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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-20 · Heft 2836 (20.1.1927) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2836 (20.1.1927)
Date
1927-01-20
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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W«, Dsnnerstag 4MtM> Ww#«B*ettai»g 20. tzSrmer 128? Nr. 2836 2er mMeleuripSWe S«p. Auch Polen, Rumänien und Jugoslawien nehmen teil? Im .Licker" führt der Gencralseckreiär des ^esierreichischen FuhballbundeS, Hugo Meist, sorgendes aus: Dia beteiligten Verbände und zwar in erster Lime die Tschechoslowakei, Oe st erreich und Ungarn betrachten die Organisation der mitteleuropäischen Cup-Konkurrenz als eine Art Existenzfrage für ihre erstklassigen Ligen und Vereine. Die zenlraleuropäischen Fußtallverbände hegen in Förderungsabsichten der Fifa-Leitung nicht den leisesten Zn>eifel und erwarten so^ar mit Zuversicht, daß die Fifa einem Ansuchen uiu die Widmung eines Ehrenpreises für diese z-entraicuropäbsche Vereinsmeisterschaft sehr gerne entsprechen wird. In der am 22. Jänner in Wien startfindew:en Konferenz soll nun der Nahmen für den Cup von Mitteleuropa geschaffen, sowie alle für die Einführung erforderlichen Vorbereitungen getroffen werden. Mer Wahrscheinlichkeit nach, werden an den Finalkämpfen um den mitteleuropar,chen Cup t»»* nur zwei Vereinsmannschaften eines jeden Landes teilnehmen, die sich entweder aus den MmsterschaftS- oder Pokalwettbewerben in den einzelnen Ländern oder aücr an einer für den mittcleiuropmschen Cup cigenS veranstalteten Konkurrenz qualifizieren werden. Durch eine Beschränkung rer Teilnebmevzcchl aus zwei für jedes Land dürfte sich hei einem günstigen Arrangement die ergeben, auch die führenden Vereine anderer F u ßba l l'sta a te n teilnehmen zu lassen. Aus diesem Grunde wurden zu rer Konferenz nach Wien auch Lre Verbände von Jugoslawien und Polen ein^eiladen. den beiden Staaten hat die F u ß b a I l k l a s s e ganz besonders in den letzten zwei Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Wenn die westeuropäischen Verbände vielleicht der Msinung wären, daß zum Beisviel ^"^-'n, Jugoslawien oder Rumänien bei der nächsten Olympiade so wie meistens bisher eine Outsider-Rolle spielen werden, so werden sie bittere Ueberraschungen erleben. Die führenden Vereinsmannschaften Polens, Jugoslawiens und Rumäniens können allen Teams des europäischen Westens mit großer Ausin-bt auf Erfolg gegenübertreten. Die Zeiten mit den Resultaten: Holland—Rumänien 6 :0, Uruguay—Jugoslawien 7 :1 usw. scheinen für immer vorbei zu sein. Die tüchtigsten Vereins- und Vertalü>smannschaft«ri der mitteleuropäischen Länder müssen sich außerordentlich anstrengen, um in Zagreb, Belgrad, Temesvar und Lemberg empfindt'rcyLN Niederlagen zu entgehen. .Man wird also, wenn die osteuropäischen Staaten noch unter der Ainateurflagge in Amsterdam starken werden, gewaltige Ueberra)cyungen erleben tonnen. 2ie Mischt» ftttftertiae der SstnreichWen Pro»!«». Der jüdische Sport in den Bundesländern Oesterreichs ist sästvach vertreten, was mit Rücksicht auf die geringe jüdische Bevöllerungszahl in der österreichischen Provinz begreiflich erscheint. Trotzdem gibt es drei tüchtige Vereine, und zwar H akoah in Graz, Hakoah in Leoben und Ha ko ah in E i s e n st a d t. Hakoah-Graz ist nicht nur in ihrer Stadl, jondern sogar über die Grenzen Oesterreichs hinaus bekannt. Die Fußballmannschaft, die in der ersten Klasse an der Meisterschast teilnimmt, schnitt trotz starker Konlurrenz (Sturm, G. A. K.) immer gut ab. Auch diesmal hat Haloah Aussichten, sich günstig zu placieren. Bei den Grazern wirkten zeitweise mehrere Wiener Spieler mit. Der TormanN Münzer kehrte nach Wien zurück und trat der Vienna bei. I. G a n s l (früher Hakoah-Wien) und Schächter (Hasmonea-Wien) zählen zu den Stützen der Mannschaft. Außer diesen Spielern war noch