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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-19 · Heft 2835 (19.1.1927) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2835 (19.1.1927)
Date
1927-01-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seile 2 Wien, Mittwoch Wiener Morgenzeitmts E 8888 KLUB RADIKALER ZIONISTEN Mittwoch, den 19. Jftnrter 1927, um halb 9 Uhr abends, im Cafö Atlashof, I., Aspcrnplatz (Klublekal: Eingang Wiesingerstraße um die Ecke> Klubversammluns Themar Der zionistische Nachwuchs. Referent: 8. Kantor Freie Aussprache. Im österreichischen Landesverband organisierte Zionisten als Qäste willkommen. Der schlafende Völkerbund. Wien, 19. Jänner 1927. Sir Dickin son, ekner der wärmsten Vorkämpfer für ein ima-Krtiünnrlc* Recht, geht in einem Artikel der Londoner „Review vs Nations" mit dem Völkerbund wegen seines Verhaltens zur Minontätensragc sehr streng ins Gericht. Der Autor ist von allen internationalen demolralischen Kongressen l)er sehr wo Ist bekannt imd er kann als einer dckr besten Kenner der oft zu solchen Komplikationen auswachfenderr Pr-vbleme der Minderheiten gelten. Das sind Fragen, die sich immer wieder als unerledigt ins Gedächtnis rufen. Hinter diesen Fragen steht das Schicksal von gut 25» Millionen M en sehen in Europa, gegen die sich alles zusantmonballr, was all Bosheit und .Herrschsucht den Krieg überdauert lxN. Die Zahl dieser Minoritäten hat sich in* folge der in den Diktatsrieden vorgerwmmenen Grenzziehut^ gen so sehr vennehrt, es kanm eine Regierung und kaunr eine Gesetzgebung gibt, die nicht mit dieser «Sorge belastet wäre. Trotzdem oder deshalb hat sich das Empsin-- i-en sür Rechtlichkeit und billiges Verhalten nicht verstärkt und es ist traurigste Wahrheit, wenn Sir Dickinson dem Völkerbund berr Unwillen vorhält, die ihm erngeränmte Machtbefugnis sür die Minderheiten anzuwmden. Insbesondere erfährt mau ans der Anklage des englischen Juristen, daß der Völkerbund die. ihnr vorgelegten Beschwerde,k nicht als Rechtsangclegenheiten, sondern als diplomatische Gegenstände behandelt, das heißt, eben nicht behandelt. Das ist eilte kaunt erträgliche Praxis, die im schärfsten Widerspruch steht zu bent Zweck des Völkerbundes und seiner Pflicht, das ihnr zugehmde Material, das voll so viel Vertrauen und Hoffnung begleitet ist, dein inlernationalell Schiedsgericht zu übermitteln. .In den. Minderheitsverträgen war detl. Staateil die Verpflichtmtg anferlegt ivorden, die staatsbürgerlichen Rechte der Minderheiten, die ifjaicit zugewachsen uhivcu, zu achten und dem Völker^ bündrat wurde die Kontwlle '.übertragen. Diese Körperschaft hat aber die Theorie der Staatsnationen angenommen, daß die Minderheiten seelenlose Objekt«! der Steuer- und Schulpolitik darstellen, mit denen matt nach dein, atavistisch aufgefaßten Recht des Siegers nach Gutdünken umspringen könne. Was aber leider der englische Gelehrte nicht in seincir Gcdankengang einbezieht, ist die Tatsache, daß auch Völker, die selbst ttütionale Fragmente unter fremder Herrschaft stehen haben, in ihrem Bereiche selbst Unterdrückung übett utid alle