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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-12 · Heft 2859 (12.2.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2859 (12.2.1927)
Date
1927-02-12
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Leite 9 Wien. B:aikiw Wiener MorgenzeLtUNg \± F.-Hnrar 1927 Nr. 287.9 --* i=r~*.——---- dichten UmnfcftlicRun^pn: B a » in w o 11 § e w r b c in bestimmten 'Mv.ncnnu^on y.ir Schieiitn-.l-erzeiiaimg. auf Erhiu-bmÄckiein: E r i n d' A f r i <7 u e; Elektroden ron 5 .Hrlrgrnmni und ntoftr; fünft sicher K r y 0 l i t h: Js -e t % «e r uu'b E st -c r f ii r technische S >w e ck e Bei Feinblechen unter 0.3 Millimeter, Röhren mich Verbind» n g s st ü ck $ n aus nicht schmiediharcm Guß. RRiren ans -Schmiedeiseil, ist die Bchtimmung getroffen. daß dx' Aklivicrung der n-enen Zölle erst ents-vreck>en!d der Ausnathme dieser Produktionen auf Grund eines -Beschlusses des Hauptausischusses erfolgen soll. Erdö huMen der Zollsätze ent Kalt die Novelle für bearbeitete Feigen, gedleichte und entfettete Bau im wolle. Tülle, Spitz e n, plastische Gewebe, Wachstuch und Waren daraus, Waren aus Bein, Horn und anderen natürlichen Schnitz stoffen, Trockenipl-atten, RiHrenverdindun'gsisMck-en, Bleck)wa.ren., Schre>i.bsedern, nW. Federn, Zi-cE/bar,monikas, Fad r r adb esta ndte i l e, FaiwAeugmotoren und Bestandteile von Fahrzeugen. Für Auto mobile und Krastfahrräder sind an Stelle der kcmbinierten Gewichtsimd Wertzölle reine G e w i Eil s -z ö l l e vorgesehen. » In einer Pressekonferenz im Ackerbauministerium hob Minister für Land- und Forstwirtschaft Thaler hervor, die beantragten Agrarzölle seien weit niedriger als die der Tschechoslowakei und Deutschlands. Es solle eine M i t - tellinic zwischen den Schweizer, deutschen Und tschechoslowakischen Agrarzöllen geschaffen werden. Man sei sogar, um zu zeigen, daß man auf die konsumierende Bevölkerung Bedacht nehme, wesentlich unter diese Zollinie heruntergegangen. Den Agrariern handle es sich nicht darum, den Konsum wesentlich zu verteuern, sondern den Jnlandsmarkt zu erobern. Sektionschef Dr. Schüller fügte hinzu, daß es sich bei den vorgeschlagenen Jndustriezöllen um A da p t i erungen handle. Wesentliche Erhöhungen werden bei den in Betracht kommenden Jndustriezöllen nicht Platz greisen. Auf den Einiwand, daß bei den .HandelsvertragsverHandlungen mit der Tschechoslowakei die neuen Tarifsätze, da Oesterreich doch der schwächere Partner sei, Schwierigkeiten entstehen könnten, bemerkte Doktor Schüller: Unsere Position ist nicht so schwach. Sie besteht vor allem darin, was wir den anderen abkaufcn, und nn Abkaufen sind wir tüchtiger als die Tschechen. Irr zinsendienft -er Sakffe Kommune. 4p«ozentige Staatsbahnprioritäten. Laut einer in der „Wiener Zeitung" veröffentlichten Kundmachung der C a i s s e Commune des Porteurs dös Dettes publiques aulrichienne et hongroise, Paris, gelang der Kupon per l. Februar 1920 und der Kupon per 1. Februar 1927 von jenen tprozentigen Obligationen der Priv. österr.-ungar. Staatseisenbahn-Gesellschast vom Jahre 1900, deren Inhaber dem Prager Akkord beigetreten sind oder noch fristgerechtbei treten, ab 7. Februar 1927 mit je 10 fr anz ö fss ch e n Fr an c «.abzüglich l^prozentigen Inkassospesen bei der Allgemeinen österreichischen Boden-Credit-Anftall in Wien zur Einlösung. Der Termin für den Beitritt zum vorerwähnten Prager Akkord läuft bekanntlich am 0. Oktober 1927 ab. •# Nachdem im Herbst vorigen Jahres die Kupons 1926 für die im Prager Akkord ausgenommenen Stcgprioritäten honoriert worden