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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-11 · Heft 2858 (11.2.1927) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2858 (11.2.1927)
Date
1927-02-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1 Polen: 25 groszy 1 Wien. Eum Abholen indes Expedition, 11.. Taborstr 1-8 oder meinerVerschleiÖstell« (Trafik) monatl.ö Schilling Straßenverkauf in Wie» durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I.. Wollzeile 11 Mit kostversand für Wien Und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho Slowakei: Mon K 22 Jugoslawien: Mon. Din 60 Polen: Mon. ß Zloty Deutschland: Mon. Gm.4. Frankreich, Belgien: Mon. Ffcs. 35 J DM ANS KRUZV SÜSEÄlI orgemettung »ob«an «flaeo oo> Pieis* rhtthoovet »or eHaltert Är.?85* Me», ^rei a», 111 Sebrui** 1927 (9. Mar 5687). | Prcls aO ö l England: Mon. 4 Schi Hing Italien Monat) 20 Lire ßnmänien: Mon. 170Lei Bulgarien: Mon.1001-ewa. Schweiz und das Übrige Ausland monatlich Frcs. b Redaktion, Administration: Wien, II., Tuborstr. I Telephon: 44-0-88, 43-8-10 Ab 6 Ohr abend& Tele* phon Nr 81-0 86 u. 31 209 Vll., fjerchenle'dei>traße 1 (Druckerei « nva") Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr 150 693 9. anftwim Im vcbatthnettcit Teil enthaltene entgeltliche MtlteUnngen sind durch ein vorangefeyteS E gekennzeichnet. E. & T Piowoii's Winter Spezialitäten weiße utt^ braune Gansleberwüiste. geselchte Oansbrflste und Bügel, Bratwürstel ii. Augsburger, Zungenpreßkopf sind wieder in allen unsere" 662 Verkaufsstellen tägtich frisch zu haben. Sie Rr olittion in Portugal untek-rilltt. Paris, 10. Februar. Die portugiesische Gesandtschaft veröffentlicht ein Telegramm des Außenministers, das von Lissabon 1 Uhr früh datiert ist und besagt: Die Revolution ist unterdrückt. Die Aufständische« haben sich ergeben. Die im Marinearstnal verschanzt gewesenen .Aufständischen, sind entflohen. Der Kreuzer „C a r v a l h o A r « u j o", der gestern g.meutert hat, ist durch die Batterien des Forts Anto do Deique zum Schweigen gebracht worden und hat die w e i sz e F l a g g e gehißt. Die Bemannung hat sich auf einen im Tejo verankerten deutschen Dampfer begeben. Den letzten Meldung n aus Lissabon zufolge wurde das M a r i n e a r se n a l gestern spät.^abend nach einem 44 Stunden dauernden Angriff von den Regierungstruppen eingenommen. Wählend der, . Be-- lagerung:b:sstArsenals wurde.die A t a dt-da u e.rn'd v o P Art i llerre und Maschinengew ehren beschossen../Ein Regierungsslugzeüg stchchrst.-drei- Bomben ab. ' , . , '• ' .'" . / Bei den Kämpfen sind zahlreiche M e n s ch e n u m - gekommen. Der Materialschaden ist ungkj« h e u-e r. Feuerwehr und das Rote Kreuz bemühen sich, aus den eingestürzten Häusern Leichen zu bergen. Ein: der schönften und modernsten Viertel der-Stadt, der Brasilianische Platz rmd der P"atz Rio de Janeiro, ist besonders stark verwüstet worden. Heute früh wurde der Verkehr in den Straßen zum T ei l wieder a u f g e u o m m e n. Re Srhebnno iv Shile. Rücktritt der Regierung. Santiago de Chile, 10, Februar, Das Ministerium Maximiliano Jban.ez ist zutückgetreten. Oberst Cirlos Jbamtz, der bitsterige Kriegsminister, ist mit der Bildung dds neuen Kabinetts beauftragt worden. Wie' letzt bekannt wird, war von jungen Offizieren eine reaktionäre Verschwörung.entdeckt wor' an, deren Fäden in den Händen einiger,'Admirale un> Generäl zusammenliefem Der Kriegsminister, Oberst Jbanez, verlangte darauf von dem Präsidenten der Republik die Entlassung von vier Admirälen und den Rücktritt des Kabinetts. Hauptgrund der Unzufriedenheit ist das Verhalten der Regierung in' dem StreitemitP e rü um die B e z i r ke i von Tacha' und Aricä. Die Oesfmtli.lMt wirft der Negierung in dieser Streitfrage all zu große Nachgiebigkeit vor, w-il ff: einen Schiedsspruch d:r Bereinigten