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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-07 · Heft 2823 (7.1.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2823 (7.1.1927)
Date
1927-01-07
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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3feä« H MArg««zeM»s 7. Jänner 1937 L^en, Kreitag Wacker-F. «. 8. wledrr uaentschieSea! 2:2 (0:0). Die Mei-linger durch das Los zu Sieger« erütirt. W. A. L.-Platz. 3500 Zuschauer. Schiedsrichter Dein!. Wacker: Brazda; Capek, Jellinek; Brinek, Reich, Jestrab; Machhörndl, Rappan, Weilinger, Ryba, Palko. F. A. C.: Lazar; Runge, Czihak; Bernhauer, Hummenberger, Chloupek; Petz, Juranitsch, Jszda, Parowsky. Rüdenauer. Auch das Weite Spiel dieser DKmnschmten um den Wintercup endete unentschieden. Der Verein, der gegen Slovan in der Schlußrunde zu spielen hat, mußte durch das Los entschieden worden. Es fiel aus Wacker. ES gab einen äußerst scharfen Kampf. Zweimal befand sich Wacker in Führung. Unter größter Spannung konnten die Floridsdorfer in den letzten Minuten gleichziehen. In jeder Spielzeit dominierte eine Mannschaft. Vor Seitenwechsel war Wacker stark überlegen, aber die Stürmer vergaben die günstigsten Chancen. Sic hatten auch daß Pech, den Ball viermal an die Stange zu schießen. In der zweiten Spielzeit war F. A. C. besser und vergab einen Elfmeter. Machhörndl wurde 5 Minuten vor Schluß lvegen KritisterenL ausgeschlossen. Die Tore schossen: Nappan, Jszda, Rappan und Juranitsch. