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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-31 · Heft 2847 (31.1.1927) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2847 (31.1.1927)
Date
1927-01-31
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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$eUe r ... Wiener Morgenzettrittg 31. Jänner 1927 Nr. 2847 8ft die Zudenstaatsdebatte unzeitgemäß? Don Vk. Fritz LSrvenktels. ZerMm. In den letzten Monatm ist in zionissisch.-n Zeitungen Europas eine Debatte geführt ivorden, die nicht praktisch« Aufbauprobleme behandelte» sondern das zionistisch« Endziel cin^r Nachprüfung unterzog. Es ist vielfach behauptet worden, daß di7.se Debatte höchst unzeitgemäß und überflüssig sei. Eine schwere rvirtschaftliche Kris« herrscht in Palästina, die Frage d:r Aufbringung unserer sinanziell7.n Mittel ist so brennend wie je, die politisch« Lage unserer Belvegung insbesondere im Verhältnis zur Mandatarmacht erfordert immerwähr..irde Aufmerksamkeit: Welchen Zweck sollte es haben, in diesem Augenblick haarfpalterisch« Untersuchungen Über „Judenstaat", „nationale Heimstätte", „jüdisch: Mehrheit", „binationaler Staat" anzustellen? Uns scheint, daß man mit dieser Argumentation d..m Sinn jener Diskussionen nicht gerecht nnrd. Würde es sich um eine Diskussion handeln, die nur der Klärung von Begrijstn diente, so wäre sie in der Tat überflüssig. Mer in Wahrh7.it ist die ganze Untersuchung, von größtem praktischen Wert. Die Richtung unserer Aufbauarbeit in Palästina hängt völlig davon ab, welchem Endziel wir zustr:brn, und wenn wir jahrelang ohne derartige Auseinandersetzungen auskommen konnten, so war das nur deshalb d:r Fall, ,veil über das Endziel Klarh.it zu bestehen schien. Man mag es b^auern odr.r begrüßen, aber es ist kaum zu bestreiten, daß vstle Aeußerungen, d:'e heute als oppositionell, ja als revisionistisch bez-ichnet werden, noch vor wenigen Jahren als zionistisch: Gemeinplätze empfunden worden waren. Man muß neuerdings bei uns erst beweisen, daß ein Zionismus, d:r nicht jüdische Mehrheitsbildung in Palästina erstrebt, sein-n Namen nicht mehr verdient. Vor wenigen Jahren noch hätte niemand gewagt, in einem zionistischen Kreise eine derartige Selbstverständlichkeit auszusprech?.n, noch weniger freilich, diese Selbstverständlichkeit in Zweifel zu ziehen. Denn wir besitzen nicht nur einen Revisionismus, sondern deren zwei. Faßt mau Revisionismus in dem Sinne, wi: es in der sozialistischen Bewegung üblich ist, also als ein: Bewegung, die eine zeitgemäße Modifikation der Lehren des Begründers der Bewegung für erforderlich hält, so »vird man sogar sagen müssen, daß die von Jabotinsky geführte Bewegung sehr mit Unrecht als Revisionismus bZeichnet wird. Im Gegenteil, Jabotinsky l:hrt orthodoxen HerzlismuS. Als Revisionisten könnte man vi:l eher jene Kreise d:r Bewegung betrachte», bi* eine Überprüfung der zionistischen Theorie für. erforderlich halten, die glauben, daß richtige Einsicht in die realen Machtverhältnisse zum Verzicht auf viele lieb gewordene Gedanstngänge führen muß, und die ganz konsequent ein Programm vertreten, bei dem Rücksichtnahme aus die. Araber politisch, vorsichtigste Einwairderungs- und Kolonisationspolitik wirtschaftlich im Mittelpunkt des Programms steht. Man könnte die Angehörig:» dieser Gruppe weit eher Revisionisten nennen; doch ist das im