Staaten in dieser Streitfrage angenommen hat. Ser Selkamvl In MeM. AompromitzverhavWvgen der merlkanWev 7^lerung. . New Jork, 10. FcHruar. Die m-eM'ffmische Regierung hat ihren N-ctll'.s'berat'sr, Francisco Namarez,. wtch N«w Movk entiserOot, mn mit den amerik-an i s ch e n .'O e l i n t -e r -e s 's e n t e n Wer ‘ die Mvebenben Fragen zu verhnn<d e l n. Namarez .ist. wie bekannt wird, hauptsächlich aus Betreiben her Sin-clair- Gru'pye en'.ist.M. word-en. Man erhofft, daß diese DerhandlnUtzön ein Kompromiß arrbahnen werden. Sein Krieg um Schanghai. krilllkunsell khamderlaius im UnteihLUg. London, 10. Fabruar. Im Unt-orhvus wurde heute der Antrag dcr Arbeiterparön, die nach China unterwegs befind stichelt T r u P P e n f o f o r t z u r ii ckzuberufen, in Beratung gezogen. Außer/.ninister C h a m b e r l a i n erklärte, die Enlsen'dur.g englischer Truppen nach China sei auf Grund der Mitteilung der englischen Diplomatie in China erfolgt, wonach die in Schanghai befindlichen Stvribkräste zur VertcDigunB der Konzessionen ungenügend so: en. Hi: »sichtlich der Amvi'erHfft der Truppen in Schanghai wiüss? sich die Ncgieruri-z das Recht Vorbehalten, die zum Schutze i'hrer St-aatsangehörigen erforderlichen Maßnahmen zu evgrc.ifen. Dör englischen Truppen würden in Hongkong kongrnLvrart und Tischen we:»de un^rrzüglich davon versiäud':.Zt werden. Ct-acr üerlla>:n sprach die Hoffnung aus, daß d^r F r i e de «rihaltön blei'be. Ser Antrag vrn Metka. M UNS Hev.WS. Jerusalem, 9. Fcibruar. Dre'Negiecang des Hodschas dcr- . öffeluucht jetzt Leu L'exi de s B e r l r uge s. .er in Var- . auSstcht des Lommerrden Konflikts mit dem Miriam Jachia schon 21. -OrtoLer- 1W3 von dem-'Sejid voü'Ästr H a s-s a Ü'Z'b n -Hlli el Id risse, m-rr.Jb-n Saud geschlossen wurde. Er - besiä.igt rie-.-Gerüchte über drei U n t'.e r w c.r f-u n g. As i r s tt n t-e t iva'MP-ro t e k t o rat - de's- Wa-hu b! t en s ulrans. Der Vertr-asz-best'mmt: - 1. El Jvrifse erlenn:- an, 'daß die- Eobret-e, die im Vertrage'von 1326 (1921) beschriebcn sind und sich damals unter der Herrschaft el I risies befanLen. jetzt unter der Herrschaft des Sultans von Hedschas (also Jbn Caud-s) stohen. 2. Der Imam von Astr verpflichte: sich, in keine politischen Verhandlungen mit irgendelNer Negierung einZutreten, wenn nicht der KLnig des Hedschas seine Zustimmung dazu erteilt hat. - 3. Der-Jmam von Asir har kein N«cht, ohne Sic Zustimmung des Königs von Hedschas den Krieg zu erklären oder Frieden zu schließen. 4. Der Imam von Asir Lars auf keinen Teil des Gclbietes von Affr Verzicht leisten. 6. Der König des HedschaS erkennt die gegenwärtige Herrschaft teS Imams von Llsir in den unter 1..aufgeführten Grenzen auf Lebgeiten an und nach .seinem Tode die derjenigen Person, über die sich die Jhrisscs und die -sonstigen Mach.Hader, die zu seiner Dynastie gehören, verständigen werden. 6. Der König des Hedschas erkennt an. daß die i n n e re Verwaltung von Afir wie Ernennungen und Entlassungen usw. in den Händen.des JmamS von Wr liegen soll, wo- , bei je> och die Gesetze den Forderungen der Ne'igion entsprechen sollen, wie es in beiden Ländern der Fall ist. 7. Der König des HeÄschaS verpflichtet sich. A s i r g e g e v jeden Angriff zu schützen, und zwar nach-einem Nebereinkommen. das zwischen beiden Seiten je nach der Sachlage aibgeschlosien werden soll. Dieser' Vertrag, der ..Verirag von Mevka" genannt wird, wurde von A ch m e d S ch e t ife l'Se n u ss i als Zeuge unterzeichnet. Er zeigt, daß Ihn Sä-ud von den Engländ e r n v i e l g e l e r n t hat. Jedenfalls ist der Inhalt gang i,n englischen Stil formulier:. Die el J'risseS hoffen durch diesen'Verzicht auf ihre> Unabhängigkeit sich wenigstens eine , gewi sse Autonomie z »retten und der völligen Be- , seitigung'ihrer Dynastie durch den Imam Jachia von Jemen zu entgehen. - Lemonftkat on