chauvinistischen Gelüste hemmungslos austoben. Tiefe durch tausend Beispiele zu belegende Tatsache unterstützt selbstverständlich die in der Bnreaukratie der Genfer Diplomaten bestehende Tendenz der Sabotage und schafft den Regierungen die Möglichkeit, ans Lcbett, Sprache und Zukunstsstreben der Minoritäten Kompensationsmaterial zu machen. Diese Tendenz der Minderheiten, dort ivv sie selbst das Heft in der Hand haben, sich als Staatsvolk zu fühlen, verspürt am stärksten das jüdische Volk, und gerade an ihm rvird der eklatanteste Vertranensbruch begangen. Es n>ar doch der Zweck der Schutzbeftimmungen — obzwar dies nicht ganz deutlich ausgesprochen wurde — die jüdische Bevölkerung aller Staaten vor einer weiteren Verschlechterung ihrer Situation zu beioahren und ihr eine, wenn auch sehr geringe Satisfaktion für ihre furchtbaren Leiden im Kriege zu geben. Wenn die Mächte, die den Völkerbund errichteten, sich zur Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina entschlossen, so mußten sic logischerweisc auch an die Juden denken, die außerhalb dieser Heimstätte le&eu mtb sie aus ihrer geistigen und finanziellen Kraft zu erbaue» haben. Das Komitee der jüdischen Abordnungen beim Friedenskongreß bemühte sich, dieser Forderung der Tatsachen Gehör zu. verschaffen, und nur dank der Anstrengungen dieser Delegationen ist es gelungen, die Bestimmungen den Friedensverträgen einznverleiben. Bon dieser jüdischen Arbeit zogen auch die anderen Minoritäten ihren Vorteil, und sie danken heute den Juden auf ihre Weise. So wurde der Schutz in sein Gegenteil verkehrt. Die vertraglich zugesicherten Bestimmungen und Rechte blieben auf dem Papier. Sie haben kein Leben bekommen, und die jüdische Nation kann aus leidvollster Erfahrung Sir Dickinson bestätigen, wenn er darauf hinweist, daß der Völkerbund an seine Pflicht der Uebcrwachung vergessen hat. Ter Chauvinismus draußen hat es sehr rasch erkärmt, daß er unbeachtet wirken kann, und wenn hier in Oesterreich Bund und Gemeinddarin loetteifern, das jüdische Recht zu mißachten, so müssen sie darin mir bestärkt »verden, wenn die Oteujet Instanz dies toleriert. Deshalb muß es vornehmste Pflicht aller jüdisch beufenben Organisationen und Personen sein, mit daran zu arbeiten, daß in Genf die Revision dieser Methode des Nichtbärrnivvttens erzwungen nnrd. J. Mmer tm' Sie Fuvenfrage in Rumänien. Wie seinerzeit perichtet, hat der Abgeordnete von Cgerncvvltz, Dr. Mayer C b n e r, am il>. Dezember 3968 in btt Kammer in einer itreir angelegten 'Rede den StanlPurr,'^ der jüL-ischen Bevölkerung 31t den Fragen iu’-> Sinai eS cntüv-ickclt. Wir ge'ven im nachfolgenden an der -Hand Des stenographischen Protokolls einen Aukyug ans den bedeutsamen Ausführungen, die in den politischen Kreisen Rumäniens grosse Beach^ag geftrn^cn dachen. — Dir ReS.' Deputierter Ebner bcliauöc'ftc Zunächst, toie^-erhoil von Zwischenrufen ullierürochen, den A u t i j c in i t i S tu u § uni bic I uo enfrage in Raunänien. Der Antisemll'.Sm'uS hat religiöse, vko>«mische e,chcr knlmrette Ursachen. Er nimmt verschiedene Formen an: in Rußland war er brutal, in Polen