Grunde nur eine terminologische Frage. Richtig ist, daß heute jede ernsthafte Untersuchung über den Punkt des W^es, an dem wir uns befinden, von der Araberfrage auszugchen hat. Denn selbstverständlich kann.eine Untersuchung heute nicht mehr von der Wünschbarkeit dieses obzt jenes theoretisch möglichen Zieles ausgch»n, sondern nur von der Untersuchung der Frage, welches Zi:l unter den obwaltenden realen Verhältnissen erreichbar ist. Unrichtig' ab?r ist die Auffassung, daß mit dem Kampf für den binationalen Staat das arabische Problem cin^r Lösung näher gebracht werden könnte. Hier wird ein Kampf gegen Windmühlen geführt. Nirgends ist im Ernst die Auffassung vertreten worden, daß unser Endziel ein araberreines Palästina sei. Auch Jabotinsky hat dies ausdrücklich anerkannt. Vielmehr stimmen alle Zionisten in der Erkenntnis Überein, daß auch bei Erreichung der größtmöglichen jüdisch:» Bewohnerzahk in Palästina die Zahl der Araber daneben so beträchtlich bleiben wird, daß man' sie als eineigene Nationalität, zu betrachten und ihr die Rechte einer solchen zu geben hat. Es scheint mir ein völliges Mißverständnis, wenn man die Anivendung des Ausdrucks „Jud:nstaat" (ein Ausdruck, den auch ich vermieden, sehen möchte) so versteht, als wollten seine Brrfechter damit ein nur von Juden bewohntes Palästina verlangen. Auch die Nationalitätenstaaten der Welt pflegen eine Nali:n zu b.'sitzeu, die dem Lande den Stempel aufprägt. Wer „Polen" sagt, behauptet .damit keineswegs, daß in diesem Lande nur Menschen polnischer Nationalität wohnen, aber er kann sehr wohl behaupten, daß von all-n Nationen, die diestn Staat bewohnen, es di» Pole» sind, die in ihm zahlenmäßig, wirtschaftlich, kulturell die entschsidende Roll« spielen. In diesem Sinne behält daS Wort „Judenstaat" feinen guten Sinn, und es liegt in ihm nichts, was den Nachdruck rechtfertigt^ mit dem der binationale Staat dem Judenstaat gegenübergesle.tt wird. Frei ich, die Vieldeutigkeit des Wortes „Judenstaat" läßt es geboten erscheinen, auf dies:» Ausdruck zu verzichten. Der Grrmdirrtum ist aber, an eine Lösung der Araberfraze auf dem Wege d:r Erklärungen und B:schtüsse zu glauben. Die Arabersrage wird nur verstehen, iver einmal vom . Wischen Standpunkt abstrahier«, sich aus den arabischen stellen kann. Im Jahre 1883 war Palästina ein pon 600.000 bis 660.000 Arabern und etwa 10.000 politisch vöüig indifferenten Juden bewohntes Land. Es war Also ein rein arabisches Land. Dann setzte die Mische Ein- , wmiderung-.'bewegung ein, zuerst ans einer mehr sentimeutalphilanthrvpi scheu Grundlage, dann mit iiitnxr klarerer Hervorkehrung des politisch» Ziels. Im Jahr? 192? hat Palästir.a 160.009 Juden, ein« Zahl, die die Juden schon heute zu einer ansehnlichen Minorität macht, d.r noch dazu vom Völkerbund und der Langel r:gierung weitgehend: Zusicherungkir gemacht sind. Was uns als tiefgehende Differenzen über das zionistische End'iel cr'cheint, ist für den Araber gänzlich un.int.ressant. Ihm ^e:mgt, zu wissen, daß all« Zionisten die Fort'e?-rng der Einvander.mg u.ü> Ansiedlung bis zum erreichbaren Marinrum an streben, wobei kein Araber auf beit tr richten Gedanken käme, anzunehmcn. daß unS nicht eine 8ltehrh»itSstellung irt La.lLe vorschtvebt. Es kann k.inem Zwn.'el unterliegen, daß. wenn wir die Araber für Menschm und ni stt für Engel halten, sie einer Bnr-egun.g ablehnend gegenübrrstehen nu'rslen, die schon heute eine Minorität darltellt und zugegebencruiaßen darnach strebt, mcr-M eine Majorität zu werden. Auch der Araber, d.r an im'eren ehrlichen Willen glaubt, der zw einstigen arabisch:» Minorität al'e Rech'.