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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-23 · Heft 2839 (23.1.1927) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2839 (23.1.1927)
Date
1927-01-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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1 Polen: 25 groszy | Wien: Zam Abholen iftdet Expedition, II., Taborstr 1-8 oder in einerVerschleißstello (Trafik) wonall.b Schilling Straßenverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldachmied, I., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho Slowakei! Mon K22 Jugoslawien: Mon. Din. 60 Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Om.4. Frankreich« Belgien: Mon. Free. 85 «flaensei fraisef b 0 h o a er e o »ar aballa» «r.?m Wiener orgenzeilung I Preis re» O | England: Mon.4SchilIing Italien Monatl. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Bulgarien: Mon. 100 Lewa. S c hw e i % und das übrige Ausland monatlich Frcs. & Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab' 6 Dhr abends1 Telephon Nr. 31-0 86 u. 31 209 VH., Lerchen te!der*traßo 1 (Druckerei „Inva“) Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr 150 693 Me«. Souulaa. LS. ISnner 1927 <80. Schewat 5687). S. AaHrgsuu Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetztes B gekennzeichnet. AUEINIOE ANZEIGEN-ANNAHME ANNONCEN S SCHALER WIEN, WOLLZEILE 1t. - TBL. 76-0-81, 76-0 87 lällällsliälSigHlHliHllällälaläIHtsraiilSa Schuh vor Ansteckung besonders bei Grihpegefahr durch Das ärztliche Merkhlatt „Verhaltungsmaßregeln bei Grippe" auf Wunsch kostenfrei durch Bauer & Cie., Berlin, SW 48,' Friedrichsstraße Nr. 231 $CHU HMO D ELLWERKSTÄTT WIEN Mt. BURGGASSE 5. ficacnBlelcr * lllr ACIAD «JÜAN Dienstag, den 25. Jänner, V,8 Uhr abends in den Olympiasälen, I. Bez., Rotgasse Pro g r a m m:. , 1. Kammerorchester der Hakoah: Händl: Largo (Dirigent Walter Hahn). 2 Ein'eitende Worte: Dr. David, R o t h b 1 u m (hebräisch). 3. Gedenkrede: Dozent Df. Harry Torczyner ^Berlin) 4. Kammerorchester der Haköah: Mozart: Maurische Trauermusik (Dirigent Waller Hahn). Karten sind im Sekretariat d«9 Zionistischen T^ndeskomitees, I. Be*, Kär»tn»rstra3o 28, erhältlich." (Telephon Nr. 77.4-85, 77-4-66), Anßerordentlicher Minifterrat in London. Kugiauds chlnrstsche Sorge«. London, 22. Jänner. Dis Lage in China ruft hier lebhafte Besorgnisse hervor, die durch die gestrige Sondersitzung des Kabinetts und einen wcrttrs für heute erwarteten Minifterrat noch vergrößert wurden. Von den helmeilenden Ministern ist Lord Birken« head bereits in Lo ndo n ein getroffen; Schatzkanzler Churchill hat seine Mittelmeerfahrt unterbrochen und wird binnen kurzem zurückerwartet. Aus China kommen nur spärliche Nachrichten, und es ist möglich, daß gerade die amtlich enTelegramme von den Kantonleuten zurück behalten werden. Die kurzen Nachrichten, die eingettöfsen sind, besagen, daß cs den Kantonfül'rern schwer falle, die extremen Arbeiterelemente zu kontrollieren. Sowohl H o l l ä » d e r als auch Spanier werden b e l äst i g t. Auskühr I« Schanghai. London, 22. Jänner. Wie „Evening Standard" meldet, kam es heute in Schänghai zu einem Aufruhr, die Erweiterung der 8ewi!h Agerictz. M klltfellbung der sachveMMgrurommMLn. Berlin, 22. Jänner. Die Zionistische Korrespondenz meldet aus N e w h o r t zü dem vom Präsidenten W e i zm a nn am 16. Jänncr lpitgeteilten Abkommen mit der von M a r s h öl l Und Felix-W a r b u r g geführten nichtzionistischen Gruppe: Die nach Palästina zu entsendende Kommission soll gemeinsam von 'der. zionistischen Organisation und der nichlzionistischen Gruppe gebildet werden. Es sollen wirtschaftliche Sachverständige aus allen Ländern zur Teilnahme eingeladen werden-. Es verlautet, daß einer derVize Präsidenten der Kommission Herr Marburg sein wird. . Eine erregte Zevatte. Newyork, 20. Jänner. Wie die Jüdische Telegraphen- Agentur erfährt, ging der Unterzeichnung dys Agcncu- Ueberemkommens durch Dr. Weizmann und Louis Agentur erfährt, ging der Unterzeichnung b:s Agcncylestitve Appeal voraus, in der der Briefwechsel und der Text des Ueb er sin ko mmenS betreffend die Erweiterung der Jewish Agency Gegenstand e i n e r s e h r er regten.Debatte war. Einige der Mitglieder der Exekutive sahen in dem Briefwechsel und jn der Form des Uebereinkommens einen Tadel der Politik amerikanischer zionistischer Führer in der Angelegenheit der r u s s i s ch e n Kolonisation. Schließlich wurde dem Uebereinkommen, w i e e s v o r l a g, zugestimmt. Jn einer