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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-03 · Heft 2850 (3.2.1927) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2850 (3.2.1927)
Date
1927-02-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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| Polen tgSgfdszyl Wi®o: Zam Abholen m dei Expedition, U., Tahorstr 1-Ä oder in einerVeraehloißstclle (Trafik» raonatl.5 Schilling! Straßenverkant in Win» durch die Kolporteure der Finna Goldschmied, L Wollseile 11 Mit Postrersand für Wie» und Oesterreich monatlich 5 (Schilling Tscheche Slowakei* Mon K22 Jugoslawien: Mon. bin. 60 Polen: Mo». 6 Zloty Ventsohlapd* Mon. Gtn.4.Frankreieb, Belgien: Mon. Pres. 3b >»oir»»s.»ea«» oöt ft#!«' jrb ft h i i «r«t> *•,'«Tufte* | preis SCO g | fic g I a n <1: Mon.4Schi11ing Italien Monat! *20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei B u 1 g a r i e n: Mon. 1001 .ewa. S c hw e i z and das übrige Aasland monatlich Frcs. & Redaktion. Administration: Wien, li.,Tnhorstr. I Telephon: 44-0-38, 43-3-10 Äh 6 Ohr abend» Telephon Nr 31-0 86 a. 31 200 Vll., Lerchente'derstraÜe 1 (Druckerei „inva“) #t.?850 Wien, i »ranentns. 1 RNrnar 1927 (1. «dar Oesterrei chi sches Postsparka 8 nkonto Nr 150 693 9. tfnftrnann Am redaktionelle» Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen And durch ein vorängesetzieS E gekennzeichnet. KONZE RT DIR EKTION R 1CHAR D LA NY 1, W I EN < Mittlerer Konzerthaassaal Sorntag-, den 6« Februar, halb 8 Uhr abds. VORLESUNG DR« PRÄGER indiscnc schwanke (Rosinkess. mit Mandlen) ans einer unveröffentlichten Sammlung KARTEN, vöjn 70 Groschi» bis 5, Sc« illing bei R. Lanyf, I., Kärhtnersiraße 44, Buchhandlung' R Löwlt, I., RoteuturmstraÜe 22, und Bücherstube Rath. 1I.{ Jaborsträße 20 a ' ' Abonnenten der „Wiener Morgenzei ung“ erhalten Karten gegen elnfc>i Reglebei rag vdn S 1 — ah der Kassa d r „Wiener MögenZeitung“ Abonne^ r; mentquittung ist vorzuweisen. süss 7Üeß>nEV422 (»tt. — T&ffllehsr?'st»«rs»vä. 13 Inalge Niederlage von: . Grimh1$y Gfporthttffti,- Pl»*t«n T»ai, Oysr..' - uw.. — , Grtttt« Le’etttiiWfMiiir; ■ K*l»i#i?a and Pwapekte gratis «ad fraac'. ■»aatlacfe . Ardbr«».. Paris Kaillavr gegen Polinäre. P ä>x \ F.'brim'?. -C a i l l a u x erichie/i heute in der Kammer, und na)ni in he't'gcr Weis: regen di: Finan^poli ik Paincares Stellung. Er vertrat die The,e, daß. es unmöglich sei/ de»' Pfu ndkurs-bei123 zu hqlten,mNd daß'es' fcfcf» serwä»»^ mit dem Pfundkurs bis 150 zu gehen, wenn das ^'a»d nicht vdn der T e u e r u n g e r dp ü ck t werden soll. Sie Rqffenyuote abgklehvt. N olp y o^r k, * 2.' Februar. Der Senat .hat. die weitere Verschlechterung der Cittwanderüngsquotelwie sie von den Rassenschutzlern beantragt worden war, nicht angenommen. Die zum Beschluß erhobene Resolution vertagt die Entscheidung über die Borlage, die Senator Reed als idiotisch bezeichnete, bis. zum Iutt 1923.. Hlnrichtnnaentn Mertto- .Mexiko, 1. Februar. Eine ftütte Kolonne bemächtigte sich des Ortes San Miguel el Grande, wo die Führer der Aufständischen am 12. Jänner ungefähr 40 Bundessoldaten getötet hatten- Die Rebettcnführer wurden abgeurteilt und 27 von ihnen hinge richtet. ■ •. ." . ‘ Unterwerfung eines LrnIenWrers Beirut, S. Februar. (Havas.) Pas Öobthaupt der F' .ilie Attrasch, Hassan Attrasch, hat sich unterworfen. S m: Vater, Sultan Attrasch,. soll sich m Transjordav i e n befinden. BöMfcher WnffendieMhl. B e-rl i n, 2. ycövuqi,*. 