sind, gelangt nunmehr der Kupon per 1. Februar 1927 und ein rückständiger Kupon, der vom 1. Februar 1920, der 4prozentigen Steg-Prioritäten, zur Einlösung. Die 4 pr 0 zentigen Stcg-Obligät i 011 c n vom Jahre 1900 lauten bekanntlich aus Francs und Mark, und es wurde für sie im Prager Akkord Zahlung in französischen Francs vereinbart, während für die 3prozentigen die Zahlung zu 27 Prozent in Gold erfolgt. Vor einiger Zeit hatten die Zprozentigen Steg-Prioritäten eine Aufwärtsbewegung an der Wiener, Prager und Berliner Börse zu verzeichnen, die u. a. damit begründet wurden, daß die Einlösung eines rückständigen Kupons im Zuge sei. Da nun zunächst dies für die Iprozentigen, auf Mark und Francs lautenden S.teg-Obligationen geschehen ist, so dürften jene Erwartungen demnächst wohl auch in Erfüllung gehen. Der Schirldenausglcich, der in Prag hinsichtlich der Steg-Obligationen getroffen wurde, kommt den Gläubigern ohne Unterschied der Nationalität zu. Es gelangen demnach in den Zinsengenuß auch österreichische Stog- Prioritäre, da es sich uw eine fundierte Schuld handelt und gemäß dem Friedensvertrage eine Differenzierung zwischen den Gläubigern bei fundierten Schulden unmöglich war. Fundierte Schuldtitres konnten aus diesem Grunde auch nicht, wie etwa die Renten, zur Abstempelung aufgerufen werden. Das hinderte freilich die zahlungsunwilligen Finanzverivaltungen, insbesondere die österreichische Finanzverwaltung nicht, die Frage der fundierten Schulden, sofernc sie allein oder fast ganz allein für den Zinsendienft aufzukommen hätten, wie z. B. bei der Elisabethbahn-Goldschuld oder bei den auf Silber lautenden Prioritäten der Rudolfsbahn und Borarlbergbahn ganz offen, d. h. die Kupons notleidend zu lassen. Es wurde hiefür die Begründung gewählt, daß das neue Österreich ische Gesetz weder Goldnoch Silberkronen kenne, das; also alle Metalffchulden vor deyi papierenen Gesetz-. gleich seren. Die Austvertungsspekulation in fundierten Schulden schöpfte jedoch ihre Kraft daraus, daß dieser Standpunkt sich auf die Dauer nicht werde aufrecht erhalten lassen, einer längeren Unterbrechung erfuhren vorgestern namentlich die auf Metall lautenden rein österreichischen Eiscnbahntitres durchwegs erhebliche Kurssteigerungen. Seinerzeit hatte die Reparalionskommission auf Betreiben der österreichischen Grsand-schail in Paris, die natürlich auf Weisung ihrer Negierung handelte, entschieden, daß bei den von Oesterreich zu übernehmenden altösterrcichischen, auf Silber lautenden Eisenbahntitres ein Gulden gleich zwei Papierkronen zu setzen sei. Es verlautet mm und darauf war die Steigerung der Silberprioritäten zurückzuführen — daß sich die deutschen Besitzer solcher Titres an die Neparationskommission mit dem Ansuchen gewendet haben, ihre Entscheidung einer Überprüfung zn unterziehen und zugunsten der Titresbesitzer abzuändern. Auswertung von Kausschilliugrrek-Htzpothekeu. Der Kleinrentner-Unterausschuß beriet gestern das Gesetz betreffend die Erhöhung bestimmter aus Liegenschaften sichergestellter Pfand so rder ungen. Als Grundlage der Diskussion diente eine Uebcrarbeitung des seinerzeitigen Antrages Dr. Angerer-Dr. Schumacher. Zu Beginn der Sitzung machte der Vorsitzende Dr. Angerer darauf aufmerksam, daß die Verordnung, die den Weg zur Erlangung der Lcibrentenaufwertung für alle mit dem Austvertungsanspruche ausgestatteten Personen näher regelt, in allernächster Zeit erscheinen werde. Hierauf brachten die Vertreter der Parteien verschiedene Wünsche zu dem in Beratung stehenden GesetzeMwurf vor. Abgeordneter Schiegl verlangte, es möge