Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2858 (11.2.1927)
- Date
- 1927-02-11
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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Kekk 8 W'on. Freitag WiMsr MsrgeirMr««s 11. FGruse E Nr. 8888 Zionistische Bezirkssektion Währing Samstag, den 12. Februar 1927, findet um ' ,9 Uhr abends im Festst*!« ck«s Währlnger Rathauses (XV) l!., Martinstr.100) eine fersammlunä statt. Tagesordnung: DW AUftai! PaläSffltaS Redner: Oberrabblner Df« H. P. Cftajas, Df« Nahum doldmann (Berlin). Sonntag, denlZ. Februar 1927, um '/,11 Ur vormittags im triä-KIno (XVIII., Währingerstr. 123) Vorführung des neuesten Palästinafilms «RhMarlaai Palästina“ Ansprache Frau Dr. Nadja Stein. Aufnahme von Anleihen jjibt. Andererseits ist zu erwägen, daß der gegenwärtige WiriischLststziiistcm'd Wiens eine weitere Velastung der erwerbenden BevöHkerung durch Stenern nicht mehr möglich macht und das;, gesetzt den Fall, die Argumentativ mit der Prä-smnption Künftiger Steuern durch Anleihen ivare rickitig, wenigstens eure Atempause für dir Wiener Bevölkerung möAich wird dis zu dom Zeitpunkt, da ihre Wirtlschastslage sich bessert. Nun scheint aber die ganze Finanzpolitik Wiens — im Gegensatz zu der Finanzipoliltik der -bereits erwähnten zwei GroMädte — daraus gerichtet zu sein, die Privatwirtschaft durch den Steuerdruck sozusagen adzuüvÄrgen. Denn von den Steuern werden nicht nur produktive Investitionen durch die Gomelnide Wien gemacht, sondern zum vorwiegenden Teile solche, denen diese Bezeichnung beim besten Willen nicht zukommen kann. Die WohwbauPoKtl-k der Gonieind? Wien kost^ einen großen Teil der lokalen SteuereingärWe und schasist nnpwditktrven, ertnvgslosen Gemvindebesitz, der eigentlich nur zu Pa r te«i gw e ck e n ausgemihi wird. Nun hat allerdings in der letzten Zeit die städtische Finanzverwaltunig sich imimer darüder beklagt, daß sie, sowie sie nur im entferntesten an, das Problem einer Anleihe rührt, gegen eine Unzahl van Wi>derständen zu kämpfen hat, die angeblich von Wien aus' geschürt werden; sie unterschiM dieser angeblichen Hetze parteipo?iti!sche Motive. In. Wirklichkeit aber sicht die Sache anders aus: Die Gemvinde Wien hat alte AnlHihckLrpftichtumgerr mit Benützung des Jnslatiousgrmrdsatzeö „Krone ist Krone" erledigt, wahrend die Investitionen, die sie aars diesen Anleihen gemacht hat, in keiner Weise in Substanz and Wert gmmndort wurden. Die Gläubiger der alten Jnvestitionsanleihen befinden fßch zumeist vm Ausland und sind nicht geneigt, den von der Gemeinde Wien vertretenen Juflativinsgrundsatz zu a^eptieren. Hier ist der Hebel nnzuis-rtzen: Die Gsmeinds Wien nruß erst mit der alten Jnvestitionscmleihe aus der Basis einer verminftigen, den KapitalisterungsverilMnissen Rechnung tragenden Erfiillung ihrer Verpflichtungen zu Ende kommen, dann wird sich ihr der Anleihemarkt willig öffnen. Es gibt nur zwei Wirtschaftsorganisationen in .Europa, welche, ihre Anleiheschulden nach dieser nithilistiMn Me-tlhode beihnndein: das bolschewistische Rußland und dve Gomieünde Wien. Wendet sich die Gemeinde Wien von der bisher geübten Methode ab, so wird sie, wenn ihre Finanzverwaltung wirklich im Ernst daran denken würde, die Lasten der Wiener Steuerträger durch Anleihen wenigstens vorübergehend zu lindern, Wer die Möglichkeit dazu haben. Ser novellierte österreichische SoOtorif. In den allernächsten Tagen wird, wie Buildeskanzler Dr. Seipel in einem Vortrag in der Handelskammer