'Ami) ei^em Bochunrer Telegramchdes Berliner Tageblattes sindme-hrere Mitglieder rechtsstehepher Organisationen -wegen Entwendung von. Waffen atis der Waßfen-- kammer der Schutzpolizei verhaft"/ . ivdrden. Gleichzek.ig'lvurde u ter d r Beschuldi Wz dcr Begü.i igung und M i't.t ä ter s chäft ein Wacht mei'st'e r'.bcs Schatzpo'izet vdrhaftet. . . ‘ und die WnapM. Lisserenzen bei den KonlerNntiven nno bei der Arbeiterpartei. London, 2., Fcbruar. Infolge der chinesischen Krise, die eine Zeitland eine Spaltung innerhavb der' konferdativen Partei herbeiguWren tzroihte, ist. nun dl«. Ernheüt der ArLeihexH.irtsi badroht. Der von Maedon.al'd und Thomas. g-»fü'hrte.geivätzsgte Teil tritt W'Äe Politik Cha mb e r l a i n s em, während der raidikqle Flügel eine Erklärung zugunsten der Kantonr^gierun-d verlangt, was nach Ansicht. der Gemäßigten fakt'isch einer Kriegse r kl ä r u n g an Nordchina gseichkäme. In der nächten Äoche, chivd eine wichtige Be^ sprechung der.Partei statiifinben, m der versucht wenden soll, die wiLechprechendsp Arisichten. .einander. .näher-' zribringen. Indes wird hier vermerkt, daß, . da der kantonosische. Außenmimster L J ch e n eine scharfe Hyltung'gegenMer den EnglanLern einyinimt-, wie er dies' soeben durch den/A'db^uch der Be rha n d lu'ngen , m i t O'Ma lley in Hä nkau.g.tan hat/ hier eine Zunahme der Agijqtionn fHkerts der raidlkalen Arboitevolemönte ist HnglaNd . zu verzeichnen ist, 'waG wie,DiNM" undandere kon- ' s.ervative Blätter -meinen,- ßschHe,' daß hinter beiden ' Bewegungen stehM.- -- :; In offlziell-in Kreisen hat^MänirchE dafür halten/ daß das Zeugnis Mr L^ch e/n s- MMhängiWit" und Aufrichtigkeit tir seiner MreikMft ttcge. die «Dekdaß er unter dem Einsluß des b 0 l s ch e w i st i s ch e n Emissärs in Han kau, Boro bin, stehe. Dass Ergebnis ist nun, daß „Daily Maily" die Entfernung der Bolschewi-kon aus Engla-nd fordert und hierin bis zu einonr gewissen Grade bei einigen Kr e i s e n der L 0 n do n e r City, wo seit dem Tode Araflins die bolsch.'wistIschen Einfliüsse sich verringert habcn, Untersetzung finde. Es ist aber sich«, daß die AWerung eine derartige Maßnahme nur unter dem größten Druck ergreifen werde. Sine Sondekfltznng der britischen Kabinett». London, 2. Februar. Das Kabmett, das sich bereits . heute. vormittag mit den e r n st e n Berichten aus China besaßt hat, hi-elt heute nachmittag noch eine Sondersitzung ab, nach der Premierminister B a l d w i n mit Mitgliedern des Foreign Office beriet. Nie Kantanregierung beschlagnahm fremde Jampser. Für ADpeiltranspotte. Lyndon, 2. Februar. Wie ans Schanghai gemeldet wird, hat die.ftantouregierung f r a n z ä s i s ch e, j a p a- Ni:s:che, itylienische und schwebische Damp sparte nach Hanka» ru JiM wiedek ausgeluimUell. - ' Der Postverke.hr iü Wien wht. gesten^idupch den Streik, der abends bcendet wdtt»e,-'v.oKkdchrnM' lyh-nigäegt worden. Die Chauffeure des Postautomvblldienstes' waren noch in der Nacht auf Mittivoch in hsdiOfreik getreten, weil her Chauffeur K u r's s a von einem Postamtsvörstand, einem Frontkämpf.'rfühvet', b/leldigt worden war. Mit Kurssa, der der Sohn eines gewesrnen Ministerialrates ist,' erklärten sich seine 240 Kollegen solidarisch. Die Wirkung, des Streiks -ijl eine sehr arge. Ein T-il der Frühpost und die gesamte Mittagspöst blieb auf den Bahnhöfen liefen, die durch hie Post ahonnierten Z.--itungen konnten von den Äuflieferüngsstellen nicht sortiert werden und .vurden Nicht zugestelü. .Die Getteralpostdirektion hat sich gestern mittags entschlossen-, mit der Postgewerkschajt: Perhandlungen cinzuleiten, die sich jedoch sehr sdierig gestalteten. Der Chauffeur §tnrssa ist beurlaüüt. worden, wahrend der Vorstand — er heißt Riegler und amtiert beim Postamt 55 am Hundsturm — im Dienst belassen wurde. Der Streik hat das ganze Publikum, besonders aber die Kaufmannschaft, sehr/ arg üetrysfen. Viele Firmen halfen sich damit, daß kie ihre lokale Post durch ihr Personal austragen und ihre Pakete