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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-28 · Heft 2844 (28.1.1927) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2844 (28.1.1927)
Date
1927-01-28
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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T Welks 2 Wien, Frettay Wiener Morgenzerinns SS. Jänner 1927 Nk. 2841 I' f I Ser Berliner Kurs. ~y, Wien. 28. Jänner 1S27. Nach einer Krise von fast einem Monat Dauer soll heute in Berlin die neue Reichsregierung gebildet wer den. Die Einigung deS Bürgerblocks schien schon vorgestern erzielt, aber eine Revolte des junkerlichen Flügels schien die Früchte der Verhandlungen noch im letzten Augenblick vereisen zu ivollerr. Republik oder Uebergang zur Restauration, das ist die Frage, die von den Rechtsradikalen mit voller Scharfe gestellt wird, und sie handeln sicherlich so ehrlich wie niemals, wenn sie sich jetzt auf keine Kompromisse einlasscn wollen. Der Reichs - Präsident hat ihnen die Türe zur Regierung geöffnet, und er hat dies nicht aus übergroßer Sympathie für die demokratische Republik getan. Er hat vielmehr seinen Witten so deutlich gezeigt, als dies nur immer möglich ist. Nachdem sein Mann, der Wirtschastsminister Curtius, an der Weigerung des Zentrums gescheitert war, das mit den Chauvinisten nicht Zusammengehen wollte, hat ein Brief Hindenourgs das Heldentum des Zentrums loeggeblasen. Nur um der Fahncuehre willen legte man den Nationalen Richtlinien vor, die auch pünktlich unterschrieben wurden. Darinnen stehen allerhand hübsche Sacken, und den braven Republikanern lief das Wasser im Munde zusammen: So stark ist bereits die Republik, daß die Deutschnalionalen s'.e segar schriftlich anerkennen. Sw sind für friedliche Verständigung, für Locarno, Genf, Thoiry, Weimar; sie verwerfen die Po.i.ifierung der Reichswehr, sie unterschreiben Gewissensfreiheit Ver.a sung, Sozialreform, Arbcitcrschutz und Achtstundentag. Wenn auf dieser Basis ein Rechtsblock entsteht, wie müßte dann ein Linksblock aussehrn? Aber dieses Programm ist doch nur vom Zentrum entworfen roorden, um sich dem Reichspräsidenten zu fügen und den Umsatt dem Wähler schmackhaft zu mack-en. Die Deutschnalionalen sollen und wollen in die Regierung. Sie hätten auch noch viel mehr unterschrieben, nur um in die.Macht zu gelangen. Sind sie erst einmal drinnen, dann würde gar schnell klar werden, daß Deutschland vollständig auf die Hindcnburg-Stellung zurückgegangenc ist und daß die Ucbermacht der Reaktion auf der ganzen Linie siegt. Sie fiiibet das Terrain wohl vorbereitet. Der Verwaltungsapparat, die Schule, dir ausroärtige Vertretung sind fest in den Händen der Monarchisten, ihre Tradition des Hasses gegen Juden, gegen demokratischen und sozialen Fortschritt ist anerkanntes System. Der Prozeß war von langer Hand' angelegt und hat der republikanischen Verfassung von Anbeginn an das Leben sauer gemacht. Erst tourde sie sabotiert, dann gah's Geheimbünde, Putsche und Mordtaten, gemildert durch Femeurteile. Dann ging's auf dem Geleise der Legalität. Der Sozialdrmokrat Ebcrt berief Cuno zur Regierung, und damit erhielt die Demokratie das Signal, sich mehr militärsromm, mehr preußisch zu benehmen. Sie verstand