nntteilte, die Regierung den Entwurf zu einer Novelle zum autonomen Zolltarif vorlegen, in dein es neben eitrigen Ermäßigungen auch eine größere Zahl von Steigerungen der Zollansätze gibt. Dr. Seipel verteidigte die Regierung gegen etwaige An würfe, als ob Oesterreich zum Hochschutzzollsystem übergehen wolle, während es doch nur wegeu den Erfahrungen, die die verschiedenen Wirtschaftsgruppen gemacht haben, diesen Weg gehen müsse. Das sei aber nichts anderes als ein Weg zum Ausgleich, zur Abwehr von Gefahren, unter denen die österreichische Wirtschaft stehe. Für heute sind die landwirtschaftlichen Häuptkörperschasten zur Begutachtung der Zolltarisnovelle einberufen. Auch die Industrie hat sich bereits sehr eingehend mit der Zollfrage beschäftigt. Bis zur Ratifizierung des neuen Zolltarifes durch das Parlament ist aber noch ein ziemlich weiter Weg. Ob seilte Ausnnrkilngen in naher Zukunft überhaupt werden eintreteu können, ist mehr als fraglich, da, wie bekannt, die meisten Zollpositionen durch Handelsverträge gebunden lind. Herabsetzung der LlrkoiNsatzer tu Vale«. Warschau, 10. Februar. Von movgen, den 11. Februar ab setzt die Bank von Polen den Diskontsatz von WA auf 0% herab. Vom gleichen Tage an wird ber Zinssatz für Anlevhen von 11 auf XQA% -ermäßigt. (Der Diskon-tfatz der Pank von- Polen ist noch immer, der höchste in der ganzen Welt. — Die Red.) Mo miUeleurrvstifcher VrauinNell t W>.? der ..Berliner Lolalanzeiiger" berichtet, sollen Mischen den identischen, österreichischen und tsch-echischen großen Brauergciielvsrhaften DerhaMuwgen im GanM sein mft dem Ziel, das nriftelenropäische Brauwüscn zu kartellieren. An den Berhandlu-ntgen nehmen zunäckst hi« Grazer und österreichischen Verei'Nsbrauereien teil. Die bclhmischen Brauereien von Vudweis rlnd Piffen stehen dem Plan einer KartellbiDung nicht fern. In im-terriHteten Kreisen erwartet man in Kürze den Mschlutz der Derhandlunyen. Die Mindeftstener der protokollierten Firmen. Das Finanzministerium hat eine Verfügung erlassen, wonach die Bestimmungen bezüglich der Erleichterung der Mindestst e u e r für protokollierte Firmen, die für das Jahr 1684/25 gegolten haben, unverändert auch für das Steuerjahr 1926 anzuwenden sind. Damit sind die Bemühungen des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft und des Hauptverbandes der österreichischen Kaufmannschaft, bezüglich der 420-Schilling-Grenze auch für das Jahr 1926 einen erträglichen Zustand für minder leistungsfähige Firmen herbeizuführen, zu einem Erfolg gelang!. Es würde demnach denjenigen protokollierten Firmen, deren schlüsselmäßige Steuer im Jahre 1926 nicht mehr als 250 Schilling beträgt, über einfaches Ansuchen .die Differenz auf den Betrag von 420 Schilling ab ge schrieben werden, während Firmen, die fasstonsgemäß weniger als 420 Schilling, aber mehr als 250 Schilling zu zahlen hätten, das Ansuchen besonders begründen müßten. Die Gebühren an der Warenbörse. In wUwüiser Aväuderung der Kundmachung Nr. 574 vom 16. Dezember 1926 über die Gebühren der Warenseltion an der Wiener Börse für daö Jahr 1627 wird durch Verordnung der Wiener Bvrsemammer bestimmt: Für die Durchführung eines öffentlichen Verkaufes, welcher an der Wiener Warenbörse angeküichlgt wird, ist eine Gelbuhr zu entrichten, welche «ach der Höhe des erzielten Verkaufserlöses bemessen wird, und zwar sitw zu cntrichrcn: für einen den Betrag von S. 10.000 nicht übersteigenden Verkaufserlös 6.5 Prozent, für den weiteren Betrag über <5; 10.000 bis <3. 