Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2834 (18.1.1927)
- Date
- 1927-01-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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jpoleni 25 groszy [ Wien: Zum Abholen mdet Expedition, il.,Taborstr 1-S oder in oinerVerschlelßstelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßen verkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I.. Wollzeilo 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tscheche Slowakei: Mon K 22 Jugoslawien: Mon. Din. 60 Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich, Belgien: Mon. Pres. 85 N»eh**t» i nnson o«i P r <n *- etbttbaneep *«»' ebalten Rk. 3834 Wiener Sienkla». 18. SSmter 1987 (15. Schewat 5687). I Preis WO g | England: Mon. 4 Schilling Italien- Monatl. 20 Bit* Rumänien: Mon. 170Bei Bai gar icn:Mon.!00 Lewa. S e hw e i z und das Übrige Ausland monatlich Free. 5 Redaktion, Administration; Wien, ll., Taborstr« 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-10 Ab 6 Uhr abends- Telephon Nr. 31-0-86 n 31 20g VII., l^rcbonfe'derdtraßo 1 (Druckerei „Inva“) Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr 150 693 9. aofitflann Der Bündnisvertrag zwischen Frankeich nad RumSnien. . Lie Unverketzbarkett ver Grenzen- — Ae russische Klau'el. Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetzteS E gekennzeichnet. Jimfkfiiv fie haben wir einige unserer BUcherprämien reserviert. — Haben Sie schon Ihr Abonnement überwiesen Jahresabonnenten erhalten gratis nach Wahl: jfoflepftus ^ifavliis SÄMTLICHE WERKE. In drei eleganten Prachtleinenbänden Mehr als 2000 Selten, scn.ön^ter, klarer Drück, holzfreies Papier, oder Keinricfi Graeäx GESCHICHTE DER JUDEN. Drei vornehme Geschenkbände. 2200 Seiten staik, oder tfvewMJteOin PALÄSTINA. Einheirl.Lexiknnbandm 800neuen Bildern aus ErezIsrael in meisterhaiterReproduktion. Text v. d. berühmten Fdis.hungsieisenden. Halbjahresabonnenten erhalten nach Wahl: V £7Ki«o<dror-JV’crxl r * F^ÜiÜs'^TONS. Zwei gescbmackyoltoGesfiienkv bände. ' ■ " ' ' e" ’- 700 Seiten starr . , Jtdolg üStfAm n| DIE ZiONbTlSCHE BEWEGUNG. Zwei Bände in einem hocheleganten Gfoßoktavband. Gebd. BBS ca. 400 Seiten Kenqonn tffrxKft ■ww DAS OSTJÜDISCHE ANTLITZ. 52 Melsterzelch- MMB nurigen. tfipphfiariwa mngm DAS SCHÖNSTE JÜDFCHE SAGENBUCH. Hw 400 Seiten in modernem Leinenband. Auch für die . Neuerwerbung von Abonnenten haben wir B’lcherprä n’e.i aus gesetzt. Teilen ie uns umgehend, mit, wer von ihnen geworben wurde. Die »Wiener Morgenzeitung« kann auch ln jeder Trafik bezogen; werden. Sie WMujMe Verschwörung in Polen. Ein vierter Lejmdepu ierter verhaftet. Warschau. 17. Jänner. Das Vyrgehen der BchördLn gegen diei weißrussische Organisätion „Hromada" nimmt seinen Fortgang. Gestern wurde in der Nahe von Bialystok ein vierter Sejm-Abgeordneter, der der kommunistischen Bauernpartei angehörige Deputierte Holowacz, verhaftet. In den von Weißrussen bewohnten Wojlvödschasten wurden erneute Verhaftungen vorgenommen. Ler Kamps um da» Rohöl. ^lexiko, .17. Jänner. (Tel. Comp.) Die Regierung hat ein Bohr verbot für diejenigen Petroreui.tgejel.- schaften erlassen,' die sich; dem neuen Petroleumgesetz - der Negierung nicht unterworfen haben. Die amerikanische Sinclair - vergesellschaft. erhob - dagegen Einspruch und setzte bei dem mexikanischen Bundesgericht eine Aufhebung des Verbotes durch,. In den Bereinigten Staate.: wirddieses Urteil als ein günstiger Präzedenzfall für alle amerikanischen Gesellschaften. in. Mexiko angesehen, die sich in gleicher Lage befinden. Bombenatteatat gegen dar Rew Parker Italien fite notitnlat. Newyork. 