« zuzwr.sieii. muß diesen ablehnenden Sandpunkt ei mrhmen. Und d.'Shalb nmß klar fein, daß die feierlichste Erl ärmig des Zionistenkoirgresses nicht so viel gut machen kann, als ein Schiff nnt 109 Immigranten od.m der Kauf von einigen tausend Dunam Boden „schade»" kann. Die gegnerische Stelkmrg der Araber äußert sich, wie bekmmt, heute nur in Memoranden und Pr:t:ftcn, wihrend im übrigen die jüdische Arbeit völlig ungestört voustatten geht. Der Grund hürsür lie»t in der eben erst begin n endenpolitisch en Ent wickiungdc rar abischen Massen. Politisch interessiert ist nrr eine schwache Oberschicht, während die Masse desint rchsiert ist. So sicher, wie diese Tatsache ist, ist aber auch die ander.', daß der Prozeß der Politisierung wie iu anderen arabischen Ländern, so auch in Palästina vor sich g.cht. Die Kernfrage ist: wie lang« dauert e 3, biSdieser P r 0zeß der Politisierung beendet, ist? Diese straie kann naturgemäß niemand konlvet b'an-wer en. Man spricht heute häufig von etwa 19 Jahren, die dazu noch erforderlich seien, aber dieser Ziffer werden kaum Kinkrete Tatsachen zugrunde lie-.en. Für «ns mutz jedenfalls klar sei«, datz dieser Moment, der Re palästinensischen Araber zu politischer Mündigkeit erwacht sieht, zugleich die jüdische Mehrheit ln Palästina in einer so stabilisierten Position findet, datz nunmehr die Herbeiführung der arabisch-jüdischen Versöhnung aus einer Angelegenheit der Literatur zn einer solchen der politischen Notwendigkeit für beide Teile geworden ist. Und nun ergibt sich klar die außerordentlich praktisch: Bedeutung der Diskussion über das Endziel. Hält man die jüdische Mehrheit iu Palästina für das Ziel des Zionismus, versteht man, daß dieses Ziel bis zu dem Augenblick erreicht werden muß, wo der palästinensische Arbeiter reif ist, die Geschicke des Landes zu leiten, weiß mau endlich, daß d:r Zeitpunkt, an dem dies der Fall sein wird, zlvr.v unbestimmt ist, aber jchensalls nicht mehr unendlich wsit hiiransdaticrt werden kann, so ergibt sich mit zwingender Folgerichtigkeit für die nächsten Jahre, daß wir in ihnen das Maximum an jüdischer Leistung in Palästina zu vollbringen haben. Niemand, der diese Gedankengange bejaht, darf len Standpunkt teilen, daß ein Jahr des Rückschritts nicht so katastrophal sei, daß wir langsamer und vorsichtiger vergehen müßten, daß zunächst das Bestehende konsolidiert werden müsse, daß die Einwand.rung eine begrenzte zu bleiben habe. Mir müssen vielmehr for.eit, daß das schnellste T e m po d e r Entwicklung allein geeignet sein kann, überhaupt unser Ziel zu cr-eichen. Ich stehe nicht an, zu erklären, daß mir Ncukolonisation wichtiger erscheint als Konsolidi.r ing» daß mir der billigste Weg mit dem besten nicht identisch zu sein sch lut, und daß die Arbeiterschaft völlig recht hat, wenn sie se.bst jetzt Fortschritte und neue Leistung wünscht, wenn sie iu dcv Bekämpfung der Arbeitslosigkeit allein kein Programm sieht. Ganz anders muß sich natürlich die Situation demjenigen darstellcn, für den dir jüdische Mehrhritsbi.dung nicht in de-" obn sei'sisi dorten nb'olntrn Sinne mit dem Zivi mrrs iv.nitish ist. Es ist lei.r Zu'all, wenn b'ese selben