G r ü n h u t in Auswahllpielen des Steiermärkischen Verbandes tätig. Den größten Erfolg hatte der jüdische Verein im Herbst zu verzeichnen, wo es ihm gelang, vor ungefähr 2600 Zuschauern seinen erbittertsten Gegner, Sturm, 3:1 zu bezwingen. Hakoah besitzt auch eine tüchtige Reserve und eine sehr fähige Jungmannschast. Me alle jüdischen Amateurvereine, hat auch die Grazer Hakoah unter Geldmangel zu leiden, weshalb sie ihre anderen Sektionen nur schwer ausbauen kann. Man muß es der Hgkoqh hoch anrechnen, daß sic auf dem heißen Grazer Boden ein so starkes jüdisches Bollwerk bilden konnte. Hakoah absolvierte aych schon in Wien mehrere Spiele und dürfte im Frühjahr wieder hier antreten. In Erinnerung wird noch ihre erfolgreiche Polentournee sein. Einen schweren Existenzkampf hat die Hakoah in Leoben zu führen. Man erinnert sich noch, daß sich der dortige Deutsche Sportverein geweigert hat, gegen die Grazer Hakoah in der Meisterschaft anzutreten. Es hat viel Mut dazu gehört, in einem Ort wie Leoben, der so wenig jüdische Einwohner hat, einen jühischnationalen Verein zu gründen. Die Hakoah ist denn auch dort in ihrem sportlichen Verkehr stark behindert. Gegen die deutschnationalcn Vereine will die jüdische Mannschaft nicht spielen und gegen die Arbeitervereine darf sie nicht antreten, wejl Hakoah dem Unpolitischen Verbände angehört, was also den Sportverkehr des jüdischen Vereines ziemlich unterbindet. Trotz dieser Schwierigkeiten besitzt die Hakoah bereits zwei Fußballmannschaften und ungefähr 80 Mitglieder. In der alten jüdischen Stadt Eisenstadt besteht gleichfalls eine Hakoah, die mehr zionistisch als sportlich arbeitet. Der Verein hat zwar zwei Fußballmannschaften, die aber noch nicht regelmäßig sportlich tätig sind. In Krems bestand zwei Jahre lang eine Hakoah. Sie hat sich aber vor einem Jahre infolge finanzieller Schwierigkeiten aufgelöst. Mährend des Sommers bildet sich in V ö s l a u regelmäßig ein jüdisches Team, das sportlich immer gut abzuschneiden pflegt. Der Präsident des Jüdischen SporlverbandeS F ö l d e s wird in der nächsten Zeit Linz aufsuchen, um dort die Gründung eines jüdischen Sportvereines zu veranlassen. - Emanuel FiscuS. Der Spieleraussumß der ersten Klasse hielt gestern eine Sitzung ab, in der offiziell.von der Absage lies Spieles eines englischen Teams Mitteilung gemacht wurde. Dann wurde die Sitzung, die sich mit Steuerfragen zu befassen hatte, für vertraulich erklärt. Schl-röSr'lchtorbksetzungen: Hakoa h—W aller (Reumann), W. A. C.—Simmcring (Hagler). Rapid— B a u m g a r t e n (Komar). Die Rapidmannschaft ist gestern von Aegypten zurückgekehrt. Die Spicker sind, von unbedeutenden Verletzungen abgesehen, gesund. In Tri e st traten die Hütteldorfer noch gegen den Sportklub Epera au und siegten 3:0 (2:0). ° Grog und Schacht, Mei Spieler von Hasmonca, haben sich bei dem Vafövercin Station angemelbet. Hiakoah-Schlvimmsektion. Die Train in gsstu nden haben eine Aendevung erfahren und lauten nunmehr: Jeden. Dienstag und Donnerstag im Dianatade von Vi8 Vis % 10 Uhr abends. Mitglieder allerer Sektionen scwie Gäste willloi..mcn. Die Akademie der Fechirunst veranstaltet heut« um 6 Uhr im Klubheim tes W-iener AthleliEpori-k'uÄ, 1. Bez.. Hegelgasse 3, : ihren 2. Da m e n - A-s s a u t S -Ab e n d, woran sich alle Wiener FechMubs zahlreich bereiligen worden. 'tim den Berel« nr. Zion. Heute um 8 Uhr Ausschußsitzung, zu der die Herren Julius Jäger, Hindler, Ruhig, Melzer und Altschüler bestimmt erscheinen wollen. Sonnlag Wltchiel gegen Äkad.