den. Wink und Geßler reformierte die Reichswehr, Für den Patriotismus kamen gute Zeiten, und sie wur< den immer besser, je größer die weltpolitischen Schwierigkeiten für England und Frankreich anwuchsen. Herr Stresemann spielte Verständigungspolitik, Deutschland kam in den Völkerbuiw. Nun sind die Gegner beschäftigt, Frankreichs Aktivität ist durch den Fascismus gelähmt, England ist vom Bolschewismus aus der chinesischen Front .gebunden. Die deutsche Nevanchepartci sieht hosfeiüd in die Sonne. Sie unterschreibt alles. Die Junker freilich, di« noch immer sich durch draufgängerische Verkennung der Situation hervorgetan haben, zeigen sich schwierig. Das ist vielleicht nur Komödie,- um das Zentrum und die Demokratie stärker unter Druck zu scheu. Für die internationale Entroicklung ist dies nicht erfreulich. Monn die Deutschnalionalen, der n Ceschä.te nach außen Siresemann befehlsgemäß besorgt, die Erwartungen ihrer Leute hochpeitschen, so werden sich die Komplikationen einstelleu, auf die doch Poincare in Paris wartet. Dann wird es beiderseits, rechts und links vom . Rhein, heißen, die Politik von Locarno hat versagt, der Erbfeind roill nicht den Frieden, Deutschland muß wieder zum Schwert greifen und sich von der Republik lossagen. Nur das starke Heer kann den Frieden sichern. Diese Paraü-llumpolitik ist auf dem besten Wege. Das Heer und der militaristische Geist, der alle dunklen Tendenzen des Pogroms in sich vereinigt, stehen ununterbrochen im Zentrum aller Erwägungen, an den obersten Kriegsherrn knüpfen sich die Hoffnungen, es nochmals mit der Weltherrschaft zu versuchen. Selbstverstättdlich strahlen diese Bestrebungen auch über die Grenze aus, und es ist kein Zufall, daß die Anschlußdiskussion in Oesterreich in der letzten Zeit wieder begonnen hat. Den Berliner Stimmungssabrikanten ist es nicht so ernst um die Sache, wohl aber ihren Vorgesetzten, den Schiverindustrirllen, die bei dieser Gelegenheit das bißchen Industrie, das noch in Oesterreich atmet, abwürgen, oder besser gesagt, kitten könnten. Der Rechtskurs ist überhaupt ihr Geschäft. Er bringt ihnen fette Bestellungen an Kanonen utib Giftgasen. Das neue Blockkabinett sott, fatts es zustande kommt, am 3, Februar bereits seine Programmerttärung abgeben. Ihren Inhalt könnte man schon heute niederschrciben: Frieden, Republik, Locarno. Das sind unter den gegenwärtigen Umständen Enunziationen, die zu nichts verpflichten. Gute Redensarten sind billig wie Brombeeren, und es kommt auf den Geist an, der hinter ihnen steht oder vorgetäuscht wird. Von diesem Geist wird die Welt sehr bald einen Hauch verspür:». Was bisher illegal geschah, erhält den Stempel der Gesetzlichkeit. Die Nationalisten aller Länder jubeln. Es kommen für sie gutp Zeiten. Mm sprechen So» 8. Ae« zwl, Jerusalem. Wir PflciMn gemoinlhin festzustcllen, daß Paltästiina nicht nur ln dar Ztskun'ft ,^ine na'tionale Heimstätte" werden wltd, sondern daß cs borsils heute einen „Anfang der Erlösung" aufzulw.Ilsen hat — nämlich -unser Eindringen in die Landwirtschaft lrrö un's.'pe Verknüpfung mit dem Boden in einem Maße, das das in den Diefpo-roländern übliche bc>i we'tom ü'ba.