17. Jänner. (Tel. Comp.) Vor der Tür veS italienischen Konsulats in Newyork explodierte heute früh eine mit kleinen Metallteilen gefüllte Bombe. Da das Personal des Konsulats seinen Dienst noch nicht angetreten hatte, wurde niemand verletzt. Die Tür wurde vollständig zertrümmert. Man nimmt an, daß es sich um einen Racheakt antifascistischer Italiener in Newvork haridelt. Paris, 17. Jänner (Havas). Im Journal Officiel" werden morgen die zwischen Frankreich und R u m ä n i e.n abgeschlossenen Verträge veröffentlicht werden. Es handelt sich zunächst um einen Bündnis- und Freun/dschaftSvertrag, durch den sich Frankreich, und Rumänien verpflichten, keinen Angriff, keinen Einfall und keinen Krieg zu .unternehmen, da alle Vorbehalte dafür geschaffen seien,- um im Falle berechtigter Abwehr eines A n g r i f f e 3 gemeinsam jene Fragen zu prüfen, die geeignet wären, ihre Sicherheit zu gefährden und um sich für den Fall c! # s nicht provozierten Angriffes unmittelbar über alle Fragen der europäischen Politik zu Sie deutsche Krise. Marr'.Vethandlungen Mer drasA»binett der , - Mutdkv ' . ' vri.- Berlln, 17. Jänner. (Wolfs.) Der erste Tag der Verhandlungen, die Dr. Marx wegen der Regierungsbildung geführt hat, haben nur insoferne eine Klärung gebracht, als dih Deutsche Volkspartei eine Betelligung an der großen Koalition ab lehnt. - Der Reichskanzler wird nunmehr urorgen feststelleir. wie sich die beiden Flügelparbeien zu einem Kabinett der reinen Mitte stellen. Nach der bisherigen Haltung der Deutsch nationalen wird mit Sicherheit damit gerechnet, daß Graf Westarp die Tolerierung eines Kabinetts der Mi-tte ab lehne n wird. Auf der anderen Seite wird Dr. Marx den Führer'der Sozialdemokraten Hernrann Müller um Bekanntgabe seiner Bedingungen für die Unterstützung eines Kabinetts der M'tte ersuchen. Von dieser Antwort Ivcrden die weiteren Schritte des Reichskanzlers abhängen. Sozialdemokratie und Reichswehr. Berlin. '17. Jänner. Der Sozialdemokratische Pressedienst präzisiert heute die Stellungnahme der Sozialdemokratie zur Reichswehrsrage. U. a. heißt es in der Feststellung: Gegenüber dieser Hetze d er Re chten gegen die Sozialdemokraten, - die auch der Volkspartei einen Vorwand liefern soll, muß in allerschärfster Form die Stellung der sozialdemokratischen Partei gegenüber der Reichswehr präzisiert werden. Die Sozialdemokratie denkt nicht daran, einem Kampf gegen die Reichswehr als Institution zu führen, es sollen nur die Auswüchse beschnitten werden, die die Reichswehr ihren wirklichen Aufgaben entfremdet und die aus ihr etwas anderes machen wollen, als das, was sie sein soll, aus einem Instrument des Staates einen Staat im Staate gegen den Staat. ttueinigfeit unter den Arabern. Jerusalem, 17. Jänner. In einem „Neuerlichen Vorschlag zur Gründung einer neutralen Partei" überschriebenen Leitartikel beklagt „Felestin" die immer mehr überhandnehmende Zersplitterung der arabischen Nation in Palästina, die schon so weit gehe, daß jede Stadt und jedes Dorf in zumindest zwei einander befehdende arabische Parteien geteilt sei. Es werde nicht mehr von der Befreiung Palästinas, nicht mehr vom jüdischen Nationalheim und der Balfour-Deklaration gesprochen, die arabischen Führer denken nur an ihren persönlichen Vorteil, suchen die Gunst der Herrschenden zu gewinnen, um sich