Zionisten in wirtschaftlicher Be'irhung ein laregsam.r:S Tempo anraleu. Das ist ganz logisch für denjenigen, d:r von seiner Einstellung heraus nicht z'.neben ka m, bafi wir in denkbar kurg:r Zeit ein Maximum erreichen müssen. Es ist gewiß nicht populär, im Aurgenb.'ick einer Wirtschaftslrise sich für eine L rxitsmethode einzusetzen, für dir wirtschaftliche Momente nicht, an erster Stelle stehen. Es widerstrebt mir. zu betonen, daß auch ich das Höchstmaß an Mirtschastlichkcit b?i unserem Ausbau zn sehen wünsch:. Aber ba: Zionismus ist kein Wir schastsunternehruen, sondern eine politisch? Betoegung, und die Wirtschaft hat der Erreichung dieses politischen Zieles zu dienen. Wir sollen bei unserem Budget jede Erspar.üs machen, die sich rechtfertigen läßt, sei es sogar nicht nur auf dem Gebiete der Administration, sondern ettva auf dem d.r Erziehung. Aber keine Ersparnisse aus dem Gebiete der Alijah und der Kolonisation! Di: so häufig erhobene Forderung, daß d.r Kon-reß zunächst feft'.u'esteu hat. mit tvelchrn Einnahmen zu rechnen ist und darnach die zulässigen Ausgaben bestimmt, ist nur bedingt berechtigt. Nach wie vor wird unf.r politisch:- Ziel uns zwingen, Jahr für Jahr unsere Position im Lande zu erweitern und zu verstärken. Sache unser.r Gestrbe'chafsungZstellen muß es sein, sich diese» Forderungen anzupassen und nicht unigekehrt. Etalistik ver landwirlschaitUchea SleSwage» in PlliWna. Im August 1626 wurden vom KvlsnisatlonSdepartement <cr paläsiinenflschen zionistisckcn Exelutwe in den neuen jüidischen Kolonien sta'.isiiscl'e Erhebungen gepflogen, deren Llesultat nun vorl'.ogt. tt Siedlungen werden ganz oder teilweise vom Keren' Hajessc'd unterstützt, unter ihnen sind 17 slrorgoty (Gemeinschaft^lodlungcn), 4 MüdchenauSbrldungssarmen. 16 Moschawe Qw.im (lanLiwir'.schastliche Ar» veitevsiedlungen auf haLle-operativer Grundlage), 4 „Mitlelklassen"-Siedlnn^en. Die C'esamt'bevölkerun-g aller dieser Siedlungen beträgt 4CS3 Seelen. Schließt man die Arbci'tür» VersuchSfarmcn und die Iemcnitenrierte! in ren älteren jüdischen Kolonien cm, so beläuft sich die Gesamtzahl der vom Keren Hajessad unteoMtz.cn Siedler auf (wOO oder n ehr als ein Fünftel der jüdischen Dorfbevv1?erunz Palästinas. Mehr als die Halfie der Krvugoth-Mirglieder sind in einem Alter von Lü bis 29 Jsihren. Die erwähnten 41 Sicdlungen vers'ügen insgesamt über INg.lM Dunam B:>ten. Vor fünf Jahren noch wurden 16.709 Dunam von Ehaluzim bearbclte'r. Von den heutigen rund 196.000 Dunam dienen 70.000 Dunam dem Arubau von Cctreide, Hülsenfrüchten und Gemüse, 0600 D'. nam der Lbstlultur, 000 Dunam wurden im letzten Jahre nicht angcbaut, während über 7000 Dunam für rie Kultur noch gar nicht herangezogen sind. 2000 Dunam en'.fallen auf Mohnhäuser und WirtschaflSgebäu^de. Die Haupternte gaben Weizen. G-ersie, Hafer, Mais usw. Die Cerste gab den höchsten Ertrag pro Dunam, dem nächstbesten Ertrag gab der Weizen. In den Cicdlrngen waren am Zahlungstage 8116 Stück Vieh, von denen 2811 aus den ZüchtungSstätten von Damaskus. Veirm, Holland uno Deutschland stammen, während "ur 875 von einheimischer Zucht waren. Die Zahl der ApbeitSliere betrug 707. Endlich gab es 88.715 Stück Geflügel und «77 Bienenkörbe. In den Kwugol'h sind 401 gutgebaute geräumige Gebäude vorhanden, während in den Moschawim 1035 Heinere, merst Einfamilienhäuser, stehen. In cieser. Gesamtzahl von 2026 Gebäuden sind 267 aus C'.cin, Beton oder Ziegel errichtete Wohnhäuser, sowie 4M Ställe und WirtschaftSgeb5u.de aus den gleichen Materialien. Maschinen und landwirtschaftliche Geräte gibt cS 8200, darunter 43 Tral.oren mit Molaren. 