Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2864 (17.2.1927)
- Date
- 1927-02-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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| Polen r LS groggy | Wien: Zum Abholen in de» Expedition, II., Tabor str 1-6 oder in einer VerBchlei ßatelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßen verkant in Wien durch die Kolporteure der Pirna Goldschmied, l., Wollzeile 11 Mit Posttrersand fftr Wien und Oesterreich monatlich & Schilling Tscheche Slowakei! Mon.K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60 Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Chm. 4. Fr an kr eich, Belgien: Mon. Pres. 66 Nseti**&. «Offen es, P»a>«* arbStii Offen er^ebetteo J f| l^SfiMKpTl England: Moo.4Schilling Unser Roman: Seite 7 * omenwilung England: Mon. 4 Schilling Italien: Monat!. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Bulgarien:Mon.lOOLewa4 S c hw e i z und das übrige Ausland monatlich Pres. 5 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstf. 1 Telephon: 44-0-68, 43-646 Ab 6 ühr abends Telephon Nr. 31-0-86 tz. 81-206 VII., Lerchenielders&aße 1 (Druckerei Java*) Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr ISO 603 Wie«. Sonnmtnfl, IV. Februar 1927 (15. Adar 8087). 9.8aHraa«s Jer deutsche Mitarismus. Gebier verteidigt die Rüstungen der Reichswehr. Sir. 2884 JUtt redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangefetzteS K gekennzeichnet. SieKunslyat-Versantmlung Verboten. Vom Bürgermelster und der Pollzeidirettlon. Die für heute abends in die Volkshalle des Rat-. Hauses emberufene chriMchsoziale Versammlung, in welcher Äbtzeorduoter. Kn n s ch ak gegen die Steuerpolitik BroitnerL. sprechen sollte, ist vom Bürgermeister und von der Polizeidirektion verboten worden. Ebenso wurden alle Zuzüge, bitt von sozialdemokratischer und christlichsozialer Seite geplant waren, u n t e r s a g t. Ae brttksch-chlnefischen Berhandlungeu. London, 16. Februar. Der Korrespondent der „Times" ln‘ Hankau meldet: O'Mal l e y habe heute erklärt, die Vereinbarung sei nur wegen der Auslegung nicht unterzeichnet worden, die Tschen der Rede, Chamberlains gegeben habe. Die 'neue Lage mache es notwendig, Foreign Office um neue Weisungen zu bitten. «ine mmmMüUt m Me vritlmn rrme». senvungen. / Lairdon, 16. Februar. Im Unterhaus fragte heute Macdönald die Regierung, wie sich die Verhandlungen in Hankau. entwickelten.' C h a m b e r l a i n erwiderte, das Foreign Office habe eine Mitteilung' des britischen Geschäftsträgers in Hankau, O'M alle y,- erhalten-, die jedoch N. och ni ch t d e ch i f fr re r t sei. Der Autzeiuninistec gab Ki,-.daß die englische Pegieruug'ein T ele g.ramM vo n der Danke n b e r e in i gu n g und dexi ^fondirMwniy« in Schairghai.erhaüen hübe, worin^diL-5fI^RWr g-e Z Ä " r Ä ckz n e h u n g der irr- S ch a n g h a.i '; g e l n n b c t e n hritischen TrupPen gefordert wird. >.,. . Der Mgeovdnete der Arbeiterparti, Oswald M o s l e.y, der Schwiegersohn des verswMnen Lovd Curzon, wünschte zu wissen, ob Italien Truppen nach Schanghai geschickt habe. Ehamberlain verneinte dies. Änf eine weitere Anfrage Moslehs, ob die E n t s e n d u n g it a l i e Nische r K r i e g s s ch i f fr nach China anläßlich des römischen Besuches Winston C h u r ch i l l s zwischen diesem und M ü s s s o l i n i' verabredet' worden sei, blieb Chamberlain die A n tw o'r t s ch u l d r g. Schließlich fragte Mösley, auf Grimd'welcher Vertrage .Englandsich .' .das Recht nehme, Truppen in China zu landen. 'Cham b e r l a i n erwiderte, das Recht eines Staates, das Leben und das Eigentum * seiner Untertanen im Ausland zu schützen, brauche nicht erst kestgelogt zu' werden. Die Kantonttuppen tat Mi auf Schmighal. London,>16. Februar. Die Kanton-Truppen haben den W i derstand der Truppen Sunschuan - f a n g's bei Hangffchau g e b r o ch e n '■ u,nd sind nun im Vormarsch auf S ch a n g h a i. - - . Spavien verzichtet auf vie Annexioa Tangers. Paris. 