>IIchreitct. Dic.se Festst, ll-tmg trifst gegenüber dam Lkon cm.! sehen Lebensgnstand der Inden in Len Diaspor-aländarn zu; aber es genügt nicht, ziwilschen dem Wenigen, das wir in di.ser Hinsicht im Lande besitzen, und dem großen Nickt'S in den Galut'Mndern Vergleiche zu ziehen. Mir scheint, man jrßftte eher einen Vorglie-ich anstellen zwischen tm'se-rcm Anteile an Paläsü'na im allgemeinen ir.'b an Larchwirtschaft und Boden einerseits — und dem Anitze-'l n>nser:'S NochbvrvoVkes andererseits. Beginnen wir mi«t den ollgi meinen Zahlen: Di«? almtlich-e V'oMcählun§ der N-.'g'-orung vom OkdeOer 1992 ergeh als Gesamt,-abl der Landeshewobner 757.182. darunter 103.000 Beduinen nnd der Rest 654.000 Städter im-b Dörfler. Seither ist di? Zahl »der Jukwn L«mcch Einwanderung um etwa 63.000 gesticysn. Aus?ordem hat eine wMrlick?? Vcrmchrlmg statt gesuden. die ans o'wa 2 Prozent im J-cchve geschätzt Wird. Die nadürl-ache Vermehrung kann nur. auf den s.'ßhaflen Teil der Vevölkerurg v-eun.'chnet werden; denn cs ist schwer, d-'e natürliche D-erinehr'iinH innerhalb der Beduinen abzuschätzen. b>Av. fcftzust'-llen. ob eine solche überhaupt stad'gefunden hat. Die natürliche Vermehrung der seßhas.'-en Bevölkerung (654.000) während der lc-tzftn 4 Johne ist daher trut 62.000 anznsctzen: die Gesamtzahl der seßlhafbsn Devölkerimg (zurBglich der Cingewanderben) ist dernnach 772.000 und z,'.s-arnmen mit den Beduinen: 875.000 Seelen. Die nörUlüho Zone, die e'.st nach d'r Volksgähl'ung dem brit'ischen Mnr.datsgeüict einivorleiibt w«unde, ist darin' nicht oingeschlossen. Wir gehen jetzt zu der Lage in der Stadt nlber: Nach der erwähnen Volkszählung hdli.es sich dlia Zahl der städiiischen Juden ans 68.600, was damals etwa 26 Prozent der gesamten stärdt'i'schen Einwohnerssaft des Laubes ausmacht?. Se'-tidam ist die Zahl der jüdischen stöditischien Einwohnerschaft um etwa 55.000, d. h. auf 133.000 an^wachsen, -gegenüber ciiner Gesamteinwohwerlschaft von 342.000 ininerhalb der Stadtver- Waltungsaonen, Ä. h. d"r Preaanisatz her Juden in den Städten -ist ans 363 Prozent ’brtr g.,faimten städtlschen B^öl-k-rrung angostiegen. In den verflossenen 4 Jcihaen istaflo .der' Pkozent^ttz her, Juden in den Städlen Pa-kästinaS -um meh r ajS s.ehn Prozent ge sti egen. Wie ist unser Prozentsatz auf dem Lanldo? Zunächst eine kume Voihimorikung: Die Statistik nnterscheidet wohl zwhlkpn Einwohnern von Städten und Einwohnern von Dörfern: jedoch um deren Arbeit und Gcwerb-r kümmert sie sich nicht. Es ist aber kl.ar, daß Dorf- und Kolonst-bcwohner einerseits imb Bauer, bzw. Laridw'rt andemvseits ketnesmegs kengruente Degniffe sind. Die Zahlder Landwirte ist Lilberall wesentlich germgor als die der Dorfbewohner, besonders bei nn>s Juden. Demgcg'sna'i'be'r besasfan sich viele Stadtbewohner mi'it Landwirtschaft, besondersdm Ara* beirn, so daß sich die Zahl der arabischen Bauern dank Le-r Ex'-steng von tausenden städtischen Fam-ilien (unter 820.000 eirabiscken Stadtbewo-Hnern). die sich mit praktischer Landwirtschaft «befassen, de facto erheblich per« größert. Trotz id>'cs'?r Dorbemerkung werden wir uns jedoch aus d'cf-enigen Zahlen beschranken müssen, die «uns die Negi'.evung^->:?hlttng zur V-ersügung gestellt hat, und )ies-e, wie oben, enisprechend dm natürlichen Vermehru-nM-e'lte^ von etwa 2.2 Prozent korr-igieven, der für Juden