- Sportllub „Lasa". Aufstellung am Sam-stag. Hakadur. Heute um 8 Uhr Ausschußsitzung. Ping-Pong: Jeden Dienstag und Donnerstag ab halb 8 Uhr, Samstag ab 0 Uhr und Sonntag ab 4 Uhr. Gäste willkommen. Fortsetzung der Klnbmeisterschaft. Samstag Spielerversammlnng, Aufstellung gegen Hagibor 8. I. A. C. Heute Schwiminaoend im Bcatrixbad, 3. Bez., Linke Bahngasse 0. Beginn halb 7 Uhr. Kadimah. Fuß 5 a l l. Spielerversammlung und Mannschaftsaufstellung für Sonntag (Meisler'chaft gegen Wiener Sparta um 2 Uhr, Hakoahplatz). — Täglich Ping-Pong auf 8 Brettern. Theater von heute. Bnrgtheater: Dolpone Anfang Vj8, Ende 10 Uhr Akademietheater: Stiefmama Anfang '/,8 Ende 10 Uhr StaatSoperr Der Freischütz Anfang 7 Uhr. Ende 10 Uhr Deutsches BolkStheater: Der Garten Eden Anfang 7. Ende */410 Uhr V«ll Uhrr Der blaue Vogel Volksoper: Die schöne Helena Anfang ‘/a8. Ende gegen V»ll Uhr Kamiuerfpiele: Zkrankheit der Jugend Anfang */,8, Ende ValO Uhr 1010 Nachtvorstellung. Die A-B-C-Revue Theater a. d. Wien: Das Schwalbennest Anfang ^/,8. Eno, gegen ‘/,11 Uhr Johamr-Strautz-Theater; Ein Walzertraum , Anfang »/,9. Ende */,ll Uhr Naimnnd-Theater: Die Zirkusvrmzesfin Ansang '/,8. Ende >/,11 Uhr Wiener Bürgertheater: Der MitteruaLtswalrer Anfang */3s; Ende '/,11Uhr Ctadttheaterr Wien lacht wieder ' Anfang t/,8. Ende nach 10 Uhr Renaiffauee-Bühne: Der große Blust Anfang 8, Ende xiii± Uhr Theater in der Jofefstadt r Viktoria - Anfang %8. Ende */«U Uhr Nene Wiener Bühne r Patrioten Anfang V,8, Ende 10 Uhr Modernes Theater: Stndentenliebe Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Lustspiel-Theater: Komtesse Guckerl Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Rolandbühne: Prokurist Poldi Anfang »A8, Ende 10 Uhr Jüdische Bühne. 2. Bez.. Taborstraße 12. A Tug nuch der Chasyne Jüdisches ttürrstlerkabarett (<la- 2. Bez.. Pralerstr. 60. Die Mihme von Lemaerg Zirkus Adolst. Renzgebäude. 8 8 Apollo.Theater: Der Zug nach dem Westen 8 gm mp Radio-Programm Heute Donnerstag 11 Uhr: Vormittagsmusik. 16.15. Uhr: Nachmittagskonzert. Mstw. Hen-? riette Schandt (Gesang). 17.30 Uhr:. Mitteilungen aus d:n Bundes» 17.40 Uhr: Kammermusik. Das Sedlak- Winller-Quartett Beethoven: Streichquartetts op. 59, Nr. 3. 18.25 Uhrr Unsere Volkskunst. Univ.-Prof. Dr. Artur Haberland. 3. VolkSiümsiche Keramik. 1850 Uhr: Wiener.Porzellan in alter und neuer Zeit. Karl Zitterhofer. 19 20 Uhr: Vortragsreihe: Oesterreichs große Mediziner. 3. Rokitansky. Univ.-Prof. Dt- Rudolf Maresch. 19.50 Uhr: Englisch für Vor^eichrlttene. 20.05 Uhr: Konzertakademie.. Mitwirkend: Staatsopernsänger- Alfred Muzzarelli; StaolSovernsanger William Wernigk; Gnsti Frlsch- Meitner (Klavier); Prof. Huoo Gotte?mann IPioline); das Gottesmann - Quartett. Am Flügel: Erich Meller (Staatsoper). Morgen Freilag: 11 Uhr: Vormittagsmusik. 16.15 Uhr - Nachmi tagSkonzert. Mitwirkend r Lydia Neiperg (Eesang). 17'50 Uyrr Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. 1810 Uhr: Verletzungen beim Wintersport. 18-40 tthr : Einiges über den Skt auf. 19'05 Uhr: Französisch für Vorgeschrittene. 19.30 Uhr Englisch für Vorgeichritte>ie. 20 Uhr: ^Das vierte Gebot". Volksstück in 4 Akten von Ludwig Anzengruber. Schalanter: Dr. Rudolf Tyrolt. GOLD SILBER PLATIN until. viini! Guropendorferatraa« 85 Bernhard Kohn Hlmmelpfortfl. 20 0CXXXXXXXXXXXX2 Behördl.konzas lD iertei Elnjilirlvar un er Leitung desPoktor M. Wundermann, »p rob. 'ür Handelssebuien und Handeliakademieh . VorfäaLkaufmännltth» AmtSiidmng für di* '*it*r* idditth* Ja^md Kinwnreibungen täglich von 'i dl, b Uhr abcndi, IL, Pfetfergaiae Nr. 1/10 wirkt nidhts so störend, wie das Klappern der harten Lederahsätse des seschaftk hin und her eilenden Personals. Wie können Sie gedeihliche, geistige Arbeit leisten/ wenn Sie durch den Lärm der übrigen Mitarbeiter belästigt und abgelenkt werden? Wie wohltuend wirkt hingegen der gedämpfte Tritt auf BERSON*Gummiabsätzen. BERSON verbindet hier auf ideale Weise eigenes Wohlbehagen mit taktvoller Rücksichtnahme gegen . die Mitmenschen. ~ BERSON» Gummiabsätse sind geradezu eine Art Kulturmesser, dabei kein Luxus, weil sie haltbarer als Leder sind. mm WN-WlSASKLNSSSl! Gestrickte Kleider ist die Mode. Reichhaltige Au8wab> aus rtfteu Wiener Werkstätten. 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