-jene, . rechtlichen -und wirÜschaMichen Vorteile. einräumend die! ihm aus Grund eines zuLünstigen Handelsvertrages züerbcvnnt werden könnten. I>m übrigen könnte er verisichern, daß Polen einen nicht wahrscheinlichen Beschluß der deutschen Regierung, die Brvhandlurgen einzustellen, in Ruhe, als einen Schritt' 'aüfnehmen werden würde, der wicht für Polen den größten Schaden zeitige. Km rnmllnifche Anleihe in Jentschlanv. Bukarest, 18. Februar. Die VerihanÄungen über eine- Anleihe bon 2 0 0 Mi >llionen Gold m a r k, die der Generaildireiktor der Nmnänischen Kreditbank im Aufträge der rumänischen Regierung . seit einiger Zeit mit einem de u tsche n Ba nke nsy nd ika t geführt hgt, stehen dem Vernehmen nach v o r d e m Ä b sch l u tz. 40 Millionen der Anleihe sind sür die Stützung des Leikurs e s bestimmt, für die übrigen 160 Millionen Goildmark wird Deutschland I « d u st r i e a r t i k e l, vor allem Gisenibahmnateriäl, anMnmänien liefern.: Die AevWnlsten PaWinar nutz die Zewish Agench. Jerusalem, .18. Februar.. Die palästimenstsche roviflomstlsche Kartei sandte an den Leiter der Zionistischen Palästina-Exekutive, Colonel Kisch, ein Memorandum, in welchem gegen die Art der Verhandlungen Dr. W-eizmanns mit Louis Mars ha ll pwtastiert wurde. Die Revisionisten fordern die vollständige Veröffentlichung der zwischen Weizinann Und MaWall bezüglich der Agency-Fvage geführten Korrespondenz. In seinem Antwortschreiben entgegnet Colonel Kisch, daß WeiNmg'Nns . UnlevhaMnngen den KongreßbeschWss n entsprechen und die darüber geführte Kor re-, spondengd em' Akt i onskomite e werde vorgelegt werden. Die revisionistische Partei Palästinas beabsichtigt die sofortige Einberufung der Assefath' Ha'nifcharim durchzusetzen, damit dem Jischuw Erez-Hsraels, der ja an den Ergebnissen in erster Linie interessiert ist, Gelegenheit'gegeben wird, seine Meinung zu diesem Problem in zwölfter Stunde zu äußern. Re kownoer Kommnalften begnadigt. Berlin, 18. Februar. Wie der „Vorwärts" aus äc ow no ^berichtet, sind die s iehe n, vom lithauischen Volksgericht zum Tode verurteilten Kommunisten, derentmegM sich Reichspräsident Loebe an den Präsidenten der liHamschen RepMik gewendet hatte, zu Freiheitsstrafen hegnadiat worden. Her Krieg Kämmt will $Gr£att, 18. Febr»ar. Rach «üuet halbamtlichen Meldung sl"d die Verhandlungen zwischen dem britischen Bev-' treter OMaHey und dem Minister des Aeußern der Ka^tvm-Ls,Ü7rung Tscheu nicht abgebrochen worden. Tschen ist nunmehr bereit, ein Abkommen über die britische Honzession von Hankau zu unterzeichnen. Die Nuttonalistische Regierung betrachtet die kürzliche Erklärung Chamberlains als geeignete Grundlage zur Fortsetzung der Verhandlungen. . Ser Vormarsch der Kautoatroppen. London, 18. Februar. Die Kantontruppen, die gestern Hangtschau besetzten, haben sich heute der Stadt Ningpu bemächtigt. öOOO Soldaten der Schanghai-Armee, denen es gelungen war, nach der Niederlage gegen das Meer durchzubrechen und auf chinesische Schisse zu flüchten, sind heute in Schanghai eingetroffen. Außerdem sind in der internationalem Konzession von Schanghai 3 0 0.000 chinesische Flüchtlinge angekommen. Die Truppen des Militärgouverneurs von Schanghai haben vor ihrem Abzug aus H an gts ch au diese Stadt i n B r a n d g e st e ck t und alle Ortschaften. auf dcm Rückzug geplündert. Aus dem Kriegsgebiet /sind - s ft m tlrch e Auslände r, mit 'Äüsnahme einiger Äerzte/Wch dem Rorhssst a b^t ^.-o r-t i e r t. worden. Äe Berteidiguog tzchanghair. Schünghbl, 18. FÄruar. Die iNtcruationgle 'Äiederlassung wird von 40 0 0 brltischen Sold'aten, unterstützt von 400 0 Freiwilligen und Polizeimännschaften, nicht inbegriffen die Marinefchützen, verteidigt. Gegenwärtig liegen v i «e r französische, s e ch s h r i t i s ch e, fünf a m e r i k a n i s ch e, f ü n f japanische und ein ita/lienisches Kriegsschiff vor der Stadt vor Anker. Die französische Niederlassung verfügt im Sfte«. oerhandel«. über 1 ü 0 0 Soldaten, nicht inbegriffen die Marine, schützen aber das auf der Höhe der Wissenschaft stehende DertöidigungL'Mem ist gewaltig. Die Verteidigung bet beiden Niederlassungen ist in hinlänglicher Weise sicher gestellt. Ke grschlagem Armee. Schanghai, 16. Februar. (Reuter.) Die Stadt Niug-- po, 90 Meilen südöstlich von Hängtschau, ist von den Südtruppen eingenommen worden. Die Truppen von Suntschua «fang, die Ningpo geräumt haben siiÄ» in Schanghai augekommen. Ke euMche« Lrupvevtralirporte. Hongkong, 18. Februar. Ein weiteres britisches Vota il l o n ist heute