16. Februar. Im Memorandum, das die spanischen . Delegierten auf der. Tangerkonserenz. den französischen Vertretern überreicht haben, verzichtet Spantui auf seine frühere.Fo r herung nach Annexion Tangers. . . . . In der Marokkozone, fordert Spanien jedoch hie Aufhetzung des i nter,nationalen Kontrollkomiü tees, die spanische Ko nt rolle über die Zölle, die Schaffung einer rein s p a n i s che n G e n d a r we r i e, die Ernennung des Mendu (Delegierter des. Sultans von Marokko für die. Verwaltung der Angelegenheiten .der Eingeborenen) nicht mehr durch den - Sultan, sondern durch den spanischen Kalifen von Marokko und schließlich Einschränkung der i n te r n a t i o n a l e n Zone aus Tanger. ' ’ ' '; ■■ > Syrien.. Paris, 14. Februar. Poin-care empfing gestern den französischen Obevkommandlerenben, General Ponsot, der dom Murfftevpresidenten erÄärte. daß alle.pessinn- Aschen Nachrichten über die Lage in Syrien, die be>son- ^-!rs Lünzlich in einer' KamMvsitznng vertreten worden waren, durchaus unrichtig seien. Syrien sei bein o h c voMonmnen beruhigt. Auch größere Unruheherde würden allmählich gelöischt. Berlin, 16. Februar. (Wolff.) Der Haushaltsausschuß des Reichstages begann heute die Beratung des Haushaltes des Neichswehrministeriums für 1627: Reichswehrminister Dr. Geßler erklärte, daß das Reichswehrministerimtt allen Wehrverbänden fernestehe. Dagegen könne es durchaus verstanden werden, wenn sich in Deutschland Sport- und'Turnvereinigungen bilden, um. die körperliche Ertüchtigung der Jugend, die früher durch die allgemeine militärische Dienstpflicht erfolgt ist, auf einem anderen Gebiete, zu^ ersetzen. Es sei das Recht eines jeden deutschen Staatsbürgers, , sich in seiner freien Zeit an solchen unpolitischen Spvrt- und Turnvereinig u n g e n zu beteiligen. Dieses Recht könne auch den Soldaten nicht'genommen werden. Der Minister fuhr fort: Was von.geheimen Rüstungen der Reichswehr gefaselt wird, ist nichts als ein Phantom. Ich kann mit Bestimmtheit versichern, daß geheime Rüstungen weder in Deutschland noch in irgend einem anderen Lande der Welt möglich-sind.- Geheime Rüstungen, die in irgend einem modernen Kampfe irgend welchen Wert haben sollen, erfordern einen derart umfangreichen Aufwand an Material und Kosten, daß sie. unmöglich im.Geheimen betrieben; werden können. Anders verhält.es. sich mit. den Maßnahmen der Heeresvevwaltmig,- die ün Rahmen der Befugnisse des Vertrages von Versailles liegen. Das. Ncichswehrmlnisteriüm - hat stets die Pflicht,.,..^ I.; , .. . an dic MöLlichkelt öiitcs Krieges zü denkcn, wenn auch der.KriegVseWst ganz unwahrscheinlichtst. Die Paläftina als britische Position. - Loadon, 16. F-bru-rr. W T. SC.) FeldmaMüll Lord Allenby hielt im WorEinig Men's College einen Vortrag über W-lästinw Er sagte, durch - die Eroberung Palästinas-habe Enigland ein Bindeglied zu den Lä-nldern - des nahen und - fernen Ostens gewonnen, wie man es sich in der Vergangenheit.' nicht, vorgestellt hat. Die Eroberung PalaistinäD habe auch das Ende..des Krieges beschleunigt. Mir haben,, .schloß er, fort, nähen Osten ei n e Posit i o n e rob er t, . -die nicht so leicht enschiittert werdeir Hann. .- Ä« italieuisches Pro PaMiva-Komitee. Rom, 16. Febvuar. T. A.) Herr Dr. Victor I a c o b s-o h n, der -Vertreter der Ziomstiischen Organisation im Vökkerbnnd, ist nach einem achttägigen Aufenthalt in Rom soeben -wieder n ach G e n f abigereist. Er pflog-BeGrechnngen mit italienischen Staatsmännern . undwar. in - bet -YÄge,-.pöroufteBCcn,. daß in den führenden italienischen-Kreffen die Geneigtheit und die Voraussetzungen siür' die./ Schnffunig eines italienischen Pro- Pa l ä st in a - Ko m i tees stach dem Muster der Konrttees in Doutischland und in Frankreich vorhanden sind. . Man erwartet, daß.Anfang April das italieniischo Pro-Palästinä-Komitee' geschaffen sein wird. Sine Rede Iabottnskys i« Berlin. Berlin, 16. - Februar. Montag abends fand eine politilsch'gffe'llige ZiisaimineMmst im Hoiel Adlon statt, zu der der zionWsch-revi'sionistWe Landesverband. für Deutschland eingeladen hatte. Nach der Begrüßungsrede des Vorsitzenden,-Herrn L ichthe im, sprach Wladimir Iabotinsky/ der u. a. auM-hrte: „Trotz der ans Wlinderbare grenzenden Leistungen des jüdischen Volkes in den letzten.Jalstren gelangt man immer wieder auf :ben toten PuiE weil wir in einem Lande bauen,, in dem eigentlich nicht wir,' sondern d e r E n g l ä n d e r herrscht und Gesetze und Einrichtungen schaff!', die 'unseren ureigensten BcidHipfnissen nicht ängepaßt sind. Unsere Energie, unse-r.Kapital 'setzt sich nicht um. Brnmer und fonimer müssen wir geben. Darum Revision! Nicht die erweiterte Jewish Agency ist der -W:'g,- nW in Gemelnschast mit der Mettoseele -und dS'Nl G>>-.'tt-.