Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2854 (7.2.1927)
- Date
- 1927-02-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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[ polten: m gfoszy [ VV i o o. Zorn Abholen in dm Expedition, li.'Taboratr 1-8 oder.m oinerVerachleißateUe (Trafik» monatl.ö Schilling Straßen verkant in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I.. NVollzeile 11 Mit Postversand för Wien und Oesterreich monatlich & Schilling Tschocho Slowakei: Mon K 22 .Jugoslawien: Mon.Din.60 Polen: Mon. 0 Zloty Deutschland: Mon. Om. 4. F r a n k r e i c h, Belgien: Mon. Pres. 35 «•en **# ■oseo oe > P f•ts- ,, t H h g o i>• d »or eti»Men Är. HM Jone ans KRtoz V Dnsflp Homan: Seite A ¥ pwMHsmHMmMt I Preis ifO al England: Mon. 4 Schi Hing Italien Monatl. 20 l,ire Rumänien: Mon. 170Del Bulgarien: Mon. lOOi.ewa. Schweis und das übrige Ausland monatlich Pres. 6 Redaktion, Administration: Wien, llM Taborstr. I Telephon. 44-0-68, 48-8-10 Ab 6 Ohr ebenda Telephon Nr 31-0 86 u. 81 209 VII., Lerchenfo'dor>traße 1 (Druckerei „mva“) Oesterrelehisches Posispai** kassenkonto Nr töO 603 Wie», «loiitoo, 7. Sttintar 1987 (8. Mar 8687). 9. flnfiroon« Die 0' 8ur Frage Her Fewif- Agency. dm redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vvrangklcvteS E gekennzeichnet. Kein 2090 (adier Mandhaltuimrins! Der Präsiden! d-eS Neformverbandes der Hcvrrsbesitzer, Dr. S t a r k, hat m der Vorwoche die Öffentlichkeit mit der Forderung noch dem 2000fachen InstawdhaltungszinS überrascht-und sogar schon die zwangsweise Einhebung dieses erhöhten ZrnfeZ vom 1. März cm an-gedroht. Diese ertrernradiLalL Forderung.' die natürlich von den Miete«:, afteiMiudj vom Zentralverband der Hausbesitzer ab gelehnt wurde, hat Dr. Start nun wieder füllen flelasien; er . erklärte gestern, daß die Einhebung dieses Zinses selbstverständlich nur dann erfolgen wird, wenn der betreffende .Hausbesitzer auf Grund eures Sachverständigengutachtens Reparaturen durchführen lassen Mutz, die einen solche»': Zins rechtfertigen. Dr. Stark rät daher 'den. Hausbesitzern, den Weg der gerichtlichen Klage erst nach gründlicher Beratung mit B a u s a ch v e r st ä n d i g e n und F u r i st e n einzusch'lagen. . Sie Streikdrohung der Kassenärzte. Bor eine« Mtluistiim. Für inorqen ist eine Besprechung zrvifchen den Vertretern der Krankenkassenärzte und der Negierung in Äüssicht genommen. Es sott die Frage der Schaffung eines Garantiefonds für jene Aerzte, die durch die Einführung der Wtzhlkassen in ihren erworbenen RMen verkÄZt toerdM,M '.Börder^ -y.-»-/•; .< ’ . Die Aerzte haheN vorßeschilagetr, "daß jede E'asse pro ' Mitglied und Woche zwei Groschen an diesen Fonds abzuführen habe,, doch wären sie auch.bereit, über einen anderen Vorschlag der Regierung, der ihsien gleiche Sicherheiten, böte, zu. verhandeln. 'Sollte eine Einigung in der morgigen Sitzung nicht erzi lt werden, dann sind die Kassenärzte entschlösse, nach Ablauf eines kurzfristigen Ultimatums in den S t r e i k zu treten. Zugleich würd n die Spitalsambulatvrien gesperrt und al'e Verschärfungen durchgesührt werden, die seinerzeit bereits beschlossen worden - sind. kine kommunMche Nevonktrailo« gegen ven Fronlkömvlerball. 