ist er Lkouomifch. in-Oesterrelch literarisch und in Deutschland wissenschaftlich. Änf Grund logischer Argulnentachiort erg.br sich die Unstichhaltigkeit u.ud älugerechligircit des Ä-ntiseimtisuruc-, il>ie. 2luÄsichtLlchiglell der von der christlichen Liga sEuza« Gruppe) vorgeschlagencrl Mittel. Redner entwickelt seine Anschauungen, wie 'man Zu einer 'Lösung der J^cnfrage kommen kann. Der lhcologische Antisemitismus hat bereits in allen Kulturländern abgewirtschaftet. Ein ernsteres Problem sei die ökonomische Frage. Dia Juden sind ein produktives VoA, watz Redner an der Hand der Wirtschaftsgeschichte im allgemeinen und der Wirtschaftsgeschichte der Bukowina im besonderen nachwept, wo die Inden die Holz-, Glas- und Ze ment indnstr ic geschaffen haben und in anderen Zweigen geradegnt bahnürecheuÄ gewesen fink. Eö gibt nur ein anständiges und vernünftiges Mittel guc Erziehung eines rumänisch-nationalen HandelSu-nd Gerverbestandes, das ist diech rli ch c Konkurrenz auf allen Gebieten. Hiefnr hat Grotzvumänien reichlich Raunt. Das Laich hat ungeheure Naturschätze und es gibt noch der Möglichkeiten genug, zur Betätigung irr Handel und Industrie für alle Löhne deS rumänischen VvlkcS und sogar für eine, dreimal so große Bevölkerung. Im übrigen lehrt die Erfahrung, daß Rumänen und Inden sich gerade auf ökonomischem (5kO:dc frer-rchschaf-tlich betätigen itnb gegenseitig ergangen. Die Drohung mir der.'gewaltsamen Austreibung, tvie sie im. Programm der christlichen Liga ^'-fordert, wirb, Vst nicht ernst zu nehmen. HeutMage kann .sich die spanische I u d e n a u t r -e i b u n g von 1ÄÜ nicht wicdcrhblcn. Mer auch die v o rg e s ch la g en e E n t re ch t u il g ist Uvcck-. los. Gegen £ic Abs stoß ung der Juden auS der Armee wird sich selbstd e r° rn ur ä n i sch e G e n o r a I sta b wehren, weil i-ic Juden überall, nnd auch in Rumänien, sich <t-ls Soldaten-!bewährt haben, wobei-sich. Rodner auf das Zeugnis Lord .- Georges beruft, der' den Juden vollste' Hrngc'bung an den Staat nachrühntt.'. Die .pargsschlage.no ,.Gxp ro.p r-ija'r u n «der Juden in Dörfern und in den StÄdten ist Noch in.keinem ^Kulturlande.geü«bt wovtcn und sie Veristvßt gegen das bürgerliche und gegen das VMerrecht. Der Numerus clausus; bedeutet nur' das (kiugeständ-nis eigener Schwäche und ist beschämend für das Land, da auAvärt-ige Ilniversi-räten die jüdische Jugend ausnehmeu. Rumänien braucht noch 30.GC0 Aergte und Lehrer unü.eS ist cin.cschaÄ-en für das Land, .'die intellektuellen jüdischen Kräfte abzulstoßen. Selbst wenn Cnga ans Nndcrkäme, würde, er seine Tlhnmacht und d-ic Zwecklosigkeit seines Programmes erkennen. Redner beruft sich auf ein Wort des Grafen Witte» -der. einer Verständigung mit der Judenschaft , das Wort redete, nachdem, man sie doch nicht' ins Schwarze Meer werfen kann. Aehnlich sprach, auch Minister Petrovici in Begn-g auf die Minori-läton tm allgemeinen, Redner behandelt auch den ZioniZmuS als Mittel zur teilweisen Losung der Judettfrage und verweist auf die dem Zionismus 'günstige Stimmung aller bisherigen Regieruitgen, sowie auf «die seinergeitige Deklaration