urld Aveter gleicherweise angenommen w'r-d. Im Jahre 1922 betrug die Zahl b-cr Einwohner-- schaft autzerl'^b der Stabte — d. h. Dörfler und Nonmden — 493.000, davon 103.000 Bedn-'nen und der R -st Dorfbe-wol-ner. An<s dem barei-ts erwähnten Grunde (daß wir nämlich nicht wissen., cd!nnerl>alb der No- 'madenstäimme ein naliürllchcr U-.hersch'ub erzielt ist) wollen wir d» natürliche Vermehrung nur auf die dörfische Einwohnerschaft, d. h. auf die 374.000 arabischen Dorfbewohner, in Anrechnung bringen, wob-, für vier Ja-Hre ein Zuschuß von 32.000 resultiert. Im g-ine.en -ist die arab'ifche Lents^ölkerung hen-t? a^o aus 405.000 b's 400.000 ei-nzifchätzen, und zusammen mit dem jüd!* sch'sn Anteil an d-ar Lar.bbevöl'kerung — aus e!wa 430.000. Z>"ifammen mit den Beduinen st-eig't diese Za-Hl auf-533.000 an. Die Z^bl der ans d-'M Lande lebenden Juden b'lcrift sich zur Zeit auf etwa 25.000, d. h. in summa 6.8 Proeient der gesamten ländlichen BevöT-erung. falls die Beduinen n'>5t d'-arrg-?rechnet werben. Im umgekehrten Feille sinkt der Prozentsatz der J>0sn aus 4.7 Pvoi ert. Es ist etnit wchk'SN'd, daß ein solcher Prozentsatz gerad 'yn winzig zu nennen -ist, und er bew iisst nuir, wie weit wir noch von dem Ideal entfernt sind, alS normales Vol>k c«uf Hei matloben zu wc'hnen. ES verlohnt fick» p'-e-kleicht au<b. ftstn,halten, baß die Christen, die zaVsmuMg nur die Hä'ljte von uns) ausmachen, doch ^twä 18.000 in der Land>bEkcruny aufzirweis'en'lMen, d. s. 3,1 Pro^erft von der G-tf-c-m^ahl. In bezug av,f daS zahl-eumrüßige V^rßäVlniS der La.n>r-b-.wcHncr zu ih-ren r-espeltiren C«lauben§gem<'inschaften herrscht ein rOc. großer U-w.«.schied. Die moham« miedan'schen Qru.Libewohn.ir (115.000) betragen — auS- .sel/ließlti.ch der Bed-u'uen — 62 P/.eoent der mcl'am* m-edänischen B.völ'l-.eeimg: m.rd nitrier Hinzurcchrmn-g der B-'dt'iuen ste-'gt die Zahl aus 77 Pr-rgeu.'t. ll>w!>.''r den Christen beträgt die Zahl dar Dorfbewohner 18.000 bis 19.000, d. h. annahe-uitb 26 Prozent der Gesamt'ah'l &ir Christen iutt Lande. Bei den Juden ist der P.-eegeu/satz n>ci.h kleiner als der d-er Christen, ck,gleich.ihoe abs-Äude Z-eil)l an Dorfbewohnern unb Landmiutien, nämlich 26.000, die entipr-cchende Zahl tcr Christen um 6000 übersteigt. Die Zahl dar Döesl-er innerhaD der palästineu/sischen Judenheit beträgt niur 1 6 Proze-nt. Um rms m-it den Christen in der Höhe des prozieu/ual-en lanU.virtscha-ftlichen Kontingents messen zu können, müs'wn wir die Zethl unserer Landwirte sofort um 12.500 verm-el/-en; um den Praxen.'su-tz tec M,)l>a-mm-edan.er (cihn-e die B.lie-ui-nen) in erre'chen, müs7'ien wir tft t-en 26.000, die Lcrc-itS vom Baden l.ben, noch we'iter-e 69.000 M-en-)7,en ans dem Lande ansi dein.. Steht rr.t.3 aber iufiit hinreichend Boden zur Dorsügung? 2. ' Gelten wir j-etzt zu unftrem V-odcnbssitz Wer. Wie geotz -ist die Boden-flache des Mandatsgebietes in Palästi-na? Dr. Nup-pin schätzt die DesemrÄod-enfläche m.'it 22 Millionen Tmtam c-in. Meiner Ansicht nach ist i< i'.'ech die 0'i’itaMtg nicht genau, uLnl-ich zu klein. Jir dem Buche „Er-ez Israel" (von D. Den Gor-i-on und I. Den Zlvi) find-e-t sich eine g>mauere Schätzung, die sich tze-irls aief die M-essungien des „Pal-estiine Exploration Fund", teils auf den Vergleich mit den verschiedenen autoritativen Abschätzungen stüht. Nach di.s-en Qu'llen ist dar westliche Teiil Palästinas, d. h. das eigeni'.l-iche Mandatsgebiet, auf 26.000 Quadratkilometer anzusetzen. In dieser Gesamtzahl sind enthalten: 1. 