durch cine Bestimmung im Gesetze volle Sicherheit dafür geschaffen Norden, daß dieses Auftvertungsgesetz in keiner Weise, auch nicht im Wege irgendwelcher Rückwirkung, eine Durchlöcherung des Mieterschutzes herbeiführe. Abgeordneter H ölzl fand die Bestimmungen des Entwurfes insoserne puzu reichend, als er zu wenig Handhaben dafür biete, daß auch die A u s l ä n d e r, die ivährend der Inflationszeit um billiges Geld zahlreiche Realitäten gekauft haben, zu einer Aufwertung entsprechend herangezogcn werden. Obmann Dr. Angerer sprach sich vor allem dafür aus, daß die in Betracht kommenden Forderungen auch dann aufgewcrtet werden sollen, wenn sie bereits während der letzten Jahre nach dem NenMverte bezahlt oder durch gerichtlichen Erlag getilgt wurden. Er verlangte eine Zurück sch iebung des im Entwurf festgesetzten Termins vom 1. Jänner 1924 a u f s p ä i e st e n s 1. September 1922. Abgeordneter Tr. Schumacher regte schließlich an, daß entsprechend einem von den Abgeordneten Geister imfc> Ni cd ri st seinerzeit eingebrachten Anträge in den vorliegenden Gesetzentwurf Bestimmungen ausgenommen werden, die eine v e r c i n f a ch t c Lös ch u n g klein e r S ä tzp osten bis zum Betrage von 100.000 Kronen — ermöglichen. Der Vertreter der Regierung legte eine diesbezügliche Formulierung vor. . lieber die vorgebrachten Wünsche und -Vorschläge werden die einzelnen Parieiklubs Beratungen pflegen. Verband d. Zionisten-Revisionisten Oesterreichs Morgen Sonntag, den. 13. Februar 1927, VSU Uhr vorm., im großen Saale der „Scholle“, II., LiHenbrunngasse l ä Protest-Versammlung gegen Dr. Weizmanns Abmachungen betreffs der Erweiterung der Jewish Agency. Redner: Michael Gourary, Dr. Paul J. Diamant, rer. pol. Moses Lutzky. — Zionistische Gäste willkommen. iiBiflgiiiiiiiiiiBfliiiiiiiiiiHiiiiifligi Neue Usancen der Wiener Produktenbörse. In der letzten Kammersitzung der Wiener Produktenbörse wurden die nach mehr als zweijähriger Beratung im Ilsaneenausschuß. und in verschiedenen Sonderausschüssen unter Zuziehung von Experten aus den verschiedenen Branchekreisen entworfenen neuen B ö r s e n u f a rc e n, nach zustimmenden Aeußerungen der Land-wirtschaftskammer und der Handels- und Gewerbekammer, durch die Börsenlammcr beschlossen. Die neuen Börsenusancen werden nunmehr im Sinne der Börsengesetznovelle der Regierung zur Genehmigung unterbreitet und an einem von der Borsenkammer noch feshzusetzenden Tage in Kraft gesetzt werden. Polnische Sonderausstellung auf der Wiener Messe. Ans der Wiener Frühjahrsmesse 1927 (13.—20. März) findet eine große „polnische Sondcrausstcllung industrieller und landwirtschaftlicher Produkte" im Messcpalast statt, welche von der Oesterreichisch-Polnischen Handelskammer in Wien aus Grund einer Initiative der. „Bereinigung für die wirtschaftliche Expansion Polens" veranstaltet wird. In dieser Vereinigung sind sämtliche hervorragenden Vertreter des Wirtschaftslebens Polens sowie die zuständigen Ressort-Ministerien vertreten. Das Protekrora! der Ausstellung hat Minister des Aeußern Zaleski übernommen. Dem Ehrenkomitee gehören die zuständigen Rossortininiter und die Präsidenten der führenden industriellen und wirtchaftlichen Verbünde Polens an;'von'in Wien domizilierenden polnischen Persönlichkeilcn der Gesandte Dr. Bader, Graf Karl L a n c k 0 r 0 u f l i und d»r Präsident der vesterreichisch- Polnischen Handelslammer in Wien, Dr. v. Twardowski. Der Sekretär der Oosterreichisch-Polnischen Handeskammer in Wien, April I, fungiert als Ausstelliingskommissär. Oesterreichische Kredite für Rußland. Aus Leningrad