Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2839 (23.1.1927)
- Date
- 1927-01-23
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2839 Wien, Sonntag dieses neueste Stück finanzieller Liquidation nusgeführt wird, erklärt sich allerdings aus der Angst, daß vielleicht die Pfandgeber sich melden und Ansprüche stelle'.: könnten, denn ausdrücklich heißt es in dem Motivenbericht, daß die Parteien über diese Pfänder und Depots Pfandscheine und Erlagsbestätigungen der Oesterreichisch-ungarischen Bank erhalten haben, die sie jederzeit unter Zahlung des allenfalls noch aushaftenden, Meist geringfügigen Betrages geltend machen können. Und charakteristischerweise wird noch hinzugefügt, daß mit Rücksicht auf die seinerzeit von den Spekulanten massenhaft aufgekauften Pfandscheinen die eigentlichen Schuldner den Pfandschein nicht mehr besitzen, folglich, selbst wenn sie die Schuld bezahlen, das Pfand nicht beheben könnten. » Der Gesetzentwurf übt also nichts mehr und nichts weniger als die weise Vorsicht, einem solchen Erscheinen von Pfandschuldnern, die die Restsumme bezahlen und Ansprüche stellen könnten, vorzubeugen. Unterdessen sind aber die Kronengläubiger nicht gewillt, sich ihre Rechte durch eine solche Schuldenmoral des Staates schmälern zu lassen. Insbesondere in Deutschland wird der Widerstand dagegen immer stärker, und die im Besitze von Kronentitres befindlichen deutschen Gläubiger haben sich zu einem Schutzverein zusommcnqcschlossen, der die Unterstützung der deutschen Regierung bereits gefunden hat. Der im Sommer vorigen Jahres gebildete Schutzverein deutscher Kronengläubiger ist auf Betreiben der großen deutschen Banken gebildet worden, die auch die Aktion des Vereines finanzieren, der sich zum Ziele gesetzt hat, die Rechte der deutschen Inhaber von öffentlichen Schuldtitres, die durch den Währungsverfall entwertet wurden, gegenüber den valorisationsfeindlichen Negierungen zu wahren. Der Schutzverein strebt prinzipiell die Wiederaufnahme des Zinsen- und Amortisationsdienstes öffentlicher Anleihen in vollem Goldwerte an, wobei er allerdings bereit ist, auf die Leistungsfähigkeit des Schuldners (der öffentlichen Körperschaften, die-die Anleihen emittiert hatten) Rücksicht zu nehmen und mit ihnen im Verhandlungswege einen Ausgleich zu treffen. Die Konzessionen,' die der Schutzverein den Schuldnern einzuräumen bereit ist, sind in den deutschen Auswertungsgesetzen vorgezeichnet, insofern diese eine Klausel enthalten, wonach die deutsche Negierung die Vorteile der Valorisierung den Angehörigen jener Staaten-entziehen kann, welche ihre eigenen öffentlichen Markanleihen nicht valorisieren wollen. Der Schutzverein bekämpft daher vor allem jene gesetzlichen, in den Nationalstaaten geltenden Bestimmungen, wonach ausländische Gläubiger eines Schuldners für ihre Forderungen keine höhere Aufwertung verlangen können, als sie nach dem Rechte des Heimatlandes beanspruchen dürfen. Mit anderen Worten: wenn beispielsweise in Oesterreich oder in Ungarn die Rechte der deutschen Gläubiger' dadurch geschmälert sind, daß diese Länder keine gesetzliche Valorisierung kennen, so wehrt sich der deutsche Schutzverein gegen.eine Anwendung dieses Prinzips auf die deutschen Gläubiger. Er macht hiebei sofort das deutsche Aufwertungsgesetz geltend, welches Forderungen, die nach Wahl der Gläubiger in der einen oder anderen Währung zu befriedigen sind, als Goldforderungen unverkürzt bestehen läßt. Daraus ergeben sich schwerwiegende Konsequenzen für alle