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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-29 · Heft 2845 (29.1.1927) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2845 (29.1.1927)
Date
1927-01-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Vr. MS! ' Wi-en/.iNMAstg"" 20. Jänner 1027 Mde Jüdisches Zentrum der Soziale« Hilfsgemeinfhaft Anita MüMr, £ Bez., untere Augakteksteatze^ 3S. Heute, 7 Uhr abends, beginnt die Borträgsreibe „Jüdische K u stß^<Leitung: Dr. Else Hvfinahn)' mit de^ BörttW von Professor Dr. Max Eisler Über Josel Israels. Eintritt, frei. Gäste willkommen, g Im Hebräischen Jugendklub; heute, 7 Uhr,' Rezitationen,. Vortrag über., Rabbi Israel Balschemtvw, Vorlesung audöst Sanistön Jeüüda^ Steinbergs (Professor Jona Gelernter) in hebräischer Sprache^ Für Me.Jugendlichen' freier Eintritt. Die Kremenetzky-Estrung des Keren Kajemeth. Die Einzahlung Nrdas,Kremenetzky-Bankett kaust spätestens bis Montag, best 3L.d, 6.Uhr abends,.und.auch direkt b ei "de t Kafsö des! Ke re n KajS m e tb, l. Bezirk. Kärntnersträße 28, erfolgen. ES wird ersucht, die SammelbSgen spätestens bis Dienstag,' den-1. Februar, : zu verrechnen.^ Kn dringenden Fällen kann sie eine Stunde vor dem 1 Bankett blltchgeführL ivorden. Mraelltifcher TirÄPelverein für die Bezirke Wieden- Matgaretenr Sonntrg. den 6? Februar 1027, um r/zio Uhr vorunttügs. findet: im Tempelgebäude, 6. B'ez., Siebenbrunnengasse la, 1. Stock, die 52. ordentliche Generalversammlung statt. Wien^ eine R ech.o u,te, deren'Erträgnis dem wohltätigen Zwecken ^.deS/VereineS. .zur Gänze zugeführt tyird^ Ball-. Stubenring 18. sowie. bei sämtlichen Komiteemitgliedern zu .MeN.'..'..DeLv'PerÄik..'hat...tm ^vergangenen: Jahre, mehr als' 120 MiMönen' an.seine bedürftigen Schützlinge im Bezirk, LaNdsträhe' .zur' Verteilung gebracht/ und es wäre zu wünschest/daß deck Verein auch im künftigen Jahr entsprechender! Geldmittel: Hur Verfügung, gestellt würden, die iynin die Lage^ versetzen, seine - wohltätigen Arbeiten in gleicher Weise fortzüsetzen. Richard Stta«b-Ko«zett. 'So hch^lich. män .auch Richard. Strauß als, besten DirrgMen sdiner eigenen Wwke in bet Oper und im Konzärtsäal begrüßt, - es! ist doch sM zu bedauern, daß. bet MHm^eskst-'TondHiker. unserer Zeit die Fühlung mit dem SchasM^üner/Hijßenossen ob nun. Konservative. od«s ÄÄexne verloren hat und.'daß der'kühne Revolutionär von vormals mit mehr als Anwalt in eigener Sache das Podium betritt. In einem außerordentlichen Konzert der Philharmoniker dirigiert^ hr zunächstein Fugendivertz seine sinfonische /DichiuÜ^ /Aus Italien", g^MMaßest eine prlWaPMatiM HierMige 'Nnfonie, voll Lebens und volkstümlichen Treibens, inwelchcrder Geiftdes Südens/dütch: ein deutsches Temperament erfühltist. Die darauffolgenden zivei MilitärU-ärschc, die wohl dem größten Teil des Publikums unbekannt waren, gehören >- namentlich dex. . erste Marsch in Es-Dur — zum Besten, was 'Were konzertante Militärmusik> an Marschen .besitzt. (23 find Überzeulseilde Bekeüntniise' eines vpnna^prrußi-.. schm'stMitsWnseria'ls,.' "Dxlchei; Richard Strauß -freilich , ohm jede rätselhaftest Rühe Iorführte. Ob sichnün Abgeklärtheit, oder Phlegma, dahinterbirgt, mit 'd«/gleichN'7Sachlichtzit>- ohne jede 'Erregungdirigiert^ 'er Salomes „Siebenschleicrtän'z"^ sodastn^ seine Klavierpart jnit'.