wird ' berichtet: Die russisch-österreichische. Handelsgesellschuj. „Rusawstorg" hat in Leningrad die erste Fabrik für die inechaniche Berarbt'ilung voll Exporlsedern und -daunen in.Betrieb geetzt. Die Produltion der Fabrik soll nach Deutschland und Amerika ausgeführl tverden Der Vorsitzende der russischü st e r r e i ch t s ch c » Gesellschaft, Lander, der aus diesem Anlaß in Leningrad eingelrossen ist, machte den hiesige» WirrschastSlreiseit gegenüber die Mittcitnng, daß die österreichische Fndtistrie in diesem Fa In-.' neben den üblichen Warenkredilen einen B a r l r e d i t im Bet r a g e n n >t I M i 1 ft n 11 R n. b e l dem rnsüschen HandelSfnmmiisariar gewahrt habe. Ruhige Devlsennrelrtte. Die Devisenmärkte wiesen tzesieru geringen Verkehr auf und die Kursen zeigten gegen Donnerstag keine nennenswerten Veränderungen. Rur die Lira befestigte sich, allerdings in sehr geringem Maße: in Zürich erhöhte sich die Tevise Mailand voll 'J2.45 auf 1^2.4710. Devise Madrid setzte ihre Ansinärtsbewvgmrg (von 86.75 auf 87.40) fort. Weiterek Rückgang des Wcchseleskompts der Dcste f reichischen Nationalbank. Ter Wechscleskompte der Oesterrei-chischen Nationalbank ist in der ersten Februarwvche um rund 961.000 Schilling auf 57.8 Milkioneu Schilling zurückgegangen. Es zeigt sich, daß eine Fnansstr,lchnahme der Bank aivcl) bei einer Diskontrate voit 6 Prozent kaum stattfindet, da der Pribatdiskont bereits unter 5 gesunken ist. An dem Ausweis vom 7. Februar ist ferner die weitere Abnahme des Devisenschatzes um 8.5 auf 470.2 Millionen Schilling benicrkenswert, während der Goldschatz eine kleine Zunahme um 15.000 Schilling auf 63,567 Millionen zu verzeiichnen hat. Seit dem 31. Dezember 1926 hat sich der Deviscnschatz insgesamt tun etwas über 14 Millionen vernckndert. Die Verbindlichkeiten aus dem Giroverkehr haben sich in der Bericht-Woche um 30.5 auf 65.9 Millionen Schilling vern,ehrt. Ans den genannten Vcrändevnngcn resultiert eine Abttahme des effektiven Notenum UtrfcS um 39.16 auf 835.8 Millionen Schilling. Seit Ultimo 1926 ist der Notenumlauf von 947 auf 835.8 Millionen Schilling zurückgegangcn. Ermäßigung des Privatzinsfußes in der Tschechoslowakei. Wie aus P r a g gemeldet wird, sind die Kartellüanken, ohne den Beschluß der Tschechoslowakisd>en Nationalbane über eine Aenderung der Diskontrate abzuwarten, dahin übereingekommen, den Zinsfuß für Einlagen der Geldinstitute, Versicherungsanstalten und Genossenschaften ab 15. Februar um ein halbes Prozent herabzusetzen. Notierung der Gennßficheine der Nordbahn an lder Proper Börse. Laut KundmachunL der „Prager Börsenkammer hat das Finanzministerium bewilligt, daß die Oienußscheine der Nordbahn, und zwar ganze, halbe und fünftel, an? Inhaber lautend, an der hiesigen Börse notiert^ werden. Tie Einreihung in das offizielle Kursblatt erfolgt ab 14. Februar. Verschlechterung der Lage des tschcchaslowakischen Kohlenbergbaues. Aus Prag wird berichtet: Die Lage in der Kohlenindustrie wird nach Blättcrmcldungen vor: Tag zu. Tag sdllechtcr und gerät in ein kritisches Stadium. Im Ost rau er Revier feiern fast alle Betriebe zwei Tage in her Woche. Die Kohlenausüchr Loht Letig zurück^ und an eine Vermehrung des Kohlen- oder Koksbedarfes ist nicht zu denken. Man inuß sich auf eine Verschärfung der Krise im komiuenden Monat gefaßt machen und daraus vorbereitet sein, daß sie bis zur Zuckcrkampagne andaueni wird. Gründung' riner polnischen Spiritus-Exportorganifa« tion. Ans Wqar schau wird berichtet: Auf Anregung.der polnisdicn Regierung wurde i n einer im Warschauer Finanzministerium