öffentlichen Körperschaften, die in den Nationalstaaten Anleihen emittiert haben, denn der Schutzverein stützt , sich sowohl auf das deutsche formelle Auswertungsgesetz, wie auf die praktische Auslegung dieser Gesetze durch die deutsche Judikatur. In einem Falle hat . der Schutzverein bereits eine solche Aktion gegen eine fremde Gesellschaft mit Erfolg geführt, und zwar in der Angelegenheit der Obligationen der Naab—Oedenburg—Evcnfurter Eifenbahngefcllfchaft. Auf Betreiben des Schutzvereines knüpfte die Reichsregierung Verhandlungen - mit der ungarischen Negierung an. um die Rechte der Gläubiger zu wahren, Verhandlungen, die tatsächlich ein für die Obligationäre günstiges Ergebnis gezeitigt haben: ...... * Den größten. Widerhall fand die energische Unterstützung, die die deutsche Negierung den 'Markprioritäten der Steg angedeihen ließ. Es. dürfte gewiß von größtem Interesse sein, die einzelnen Phasen dieser -Aktion zu rekapitulieren. 1. lieber die Markprioritäten der Steg vom Jahre 1683 . hat Deutschland zum erstenmal im Jahre 1926 gelegentlich des Prager Akkords ein Aide-Memoire überreicht, welches jedoch auf der Prager Konferenz nicht zum Ziele führte. 2. Ein weiterer Schritt erfolgte im Frühling 1926, im Zusammenhang mit Fragen der Märkabteilungen nordböhmischer Sparkasseninstitute. 3. Ende Oktober 1926 wurde von deutscher Seite abermals interveniert unter Berufung auf die Gerüchte über ein neues, in Vorbereitung befindliches Gesetz betreffend die'Markprioritäten. Die deutsche Negierung sprach den Wunsch-nach Verhand» ' lungen aus, noch bevor das beabsichtigte Gesetz geschaffen würde. Da diese Note eine Zeit lang unbeachtet blieb, wurde sie 4.. erneut in Erinnerung gebracht, worauf dann anfangs Dezember von der tschechoslowakischen Negierung eine Empfangsbestatis gung cinXtcf. 6. Zu Weichnachten erfolgie von deutscher Seite eine Denkschrift über diese ganze Frage, in der die frühere ,Note in Erinnerung gebracht wurde. Verhandlungen zwischen der tschechoflowakischen und deutschen Regierung sind , bisher nicht eingeleitet worden. Da um die Jahreswende sich die-Nachrichten immer mehr verdichteten, daß die tschechoslowakische Finanzverwaltung den gesausten Komplex der Markschulden regeln wolle, wobei für die Gläubiger ciuc: 3prozentige Valorisierung in Gold in Aussicht gestellt. sei, so war die deutsche Negierung entschlossen, diese Frage vor einem internationalen Schiedsgericht aufzurollen. Dazu ist es bisher jedoch nicht gekommen, da der erwartete Gesetzentwurf, beziehungsweise die tschechoslowakische Verordnung Wie«« Msrgenzeituns bisher nicht erschienen ist. Wie uns berichtet wird, geschieht dies aus dem Grunde, weil die tschechoslowakische Finanzvcrwnltung es für zweckmäßiger hielt, zunächst die Entscheidung des deutschen Reichsgerichtes abzuwarten? an das nach der für die Markgläubiger günstigen Erledigung des Berliner Kammergerichtes die Staatseisenbahngesellschaft appelliert hat. Es ist in den Intentionen der tschechoflowakischen Regierung gelegen, zugleich mit der Frage der Markprioritaten der Steg auch sämtliche übrigen Markanleihen z« vereinigen. Sie hat sich gewissermaßen selbst ein Jmcktim zwischen dieser Anleihe, die zwar nicht formell, jedoch faktisch eineGoldklansel enthält (wiewohl diese von der Reparationskommission abgelehnt wurde, da sie dem sonst üblichen Text nicht entspricht), und den übrigen Markanleihen (der Aussig-Teplitzer, Dux-Bodenbacher, Prag-Duxer usw.) geschaffen. Aus diesem Grunde lvurde die Erledigung der