-mejsterhastdvMr1uösitLt, wenn! auch ohne., die WMt -der'-'Äw!^nksty>ieK' Eusjen "d'Wbert^ welchem das ■ '• Dpr WttfäU fü^ Richard Strauß .und seine unübertreffliche:- Mststlerschar'' nahm Mimische Dimensionen an, W«lßsi/lÄHfh'MrH-^SHkaÜß.' wenigst Tage vorher beunllkornnlt/ als'er sÄneir 'g:trxsten Famulus..Franz <2.t e i-. n e r,. - den ,,berufenstey - Interpreten des. Straußschen Liedes, beglMte/iE.'Maditt. mit.der-, gleichen-ikühlen'/Sächlichkeit? seinetz„Amtest waltend.wie am: Dirigentenpult. Franst Atei,ner,(!nußte stegest. die Tücken einer Jndisposi-. tion HnDmpfm^.DÄ^Hnerst recht unsüorntc, seinen rorbild'lichchr Vortrag, gegen all» Hindernisse^ durchtzüsetzem - . M «m den Lheatem. B u r.'g t h sta!t.st^ Horgen nachmittags, halb! 3 Uhr, st-W i l- „Margare the^ . (Must), mit Margit Angerer Gast. ,. Kammer>fpchele. Das Stück „Der Abenteurer vor d,e m To!r e" -von Milan Begovic wurde zur .Aufführungerworben.!; Thsta tex:, in .h e r . J o se f.sta d t. Heute und'. morgen nachmittags wjrd-'pas Kinoermärchen. mit Gesang und Danz „Lar-i.fa,r!" äufgeführt., - Ne u e Hie.n e.r> B.üih.n e. -Montag.und Dienstag: Hans Müllers /Mestschstst oh/nä Erde". findet eine M bruarr,,Rheiüaöld7, ' 6.,!. Februar > /WlMxe^ 8. Februar „S1eMH",.-M'MvrUär:--,sM.terdä.mmerüH".. Grazer- OPereitbstgstWiel am Raimündtheater. Emmerich a.l'Mä?n< wjrd' anläßlich däs 'arn. l«. Februar >im Ratmundtheater stättfistden8l:n!.Ensembleaästspiels der.Svli--- sten..tztzr^Operette'^-et Gräzer Städtischen--'Bühnen.' die ZwischeuattStstustr'?'sejster /Zirrusvrtnzessist' --dirM.M/ - W^L^vr-.'fkxuWjiSRsch^Dep'MsneriMML'KnlMrkreis iMflnstaltet -fstr:'den-;verstorbenen jiüdischen "Dichter: I e h o a sch eine-Gedenkfeier, lösche Sonntag, den 6.-Februar, um halb 11 Uhr vormittags im Theatersaal «des Jüdischen Kiinstlerkabaretts, 2. Bez., Praterstraße 60, stattslndet. n Lorenz i Reßl. Die ZüMiide bek Der ehemalige Beamte der „Göc", der sozialdemokratischest Großeinkaufsgenoffenschaft, Rudolf Löwi, hatte sich gestern in fortgesetzter Verhandlung vor dem LGR. Dr: Frydle ge-- gen die E h rem b ele idig u ngSk lä ge zuverantworten, die der Geschäftsführer der „Göe", Samuel 'Netz l) wegen mehrerer Briefe -LöwiS an den Generaldirektor dev „Göc", Franz. Hetz k st angestrengt hatte. In diesen Briefen war u. a. angeführt wotdett, Netzt habe von Lieferanten die Einsetzung . von höhere« Preisen in' die Rechnung verlangt, wobei der Mehrertrag ihm und sekstent'Schwager Lorenz zufloß. In der ersten . Verhandlung. hatte der Angeklagte de» Wahrheitsbeweis für' -seine Aeützerungen angeboren und-unter Beweis gestellt, daß bei der „Gör" mit gefälschten, bezw. bl-ind-en Fakturen gearbeitet worden sei. Staatskanzler a. D. Dr. Reüner, Präsident der „Göc"„ der gestern in Durchführung des Wahrheitsbeweises als Zeuge einvernommen wurde, gab über eine Konferenz zwischen dem Angeklagten Löwi, ihm and dem Generaldirektor' He tz k y Aus-' kunft/bei der Löwi auf . seine Frage, ob et in der. Lage: sei,st für dle in dem Briefe enthaltenen Behauptungen den gerlchtsmätzi- -gen Beweis zu erbringen» mit Ja geantwortet hatte. Löwi er- . klärte, dätz er seine 'Behauptung beweiseststverd'e,' worauf N e ß l. v o m' A M t' s u S p e n d i e i t und ihm der Auftrag erteilt wurde,'Löwi zu klagen. . . ' Einer der Anwürfe betrifft den Ankauf eines. G r ä f U.' Stift-Autos durch die Direktoren Lorenz und Netz! mit Hilfe von' blinden .Fakturen. Das'geschah,' wie sich im Be-', weisverfähven herausstellte in der Weise, daß der „Göc" von der »'»W ä sch e A!'