80.000 0.4 Prozent, für den weiteren Betrag . über S. 30.000 OL'Prozent. Die Gebühr ist vom Verkäufer zn tragen und durch lden Sensal einzuhebon. Sie wird mit der Erteilung des Zuschlages fällig. FürsorgeabgLbe von den Provisionen auswärtiger Agenten. Laut Gesetz vont 16. Oktober 1925 fließt die Fürsorgeävgaibe von den Bezügen eines Provisionsagenten, wenn der Sitz des Unternehmers außerhalb Wiens in Oesterreich liegt, dann der Gemeinde zu, rve-nn der Wohnsitz des Provisionsagen-ren, von dem aus er feine Vermittlungstätigkeit entfaltet, in Wien gelegen ist. Im Interesse eines, für die auswärtigen Abgabepflichtigen und die Wiener Bemessungsbehörd« möglichst einfachen Vorganges hat der Wiener Magistrat daher folgende Regelung getroffen: Die Abrechnungen der abgabepfl-rchrigon Lohnbez>ÜM von in Wien wohnhaften Provifionsagenten . solcher abgabepflichtiger Unternehmer, die außerhalb Wiens, aber in Oesterreich ihr Unternehmen betreibensind bei der Fachrechnungsabteilung 2e in Wien, 1. Bez., Neues Rathaus, 2. Stück, Tür 2Y, zu überreichen und . die Abgabe bei der RechnungSäbreilung 2 c ebenda einzuzah-, len. Als Bemessungsbehörde hat die Magistratsabteilung 6 zu fungieren. Beschleunigung der Warentransporte nach Triest. Aus T r i est wird berichtet: Die Grenzmanipulationen bei Warensendungen Hach Triest »oerden künftighin nur in Triest umcr Ausschaltung von Pontebba durchgeführt werden, wodurch eine 24stündige Verringerung der Laufzeit der Waggons aus Oesterreich und 'dem übrigen Hinterland nach Triest erreicht wird. Schwierigkeiten der österreichischen Brückenbauiudustrie. Der Verband der österreichischen Maschinenindustrie entsandte gestern , eine Abordnung zum Bundeskanzler, die ihm die Schwierigkeiten darlegen sollte, unter denen namens lich die österreichische Brückenbani ndustrie leidet. Die Deputation verwies traust daß der Neubau oder Umbau der Reichsbrücke seit langem als eine Notwendigkeir empfunden werde. Wenn dieser Neubau oder Umbau ehestens in Angriff genommen würde, könnte die Brückenbauindustrie mit vielen Arbeitskräften durch die Zeit von mehreren Jahren Beschäftigung finten; Der Bundeskanzler bemerkte, daß im Bundesvoranschlag für-1987 für einen Umbau der Reichsbrücke keine Aufwendungen vorgesehen sind. Demgegenüber machre Ne Abordnung aufmerksam, daß sich die erforderlichen Mittel auf mehrere Jahre verteilen ließen. Außerdem könnten für di« Ä-ufhrmgung der Mittel auch die österreichischen Bundesbahnen und die Gemeinde Wien herangezogsn werden. Einführung dtr Bodeukreditaktien an der Berliner Börse. Wie „Die Neue Wirtschafthört, beabsichtigt die Bodenkreditanstalt ihre Aktien an der Berliner Börse einguführen. Dieser Entschluß dürfte damit zusanmienhängen, daß die Unionbankattien seit langem in Berlin notieren, so daß der Umtaüsch der Unionbankaktien gegen Bodenkreditaknen den Gedanken nahelegt, auch die letzteren an der Berliner Börse einzuführen. Angeblich hqt Präsident Doktor Sieghart, der vorige Woche in Berlin war, sich dort mit dieser Angelegenheit befaßt. Insolvenzen. Der Konkurs wurde eröffnet über die Firma Frankl u. Schaffer, Wien, 2. Bez^ Praterftr. 