Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2834 (18.1.1927)
- Date
- 1927-01-18
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2981922--28800-3016869- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Stainz 2× ep/1045764
OCR text
3ette 6 Wien, Dienstag Wiener Morgenzettn«- 18. Jänner 1987 Nr. 2831 TOlKSWIRfSCIIArT Bcstechnugcn können nicht aiv Lrohnngen angesehen kver- -cn, solange nicht das in Vorbereitung stehen.de Gesetz, welches auch die Pregbesrechung inner Strafsanktion stellen will, in Kraft stehe. Von einer Drohung könne im Rahmen des freundschaftlichen F c i l s ch c n S um die Höhe der B c st c ch n n g S s u m m e keine Rode sein, denn da dachte man ja nicht an eine Drohung, sondern kvollte nur handelseinig werden. Das Hans Castiglioni war an solche Tinge gewohnt, es hätte ebenso wie das Haus Basel nie zu der Stellung, die es erreicht hatte, koiiunen lärmen, wenn es nicht mit Pressehureaus so schwungvoll gearbeitet hätte. Von einer Verletzung der Ehre oder deZ Eigentums des Castiglioni könne nicht gesprochen werden, weil das Gericht erster Instanz in dem Urteil keine Feststellung in dieser Richtung gemacht habe. Es konnte dies auch nicht tun, iuctC alle in dieser Richtung von der Verteidigimg gestellten BcrueiSanträge erbarnnurgslos abgeloiesen wurden. Wenn das Gericht angenommen hat, daß der Inhalt des Artikels dem Castiglioni unangenehm hätte sein können, so sei hierin noch nicht der Tatbestand der Erpressung gelegen, denn auch ein Castiglioni habe nicht Anspruch auf lauter Annehmlichkeiten und insbesondere nicht darauf, daß er sich diese Annehmlichkeiten auch kostenfrei verschaffe. Die Abweisung des Antrages ans Personl i ch e L a d u n g C a st i g l i o n i s sei eine eklatante Nichtigkeit des Urteils. Die Einvernahme vor dem Untersuchungsrichter unter HinwsiS auf das seinerzeit von Generaldirektor Schweiger sestgelegte Gedächtnisprotokoll könne keinen Ersatz für die verlangte Einvernahme in der Hauptverhandlung bieten. Weitere Nichtig'keitsgründe liegen in der Ablehmmg der Einvernahme des Hofrates Stern von der Bankcnkommission und des Verteidigers Dr. Leopold K a tz. der gegenüber Castiglioni und Schweiger ausdrücklich erklärt hatte, daß Weisz keine Erpressung an ihnen verübt habe. In dem Prozeß wurden die wichtigsten Grundsätze der Strafrechtspflege, die Prinzips der Unmittelbarkeit und Mündlichkeit derart verletzt, daß das Urteil nicht aufcechterhalten werden könne. Für den Angeklagten Fuchs ergriff sodann Rechtsanwalt Dr. Josef Stein das Wort. (rr legte dar, daß bezüglich Fuchs von eurer Erpressung keine Rede sein könne, denn Fuchs sei nie in der Lage gewesen, einen Artikel zu schreiben oder das Schreiben' eures Artikels zu verhindern. Fuchs habe lediglich denr Castiglioni eine Gefälligkeit erweisen wollen. Fest steht einzig und allein, daß Castiglioni bestechen wollte, und deshalb müsse er darüber befragt werden, ob er sich vor den angeblichen Drohungen des Fuchs gefürchtet habe. Das Urteil sei in seinen Entscheidungsgründen Zeile für Zeile widersprechend. Auch zwischen dem Gedächtnisprotokoll und den Angaben der Zeugen bestehen eklatante Widersprüche. Der Verteidiger beantragte, die Stattgebung der Nichtigkeitsbeschwerde und den Freispruch des Artur Fuchs. Nach einer