xegen Mnffollui lm Serlchtr« laal. Ein Zwischenfall In Paris. ' Paris, 10. FGrw)r. In dcm Progirß'«ogen den ' kommunistischen Mgcordn^en V a i l -l a r d - Couturier, der in ei'ncm ArtVel die Attentate aus Mussolini verherrlicht Halle, ereignete sich bei der Z r^oneiwernet^ne ein Jwischenfall. Ein Zenge, drr dem kommuMtüsHen GiWeMchaftSöund arsgshort,. ries D'w Besprechungen zwischen dem englischen Dr-kegwilen O Maley und dem chmesischrn Außenmrnistsr Tfchen fo?:» wsrdir li.i'grnommen und es sei ein Uebev:inkommen üb.ir di>r Kongession in Schanghai erzrr.lt wov.cn. Diese gegenwärtig von einrr chm:ffsch:n Kommission tetc Konzcss'on werde drm englischen Stab trat zi'/.ückg^.',:ben werden, dsr sie scincrsc'Ls an die englisch-chinesische Verwaltung abtrsten werde. LWrenLen ln vrr Weitersartel. London, 10. F'.üruar. In d r engliii'chen ArSc-iterpartei ist bcL'i'fflich der Ch i n a - F r a g-e eine e r n st - l i che Spaltung zu verzeichnen. Die Resolution, die die Partei H ute d m Unterha: »?: unterbreiten wird nrd worin die Entsendung von Truppen nach China bctflcgt wird, ist in der Parteivcvsa-mnung bloß mit 39 gegen 3 7 S i i m m e n angenommen worden. 6:t seiner Vernehmung: ,,M u ss o l i n i ist ein Mörder!" Ms er aus dem Saale gewiesen wurde, weig:r!e sich der Vertc-id'g.'r, der Si-tzurg läe^>:r Heizu- ^wohnen, 'da die persönliche Freiheit des Zeigen beschränkt worden sei. Des Uviei-l wird erst.in einer Woche Lekamitgegeben werden. , Ler AbMmMchwkydek. EoolkSge rns'ji nene Vorsthlage. Wach'n^tm, 10. Februar. P äsident Coolidge hat an den Kongrest eine Botschaft gerichtet, in der er erklärt, daß der Augenblick gekommen sei, einen neuen Versuch zur E i n sch r ä n k u n g d e r R ü st u n g e n z u r.S e e zu unter» nehmen. Cs sei die Absicht des Präsidenten, durch dre amerikanischen Vot'chaster bei den in Frage kommende« Mächten ein M c m o r a n d u m überreichen zu lassen, worin seine Ansichten niederge7egt seien. Na:st Ansicht Coolrdges könnte die von ihm vorgesch7agene neue Abrüstungskonferenz Ende März in Genf zusammentreten. Die Konferenz soll sich mit der Ernststränkung der Rüstungen zur. See besasson, doch soll der Schlüsiel 5:3 für England, die Vereinigten Siaaten und Japan bei Kriegsschiffbaute« beibehalten werden. SrnnTtäl® Bereits elngeiadm. Paris, 10. Februar. Vrtand empfing heute den amerikanischen Botschafter Herrick, der ihm im Aufträge seiner Regierung ein Memorandum ü'ieeeel.stte, worin Frankeeich zur Teiluahme an einer neuen Marineabrüstungskonferen z ein geladen wird. Uin ähnlicher Schritt stecht bei allen Negierungen bevor, die sich an der ersten Washingtoner Konferenz beteiligt haben. Als Konserenzo.t kommt wiederum Washington in Betracht. Llachr en der Industrie. Vwitncr will die WohnLcLisiuritLr für JlgLrrikeu erhöhen. Die letzte Protesterklärung des Wier.er Jndustriellenverbandes gegen die Sieuerpo.iUk des Wiener Rathauses scheint dort arg verstimmt zu haben. In der „Neuen Wirt-- schaft", einer, den So'iaidemokraten nahestehc.rie r Wochenschrift, werden die Behauptungen der Protesterklärung ais Lügen hingestellt. Mögsirherrveise werde die Industrie dafür büßen müssen. Wie ba5 Bia't hört, Hab: die Gemeindev r.valtung di: Aösi h'-, das mit dem Wie..er Industriellenverband gesch'o'sene Abkominen über dieEr- Mäßigung der Wohnbausteuer zu kündigen. Wenn die Industriellen in Zukunft nicht mehr einen kleinen Anerkenmmgszinch sondern dieselbe Wohnlansteuer b-zah'en müssen, wie'bei den Führern des Jndustrielleuverbandes bedanken. Es ist anznnchmen, daß es bei dirser papierenen Drohung bleibt, andernfalls Würsten sich schon Mittel und Wege finden lassen, um zu verhindern, daß sich das Rachebedürfnis des Rathausss grgen die Industrie, letzten Elches eigentlich gegen das Jndustrüvoik, austobt. iMssm

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