42. — Das Ausgleichsverfahren wurde eirrgeleiket fle«, gen Philipp Fried, Inhaber der Firma C. Banhegyi, Wien, 6. Bez„ Mariahilferstraße 98; Gebrüder Pollitzer. Wien. 1. Bez., Bauernmarkt v—L; Firma Jakckb Krug, Wen, 6. Bez., Einsiedlergasse 86; sitosa MenkeS, Delikatessenhandlung, Wien, 4. Bez., Weyringergasse 17. Steigerung der Lira. Die (übrigens recht vagen) Erklärungen des italiemfchm Finanzministers Bolpi, wonach die Lira repalorisiert werden solle, wurden gestern auf deit Märkten von einer Stützungsaktion für die Lira begleitet, die den Erfolg hatte,. daß Devise Mailand auf den internationalen Plätzen um zivka IM Prozent stieg; in Zürich hob sich der Lirakllrs von *2,15 auf 22.60. In den übrigen Devisen herrschte geringe Bewegung. Der Leu ist schwächer (3.90 Parität Zürich gegen 2.93 am Mittwoch). Dollar (520.0BK) und Schilling (7(5.28?*) lieg-en fester. Französischer Franc und Peseta sind im wefenmchen u-nverä»»dert.... Ein russisches Getreidetager für Oesterreich in Benedis? In Rom finden derzeit Verhandlungen statt, um in Venedig ein russisches Getreidclagcr zu errichten. Von Venedig ans sollen rann die südlichen Teile Mitteleuropas. tnSbejonder« auch Oesterrerch, nm russischem G:tre»de beliefert werden. Arndevung der Vorschriften über baS AuSsleichSvrrfahrtn in Polen. Ans Warschau wird uns berichtet: Das Finanzministerium arbeitet gegenwärtig an dem Entwurf einer Verordnung, Durch -die die derzeitigen Bestimmungen über die Einleitung und die Durchführung des Ausgleichsvertrages ge« ändert werden sollen. Auf Grund der gegenwärtig geltenden Be-stimmnngen wird vaS Ausgleichsverfahren bekanntlich nur dann ein^eleitet, wenn alle Gläubiger sich damit einverstanden erklären. Nun sollen die Bestimmungen dahin geändert werden, daß das Ausgleichsverfahren eingeleitet werden kann, wenn sich 76 Prozent der Gläubiger mit dem Ausgleich einverstanden erklären. Die restlichen 25 Prozent können dann gegen ihren Willen zum Ausgleich gezkvungen tverden. Der polnische Finanzrat. Aus Warschau wird gemeldet: Der Ministerrat hat beschlossen, dem Präsidenten der Republik die Ernennung fohlender Personen zu Mitgliedern des FinanzrateS anzuempfehlen: TadeuSg Epstein, Präsident der Handels« und Gewerbekammer in Krakau, Wlal^hSlaw Lhpacewicz, Abgeordneter Jan Stecki, Senator Wa« claw Fajans, DirÄtor der Allgemeinen Dank in Warschau, Holynski, Vizedirektor des Zentralverbandes der Jndustriellen, Georg Michalski, ehemaliger Finanzminister, Da. nie! Groß, Advokat in Biala, Adam Kryzanowski, Universitärsprofeffor in Krakau, Felix Mlynarski, Vizedirek. tor der Bank Polski, WladiSlaw Jezierski, ehemaliger Di« rektot der Russisch-asiatischen Bank. Neue Ablieferungsfristen für Exportdevlsen in Polen. AuS Warschau wird uns geschrieben: Im letzten Amtsblatt ist eine Verordnung des Finanzministers erschienen, die neue AblieferungSfristeu für Exportdevisen festfctzt. Danach bleibt die dreimonatliche Ablieferungsfrist nur für Holz« Produkte und alle nicht besonders aufgezählten Artikel bestehen, während ssic den Export von Naphthaprodukten eine zweimonatliche Ablieferungsfrist und für den Export von Getreide, Eier und Schweinen eine cl.ninona tliche Ablieferungsfrist für Exporrbevisen sestgesetz» wurde. Bor einer Erhöhung der niederländischen Bankratc? Nach einem Bericht des „Tclegraaf" hat infolge des GoldabsluslseS aus den Nrederlanden die Position der Neederlaud'fchen Bank im letzten Monat eine derartige Schwächung erfahren, daß nach Ausfassung des Blatics, falls sich die Verhältnisse am Wechselmarkt nicht bald ändern uno die Stützung der Reederland"schen Bank künftig :n demselben Maße wie bisher erfolgen muh» eine Erhöhung des Wechseldiskonts unumgänglich norwendig sei, zumal vorläufig eine Diskontermäßigung m London oder Newtiark nicht zu erwarten sei. Ferner werde die