-g7:st werdet Ihr Zion erbauen. Baut Zion mit Eurem Geist, mi-t Eurem Henzen!" A b s ich t e n u n s e r e r N ach barstaatensind ja nicht unbekannt. Es handelt sich anscheinerrd für sie vor allem darum, daß sie möglichst rasch und möglichst tief am ersten Tage des Krieges Nvich Deutschland hinein stoßen. Daß Deutschland «nfähig zu . ledem Angriffskrieg ist, ist jedem militärischer:, Fachmann des In- und Auslandes klar. Die Einstellung von FreiwNligen und Offiziersanwartern hatibis .1624 nicht das Maß dessen erreicht, was. wir gemäß den Bestimmungen des Vertrages, von Versailles einstellen konnten, weil es insbesondere während der Inflationszeit^ in Deutschland kaum. ALbeitslose gegeben hat. Nach 1924, 'als die riesige Arbeitslosigkeit entstand, zeigte sich ein ungeheurer Zudrang zur Reichswehr. Die Anwärter lassen -. sich.: in drei Gruppen eintefle» nämlich diejenigen, die aus -? - Trist und Liebe zum Koldatenberuf sich beim Militär melden: dassind für die Reichswehr chie wertvollsten. Die zweite Gruppe , setzt sich aus Leuten p« sammen. die. auf Grund ihrer -ZivWienstscheine in die mittlere Beamtenlaufbahn.zu kommen hoffen. Die dritte Gruppe ist für die Reichswehr die nWanlbarste: ES sind die ,Leute, die von der fort^mmen 1wHn,^aUrdmgs in der ÄMM-'be^ nÜchster MlitzenhM auch tviedex zü gehen.. Heute ^ist die Sachlage derart, ' doH .höchstens >30^6 Prozerit der! Mgcmeldeten ang^mmünen wevden können. ' - ' >> Herr M. Großmann! entüvick.M'e spdarm die Forderungen des Revisiomsm-us - nach staaMch-kolon^atorischem Misbansystem, Läudreserve u-nid ausveichenbem Schutz der jüdischen Siedlung... Herr Grohmann schloß:' ,.Wir schieben.-nicht, der heutigen Exekutive -die Ähu-ld an allen diesen Zustä-n'den>'zü.''..Aber sie ist feshgelegt, ist ni cht mehr H'err>äH-r.es W il-l.'ens. . An Interesse der Ges-undnng - der Bewegiung - und eines beschleunigteren AuOaute'mpos-wäre es gelegen, wenn eine neue, «ine kräftigere -Richtung mit neuen Impulsen an die Leitung kommen wüivde." Reue firdstöße in Illgossalvien. PaMzeuen. — Ae Bevölkerulig kamplett lm {freien. Belgrad, 16. Feborvar. Heute früh wurden - im 3 entr um d es. v o rgest-rige n Erd b e he ns, in der Stadt L j u b i n j e, z w,e i y e u e Erd st o ß e verspürt, die, . obwchl sie- .nicht->annähernd die S'ütke der Erdstöße von Montag! erreichten, g r o tz e De r - w ü st u n g e n anrichteten: '2 4 Häufe r, die schon Montag schwer beschädigt wu-pden, 'sind heute ei ng e st!ü r z t. Der Schaden beträgt ün Ljubinje insgesamt dr e i Millionen Di Nay.. Die neuen Erdstöße haben in der herz-egowinischen Bevovkerung Panik hervorg-srnsen. Die EirRvohner haben neuerlich ihre Hä.usex-verlassen und kampieren unter freies Himmel. Die detaillierten Berichte - der heutigen Morgen^ blädter lassen die FoIge n-. des Er dbeb-e.n3 - ,to;e: Niger kata ft-.r o p h a l erscheinen, -cvls hie ersten Meldungen besagten. Die! Z aH i; der To de so. ps e r dürfte geringer sein.! v.: ’ i .: Auf eine oppositionelle flnfrage erklärte heute Ministerpräsident Usuno.vie in der.Skupfchtina, daß! Li«. Rchierung alle Maßnahmen ergriffen habe, um der von der EvdbebeMtastrophe getroffenen Bevölkerung ein« e r ste H il f.« zu gewähren. Der Ministerpräsident ftigte. hinzu, daß die im Ausland verbreiteten Gerüchte über den Umfang der Katastrophe glücklicherweise - st.a r k ü b e r t r i e b « r seien. . : :>>;::'! - d ^W»m»V»SW>PW»«DD» , «tat SatoinenfatoftroMie. FrfSno-Eiry (Kalifornien), IS, Februar. Ueber dev Bexg- ..werkssiedlung Big-Creek ging. gestern ein« Äawine nieder, durch die e l f P e r so n en ge t Stet und etwa zwsn« zig verletzt wurden. Drei Opfer werden noch vermiA