stattgeftcndeneu Konferenz der Vertreter der Spiritusinduftrie die Gründung einer Exportorganisation^ für das ganze Gebiet der polnischen Republik beschlössen. Eine neue Kabelfabrik in Polen. In maßgebenden polnischen Jndustriekreisen wird, wie aus Warschau gemeldet wird der Gedanke erwoLen, in Dolen eine. ne^re Kabelfabrik zu errichten. Es würde sich um ein Unternehmen größeren Umfanges handeln. Mit der Kabelfabrik, vormals Otto Bondh in Preßburg, wurden Verhandlungen abgeschlossen, derzusolge diese Fabrik dem neuen . Unternehmen ihre technischen Erfahrungen zur Verfügung , >' stellen wird. Auch wird sie sich mit Kapital betaillgen. In nächster Zeit soll eine Aktiengesellschaft mit einem Anfangskapital von 5 Millionen Zloth errichtet wer- , den, deren Aktien größtenteils polnische Staatsbürger über- ' nehmen werden. Der Rest wird der Kabelfabrik in Preßburg und anderen Interessenten gehören. Auch der Allgemeine Böhmische Bankverein, der mit der Kabelfabrit Bondh enge Beziehungen nnterhält, tmrd sich mit einer gewissen Quote beteiligen. Ausdehnung des deut^ch-eUlischen Lanfrelsvertrages auf - Palästina. Aus V e r l i n Wird uns gemeldet: Der deutscheugllsche Handelsvertrag vom 2. Dezember 1921 ist auf das Mandatsgebiet Palästina ausgedehnt worden. Die Erklärung über die Ausdehnung des Vertrages - ist unter dem Vorbehalt abgegeben und angenommen worden, daß das Deutsche Reich hinsichtlich der besonderen Ablinachungen, die Palästina in Uebereinstimmung mit Artikel 18 der Mändatsbestimmunaen für Palästina mit Syrien getroffen hat, oder die es auf Grund des Artikels 18 etwa in Zukunft treffen sollte, keine Rechte a us der Meistbegünstigungsklausel des Handelsvertrages in Anspruch nehmen 'wird. Die mit dieser Maßgabe erfolgende Ausdehnung des deutsch-englischen Handels-. und Schiffsiahrisverträges auf das Mandatsgebiet Palästina ist dm 2. Dezember 1926 wirksam geworden. Die Rivalität zwischen Triest «nd Hainburg. Aus Rom, 11. d. M., wird telegraphiert: Im „Giornale d'Jialia" wird ln emem Triester Bericht die Rivalität zwischen Tr je st und Hamburg besprochen, das Oesterreich und die Tschechoslowakei an sich zu ziehen suche. Es wird darin, u. a. über die geringen Handclsintercssen zwischen Triest und.dem übrigen Italien geklagt, wo inan die. Bedeutung des Triester Handelsverkehrs nicht begreife. Trotz oller Anstrengungen habe der Verkehr imTriester Hafen im Jahre 1926 um 12 Pr0ze nt ab gen0 >nm e n und im Dezember sei die Einfuhr in Triest um 22 Prozent geringer gelvescn als im Dezeiilber 1925. Die Presse gewisser Hauptstädte des. Hinterlandes übertreibe, wenn sie glaube, daß sich der Handel Europas von der Adria abgewendet habe. Regierung und Handelsfachleute müßten die einzelnen Glieder der .Handelskette, nämlich Eisenbahntarife, Manipul ttionsspesen, Zollgebühren usw. überprüfen und ■ eventuell auch Opfer im Interesse des Lebens der Benezia- Giulia nnd der italienischen Hoheit in der Adria bringen. Kontingentierung in der deutschckr Porzellanindnstl'.ie. Eiice nach Pertin einberufene Sitzimg von Vertretern der Porzellaninduftrie Bayerns, Schlesiens und anderer deutscher Prvduktionsgebiete soll, tvie wir hören, Verhandlungen tvegen eines Kontingentiernngsabkommens Innerhalb der deutschen Porzetlanindustrie führen, um dein Nachteil der bisherigerl Uenerproditktion ein Ende zu machen. An den Verhandlungen wird auch ein Vertreter der tschechoslowali'chen Ve'-','?s'a>lindttstriellett teilnehmen. Falls unter den dcntschen Produzenten eine Eiicigirng erzielt wird, solle«

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