durch Mietautos vyn den Bahnhöfen holen ließen. Pies;rimprovisierte Dienst konnte gestern noch funktioniere^ - da weg:« des katholischen Feiertages nicht mit voller Jntensit'ät g-arbeitet wurde. ... \ " M »Mdtzm du Sttrltt. Generalpoiuitrtttür eist hat qc^cu mittags und; nachmittags mit den VertrrteM vdyr Postgem-rkschajt ivege» der. Beilegung des Chanssentstreiks verhandelt. Auf Grund des. Ergebnisses dieser Verhaildlungen wurde die Beilegung dps Streiks mit heuteMychi vereinbart. Bri diesen Berhyndsungen gab der Generüldttektor s -iner U berzeugung Ausdruck, daß die p e i n l i ch e n A u s w i r k u n g e n dieses Vorfalles bei Aufwendung g rößerer Umsicht und Besä n n e n h e i t, insbesonhece des Vorstandes, hätten vermieden werden können, und erklärte sich bereit, einen die Jnapsprucliuahme der. Polizei regelnden. Erlaß hinauszugeben, damst derartigen Vorfällen möglichst vorgebeugt - werde: Aach sagte . her Generaldirektor die Indii e n st ste l l n yg. des b eu vl an ht en: Wag e n l en* khrs.zu upd veiviltigte, haß ihm die aus.Mbm Anlaß verbrauchten ttrlaubstage in -)dch Webührenurlaub nicht eingerechnM 'verden. Ein - abMWMes Urteil über den Vorfall könne sich die Geueratdirektion erst nach B:endigung des noch nicht abgefchLosstmu polizeilichen» allenfalls gerichtlichen Verfahrens bilden. Die Vertreter der Post erklärten auf Grund dieser V^rhaMnngen, den StreikMütwoch, 24 Uhr, einzustellen. Es wird daher der Dienst Donnerstag früh wieder in voller,' Umfang ausgenommen werden. Krise im Kabinett Uznaov'r. Belgrad, 2. Februar. Infolge der unvermutet gekommenen Demission zweier radikaler Minister ist es wieder zu einer kleinen Regierüngskflse gekommen. Der Postwmister Buicic und der Kultusminister Trifun0die hatttm sich gestern bei dür Beeidigung des neuen Kabinetts absentiert uni erst heute den Eid abgelegt. Unmittelbar darauf gabo» beide Minister ihre D e Mission. Heute abends erklärte Ministerpräsident U z u n 0v i c, daß diest Demission keine politische B e d e utung habe, denn die beiden Minister seien zugleich auch seine persönlichen Freunde. Ms zur Stunde ist Moch dieser - lirbermimsterielle Konflikt noch nicht Lei ge legt worden. 8in nrner jüdischer Abgeordneter lm ungarischen Parlament. B u d a p e st, 2. Februar. Der Abgeordnete Karl Räffay, der sowohl in Szegedin als auch in Budapest gewählt wurde, gab in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses bekannt, daß er das Sz-egediner Mandat behalte und auf sein Budapester Mmidat verzichte. Infolgedessen wurde der zweite .Kandidat der Rgssay-Lisie in Budapest, Dr.- Marcell Barä es, als Abgeordneter einberufen. Abgeordneter Baraes ^gehörtpolitisch der demokratischen Rassay-Gruppe an. Ist ^ner der angesehensten Rechtsanwälte von Budapest, spielt auch im Budapester Gemeinderat eine bedeutende Rolle und nimmt auch amöffentlichen Leben der Judenschrft Un- - gyrns - eine hervorragende Rotte ein. Er ist ein Schwager des jüdischm Oberhausmitglsedes Oberrabbiner Dr.-Immanuel L'öw und gilt als Förderer jüdisch-wissenschaftliche und sozialer Werke. Die Zahl der Mischen Llbgeordneten nni ungarischen Unterhaus beträgt nunmehr elf. Sscherich hAt Bortrüge in Andapest. Budapest, 2. Februar. Der bat-.ifcl-e Forj.rat Georg v. Escherich,'der bekannte Organisator der bayrischen ' „P x g c s ch"-Verbände, ist auf Einladung der ungarischen geographischen Gesellschaft'in Budapest elngstrosfen. Escherich hält heute abends einen Vortrag über s.°ine Forsjhung sreise n in Abcssinim und Kamerun. D-r Aufenthalt des Organisators dev bayrischen reaki tjonären Verbände in Budapest soll angeblich keinerlei politische Zwecke verfolgen. ■' US - iiiJ'j i

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