von hier nach Schanghai abgegausen. Neue guftruMoue« für L'Malletz. London, 18. Februar. Das englische Kabinett hat sich heute neuerlich mit der Lage in China befaßt. An den britischen Unterhändler in Hankau, O'Malley, sind n e u e. I n st r u k t i o n e n abgegangen. Man. glaubt, daß diesmal ein endgültiges Abkommen über die Verwaltung der englischen Konzesiion in Hankau mit D r. T s ch e n zustande kommen wird. Kue Kryüruv» der chluefifche« RMlatlou«-, ^--- . . Genf. 1L, Februar. ,.Mr seit. gestern in Ge^ wtzllerche., Vertreter der Kuomstckäng, 2 u Si nh u ei, gab heute por Pressevertretern eine Erklärung ob, in der er sagte, daß zwischen Chi.ua und England kein Frieden bestehen könne, so lange England seine- Haltung nicht ändere. Sollten sich ernste. Folgen aus der militärischen Besetzung Schanghais ergeben, so lehne China fe de Verantwortung dafür ab. Die Kuomintang werbe unter allen Umständen für die. Unabhängigkeit und Freiheit Chinas kämpfen. Ser Werwolf ht Baffen. Hamburg, 18. Februar. Auf eme Anzeig-e über Wruffenlagier -'in der Wchnunig des Kapitäns a. D. F r e y k e r wurde eine HausdurchfuckMng vorgenommen, wclbei ein M a ls ch i n e n g e w e h r mit Patronengurt, zwei Gewchre, 86 Patronentaschen, 380 scharfe Patronen, 66 Seitengeweihre, 63 StaGhelme, ein Feldtel-eplhon mit fünf Rollen Kab-eL scwie eine größere Anzahl von Brotbeuteln aufgefunden wurden. Als Besitzer wurde der 20jährige Schn des Kapitäns, der kaufmännische Angestellte Freyker, ermittelt und festgenmmnen. Der Vat?r erklärte, vvin dom Vorhandensein des Materials nichts gewußt zu haben. Der Fcstgenommene ist Mitgliöd. der Organisation W e r w o l f. Er verweigerte jede Aukiku-nft über die Herikirnst 'der Waffen. Wönlg Hnffein schwer erkrantt. Berlin, 17. Februar. (I. T. A.) Ein Telegmmun aus Zypern beisagt, daß der dort in der Verbannung lebende E x k ö n i g H u s s e i n von Hodschas schtver erkrankt ist und daß die Aerzte keine Hoffnung geben, i>hn am Leben zu erhalten. Seine Söhne F e i s u l, -A b d ü l s a h und AI r seien telegraphisch nach Zypern' berufen «worden. Wie erinnerlich, hat Hussein, als er noch König von Hodschas war, in den Fragen des Palästina- Mandats und der Ba^our-Doklaration eine unnachgiebige Haltung eingenommen. SberkommWrRarranü. Czernowih, 18. Februar. Vvr einigen Tagen hat der neue Oberkommissär für die Bukowina und Bessarabien, General R a s c a n o, sein Amt angetreten. Er wurde in feierlichen Weise in seine Stellung eingeführt. In der Programmrede erklärte er, daß den Nationalitäten in der Bukowina die Möglichkeit der wirtschastli^''^ und kulturellen Entwicklung gegeben werden müsse. Großer Postdiebstahl in einem italienischen Zchnellzug. M SNentpost berauvt. Dimland, 18. Februar. Ein schwerer Postdiebstahl ist heute früh bei der Ankunft des Schnellzuges aus T u r i n im Bahnhof von Mailand entdeckt worden. In einem dem Zug!.' angehängten Güterwagen, der die nach dem Orient bestimmte Transitpost aus Frankreich, England und Spanien nach Brindisi bringen sollte, waren 2 7 P o st f ä ck e d e r L ä n g e nach a u f g e s ch n i t t e n und ihres Inhalts beraubt. Der genaue Wert der geraubten Poststücke konnte noch nicht festgestellt werden, weil eine Liste der Wertsachen fehlt, doch fürchtet die Postbchörde, daß sich der Wert der gestohlenen Poststücke a u f M i l l i o n e n beläuft. Der Güterwagen enthielt im ganzen etwa 100 internationale Postsäcke. Ein Geldsack mit D o l l a r n o t e it, der von einer Londoner Bank nach dem Orient bestimmt war, wurde von den Postdieben -übersehen und ist unversehrt aufgefunden worden. Der Waggon muß bereits im Bahnhof von Turin a u s g e r a u b t worden scin, da er dort bei der Abfahrt abgeschloffen worden ist. Die Diebe müssen unter drm Postpersonal einen Helfershelfer gehabt haben.; Sie Hetze »egen Schridemmm Berlin, 18. Februar. Der sagiailhe-molkratrsche Reichs hcngsab geo ckdnete Schei-demaun . erklärte einem Mitarbeiter des Mcht /Uhr Abeudblpttes", er habe im AMiluß an fe'me letzte R-eichstagsrede Wer die Zustande in der Reichswehr etwa 25 0 D rohb v i e f c erhalten, dlbgeschen von dem Blausäure- Attentat in Kassel, sei er ign Haufe der letzten Zeit von München, Berlin und Hamburg aus amtlich vor beabsichtigtenAttentaten gewarnt worden. Die Hetze geyen ihn sei. so intensw betrieben worden, , daß die Kassel e r P o l i z e i Ml eine, gr-oße Liste von Vorsichtsmaß' nahmen überreicht habe, die er hätte treffen sollen.

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