-G." - Mkture«. über nicht, erfolgte Lieferungen. i’m Gesamtbetrag von 300 Millionen Kronen ausgestellt wurden!!Direktor Lorenz kassierte sich das Geld bei der „Göc" ein und bezahlte damit das Au.o. Dem'Gericht wurde einst hierüber von Lorenz und. Retzl Unterzeichnete Empfangsbestätigung über 101 Millionen Kronen vorgelegt. Inder Berhöndlstng'wurde auch festgestellt, daß. Direktor L 6 i i n 3 vost. der Wäsche... A!'-G." e i n 6 R e m'u n e r a tst 0 n v 0 n" 60 'M i l l i 0 n e n K r o n e n erhielt^ ' ' ' ' ' ' ‘ : Lorenz und Neßl. «vschldnen eines Tages in der,Kriegsschuhfabrik T s ch stp i t f t a utib wollten 10!000 Paar Schuhe. .kaufen. Herr. Tschepitschka teilte gestern ist der Verhandlung mit, Lorenz habe damals Andeutunaen gemacht, daß er auf eine Ma-nsiekt dU<s*mKÄit«< ätfc cth*t*€i Ah9*t* amu. Provisron re flektiere, was Zeuge glatt abgelehnh hübe. Als er den Schlußbrief in die „Göc" zur -Unterschrift schickte,, kam sein . Bote, mit dem Bemerken zurück,! daß. die . Herren die Unterschrift verweigern. L ö w i . stellte'im weiteren Berlstuf der Zeugeneiüvernahme die Behauptung' auf, daß Lorenz. ' ustd Neßl ... ' , viele Genosienschsften iu der Provinz zugrunde gerichtet haben,-indem ihnen von. der „GSe" P ö f e l angehängt. würde..! «Er werde "ist der .nächsten .Verhandlung einige diesest Genossenschaften bekanntgeben. ■! . ' -' '; Hierauf wurde ein weiteres Mktum, nämlich.die. Behaust-. ' tung erörtert,, daß das Konsortium Lorenz-Neßl im.Jahre 1919. 30.000 Paar Schuhe in die Schweiz verkauft ' hüben, die von der Hauptanstalst für Sachdemobillsierung' zur -Abgabe ün mittellose Arbeiter im Inland, zur Verfügung^ gestellt . wurden. Hiebei sei in der Mktura ein anderer Preis, als ■etvom Käufer.gezahlt wurde, aüfgeschienen Und die Differenz'! ' von 300.000 ‘ Kronen durch den: Ing., 2 0 r e n z, einem Bruder!. . des Direktors, bei' der Deutschen. Bodenbank, behoben worden. . An dieser Transaktion sei auch Neßl beteiligtstgewesen/ ' Dest 'Großkaufmann La. n g teilte gestern mit, es..-sei.'damälsstauch ein Ueßerpreis vereinbart wordest/- da'/.där.' BerMittler-'.'deS Der-" ' kaufes Koße '.Auslägest hatte/Et habd ihm' gesagt, er. m'üssestvoy st dem «Neide. „e t wä s stbstab stn". Dann wurde.die Behäup-'.-. tung der' Verteidigung, erörtert,: daß Lorenz und: Neßl: ihre Stellung dazu mißbraucht! hätten, 'ei««-''^!-«' von' Lfreünderlp*Ge-. st -schäfte zuzuschanzen und ihnen billige. Ware^z'u verschaffen. DÄ- ' artige Geschäfte'-seiest' auffiktiven Konfis du'rchsteführt Äörsten. Hierüber gab ein'. Zeuge stn^M.-!'sei/Kavoy!'Ospf-chenst^'öxbckr,.- ' 'daß Rohseide stund.'.Stoffe' ist,.der/Textilabteilung süv-daS Eafe^ - : Läststtmann durch L0renz^gekauft worden^seiest - . Nach siebenstündiger Dauer wu.rHe' die Pethandlüßst zur"" ' VorladÜna einer.R-ibe.wi'ist'rer- Zeüäen/vertaot.