51 Verhaftungen. . .. - Gestern, um. haW 8 Uhr abends. .wurde :n den Sophiensälen (nach den Mordtaten von Schatterrdorfk) das Fafchingsfest der Frontkämpfer abgehalten. Von' kommunistischer Seite wurde durch Flug?,eitel und Notizen in der „Noten Fahne" zu Dem o n stratione n gegen die Abhaltung dieses Feste? cnrfgeiordert. Tatsächlich zeigten sich bereits um 6 Uhr abends jugendliche Konimunisten in der Nähe des Sophiensaales. Sie wurden von der. SrcherheitSioache zurückgewiesen, und c inu rt diü nfzig Persone n, die Widerstand leisteten, verhaftet. Bei siebe»: der Verhafteten wurden verbotene Waffen, wie Schlagringe, Totschläger u'sw., bei einem ein geladener Revolver vorgesnnLen und beschlagnahmt. Ein üeu1sch'amer»kan!sches Reparalioosnblomm«!«. Ncwyork' 6. Februar. Nach einer Meldung der »Asse-, ciated Preß" aus Washingtonist zwischen den Vereinigten Staaten und.Deutschland eine Vereinbarung d.r Frage der Entrichtung des Anteiles der Vereinigten Staaten an den deutschen Reparationszahlungen zustandegekomm n. Der Anteil der Vereinigten Staaten an den deutschen Reparätionszahlungeu wird mit 2,W Prozent aus Grund des Austausches wirtschaftlicher Verbindlichkeiten. in Amerika' verfügbar gemacht. Die deutschen Zahlungen für die Kosten der amerikanischen Besatzungstruppen am Rhein sind in dieser Abmachung nicht inbegriffen. Auf Grund dieses Konvertierungsplaues werden deutsche Finne»: bei der Federal Reserve Bank in Newyork gewisse Smmnen aus dem Erträgnisse ihrer Geschäfte in den Bereinigten Staaten deponieren. Die Gelam summe der so hrnierlegton Beträge wird d"r Höhe des Kredites entl'Prechen, der sich für die Bereinigten Stqate» in Deutschland in Markvährung ansaMmelt, abzüglich des Betrages, der im regulären Hege durch den Reparationsagenten überwiesen wich». * ' Ncioyorck, 6. Februar, lieber die Zusammensetzung und die.Befugnisse der auf Grund des zwisch n Dr. Weizmann und Louis Marshall abgeschlossenen Aükom- »nens zu entsenderüren ExpertenkcEmission schreibt das offiziette Organ der ziorristischen Organisation von Amerika „Das jüdische. Volk": Dem Präsidium der Kommission sollen die bedeutendsten Persönlichkeiten der jübtschen Hochfinanz von Amerika und Europa mit einer starken Beteiligung der jüdischen prgai'.isatisn und der Marshall-Gruppe angehören. Die Kommission sott von angesehenen Experten und Fachmännern, welche die amerikanische Regierung mit erfreulicher Freundlichkeit der Kommission zur Verfügung stellt, geführt werdew Die Aufgabe dieser Kommission ist nicht,.zu untersuchen, ob Palästina als unser Heimland entspricht öder tauglich ist. Dr. WeizMann habe, als . er das Abkoinmen im Mekkatempelsaal vorlegte, erklärt: Solange Palästina nicht vom MittMndischen Meer weggcschwemmt sein würd, lverden wir nicht aufhören, es für uns zu reklamieren. Aufgabe der Kommission ist es, ein .bestimmtes festes