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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-17 · Heft 2833 (17.1.1927) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2833 (17.1.1927)
Date
1927-01-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Zelte 2 Wien, Montag Wiener Morgen-eitnng 17. tzSnner 1887 Re lleberfiedlung des Keren Hajeffob nach Palöftina. Bo« Dr. Fritz Loewenfteio, Jerusalem. Mit der Uebersiedlnng dcs HauptburcarcS des Kcre n Hajessod nach Jerusalem hat sich in aller Stille ein Vorgang vollzogen, dessen Tragiveite eine außerordentlich große werde!: kann. Die Bedeutung des Keren Hajessod für unser gesäurtes Ausbaulverk ist von so einzigartiger Bedeutung, daß alles, was das Werk dieses Fonds nach der oder jener Seite zu beeinflussen vermag, unseres stärksten Interesses sicher sein muß. So falsch cs uns scheint, die ganze gegenwärtige Lage nur auf die ungenügenden Eingänge dieses unseres zentralen Fonds zurückzuführen, so sehr imr glauben, daß der inner« Zustand der Zionistischen Organisation, daß die Rückschläge aus außenpolitischem Gebiet, daß das ebenfalls nicht,uur finanziell zu erklärende Scheitern der vierten Alijah ihr gerüttelt Maß Schuld tragen, so vermag doch kein Zweifel daran zu bestehen, daß hunderttausend P f u u d Keren Hajessod m ehr der ganzen Lage ein Gesicht geben würden, daß sie eine Uebertvindung des Arüeitslosenprob lems auf konstruktivem Wege ernrSglichen würden, daß sie Glauben und Zuversicht in die Reihen der Bewegung und des Jischuw wiederkehren ließen- Vergegenwärtigt man sich einmal in diesem Augenblick die Verwendung der Keren Hajessod-Gelder, jener rund zlveieinhalb Millionen Pfund, die bisher eingenommen wurden! 750.000 Pfund Sterling (mehr als 30 Prozent) sind für landwirtschaftliche Kolonisation verwendet worden. Es ist der wichtigste Posten, der Posten zugleich, über dessen Verbleib kein Nachweis verlangt zu. werden braucht: das Enrek Jesreel von Beth Alpha im Osten bis nach Djidro ist der Beweis der Leistung. Auf diesem Gebiete sind große neue Werke in: Gange, über die wir den Leser vor kurzem eingehend informiert haben. Er weiß, welche großen Leistungen gerade in letzter Zeit geschehen konnten: die Festsetzung tausender jüdischer Arbeiter in den alten Kolonien, die ■ fortschreitende Konsolidierung unserer bestehenden Siedlungen, deren Steinhäuser und Ställe überall im Bau sind, und nun der Fortgang unserer Kolom'sation, ein Schritt weiter zu unserem Endziel und zugleich ein Schritt zur Behebung der Arbeitslosigkeit. Wir wollen aus der Verwendungsstatistik weiter die etwa 200.000 Pfund Sterling erwähnen, die für Zwecke der städtischen Kolonisation verwendet wurden, die das Entstchen jüdischer Wohnviertel in den städtischen Zentren ermöglichten, in großzügiger Weise Ruthenbergs bisheriges Werk durchführbar machten und auch den Neubeginn im kommenden Frühjahre ermöglicht haben; und es ist nicht überflüssig, einmal daran zu erinnern, daß so entscheidende Institutionen wie der Solel Boneh und die P. L. D. C. den Investitionen des Keren Hajessod ihre Weiterarbeit zu danken haben. Daß unser großes hebräisches Schulwerk zu etwa 78 Prozent aus Keren Hajessod-Mitteln existiert und daß auch hier jetzt die Tendenz dahin geht, Dauerwerte zu schaffen, indern man eigene