bei den Wahlen Mandate zu sichern. Bon diesen'Zuständen profitieren nur die Zionisten und die britische Mcht. Das Blatt fordert schließlich die echten Araber auf, sich zu einer „Neutralen Partei" zu vereinigen, deren ausschließliche Aufgabe es wäre, die Interessen' des Landes und seiner Rechte zu wahren. verständigen, zu dem Zwecke, ihre friedlichen Veftrebuw gen einander anzu-passen. Zweitens ist ein Sch'.edsübereinkommen getroffen worden, das jedoch kt allen jenen Fragen nicht anzuw-'ndLn ist, die darauf abgielen, die in den Friedensverträgen sestgelegte Unverletzbar! ei t d er G ebiets g r enzen der beiden Staaten zu ändern. Drittens wird in einem Zusatzprotokoll die Verpflichtung Rumäniens bestätigt, einen Angriff auf Rußland zu Unterlasten und zugleich das Angebot gemacht, diese Glerchverpflichtung gegenüber allen Nachbarstaaten Rumäniens zu übernehmen. / Keine Milderung der kinwanderunssbelchM« lunfien. MvlMk. 17: Jämter. (I.T.A.) Der Ausschuß tc* amerikanischen Repräsentantenhauses verwarf den Antrag! des. Senators Wadsworth, der'eine Verbesserung brr Einwanderungsbill nach der Richtung bezweckt, daß etwa 30.000 Fam-klienangehörige von Deklaranten (Bürgerschaftsanwärtern) außerhalb des Rahmens der Einwanderungsquote in das Land kommen dürfen. Dieser Antrag wurde bekanntlich vom Senat in seiner am 15. Dezember v. I. abgehaltenen Sitzung angenommen- Der Ausschuß lehnte die Bill mit 8 gegen 2 Stimmen ah. ' « * Das jüdische Kongreßmitglied Perlman tritt nun! dafür ein, daß es bei der Abstimmung im Ausschuß nicht sein Bewenden haben, sondern daß die Bill vor das Plenum des Repräsentantenhauses zur Abstimmung gelangen soll. - : : ' Arbelterschutz und Paßvisum. Prag, 17. Jänner. Das Fürsorgeministerium bereitet gegenwärtig, wie die Blätter melden, eine Gesetznovelle, betreffend den Schutz des Arbeitsmarktes der tschechoslowakischen Staatsbürger vor, wie ein solches Gesetz bereits in Oesterreich und auch in den übrigen Staaten besteht. Es ist im gegenwärtigen Zeitpunkt für die Tschechoslowakei aktuell geworden, daß eS die unerläßliche Voraussetzung für dieAbschaf? fungder Paßvisa zwischen der Tschechoslowakei und den Nachbarstaaten (auch Oesterreich) bildet. Die Regierung hat die Weisung gegeben, das genannte Gesetz mit B es ch leun i g un g zu erledigen. Sie Anerkennung des gba Zaud<Aaa!es. Bern, 17. Jänner. (Sch. Dep.-Ag.) Der neue Staat Hodschas und Sultanat Nedjd, dessen Herrscher Abdul Asts I b n Saud ist, ist bereits von verschiedenen Staaten de jure anerkannt. Nun hat sich das Ministerium! des Auswärtigen des Hedschas an den Bundesrat mit der Bitte gewandt, ebenfalls diese Anerkennung auszusprechen. Der Bundesrat ist heute diesem Begehren na, ch gekommen. ' •'1 ■ Lar «Berliner Tageblatt" über den Seipel* Ichen SuDenpunfMommentar. , Das „Berliner Tageblatt", welches ID Aeußerungen des Bundeskanzlers Dr. Seipel zu dem Vertrete der Jüdischen Telegraphen-Agentur im Auszug wiedergibt, schreibt hiezu: „Die Anfrage ist denr Bundeskanzler Seipel sicherlich sehr unangenehnt gewesen. Denn es tnuß für einen verantwortlichen Staatsmann peinlich sein, sich d ie lä ch e rlichsten und abgestandensten Argumente zu eigen machen zu müssen, die den antisemitischen Parteien doch nur als Borwand für die angestrebte Ausnahmegesetzgebung gegen die Jud.'u dienen. Jndemt er das eine zugo* stand, das andere, wenn auch nicht grundsätzlich, ablehnt, hat er sich nach beiden Seiten schlecht ans der Affäre aezogen."