Arbeitsprogramm. für die kommende»: Jahre festzusetzen, und zwar ein . Ar beitsprogramm im großen Stildas m it vielen Millionen Dollar operiert. Die Beschlüsse und Verträge der Kommissionsind Hüt bei de HÄ'r k 'chL wv. wo ^die Mut- .Ms!on'"W<^gchnis.se'.'pekü«MsiA^ beginnen auch die gleichen R,e cht e und die .gleichen. Pf l ich t e tt ~ beider; Parteien. In dem Augenblick, wo die Ergebnisse der Kommission veröffentlicht werden, ist die organisierte Jewish Agency eirw aktive Macht im Lehe»:. KolonkalmiMer Amcrh über die knttvilttung Palästinas. Lorrdon» 3. Februcvr. (F. T. A.) Der Minister für die Koloriten, Herr L. S. Amery, hlielt in Pirminflhan: eine Rede, in der er d'le britische Tätigkeit im Nahen Osten, insbesörideve in PafästiN'a schilderte. Grotzbntan-nirii'habe dieses Land 'in eme»n Zustmrd üheriwmmen, wie'or. vor Jahrhunderten geherrscht hat. Jetzt erst geht ein b e m e rk e n s w e r t e r A u f s ch w u n g vor sich. Die jüdische Bevölkerung hat sich ütsolgL der Einlvcrnderung stark verinehrt, aber mich die Avabor haben große Fortschritte gemacht :n:d smd weit entserrtt davon,, irgendwie zurückgedrängt zu iverden. J»:folste der A b n a h m e d e r K i n d e r st e r b l i chkeit und der allgemeinen Ve-rbesienmg der LevenSbed'mgunflen ist auch die arabische Dsvölkerung im steter: Wachsen begriffen. Ser neue MM Mt» PAWmr. Lorrdon, 3. Februar. (I. T. Ä.) Amtlich , wird mitgetellt. daß zum Oberfben Richter Palästinas Herr M i ch a e l F r a n c i s I o s e p h M c D o n n e l. bisher Mrrnüster am Jnner-Tomple-GerichtShof, zum Oblerrichter am Obersten Gerichtshof PalästmaS ernarirrt worden ist. Cr hat bisher irr verschiedenen Teiler: des britischer: Reiches und der Do- 'miuions Dienste geleistet. W Gesandter 3bv Saud's ln Jerusalem. Jerusalem, 3. Februar. (I. T. A.) Ihn Saud, der Sriltarr vor: Nedschd urrd König von Hodschas, beschloß, einen ständigen Vertreter in Palästina zu unterhalte-rr. Als seinen ersten Vertreter in Jerusalem entsandte ex Soliman Moüshe.iko, der der: Sstltän Ihn Sayd früher m Beirut vertveten hat. Eine arabisch-llldi'che Bdvo'alen-Bereinisung in Palästina. Jerusalem, 8. Februar. (I. T. A.) Es sind gegenwärtiz BorhaMungen zur Bildung ei>:eS einheitliche!: arabisch-jüdischen Rechtsanwälte-Verbarrdeö im Gange. Eine in Haifa abgehaltene Versamnstüng jüdischer Rechtsanwälte bevollmächtigte hie Rechtsanwälte W e i r: s ch a l und Levi. die BerhandluwM mit den arabischen Nechtsairwälton zu 'führen. Sie Kriezszefahk in Arabien. . Deruf..lem, 6.. Februar. Während die ägyptischen Zeitungen die Lage in Arabien möglichst ruhig ersch:ir:en lassen und die Gefahr eines Krieges zwischen den Jemen mck Jbn Saud deurentieren, Iverden nach M.ld:.ugest aus Hodeida Kriegsvorbereitungen auf beiden Seiten, energisch betrirbcu. Die Waha biten koivzentrieren ihre Truppen im Gebiet von Asir. Aahia, der Beherrscher der Jemen, erhält täglich Waffen über Hodeida. Die italienische Negierung sandte ihm zwänzig Offiziere als Instrukteure für seine Armee. ite’ne Uebergabe Des Drusensulians. Eine