zweistündigen Mittagspause ergriff für die Staatsanwaltschaft Hofrat Dr. Niggl das Wort. Er führte aus, daß eine Ankündigung eines Uebels durch Drohungen vorlag und daß der Angeklagte selbst dann schuldig sei, wenn das Opfer von denr angedrohten Hebel schon vorher Kenntnis hatte. Es habe sich nicht um eine bloße passive Bestechung gehandelt, sondern es liege zweifellos der kriminelle Tatbestand der Erpressung vor. Die Einvernahme des Casriglroni sei deshalb überflüssig gewesen, Iveil sie den Prozeß unnötigerweise in die Länge gezogen hätte und weil Castiglioni erwiesenermaßen mit keinen der beiden Angeklagten in persönlichem Verkehr gestanden und mit ihnen verhandelt habe. Was Fuchs anlangt, so müsse er als Mittäter, der im einverständlichen Zusammenwirken gehandelt habe, betrachtet werden. Nach Ausführung der einzelnen Nichtigkeitsgründe beantragte der Generalprokurator die Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde der Verteidigung. Auch bezüglich der Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft beantragte der Generalprokurator die Abweisung, erkläre jedoch, daß er formell die Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsantvältschast nicht zurückziehen könne. Nachdem noch Hofrat Dr. Jakob die Replik gegen die Ausführungen des Generalvrokurators gehalten und Dr. Robert Steiner zur Widerlegung der Nichtigkeitsbeschwerde des Staatsanwaltes gesprocheil hatte, wurde die Verhandlung aus heute vertagt. Det Höller-Hansl vor Gericht. Vor längerer Zeit wurde über die Wuwderküren berichtet, iiie -ec bäuerliche Naturarzt und Krö'iuterzauberer Höller-Hansl in der (Aegen-d von Stainz in der Weststeiermark vornathin. Der Bauer, der für seine Diagnose und Arzneivorschre.bun.gen nichts verlangt, dafür aber bisweilen reichlich en'rlchnt wird, wurde vor einiger Zeit durch Veranlassung der Aerzteschaft vor Gericht zitiert. Wie in Graz, Pfaffen sich auch in Wien Leute mrt der Uebevnahme von Aufträgen für den Höller-Hansl, unter ihnen auch ein gewisser Kreibig. Eine Frau, die an Epilepsie leidet, bediente sich dieses Vermittlers, rer ihr vom Höller-Hansl ein Mittel Mm Einreiber! brachte. Die Frau evkrankte an N rer e nb l u!> u nge n und kam in die Behandlung eines Arztes, der feststellte, daß diese Erscheinungen auf 2re Einreibungen zurüchzusühren seien und machte die Anzeige, über die kürzlich das Bezirksgericht in Stainz zu entscheiden hatte. Die Verhandlung endete mit einem Freispruch des Holler-Hansl, der Staatsanwalt berief dagegen. In der Bevusungsverhan-lung dre. wie aus Graz gemeldet wird, jetzt statssand, wurde Höller-Hansl zu eine in Mona t A r re st verurteilt. Das Todesurteil gegen die Lehrter Eisenbachnattentäter bestätigt. Der dritte Strafsenat des Reichsgerichtes als Revisionsinstanz verhandelte über das Eisenbahnattentat von Leiferde. Die beiden Attentäter, der Musiker Otto S ch l e s i n e n g e r und der Elektrotechniker Wi.le Weber, waren am 4. November vom Schwurgericht Hildesheim wegen fortgesetzter vorsätzlicher Cisenbahntransportgefähvdung mit Todeserfolg in Tateinheit mit Mord zürn Tode verurteilt worden. Die gegen das Totesmteil eingelegte Reuifton wurde gemäß dem Anträge des Relchsanivaltes verworsen und das Todesurteil bestätigt. krmWgnng ver Bankrott. Bo» 7 auf 