60-10 Quadratmeilen,-dis von der oben evvähnten englischen Gesellschaft vermessen wurden („von Dan bis Beei'-Schrwa"), und-! 2. der südlichvon Beer-Schewa bis zum Meerbusen von Elath (Akabah) gelegene Landesteil, der 4000 Quadratmeilen umfaßt. Das sind im ganzen rmtd 10.000 englisch? Quadratmei'en odec 26030 Quadratliiomeler. Irr dieser Zahl ist der Bezirk El-Arish — etroa '6000 Quadratkilometer — .noch nicht mit r-cinbegrifsen. Iw Dunam ' sumgerechnet, beläuft sich die. gesamte Boden seiche auf >28.900.000 oder rund 29 Millionen Dunam. T<cse beiden Zahlen — 875.000 Einwohner und 29 Mil ienen Dunam -rr geben uns die MögliMoit, den auf jeden einzeliren Landcsbewohner (natürlich nur theoretisch), im «Mittel entfallenden Bodenanteil zu errechnen. Dieser, Bodenanteil ist 33.1 Dunam pro Person. Auf jeden einzelnen Landcsbewohncr entfallen also im Durchschnitt 33.1 Dunam. Wir wollen jetzt untersuchen, wieviel Boden auf jeden einzelnen Juden im Lande kommt. Die Gesamtsumme der in jüdischen Händen besi/.dlicherr Boderrslächen beträgt nahezu.eine Million Dunam. Darin - sind sämtliche Ländereien d-es Na.'imalsoe.ds, der PICA., der Kolonien und Privatbesitzer ierbegrifseer. Eine Mil-, lion Dunam ist nachunserer Rechnung der 29. Teil, das! heißt 3.64 Prozent Eesamtüod-ettsläche. Teilen wir. diese?Zahl — eine Million Dunam — durch di? Zahl der jüdischen Einwohnerschaft im Lande, so erhalten wir ztrsammm 0.6 Dunam pro Person. Auf diese Weise finde» nür, daß der auf jeden ciuzeiuen Juden entfallend-z Bodenanteil nur ein Fünftel von demjenigen Betrag ausmacht, der ihnen — auf den Einwohner allgemein berechnet -rzukommen müßte. Diese Rechnung bedarf jedoch einer ffdnPtt Korrektur: es sind ttämlich die „toten" Büd?n (stildlischer Boden, Wege, Sümpfe, Ge.vusser und ähnliche unbearbcitbare Flächen) abzuziehen; eienso die Djistlikuitd Mahiul- Vöderr, weil diese letzteren der Gesamtün.oohncrschast U'.td nichit den Arabern allein gehören. Die toten Böden belausen sich auf 0.5 Millionen Dunam, Dsiitiik und Mahlul - mif wertiger als eine Mil neu. Ziehen wir dies von der Gesamtbodensläch? ab, so erhalten wir 81.5 Millionen Dunam als Flache des bearbeitbaren (de faeto beaÄeitetm oder unbcarbeitetert) Bodens. Subtrahieren wir' davon tjr dm Juden gehöriges Millien Dunam, so bleiben noch etwas mehr als 20 Millionen Dunam. Teilt man diese Zahl durch 726.000 (das ist tls Zahl der nichtjüdischen Brwohn.r Palästinas), so echAt man ruttd 23 Dunam auf den Kopf der arabischen Bevölkerung. Da der Vodeuauteil der Inden nur 6.6 Du» nam pro Kops betrügt, so ist er nur ein Viertel vo» dem der Araber. Aus diesen Erörtcrungetz geht hervor, daß wir, um unseren relative» Bodenanteil dem der Araber gleichzubringen, den jüdischen Bodenbesitz im Lande vervierfachen müssen. Die Minimalanfgabe des. KK'L. muß 'cs s-ln, dm relativen Bodenanteil der Inden mit dem der t.ichtjüdft scheu Brtvohtter Palästinas aus gleiche Höhe zu bringt» r

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