Perjonenvcrwechflung. Jerusalem, 6. Februar. Es bestätigt sich, daß Hassan El-Atrasch, der Chef der Familie El-Atrasch, sich in Sueida dem f.anzösischen Gouverneur erg.beu hat. Damit haben sich alle Atraschs bis auf den Oberführer des Aufstandes selbst,'den Sultan El-Atrasch, untcrlvorfen. Die Meldungen, daß auch der Sultan sich unterworfen habe,, sirrd falsch und beruhen osf.ubar auf Personenverwechslung. Der Sultan hält sich angeblich in jtz af r - e l - Ä s r a k im > b ritt s ch e n M anda'ts ge bi et Ostjo rch a nk ast d auf. Er organisierte byn doxt' Bayden- 'efNfLlke'' vüch ^Syrieru Seit längerer Z:it". sollen zwischen Frankreich' und' Engkänd gehvime Auslieferungs^ verhandlu ngen im Gange sein. Sie syrischen 2hronlandidaten. Jeru-ülem. 6. Februar. Wie der „Achram" meldet, haben die Verhandlungen über diesyrische Thronsra^e nicht aufgehört. Zwischen dem Oberkornmissariat und den syrischen Notaüeln haben dauernde Besprechungen stattgefunden. Einer der Kandidaten sei ein ägyptischer Prinz. Der Haisaer „Jarmuk" will aus guter Quelle nnsscn, daß Achmed Namy Bei seinen Posten als Staatsoberhaupt und Ministerpräsident büld änfgclerr werde, um durch den Scherisen Ali Haidar ersetzt zu werden, der einer der am meisten favori.ierten Thronkandidaten ist. Eine Fnedensrede Brian?s. Paris, 6. Februar. Bei einem Frühstück der Bevelnr« gitpfl der Orient-Frontkämpfer erklärte Autzeirminiftor Brian d. daS siogreiche Frankreich vergebe sich nichts, wenn es, dem Frieden entschlossen zuge« wandt und von keinem irrrperialrstischer: Gelüste beseelt, der Welt sage: Ich erkläre euch den Frieden. Er gehöve nicht zu jenen, di« „Frieden blocken". Ein siegveichcS Lan-d wie Frmrkveich tvisse Vorsjchtsmatznahnren für alle Fälle zu eog-veifen, :md or ä'S Autzenmmister toerde darüber wachen, alle Brandherde nred e rzn t re t e n. die sich da oder dort zeiger:. Die siegreicher: Coldator: Frankreichs pereiniMn sich heute mit ihm in den Bestrebungeirr, der: Frieden zu verlvirklicher:. Wenr: er sich an D e n t s chland werür«. dieses große Volk, das seine Mängel und Vorzüge habe. daS aber ein gewaltiges Volk sei. so sage er ihm: Wir haben uns Jahrhunderte larrg geschlagei:. Nun. glaubet ihr. daß das sortdauern soll? Mutz das porio- 'drsch alle zehr: Jahre Wiederbeginnen? vom Khrenhof der BANschm. Berli»:, ü. Februar. Von der d e n t s ch v o k Ti - sch e » Freiheitsbewegung wird mitg-teill: Der NeichstagSabaeordnew Wilhelm K u b e ist d>:^ch Beschluß beS E h r e r: h o f e S der deutschvölkischen Fr-ibcLrrlrtveflurrg aus . der Barle: ausgeschlossen worden, \uelt er trotz drei in al.: ger Ladung durch Nichterscheinen die Klarstellür:g der gegen ihn erhobene» B o r w ü r f e v e r h i n d e r t e. Ser Rusftand in vortngal. Lissabon, 6. Februar Der Kriegsmin'swr fonderir Vit Z i vi l b e v ö l k e r u n g auf. Porto g u v e r l a s s rn und kündigte eine allgemeine B-schietzung an. Hierauf erklärten sich die ^.ufständisch--: unwc n^K'tffcn B edin g'u n g on'lxveit, sich ergeben. Dar ft riegfe minister lehr:te dies ab.