6% Prozent. In der gestern unter dem Vorsitze des Präsidenten Bundesministers a. D. Dr. Richard Reisch abge« haltenen Sitzung des Generalrakes der Österreichischen Nationalbank wurde beschlossen, den Zinsfuß für den Eskont von Wechseln, Warrants und Effekten mit Wirksamkeit ab 18. Jänner l. I. auf 6K Prozent zu e rmäßigen. Entsprechend der Hetabs.'tzung der Eskontrate vermindern sich auch die Sätze im Darlehensgeschäft um H Prozent. Generalrat Hofrat Stern, dem sich Generalrat Präsident Hauser anschlotz, lenkte die Aufmerksamkeit der Oesterreich!schen Nationalbank auf die Dringlichkeit einer Regelung des Kreditgeschäftes mit Rußland und ersuchte um Einflußnahme auf die schon lange schwebenden Verhandlungen, was seitens des Präsidenten Dr. Reisch zugesagt wurde . Die Ermäßigung der Vankrate der Oesterreichischen Nationalbank ist nicht überraschend gekommen, da die Verhältnisse auf dem Geldmarkt sich schon seit Monaten derart gestaltet hatten, daß der Nationalbank bei längerem Hinausschieben der Zinsfußermäßigung die. beherrschende Stellung auf dem Geldmarkt zu entgleiten drohte. Der Status der Nationalbank hätte übrigens schon längst eine Zinsfußermäßigung gerechtfertigt; ihre Noten sind durch den Dwisens-chatz fast doppelt sä hoch gedeckt als die Banksatzungen vorschreiben: ihr Eskom'pte- Portefeuille ist gegenüber dem gesamten Notenumlauf viel zu gering, so daß nicht mit Unrecht gegen die Nationalbank der Vorwurf erhoben wurde, sie halte den Zinsfuß'hoch, um die Marge zwischen dem Schillingkredit rmd den in fremden Devisen gewährten Krediten zu verdienen. Die österreichischen Wirlschaftskreise forderten seit Jahr und Tag eine Angleichung des Zinssüßes für SchiÜlngkr-dite an den der Kredite in ausländischer Währung. Die Nationalbank folgte diesem Ruf nur zögernd, ihre Zinsfußermätzigungen betrugen zuletzt nur je % Prozent und auch jetzt konnte sie sich nicht entschließen, eine Ermäßigung der Bankrate auf 6 Prozent zu verfügen, offenbar aus dem Grunde, weil sie Bedenken hegte, das deutsche Beispiel getreu nachzuahmen. Dieser Anschluß an Deutschland wäre ihr aber sehr zu empfehlen, umsomehr als die sonstigen Kreditbedingungen in Deutschland der deutschen. Industrie ohnehin bei weitem günstiger sind als die in Oesterreich, ganz abgesehen von der technischen Ueberlegenheit der deutschen Industrie, deren Konkurrenz überall auf den Auslandsmärkten der österreichischen Industrie hart an den Fersen ist. Die vorletzte Ermäßigung der Bankrate der Oesterreichischen Nationalbank war, am 7.. August v. I. verfügt worden. In den letzten Wochen waren andere Notenbanken mit der Zinsfußermäßigung vorangegangen, selbst die Bank von Polen und die Bank von -Frankreich mußten dem Umstande Rechnung tragen, Laß in der ganzen Welt sich die Tendenz zur Verbill'gung des Geldmarktes durchsetzt. Belebung des BSrsengefchöstes. Der gestrige Börfeutag. Die Wiener Börse verkehrt seit Jahresbeginn in überaus fester Haltung, die bereits eine namhafte Erhöhung des Kursniveaus zahlreicher gut fundierter österreichischer Aktien gebracht hat. Die Wiener Börse cskomptierte hierin die erwartete Zinsfußermäßigung der Oesterreichischen Nationalbank. Auch gestern lvaren aus fast sämtlichen Gebieten.des Aktienmarktes höhere Kurse zu verzeichnen, obzwar die