Marckanleihen hinausgcschoben. In ' den Kreisen aller Vorkriegsgläubiger sieht man mit begreiflichem Interesse dem Ausgang dieses Konfliktes zwischen der deutschen und tschechoflowakischen Regierung entgegen, um so mehr, als damit ein Präjudiz für alle Kronen- und Markanleihen, sofern hiefür der Bundesstaat Oesterreich oder andere . öffentliche Körperschaften in Oesterreich haftbar sind, geschaffen tväre. Ein Blick in die Kommentare zu den deutschen Auswertungsgesetzen ergibt sofort, daß jeder Versuch des österreichischen Staates oder der öffentlichen Körperschaften in Oesterreich, die Anleihen emittiert haben, sich mit dem Einwand, daß ausländischen Gläubigern keine bessere Behandlung zugebilligt werden könne als den österreichischen, von den Schuldverpflichtungen zu befreien, an dem hartnäckigen Widerstand der deutschen Regierung scheitern müßte. Die deutsche Regierung wird gewiß auch den österreichischen Schuldner nicht schonen, sie handelte nur in Beobachtung eines ökonomischen Prinzips, indem sie sich zuerst an den größeren, keistungsfähigeren und mächtigeren Schuldner, die Tschechoslowakei, hält, um dann ihre Aktion gegen die minder starken Schuldner fortzusetzen. Sklarz wegen Betrage» verhaktet. Berlin, 22. Jänner. (Wolfs.) Wie dcr „Lokalanzerger" meldet, ist Heinrich Sklarz gestern abends von der Kriminalpolizei wegenBetruges fest genommen und ins Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. * ‘ Gegen Sklarz, der als Vertreter der Metallum A. G. Döllersdorf „sanieren* sollte, lief auch jn Wien eine Strafuntersuchung, bet er sich durch rechlzeitige Flucht zu entziehen wußte. Der Strafprozeß gegen die anderen hervorragenden Funktionäre der Wöllersdorfer A. G. hinderte. allerdings nicht die Bundesregierung, sich in Ausgleichsverhandlungen mit der Metallum A- G» einzulassen, die allerdings nicht zum Abschluß gelangt sind, weil die Regierung auf seine Forderung, die Strafunlersüchung auch formell einzustellen, nicht gut eingehen konnte. Fraar and Lira. Im Devisenverkehr ergaben sich gestern nur geringe Kursv>.rschiebungen. Die Lira hat sich in Zürich von 22.43 auf 22.50 erhöht, der Franc von 20.58)4 auf 20.54)4 ermäßigt. Der Notenumlauf in Frankreich hat sich nach dem Ausweis der Bank von Frankreich vom 20. Jänner um 704 Millionen auf 52.8 Milliarden Francs vermindert. Die Vorschüsse an den Staat weisen eine Abnahme um 000 Millionen auf 33.65 Milliarden Francs auf. Ae Bedingungen der lruiMlheii Kousolldlerungsanlelhe. Mr haben gestern über eine große finanzielle Transaktion der französischen Regierung berichtet, wonach die öprozentigen Schatzbons - -vom- Jahre 1922 geg»:n solche mit lüjähriger Laufzeit konvertiert nwrden, die am 15. Februar ausgegeben werden sollen. Wie nun ans Paris gemeldet wird, werden die Bons mit einem Ziesengmuß von 7 Prozent ah 1/ Februar und einem Nominale von 600 Francs, .ausgestattet sein und zu 462.50 Francs aufgelegt werden.- Die Differenz zwischen dem Einlösungspreis der alten Bons und dem Ausgabepreis der 15jährigen Bons wird den Uebernehmern i m Augenblick der Zeichnung aus gefolgt werden. Die Zeichnungen, die nicht durch Umtausch, sondern durch Barzahlung erfolgen, sind mit zwei Milliarden begrenzt. Die Amortisierung erfolgt teils durch Rückzahlung zu 550 Francs im Wege von Verlosungen, teils durch Rückkauf an dex Börse. Re palMnensWe Hypothekenbank. Dr Hantke — Vorsitzender, de» T-irektoriumS. In Jerusalem fand, wie uns von dort gemeldet wird, die Konstituierung eines neuen Direktoriums der aus den Mitteln deS Keren Hajeflod gegründeten ^hpothekenbankftatt. Vorsitzender des Direktoriums ist .^err Dr. Artur H a n t k e. Die Exportkoeditversichevung in Oesterreich. Das Gesuch um die Konzession für pre neu zu grüßende Gesellschaft, welche das ExporÄrediwevsicherungsgeschäft betreiben soll, sit bereits bei der Negierung überreicht worden. Die Negierung hat daraufhin Nachträge und Erklärungen von den Proponenten abverlangt, die nunmehr der. Regierung übermittelt worden sind. Man rechne: damit, pqß. die Konzession in den allernächsten Wochen erteilt werden wird, worauf dann im Februar die Konstituleruny der neuen Gesellschaft erfolgen könnte Es scheint bereits zremlich festzustehen. daß sich die Versichert ngSgesellschaften mit Sv Prozent, die Banken mit 26 Prozent und die Industrie und Handel mir zusammen 40 Prozent an rer Zeichnung des Mtienkapitals in der Höhe von insgesamt fünf Millionen Schilling -beteiligen werden. In: 23. Jänner 1927 Gerte t8 . II■ '.■■i ."i.i*—— ■ iy i i »>—»—» |" ‘ . "71 günstigsten Falle konnte die neue Gesellschaft im Monat März ihre Tätigkeit beginnen. Die RuckversicherungSverteage filvd bereits so weit abgeschlossen, daß sie mit dem DeAnn Äkr Tätigkeit der neuen Gesellschaft in Kraft treten können. Streichung der „Geg"-Mtke. Der Handel und hie Kotiz in den Mtien der „Geg" Büroindustrie A. G. wurde von der Wiener Börsekammer sistiert. ><i über diese Gesellschaft, wie ckssr gestern gemeldet haben, das Ausgleichsverfahren eröffnet wurde. Goldexporte der Bank von England. Aus London, 26. ,d. M., wind telegraphiert: Die Bank von «England exportierte heute nach Spanien 31.600 Pfund Sterling und N«h Holland 8000 Pfund Sterling Münzgolld. Verhandlungen Über ungarische Wagganlieferungen an Rumänien. Aus Budapest, 22. d., wird telegraphiert: Wie „Magtzarorsglig" meldet, schweben gegenwärtig zwischen de>r rumänischen Eisenbahnverwaltung und dem Kartell der ungarischen Waggonfabriken Verhandlungen -wegen Lieferung von P-ullmann- und Güterwagen im Werte von vier Millionen Dollar. Abnahme des Notenumlaufes in Pole». Nach dem Ausweise der Bank von Pole,: vom 10. Jänner ist der Notenumlauf in P^len um 88 Millionen auf 554.62 Millionen Zloty zurückgegangen. Der Silberu:.d Schebbemünzenbestand ist um 2 Millionen auf 27 Millionen zu.rückgegangen. Betktebs:4nschränvnngen im Ost rau -Karwiner KoUenrevler. Aus Mährisch.Ost rau wird telegraphiert: Jn vielen Kohlengruben des Ostrau-Karwiner Reviers werden wegen schlechten Kohlenabsatzes bereits Leerschichten eingelegt. Jn einigen Grüben, wird nur an vier Tagen der Woche gearbeitet. Auch die Zahl der Arbeiter wird allmählich reduziert. Die Umstellung der ungarischen Werte. In nachbenannten ungarischen Werten sind folgende neue Schlußeinheiten festgesetzt worden: In R i m a ein Schluß zu gehn neuen Mtien gleich 50 alten Aktien, in Ungarischen Hofherr ein Schluß zu 50 Stück. In Ungarischen Kredit betragt der Schluß 9 neue Aktien gegen 25 alte Mtien. Holzwirtschastliche Vortragsreihe. Wie wir erfahren, veranstaltet der Ausschuß für wirtschaftliche Betriebsführung im tzauptverband der Industrie Oesterreichs, als bedeutsame Aktion im Sinne der modernen Nationalisierungsbestrebungen eine holzwirtschaftliche Vortragsreihe zur Unterstützung der östereichischen Holzwirtschaft und Sägeindustrie. Die erste Veranstaltung (im kleinen Saal des „J»du>strtehauses", Wien. 3. Bez., Schwarzenbergplatz 4) findet Dienstag,. der« 26. d. M. (17 Uhr 30) statt: Dir. Ing. H. Bruck man n: Sägewerkseinrichtnng in Vergangenheit, Gegenwart - und Zukunft (mit Lichtbildern); hierauf Mittwoch, den 26 . d. M. (16 Uhr 30), ebendort: I. Ä b e l e s: Rationalisierungsmöglichkeiten der österreichischen Cägeindustrie; W. Pelleter: Die Aufrichtung: der österreichischen Holzindustrie als volkswirtschaftliches Problem. Anschließend Diskussion. W eier Börse. S-ft. Fortgesetzte ausländische KaufordreS und MeinungSkänfe der Spekulation bewirkten bereits. bei Eröffnung «ne Erhöhung der Kurse der .meisten Kulissspapiere. Die. im Sinn« des ungarischen GolAbilanzengesetzes zusammengelegten Rima (im Vevhaltms von 5:1) und Ungar. Kredit'(im Verhältnis von 26:9) wurden gestern zum erstenmal rrr den nouen Schlußeinheiten (zu je 10 Stück) gehandelt, wodurch sich anfangs eine gewisse Unsicherheit ergab, die jedoch alsbald überwunden wurde. Im weiteren Verlaufe des Verkehrs steigerten sich die Umsätze in Staaisbahn und Alpine, die weiterhin zu höheren Kursen aus dem Markte genommen würden. Der Schluß war namentlich für österreichische und tschechische Montanvapiere fest, während Trifailer und Lombarden nachgegeben haben. Besonders kest warder Schranken gestimmt. Das anhaltende Interesse des Auslandes-kam in einer lebhaften Nachfrage für schwereHZapierr zum Ausdruck, von denen Nordbähn und Jungbunzlauer mit dem Pluszeichen aufgezogen wurdeni, Bei'tsch er Magnesit erreichten den Stand von 1770 S, Lebhgft war das Geschäft in tschechoslowakischen Montanpapieren, . besonders Berg und Hütten.und Prager Eisen. Aber auch ungarische Werre haben sich befestigt. In österreichischen Jndustriepapieren w-rr das Geschäft gleichfalls lebhaft, Austria Email und T e r n i tze r wurden mit dem Pluszeichen ausgezogen. Etwas schwächer waren u. a. Nationalbank und Per.lmooser. > Auf dem An läge markt hoben sich Renten zum Schlüsse' etwas gebessert. Sehr lebhaft war das Geschäft in Wiener Anleihen. Die vierprozentigen Lemberg-Ezernywitzer Prioritäten haben wieder etwas angezogen. Die vom Staate zur Zahlung übernommenen Eisenbahnvbligationen verkehren.gleichfalls in freundlicher Haltung. Im Stellagenverkehr notierten per Ultimo Fe» bruar: Oesterr. Kredit 3.26 bis 3.76, Staatsbahn 8 bis 6, Alpine . 8 vis Y, Rima 6.50 bis 7, Salgo 9 bis 10; ferner per Ultimo März: Oesterr. Kredit 4 bis 5, Staatsbahn 11 bis 13, Alpine 12 bis 14, Rima 8 bis 9, Salgo 13 bis IS. Kassakurse: Bankverein 1220, Oesterr. Kredit 17.20» Giro- und Kassenverein 46.—, Unionbank 6.66, Verkehrsbanik 3.60, Nordbahn 1020.—. Staatsbahn 62L0, Grazer Brau 146.—, Lernborger Brau 62.80, A. E. G. Union 9—, Siemens 24.97, Elin 4L.60. Ung. allg. Kohlen 522.—. Alpine 48.60, Mannesmann 49.—, Poldihütte 131.60, Prager Eisen 272,-^, Skoda 160.—, Kabel Draht 23.26, CoSmanoS 79.5g» Färb. u. Druck 90.—, Teppich Haas 7.60, Semperit 21.1v. Quoten: Franz-J^osefsbahn-Prior. 3.46. Exoten: Mraznica 2.50 bis 2.60. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte. Im gestri» gen Beökehr sprach sich die Temenz in Roggen weiter fest aus. Mais hat sich auf den Höchstlkrrsen stabiltsiert. Es notierten für 100 Kilogramm in Schilling: Weizen, Wiener Boden, 40.5Q bis 41, ungarischer 46 bis 47, Roggen, Marchfelder, 38.78 34.76, sonstiger 33.50 bis 33.50. Mais 24.75 bis 25.75, Hafer, inl., 26.25 bis 26.76, Gerste 84 bis 41. Es notierten für 190 Kilogramm Mehl in Schilling: Weizenmehl, inl.. 72 bis 76. ungarisches 68 bis 73, Kochmehl 67 bis 69, Brotmehl 53 bis 56, Roggenmehl 53 bis 66, Futterinessl 30 bis W, Weizei'-. kleie 20 bis 20.25.