- . ‘ ..'/. UH 6in. neuer ßrsolg der BovenNevilanftalt Me'-wir erfahren, hat der stPräsident''der Boden- .kredi'tan'Mt, Dr. 'Rü'dÄlf S i«st sta d t^. där. -feit einHen, Tagen! in Berlin lvellt, dort itiit der deutHen Giw' Zentralst VeihstMung/n ü>ster drestS ch'a f f u'nstg e. i n e rst. G'i rözstel/t r.a'«le'fÄ.r.O!est e r rste i ch''gspflvgen,^-- unmittelbar vor. dem Miistkluß -stcDn/ Danach,stwird? sich, die deutlM Girozentrale an der zu ^TJjdff:<nden ,. Geldausgloichsstelle, für dve östevozichischen Sparlassen. beteiligen, , so daß nunmehr awf. dsm kdmweg' iiiber 'die! Bo'demr>.ditanststlt jenes . Z i e.'k erreicht -werden.: wird, .' däs.stimstSorninrsr -.v. 7J.. .inifl>!.ge- 'des.!-Z^ammenbrüchesst der- Zentra-lh-aE. der deuffchsn:'Äpavkassett<'ved' .seWt-wurde. . - ' r Wie. bekcmnst -ist: in.«dem... neven-.' ^rWparkMn--' regirlätiv eine st - Bs-silrgmrg dor PöstsprMvsse aw per zu schaffenden Girozentrale. Hr; -1 'bte oster» reiWchen- Gstarkassen"' und" GenstMnschaste.w' vobstMhen. stDaßst di,eise - Gel-dal'sgleichMell'e ststmimeHr 1 -uHerst ' 'den - .Aüsßisie-n. der-^ - B-odenkröditanstM'' -MMnÄestekölmyen roivb] stellt gewissermaßen' einen '. 7:: Echee für die.HmtvÄsparkaffe der Gem«nnde Mdty -r.dar/-^,lestei-ttem-vsMkere'tt-drtntzt--''MenübevsteheK'wiyd^ alA es die Zentralbank geiweifen wäre. Nunmehr ha? die) Bodenkreditanstalt, beziehungsweiise deren Präsident stDr. Sieghart, die Aktion iP..die Hrnd ».genommen .Und'-zum ZVschlusse g?sn'hrt. MÜü.'Wht nMi-fW 'wenn :män-..ma.n.« darin 'eine Fö!«ge der '' . Verbindung der Bodenkr^ditanstalt mitL-.dor- - PDsparkaffe „auf -dem' Uinwbg Ü/ber '-rAK'..ithxst,"ßurch/ den,!Präsidenten -'R e i'!s ch zugeführte Geschäft der U n r o n bank eMi'ckt. ' '1- .... , st- WM H ABEN,/ UNSEBEj^AME^AKTIO^^ER Jahres-Abonnenten Halbjahres - Abonnenten erhalten bei sofortiger Vorausderalilüng äer^ähresbezugsgebühr nach Wahl: . yoaentkwMa&’tavius : SÄMTLICHE W^RkE: In drei eleganten Pracht- leinehbähden,' Mehr als 2000 Seiten,' schönster, klarer Druck, holzfreie s Papier, oder 3£e1mi.riffk&waetx GESCHICHTE DER . JUDEN, Drei vornehme Geschenkbände. 2200 Seiten stai k, ' -oder >'" '■ "• '• $vem.3f£egUn RÄU^STtHÄ,.Ein.heirltLexlstosthAnd m 300neuen Bildernaus Erez Israel Inmelsterhuter Reproduktion. Text v d. berühmten Föischungsreisenden. erhalten bei sofortiger Vorausbezahlung der Bezugs* gebührifölgende Gratisprämien nach Wähl*; JAeodot JVerxI . : - FEUILLETONS. Zwti geschmackvolle Geschenkvbände^: 700 Seiten stark. ., , , : ' " DIB ZIONl >T1SCHE BEWEGUNG?; Z^i Bände in einem hocheleganten Großoktavband. Gebd. cä»; 40Y' Seiten 3¥chrmarava tfriadk f DAS Q5TIÜDISCHE ANTLITZ;' 52 Meisterzei'ch- .nungest Text von Arnold Zweig :flpp«*rifn ■■ ■ DAS SCHÖNSTE JÜDISCHE SAGENBUCH .400 Sehest In mödernem.iLeihehb'ahd/ *: * * Das Jahresaborinement der .,Wieoei Morge'nzeituhg‘ kostet!für Oesterelch S 60.— und S 130 Portosnesen » ,S 4br ,>-alle--.Ld.r.ittn^Unae^Ätzs ^wölfftüchef ’.^les am Kopfe des Blattes angegebenen Mdyatsberchgsp^elses^. rDßglM PDqpesen von S,.230Vim Oe|?nwerte ^der. betreffenden^Landesvaluta;. Die wWiener"Mofgehseititng" kann in Wien in iederTiafik'bezogen werden.

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