Börse noch völlig im Ungewisse» darüber war, daß die Ermäßigung der Bankrate schon an diesem Tage verfügt rverden würde. Die Festigkeit des Aktienmarktes wurde vor allem durch ausländische, namentlich reichsdeutsche Käufe gefördert. Die Berliner Spekulation kann auf ein Jahr beispiellosen Aufschwunges des deutschen Aktienmarktes zurückblicken, gerade darum findet sie es fürbzweckmäßig, neue Betätigung auf einem Gebiete zu suchen, wo noch mancherlei zu holen wäre. Daraus erklärt sich ihre lebhaftere Beteiligung an dem Wiener Aktienmarkt, zumal dieser nach der Erledigung der jüngsten Finanzskandale und vor allem nach dem Berkanf der Unionbankmajorität nicht mehr durch irgend welche unliebsame Ereignisse bedroht erscheint. Gestützt wird die feste Tendenz in Wien auch durch die Belebung des Aktienmarktes in Prag, wo gleichfalls eine Zinsfußermüßigung erwartet wird. Gestern war auch die Prager Tendenz überaus fest und daher konnten die in Wien notierten tschechischen Papiere, namentlich die Schrankenpapiere, wie Nordbahn, Dynamit, Aufsiger, chemische, Prager Eisen, Brüxer Kohle, Schoeller Zucker u. a. wieder namhafte Kurssteigerungen verzeichnen. Berg und Hütten haben gestern allerdings ihre Kurssteigerung von Samstag, die ganz beträchtlich gewesen war, nicht behaupten können und büßten vom Höchstkurs 15 Schilling rin. Auf dem Markte der österreichischen Papiere setzten Bankwert« ihre Aufwärtsbewegung fort. Neben Kreditccktien wurden besonders Bankverein favorisiert, da mit einer Aukrechlerhaltung der vorjährigen Dividende der Großbank« aktien zu rechnen ist. Aus dem Biarkte der Jndustrieaktien gab es kein einziges Gebiet, ans dem nicht relativ beträchtliche Kurssteigerugen eingetreien wären. GS wurden besonders die schweren Papiere bevorzugt. DaS gesamte Interesse war von dem Aktienmarkt absorbiert, während der Rentenmarkt und der Markt der Eisenbahnobligationen vernachlässigt waren, ohne daß jedoch hier eine merkliche Kursabschwächung eingetreten wäre. Die gegenwärtige Börsenbewegung steht zwar im Zeichen der Rentabilität. Der Wiener Anlagemarkt ist jedoch 'M Gegensatz zu den deutschen und tschechoslowakischen Anlagemärkten dadurch an seiner Entfaltung gehindert, daß allfälligen Interessenten als warnendes Menetekel vor Augen steht, wie ihnen durch die staatliche Kreditpolitik mit ihren Jnterpretationskünsten auf Basis der Formel ,Krone ist Krone" mitgespielt wurde. Im übrigen ist an dieser Aktienbewegung bemerkenswert, daß sie bisher zum größten Teile durch Jnteresienahme des Auslandes ausgelöst worden ist. Die ausländischen Finanziers haben ganz einfach das Inventar der österreichischen Dankindustrieunternehmungen in ihre Währungen umgerechnet. Sie konstatierten, daß sein Wert dasjenige des Marktwertes der Anteilscheine unserer Unternehmungen übertrisst und haben oaraüs ihre Folgerungen gezogen. Die Steigerung der Aktien ist vornehmlich dem Eingreifen des Auslandes zu verdanken, während die einheimische Spekulation, noch mehr aber das Publikum, der Bewegung nur sehr schüchtern folgt. Die nachlassende Tendenz der ungarischen Werte, die auch gestern zu konstatieren war, erklärt sich daraus, daß die ungarischen Papiere im. Kurse schon vorher dem inneren Wert der Mtien näher gekommen sind. Im Stellagerrverkehr notierten per MiMo Jänner: Oesterr. Kredit 2.20 bis 2.70, Sbaattibaihn 5.60 bis 6.50, Alpine 6 bis 7, Rima 4.60 bis 5, Salgo 6L0 bis 7.60; ferner per Ultimo Februar: Oesterr. Kredit 3 bis 8.6Q, StaatSbahn 7.60 ÜiS 8.80, Alpine 8 Ibis 0, Rima 6.60 bis 6.50, Salgo 8.60 bis 10; weiters per Ultimo März: Oesterr. Kredit 3.60 'bis 4.30, Staatsibahn 950 bis 11.60, Alpine 9L0 bis 11.50, Rima 7 bis 8, Salgo 10 bis 12. Kaffakurse: Bankverein 12.25, Oesterr. Kredit 17.40, Anglobank 7.86, Kompaß 1.11, Ländevbanü 16.60, Zivno 77.—, Ni eierest. Eseompte 28.—, Nationalbank 264.—, Staat Mahn 47.—, Union Bau 18.60, Perlmooser 2.62, Gösser Brau 264.—, Hauser u. ScLodka 12.80, LeuEerger Brau 88.—, Siemens 24.76, Stern u. Hafferl 17.40, Elin 42.60, Alpine Montan 44.—. Austria Email 20.90, Grazer Waggon 3.76, Heid- 1.88, Oesterr. Hosiherr 3.60, Lokomotiv Sigl 13.76, Mitteriberger 8.10, Osers u. Bauer —.45, Nlma 23.30, Schoeller Stahl 1.65, Waagner 13.—, Kabel 'n, Draht 32.30, Krupp 30.70, LehLam 15.46, Tarbouches 127.—, Teppich Haas 7.80, Oesterr. Essenbahnvork. 68.25, Semperit 21.76, Handels-A.-G. 16.10. Q u o t e n: Franz-iJosefsibaffn-Schuld 2,8. Exoten: Mragnica 2.16 bis 2.26, Urriv. Bau 1.9? bis 149. Sie Fusion Berkehrsbank-Bodenkreditanftatt. Aktienuwtaufch im Vechältnis 11:2. In einer gestern abgehaltenen Sitzung hat der Ber-> waltungsrat der Verkehrsbank beschlössen, der demnächst einzuberufenden Generalversammlung den Antrag auf Fusion mit der Bodenkreditanstalt zu unterbreiten. Zu diesem Zwecke sollen die Aktien der Berkehrsbank im ViMhältnis 11:2 gegen Bodenkrchitaktien den Aktionären! eingetauscht werden. krfte Brünner Maschinenfablll. Älagr gegen den Grtteraldirettor Pauler. Prag, 17. Jänner. Die. Erste Brünner.Maschö» nenfabrik A. G. hielt heute vormittags im Sitzungssaale der Handels- und Getverbekammor in Brünn eine außerordentliche Generalversammlung ab, um über dar Antrag des Verivaltungsrates in Angelegenheit des Ausgleiches mit dem gewesenen Generaldirektor Franz Pauker und dem gewesenen Verwaltungsratspräsidarten Rotter Beschluß zu fassen. Anwesend waren 61 Aktionäre als Vertreter vorl 177.841 Aktien, also 17.734 Stimmen. Der Verwaltungsrat konstatierte, daß die Behandlungen mit dem gewesenen Generaldirektor Pauker nicht zum Ziele geführt haben, so daß die Schadenersatzforderung gegen diesm eventuell auf gerichtlichem Wege geltend gemacht werden müfjfe. Der gewesene Verwaltungsratspräsident Rotter hat sich zum Schadenersatz bereit erklärt, doch ist die Höhe desselben bis jetzt noch nicht festgesetzt worden. Aufs einige Anfragen betreffend die gegenwärtige Situation des Unternehmens wurde konstatiert, daß das Unternehmen im Juni v. I. 1200 Personen beschäftigte, während heute deren Zahl bereits 1400 beträgt. Bestrebungen behufs Besserung und Erhöhung des Umsatzes feleit überall ersichtlich. Der Antrag des Berwaltungsrates wurde sodann einstimmig genehmigt. Sin on er kauischer Stabilkfleruagrlredit ffir Jugoslawien. Belgrad, 17. Jänner. „Breme" bestätigt die Mel« düng, daß es dem Finanzmlnister gelungen sei, Jugoslawien in Newyork einen StabilisterungSkrchit in der Höhe von 10 M i l l i o n e n D o l l a r zu sichern. Dieser Kredit soll, falls sich die Notwendigkeit ergibt, zur Di na»» stützung verwendet Wecken.