Schulgebäude errichtet, um nicht mehr große Teile des Budgets als Mietgelder ausgeben zu müssen, dürste ebenfalls nur wenigen genügend bekannt sein. Und wieviele sind sich immer dessen bewußt, daß unsere Ausgaben in der Galuth für die sachliche Ausbildung unserer Chaluzim, daß die Erhaltung unserer Palästina-Aemter, daß die Aufnahme, Versorgung und Unterbringung des Neueimvanderers Sache unseres Keren Hajessod ist! Denn die Eigenart unserer organisatorischen Maßnahmen hat ja dazu geführt, daß der Keren Hajessod ein reiner Sammelapparat ist, der auf di« Ausgab« der von ihm aufgebrachten Mittel keinerlei Jngerenz hat, sondern diese Mittel der Palästina-Exekutive übergibt, die über sie nach Maßgabe des vom A. B. oder vorn Kongreß beschlossenen Budgets verfügt. Diese Trennung der Gewalten war natürlich bisher besonders ausgeprägt, >vo der Keren Hajessod in London, die Exekutive in Jersualem saß. Jetzt, wo beide, wenige Minuten von einander entfernt, nebeneinander ihre Bureaus haben, dürfte der bisherige Zustand in der bisherigen Schärfe ficfj nicht aufrecht erhalten lassen. An Stelle der Telegramme, mit denen bisher die Exekutive von London Ueberweisungen verlangte, wird die persönlich« Rücksprache treten, durch die die unnatürliche Trennung gemildert und zu gleicher Zeit die so geringe Zahl verantwortlicher Mitglieder unserer obersten Leitung eine erwünschte Verstärkung erfahren rvird, wenn natürlich auch der verfassungsgemäße Zustand nicht geändert werden wird. Nicht auf Kompetenzfragen kommt cs hier an, sondern darauf, daß der Keren Hajessod in direkten Kontakt mit der Arbeit gebracht wird, die er finanziert. Es scheint uns sicher, daß dies dem Keren Hajessod starke neue Impulse geben wird, daß nunmehr, jenes große Heer freiwilliger und beamteter Arbeiter für unseren zentralen Fo;ids von ihrer Zentrale Nachrichten erhalten rverden, die ihnen zeigen, wofür das Geld verwandt wird, das sie aufbringen. Und nüe Keren Hajessod und Palästina-Exekutive, so sind auch Keren Hajessod und Keren Kajemcth nun nahe aneinander gerückt. Wir haben hier schon einmal die Frage der Vereinheitlichung unserer Propaganda behandelt. Wir haben darauf hingcwieseu, wieviel heute doppelt geschieht, was bei gemeinsamer Arbeit der beiden Forürs einmal, mit demselben Nutzeffekt und mit halben Kosten, geschehen könnte, urrd haben an Broschürerrpropaganda, an Bildc^ urü> Photographien, an Films erinnert. Wir gedachten auch damals bereits jener wenigen Anfänge gemeinsamer Propaganda, die bereits vorhanden waren (Palästina-Korrespondenz, Zionistisches Jnformationsbureau für Touristen). Wir wollen heute nur mit Befriedigung festftelleu, daß bereits eine Reih« von Besprechungen stattgesundeu hat, die dieser Vereinheitlichung zu dienen haben, und daß hoffentlich die Resultate viele Reibungen vecmiuderic werden, die heute störend vorhanden sind, und alle Kräfte mobilisiert werde::, die unserer Finanzpropaganda zu dienen geeignet sind. Neue ßrwerbuugen der Bibliothek der Berliner jüdischen Gememoe. Die Blblioche-k der Berliner JÄ-ischen Gemeinde hat eine wertvolle Bereicherung durch Ankauf einer Sammlung von Handschriften und Drucken erhalten, die über das Leben der italienischen, besonders der römischen Juf.en, im 18. Jahrhundert reiches Mcnerial enthalten, so über-die