Dueas. Eine Negierung muß o b j e? t i v s-ein/eenn die Gerechtigkeit ist das Fe.mdament .jeder Staatsordnung. Redner kommt At dem Schlüsse, daß der Antisemitismus in Rumänien sich se?cst ad nvsmrdelm -.führen muß und daß mir ehrliche Konkurrenz rind eine sreundliche Verständigung zur Lösung der rumänischen Judenfrage führen lünnen. In «ticser Hüffn-nng wollen die Juden auch weiterhin ihre bürgerlichen Pflichten gegenüber dem Staate erfüllen.. Sie GleichbereStlaung der jkidischen Stuvrntenschast in München- München, 17. Jänner. (I. T.'-A.) Vom Vorstand der Israelitischen 5kultusgemeinde"'M ü n ch e n' wird mitgeteilt: In Angelegenheit 'bev Beteiligung der jüdischen Stndentenverbüidnngen an den Feiern der Münchener Universität hat der von uns beklagte Zustand, toio er sich bei der Jahrhundertfeier bemerkbar machte, nunmehr eine Veränderung crfahrerl. Auf die Vorstellung des Rektors hat der Korpo^ rationöauSschuß beschlossen, daß angesichts der fortbestehen-- den Schwierigkeiten in der Frage des offiziellen Auftretens der Verbindungen bei Unipersitätsfpsten bis aus weiteres vom Chargieren abgesehen werden solle unld der Korporationsausschuß aufzulüsen sei. Damit ist die Gleichberechtigung aller Studenten 'auf dem akademischerl Boden der Universität hergestellt. Bei der Reichsgründungsfeier der Ilniversttät, dis gestern stattfand, zeigte sich, daß die antisemitische Studentenschaft die Lluflösimg des Korporationsausschusses nicht zur Kenntnis genommen hatte. Sie lvar nicht erschienen mvd mit den Studenten fehlten auch die völkischen P r o fesso r c n. Auch die Vertreter des Hmrses W i t^- ielsbach fehlten. cosiiucn ui«, rmrsi NerriMe crheiamisrclMii m KHtelttem mit vorn Oopp«!»«h»»nbe®d»o»f)fifr STELLA DM T Ä LI A Fahrplan rior niobaten Beiaw - vom t. bis 21. Februar 1927 nach PollfiKIlIll u. reil<ts&m<as&4f5«ft .... 84. Fobr. bi« 14. Märs nach Aegypten o. ÖrleohenlAnd, vom 16. hift 86 Mftm Frtthllo(t8f»hn »ftßü SlUliw, vom 3. bis 26. April Ostern in Spanien, vom ‘:9- April bin 13. Mai zu den tel&eslaohen Spielen ln Syrakns. Anlaufen zahlreicher Zwischenhafen. Kosteniof« Auskünfte, Prospekte and Platztestcllangeu (OS ULICH LINE Wien, T. parkrfng so. Tel. 74-1-46 nnd Relaebamtti. Bundeivürger ohne Helmatrrccht. 36,W)Ö Opttmtensamilien in Wien. Durch den Frieden,siv!«rtrag von «AaintMermain sind HnnderttausL'nde. iwn Menschen, die. in Wien geboren wurden oder hier seit Jahrzehirten ihren Wohnsitzhatten, plötzlich Ausländer geworden. 'Um diesen die Möglichkeit zu geben, ös-srr-eichischL.BimVeKSLirger-' . W' werden, wurde tm iFriedenLivertrag auch die: QptionsmöglicUeit vorgesehen. Im sogenannten Brünnex Vertrag tvuvdr dann im Jahre 192-ieine zweite Optionsmö-g-lich-' keit für hie tu Öesicrreich -Ansässigen Angehörigen der T f chech o s I o w'a k isch esi.. R r publik geboten. . Von den weit über Hunde Hau seich Optionen wurden i 95.1912 aufrecht erledigt, NnÄ '.zwür 76.647 auf Grund des Friedent-vertrages und 18.446 auf Grund des Brünnor Vertmges. Jede dieser Optionen umfaßt nicht nur den Optionkwerber, sondern auch 'seine Familienangchörigen, so daß dabei mchr als 200.000 Menschen in Betracht kommen. Alle diese Dkenschen «loaren Bundesbürger, jedoch o'h ne H e i in a t s r e ch t, denn die Frage, des Heiinatsrechtes ist durch die Option. ^.nicht gelöst. Ungefähr ein Drittel dioser Optanten hat. miLUerrvei-le aus Grund der Ersitzung oder im Wege der Frei- Verleihung ein Heimatsrecht erlangt, eine, .gesetzlich: Regeltlttg ist erst mit der Heimatsreckstsnovelle vorn- 30. Juli 1926 erfolgt. Rach .dieser Novelle erlangen -. alle" Bun'deSibürgHr, die noch kein Heiinatsrecht .haben, das Heimatsrecht in i irgendeiner Gemeinde, 'entweder auf Grund e ihres' .frülheren HeimatsrechteZ. oder auf Grund ihres Aufenthaltes in Oesterreich. Haben ste ihren Aufenthalt im Ausland, .werden sie; einer Gsnreinde zugewiesen. Es bliebenaber ' . weit mehr als 30.000 Famil' übrig, denen daS Heimatsrecht in Men r haben sie bisher u n t e r l a >s s e n, e ö gelte n d zu macheir. Jeder Optant, der sein HeimatsveD: in Ordnung bringen-will, hat nur nötig, mit beut Optionsdekret nnd einem Melde n-a ch w e i s über seinen Anfenöhatt in Wien zum Magistratischen V^zirksaan.t seines Wohnbezirkes zu ge'he.y,. wo. über seinen Anspruch in kurzem Wege entschieden wird. - Wie uralt sieht, gibt es noch im'mer «eine große Zahl Von Leuten, bic „‘.r:J::L\ in der wichtigen Frage des Heimatrechtcs einen geradezu' sträflichen Leichtsinn an den Tag legen. Unter den 30.000, die es nicht für nottvendig erachten, die Zuständigkeit in einer' österreichischen H'eimatsgemeinde zu erlangen, befindet sich eine große Zahl jüdischer Personen. Die aufrecht erledigte Option hat nür die österreichische Staatsbürgerschaft zur Folge, jedoch nicht die Zuständigkeit in einer österreichischen Gemeinde, so daß in den meisten Fällen der groteske Zustand ein-- tritt, daß ein österreichischer Staatsbürger beispielsweise nach Cz erit o ioi tz zuständig ist. Dies hat «häufig zur Folge,' daß solche Leute, wenn sie in ihre Heimatsgemeinde kommeir, zum Militärdienst cingezogen werden. Die Nichtzuständigkeit in einer österreichischen Gemeinde hat auch zur Folge, daß die betreffende Person aus ihrem Aufenthaltsort abgeschafft werden kann und daß die betreffende Gemeinde nicht verhalten ist, zur Armenversorgung des Optanten .beizutragen. Es ist daher im Interesse jedes Optanten gelegen, ehebaldigst seine Zustälddigkeit zu einer österreichischen Gemeinde zu erwirken. Die Maatenlosenfrage vor dem Völkerbund. Genf, 16. Jänner. Die Expertenkommission des Völkerbundes begann vorgestern mit der Erörterung der Frage der Staatenlosen. Für die jüdische Emigrations^sellschaft nimmt Herr Zewi A/berson an den Beratungen teil. Die Kommission beschloß prinzipiell, den Staatenlosen wirkliche, in allen Ländern der Welt gültige Pässe zu gebeic, damit sie in ihrer Freizügigkeit ui7t. behindert sind. ES wurde beschlossen, daß diejenigen, die keinen Heimatpaß besitzen, seit.ens ihres jetzigen Aufenthaltsland es Pässe auSgefolgt WrrLen sollen. Diese Beschlüsse werden der'Verkehrskommission des Vötkerbnndes zv.r ^Genehmigung imkerhoeitet werden.

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