21 grotze Dreschmaschinen. 71g moderne europäische Pflüge. 300 Eggen. Ferner gibt es 202 Mähmaschinen. A: f je 1000 Dunam in een Kwugoth befinden sich im Durchschnitt 40 Menschen, 26 Slück Vieh, 9 Arbeits'si:re, 200 Stück Geflügel und 200 Stück landwirtschaftliche Geräte. Auf je 1000 Dunam in den Mo-schawim sind im Durchschnitt 57 Menschen. 47 Stück V.eh. 14 LlnbeilStiere, 675 Stück Geflügel und 500 landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Irr MMer Öe« FroEmter Juweliers verhaktet. Frankfurt, 39. Jänner. D:r Mörder des am der» stangenen Sonntag in seinem Geschäft ermordeten Juweliers Grebenau i'si .gestern v e r h a f t e t worden. Es ist ein gewisser Friedrich S'chultheitz aus Wisselsheim bei Bad Nauheim, der erst vor kurzem aus dem Zuchthaus entlassen worden war. Schult'heisz leugnet, doch ist der I n d i z ie nb ew e i S erdrückend. Wien, 31. Jrnner. Minister Barkhou kowmt zur Wiener Beeklivven-Feler. Aus V a r i S wird gemrldet: Justizmini'ter B a r t h o u wird als stellvertretender Ministerpräsident die französische Rr^isrunq bei den in Wien im März zu vrranstaltcnd-n Fe!".lickcke''t:n nnläslsd der lmndortsien Wr" Verkehr des TodeStazeS BeethotzenS Vertreten. SportnnfäUe. Auf dem Sportplatz Slovan auf der Altmannsdorfer»- strabe stieß gestern der LLjähriae Bankbeamte Karas beim Fußbasispicl mit einem Gegenspieler zusammen und trm zu Fa'l?. Cr brach beide Knv'hsn dei linken Unt:rarm.:S und wurde von der Rstt.tN'Sgesellschast in die Unfallstation gcbracksi Auf dem Gislaufvlatz Arsenal ist grsterrn mittags der 30jä^rigr Beamte Alsis Rumler mit einer Schlitti-'''Ulck5ustrkn zu''amm:n-esto'':en und ge"Ä"zt. Er br.ich den rechten Fußknöchel und 1vnr>e von der Rommgsgesel.'kschast ins Rudölfsspital gebracht. Dlö auf die .?aut aueg:PN:.<d:rt. Ein recht unangenehmes Erlebnis Halle ge^ern vor^ mittags der in der FadoriLenstraße 53 wohnhafte Bernhard Molkner. Cr wsilte im D a m v f b a d des D! a n abades. Als er in feine Kabine z'.orltsr Kläsfe zursickkam, war alles, er abgelegt hatte, vrrfchwund:.w. Ein dunkelgrauer Wkntsranzng, eins fein^llgestreiftr Hofe mit Stulpen, ein Paar st',Warze Herrenschnürfchuh:» ein Zephirhemd mit rrt:n Streifen und weitem K-a^sn. eine liaffeebtaune Kraw'tte, die grauen Si..stn mit Socken-» Halter, eine rrokodillsderne Geldbörse mir ' Schilling, ei» Mrfjer mit Futteral und ein Paar Hau^^he. Ausnützrr der Nattsnrauspft.ag«. Wie a'lo Ereignisse wurden auch die Kampfwgr gegen die Ratten von Gaunern ausgenützt. Drei Männer ginge« in verschiedene Häuser, in denen da) Nattrngist auSgelegt worden war, und kassierten widerrechtlt:h dafür zu entrichtende Betrüge ein. In einem Falle haben sie auch daS Natt:n-ift selbst verlangt und erhalten. Der eine von Ihne« ist etwa 45 Jahre alt, mittelgroß, schwächliüi, sehr mager; er siel« kränklich auS, träkt st.warzen, wei'ds« Qut uns st'wrarzbraunen Rock. Der zloeits ist etwL 20 bi) 23 Jahre alt, bartlos, trä-.t lichtgraurn, w.ü-chen Hut mit W.'ißev' einienähtrr Krempe. Ter dritte ist etwa 23 Jahre all« mittelgroß, schwach, blaß und bartlos. Er trägt dunkle« Ueberrock.

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