Geschichte der Vlutbeschuldig-ung, der Zensur hebräischer Bücher, der Zwangstaufen, aber auch über Erziehung, Ehescheidung, Lemratöehe. Erbrecht, Vormuni'fchaft und allgemein jüdischen Kultus. Dw Sammlung ergänst den Bestand an selterien Drucken irnd %t:cn ,Kur Geschichte der Juden in Italien, der schon früher vom O'berbibliothekar Dr. Stern für die Gemelndebibiäoihek erworben wurde. Die Bibliothek der Berliner Jüdischen Gemeinde wird so durch ihr Quellenmaterial eine rvichtige ForschungLstättc für die Geschichte der Juden nicht nur Deutschlands. sondern auch Italiens, nachdem durch den Ankauf der Bibliothek Professor DubnowS a-rch schon sehr viel wertvolles Material über, die Geschichte der Juden in Nußland zur Verfügung steht. Wir«. 17. ILamr. Ein Kind von einem Automobil getötet. Vorgestern' ging der sechsjährige FabrikantenSfohn Jakob Hochbaum mit seiner Kinderfrau» die ihn an der Hand führte, über die Mariahilfer kratze. Mitten aus der Fahrbahn riß sich das Kind von seiner Begleiterin los und lief ln rin Änto, das in langsamem Tempo gegen den Gürtel fuhr. Der Junge wurde überfahren, ins Sophtenspital gebracht und ist dort zwei Stunden später gestorben. Dr. Herzverg-Fränkel gestorben. Der bekannte Wiener Rechtsanwalt Dr. Ludwig Herz. berg-Fränkel ist in der Nacht auf Samstag p^tzlich gestorben: ein Schlaganfall hat seinem Leben ein Ende gesetzt. Dr. Herzberg-Fränkel, der 65 Jahre alt wurde, war schon umi 6 Uhr abends in feinem Bureau bewußtlos zusammengestürzt und starb wenige Stunden später. Landeshauptmann a. D. Leopold Steiner gestorLcn. Gestern mittags ist der frühere Landeshauptmann von Niederosterreich Leopold Steiner nach langem sclMren Leiden gestorben. Steiner, der zu den bedeutendsten Führern der rhristlichsoli.rlcn Partei unter Lueger zäh ti, hätte sich vor einigen Jahren aus de»u politischen Leven zurückgezogen, nachdem sein Sohn wegen Betrügereien verurteilt worden war. Zwei Selbstmorde im gleichen Hause. Gestern abends haben inr Hanse Kreitnergasie 48 zwei Männer zur selben Stunde» allerdings ganz unabhängig voneinander, Selbstmord verübt. In der Pc/rterr.jwHnung Tür 6 vergiftet: sich der 30jährige Harmonikaerzeuger Karl Wallaschek mit Leuchtgas, indem er den Hahn des Rechzuds öffnete. Er vmrde von Nachbarsleuten tot aufgesunoen. — lim dieselbe Zeit erhängte sich im dritten Stocklverke des gleichen HaufeZ, Tür 21, der 48jährige Gcschüftsdiener Karl L a e i o E mit einer Reüschnur am Fensterkreuz. Die Affäre Roland. Frau Jda Roland hat die Direktion des Burgcheaters verständigt, daß sie erkrankt sei. Die Unpäßlichkeit, der Künstlerin dürfte auf die Auflegungen zurückzuführen sein, die eine Folge ihres Konfliktes mit der Direktion seien. Infolge dieser Meldung mußte die für heute angesagte Vorstellung der „Phädra" abgesagt werden. Dafür geht „Don Carlos" für die Theatergemeinde, Serie B, in Szene. Diebstahl eines BrttlantarmDrndes auf der Alkand-Redoute. Vorgestern tvurde auf der AllandRedoute der Gattin eines Industriellen ein drei Viertel Zentimeter breites Vrillantarmband im Werte von 2000 Schilling gestohlen. Vom großen MilttlbrMant gehen in Platin gefaßte sich verjüngende Brillanten aus. Das Armband har ein Schnappschloß. Der älteste Wein der Wett. Englische Blätter greifen eine Meldung aus Bremen auf, nach