Ansprache an die Mitglieder der Exekutive begrüßten die Herren Louis Lipsky und Stephen S. Miss die endliche Unterzeichnung des Abkommens, wodurch zwischen dem Joint Distribution Committee und der Zionistischen Organisation eine neue bessere Situation geschaffen worden sei. Ae 3«k««ft von Haifa. Wellungen bei Sbetfteu ftenttrörtnn. New York, 22. Jänner. LBerst Kenworthy 'hielt bei einem von der Zionistischen Organisation vermrstalteten Empfang eine Rede, in der er u. a. erklärte: „Der Hafen von Haifa soll zu einem Tiefwasser- Hafen ausgchMt'werden; er wbrd d>ar Haupthafen des Orients sein, das, Ende der Röhrenl-ridung für das Erdöl von Mesopotamien. Palästina wird für den. Mittleren Osten das werden, rvas Holland für Europa ist. und Haifa wird die.Rolle Rotterdams' spielen. Die Bedeutung d:s zionistischen Programms ist die Veriyirkl'ichunfl einer jahchunidertÄangen Anstrengung für die WicderevrichMng der nationalen Heimstätte für o:n Volk, das so viel an» Litemtur, Religion und Zivilisation geschaffen hat- und wenn es zu diesem Erfolg kommt, so wird dies das einzig gute Ergebnis des Weltkrieges sein." der die Stillegung des Straßenbahnver* kehrs zur Folge hatte. Bei einem Zusammenstoß zwischen chinesischen Aufrührern und Polizisten wurde von den Aufrührern scharf geschossen. Die Polizisten machten vrn der Waffe keinen Gebrauch, sondern bedienten sich nur der Feuerspritzen und GummiknÜttel. Sie wurde» von freiwilligen Organs ationen der ausländischen Gemeinschaft unterstützt. Rußland ruft fr!» Sold aus England ab. London, 22. Jänner. „Daily Mail" meldet, daß die Bolschewiken ihr Gold von London fortschaffen und der am gestrigen Tage transferierte Golübetrag sich auf 1,690.090 Pfund Sterling beläuft. Das Blatt gibt der Vermutung Ausdruck, daß die Moskauer Behörden wahrnehmen, baß sie in London unwillkommen seien und!m Hinblick auf die mögliche Entwicklung der Dinge darauf aus seien, dieses allein greifbare Eigentum in Sicherheit zu bringen. Ar Schmack des Kaisers Karl. Sie «luge her Jtaifeito 8lto gegen Dle Stflbet SienenfelD ubgeiuleien. Paris, 22. Jauner. (Havas.) Die Ankkagekammer d'S Pariser Gerichtshofes hat über den Einspruch der Exkaiserin Zita eine' Enischeidupg g troffen, wodurch der vorhergegangene Einstcllungsbeschluß, betreffend die Angelegenheit des Ankaufes eines Teiles d?s Schmuckes d:s verstorbenen Kaisers Karl durch di: Brüder Bienenfeld, vollinhaltlich bestätigt wird. Wie erinnerlich, hat die Exkaiserin 'trotz des Schiedsspruches, der die vollständig korrekte Handlungsweise der Brüder Bieneufeld feststellte, gegen - die letzteren beim Untersuchungsrichter eine Anzeige erstattet, in der sie behauptete, der Kronschmuck sei ohne Wissen des Kaisers und unter betrügerischen Umständen verkauft worden. Die Exkaiserin hatte hiebei bloß im eigenen Namen -.gehandelt, wobei ste von ihren beiden Brüdern unterstützt wurde, denn die durch den früheren Erzherzog Max vertretene Familie Haösüurg, hatte es abgrlehnt, sich der Anzeige anzuschließen. Nach lärgerer Untersuchung und Einvernahme zahleicher Z-Ug-en hatte der Untersuchungsrichter am 17. Mm 1926 die Einstellung de) Verfahrens verfügt, wobei er neuerdings die vollständige Gub» gkänbigkeit der Brüder Bienenfeld seststtllte. Der Gerichtshof verurteilte die frühere Kaiserin zur Tragung der Gerichtskosten und zu einer Entschädigung an die Brüder Bienenfeld. Garibaldi berarlellt. Zwo! Monate Gefängnis. Paris, 32. Jännvr. Der Katalonicrprozetz gegen Garibaldi und Genossen wurde nach mehrtägiger V-örhan^lgng z/u Ende geführt. Oberst Macia wurde gut zweiMonaten Gefängnis und 100 Francs Geldstrafe, die übrigen 17 Angeklagten zu je einem Monat Gefängri's und 60 Francs Geldstrafe derurt-eilt. Nicciotti Garibaldi wurde hinstchtlich der Mitschn.ld an dcm Komplott fveigesprochen, aber wegen der übrigen AnNaft?PuEe m zwei Monaten Gefängnis und 100 Francs Geld st rafe verurteilt. F« Puten eMett kein Numerus clausus. Paris, 22. Jänner. Der Wel'tvcirüand der jüdisckien (saphardifchen) Jugend hat, wie wi-r be'vichtsten, die Voranstallurg einer in allen Länbern erfolgenden P r o t e st w o ch e g-g>sn den Numerus olatrsus in der Zeit vom 16. bis zum 22. Fcibruar d. I. bc'schlossen. Dsm Verband ist nun ein Schreiben der polnischen Gesandtschaft Angegangen, mit der Erklärung, daß in Polen ein Gesetz vom Numerus clausus nicht be steh.t und daß alle Bürger d:r polnisli?» RepMik ohne Undrrschicd d:r Spmche und des Glaubens gleiche Rechte asniießen.

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