große Aktivität des Amsterdamer E m i s sio n s markt'es unrer Diesen Umständen zu einer Erhöhung des Diskonts beitragen, da die zahlreichen in den Niederlanden aufgelegten Anleihen erhebliche Kapitalabwanderungen zur Folge haben und die niederländische Zahlungsbilanz hierdurch ungünstig beeinflußt werde. Der Ausweis der Bank von Frankreich weist eine Verminderung der neuen Vorschüsse an den Staat um 900 Mlll. auf 81 Milliarden und eine Zunahme Des BaNknorenumlaufes um 17,000.000 auf 52,648 Millionen auf. Die Portefeuillebestände haben sich um 1 Milliarde aus 8,2 Milliarden vermindert. Die diversen Aktiven vermehrten sich um 1.3 Milliarden auf 8,15 Millrarden. wahrend die diversen Passiven . um 927 Millionen auf 1,087 Mill. zurückgingen. Russland will polnische Textilwaren nach dem fernen Oste» bringen. Aus Warschau wird uns geschrieben: Die fo-vjet-' russische Handelsvertretung in Warschau unterbreitete den L o d z e r Tcrtilin-dustriellen den Bovschlag der Gründung einer gemischten poln i sch-sowjetrussischen Exportgesellschaft für Lodz er Manufaktur« erzeugnifse nach dem nahen und fernen Osten. Wie verlautet, beabsichtigt Sowsetrutzland die gegenwärtige günstige Situation in dem Siime auszunützen, um den englischen Export von Textilwaren nach China, Japan, der MandischurSl uud dem ferner: Osten überhaupt aus seiner Position zu verdrängen. Das sow;etrufsischo Angebot hat in Lodzer Jndustriellenkreisen berechtigtes Aussehen erregt und dürste zweifellos angenommen werden. Meoer Börse. Leicht belebt. — Etwas gebessert. Die Börse erösfnete wohl mit.geringem Geschäftsverkehr» doch in etwas freundlicherer Stimmung, die einigen Kulissenpapieren kleine Besserungen brachte. Später belebten einige ungarische, Pariser und Schweizer Käufe das Geschäft etwas, und in der Kulisse erzielten Staatsbahn, Länderbank, Semperit, Felten, Rima, Trisailer Steigerungen; dagegen tvaren die beiden Südbcrhnwerte schwächer. Im Schranken, dessen Verkehr sich etwas belebte, lagen insbesondere Montamverte besser. Der Rontenmarkt verharrte in seiner Stagnation, die Kurse änderten sich kaum merklich. Recht lebhaft war der Anlagemarkt. Iw Stellagenverkehr erfolgten keine Notierungen. Quoten: Franz-Josef-Bahn-Prioritäten 3.2b, Nordwest-- bahn-Prioritäten 0.45, 1866-Novdbahn-Prioritäten 0.75, : 1887* Nordbahn-Prtoritäten 2.50 Geld, Franz-Josef-Bahn-Priorltätev 3.75, Oesterreichische Lokalbahn-Prioritäten 1.90, 4prozentisst Nordweftbahn-Prioritäten 3.50 Geld, 5prozentige Nordwestbahn- Prioritäten 8.— Geld. Exoten: Mraznica 2.70. Kaf saku r ser Bankverein 13.—, Bodencredit 21.46. Änglobank 7.35, Kroat. EScompte 13.—, Ungar. ESeompto 6.—, Länderbank 16.15, Ungar. Jtal. Bank 3.50, Unionbank 6.50 Döhm. Unionbank 73.-7-, Berkehrsbank 3.40, Ungar. Credit 98.50, Escompteges., nied.-öfterr. 27.30, Nationalbank 877.—, Nordbahn 1016.—, Staatseisenbahngef. 4S.—, Corn Karl —D8 Solo (fr. Helios) 202.—, Siemens 21.76, Oesterr. Telephoi 13.60, Drauland 38.—, Trisailer 53.—, Ung. allg. Kohle 548.—, tzrikanyer 172.5V, Bechert Schrauben 75.—, Heid Mafcl. l.80, Lokomptiv Sigl 11.75, Poldihütte 114.—, Schoeller Stah 2.15, Oesterr. Waffen 6 20, Austria Email 21.—, Ungar. Hof Herr 22.—, Lampen Ditmar 182.50, Rima 106.50, Waagner 11.60, Lehkam 15.25, Neusiedler 231.—, Karpathen 39.50. Semperit 19.90. . Wiener Biehmiirkte. Iungvi eh m a ri t. Aumctrichrn wurden: Kälber, leb., 32, Weide »er 2568, Schweine, Weidcner, 1805, Schafe, Weidcner. 87, Lämuier. Weidener, 96. ES m*