der kurz vor Weihnachtett dort ein 200Jahre alter Wein, als der älteste der Welt verkauft wurde, und behaupten, daß es in den Kellereien einer englischen Weltfirma noch diel ältere Jahrgänge gibt. Die Firma von Ehrmann besitzt einen Würzburger Steintvein dom Jahre 1510, einen Leistenwein aus 1631 und zwei Jahrgänge Rüdesheimer und Deidesheimer aus derselben Zeit. Ob dieser Wein wirklich der älteste der Welt ist, mvg dahingestellt sein. . Vereine, Bortrstge und Bersammknngen. Wiener Bet S»»!ld-»,'ch, 2., Bcz, Tempel,as.e & Heute, 6 llhr: Lektor Dr. S. Rubin: „Der Schadenersatz im talmudischen. Rechte". — Maimcnikes-Jnstttut, Hetzgasse 40. Heute, Montag, 6 bis 7 Uhr: Dr. A. Kaminka: „Tos Buch Amos, unter Berücksichtigung der Septuaginta." 7 bis 8 Uhr: More Nebuchim. über den MaMab »ur Beurteilung 1. Bez., Iasonnrgottstraße 2 (Stcpsansplatz), Mezzanin; Vortrag: Dr. Norbert H offmann: „Die zweite Konfvre^ der Zionisten-Revisionisten in Paris". Freie Aus- Juviläums-Nedoute des Deutschen Voltstheaters. Die Rcdoute des Deut'chen VolLlthcaters, die als Jubiläumsredoutc besonders festlich begangen wird, findet am 26. Februar statt. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sane! Beer. Die Vorbeugung von Herzkrankheiten. Der Herzfehler ist bei den Menschen im allgemeiner: besonders gefürchtet. Viel mehr Patienten bilde,: sich ein, an einer Herzerkrankung zu leiden, als es tatsächlich der Fall ist. Und so kommen die Aengstlicher: immer wieder zu der: Aerzten i:nb wünschen Auskunft, ob sie am Herzen krank sind. Meist handelt es sich um Neurastheniker, die sich zuviel beobachten und ar: jedem beschlemrigten Puls einen Herzfehler entdecken wolle::. Für solche Aengstliche ist es gut, zu wissen, wie man einer Herzerkrankung Vorbeugen kann. Die häufigster: Ursachen für ein späteres Herzleiden geben eine Angina oder ein akuter Gelenksrheumatismus ab. Die Gaumenmandeln sind bekanntlich die Eingangspforte für verschiedene Erkrankungen, so manches Blinddarm-, Nieren¬ oder Gelenksleiden schloß sich an eine Manbelentzünduing an, die in. den Lakunen (tiefen Lücken) der Mandeln gelbe eitrige Propser: als Krankheitsherde hinterließ. Jede Angina ist aber, zumal sie ja Scharlach, Diphtherie und Grippe einleiten kann, als ernste Krankheit zu werter: uub entsprechend zu behandeln. Aber nicht nur die Heilung ist zu erstreben, sondern die Neigung zu Rückfällen soll durch Abhärtrlng und Hebung der körperlichen- Widerstandsfähigkeit mittels örtlicher und allgemeirrer Behandlung bekämpft werden. Das gleiche gilt für den akuten Gelenksrhenmatismttsf, in dessen Gefolge sich oft ein Herzfehler elnsteltt. Da heißt es vor allem fict vor jeder Verkühlung zu hüten. Leider werden derlei Ratschläge durch die herrschende Mode (kurze Röcke, seidene Strümpfe, Halbschuhe bei Frost und feuchtem Wetter) ad absurdum geführt. Bei eingetretener Erkrankung muß der Patient so lange Bettruhe halten, bis jede Gclenksschweilung, die Schmerzhaftigkeit bei Bewegung und das Fieber völlig geschwunden sind, weil sor:st leicht eirr Wiederausflackern des Krankheitsprozesses erfolgt. In vielen Fällen erweist sich die Schlitzung der Lakunen in der: Mandeln oder.deren teilweise Abtragung als notwerrdig, da vor: hier ar:s die rheumatische Erkrarrknng oder das Herzleiden unterhalten wird. Von den Infektionskrankheiten sind «s vor allem der Scharlach, die Influenza und der Bauchtyphus, die das Herz schwer in Mitleidenschaft ziehen können. Darum wendet der Arzt bei diesen Asfektionen den: Herzer: besondere Aufmerksamkeit zu, obgleich sich Herzstörurrgeiz oder Herzschwäche trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen unvermutet einstellen können. Besonders gefährdet sind Individuen mit Fettsucht urü> Arterienverkalkung. Fettleibige haben eir: muskelschwaches Herz. Bei diesen müssen ärztliche Maßnahme:: getroffen werde::, um systematisch die Leistungsfähigkeit M Herzens zu steigern. Hiezu dienen die Hydro- und mechano-therapeutischen Methoden. Auch die Syphilis führt in der Folge zu Störungen des Herzens, die meist in einer starken Erweiterung der großen Schlagader bestehen. Nur die rechtzeitige energische Behandlung kanrr einer Herzerkrankung Vorbeugen. Nur zu bekannt ist der schädliche Einfluß dauernden Genusses alkoholischer Getränke auf das Herz. Eine große Rolje spielt in dem Krankheltsbikde des Herzens daS Zusammenwirken mehrerer Schädlichkeiten. H'ezu gehören noch das Einwirken von Tee, Tahak und Kaffee auf das Herz. Die Häufung vor: Herzafsekttoner: bei jugendlichen Personen ist eine Kriegsfolge. Hier ist das Zusammentreffen mehrerer schädlicher Anforderungen an das Herz, wie das übermäßige Trinken von Alkohol, der starke Mißbrauch von Tabak und die übermäßige Mriskelarbeit n:t-> Anstrengungen, die Ursache für das Leiden Der Mensch kanr: aber, wie aus der: angeführten kurzer: Andeutungen zu ersehen ist, selbst viel zur Bovbeugung der Herzerkrankungei: beitragen. Selbst ein bestehendes Herzleiden ist noch nicht als Katastrophe zu inerten. Ter Herzkranks muß sich nur insoweit beobachten, daß er seinem Herzen nicht mehr an Arbeit zumutet, als es zu leisten imstande ist. Jede dauernde Ueberanstrenguug ist gefährlich. Man sieht gerade viele Herzkranke recht alt werden, weil sie eben, ihres Leidens bewußt, meist ein ruhigeres, weniger ausschweifendes rmd gehetztes Leben sichrer:. Die Mehrzahl der sogenamtten Herzkranken sind nervöse Menschen, die keinerlei organischer: Defekt an: Herzen aufweiser:. Die Behandlung der allgemeinen Nervosität bessert auch den Erregungszustand der Herznerven, die meist drrrch seelische Jr:fekte ln Spannring gehalter: werden. AerztNcher Fragekaste«. Besorgte Mutter. Solche Unregelnräßigkeiter: der Merlstrrlation sind in der Pubertät nichts Ungewöhnliches. Sie brauchen nichts unternehmen, außer es besteht Blutarmut, die zu bekämpfen wäre. — A. R. 10. Der träge Darm rwrß durch ein vernünftiges Regime vor: Jugend auf behandelt werden. Pünktliche Durchführung der Entleerung, zeitliche körperliche Bewegung, derbere Kost, Trinken von saurer Milch, viel Obst und ein Glas kaltes Wasser frühmorgens, werden eine Selbstregulierung herbeiführen. Gegen die Rachitis karn: man bestrahlte Milch anwenden, die jetzt in Wien erhältlich ist. Außer Lebertran mit Phosphor sind frische Gemüse und lediglich ein bis zwei Kaffeelöffel Zitronen- oder Orangensaft zu empfehlen. — Bernhard. Wenn bei allen drei Kinder:: eines Ehepaares sich angeborene Hüftgelenksverrenkungen finden, dann tolrd man wohl in dem Defekt einen Erbfaktor erblicken müssen

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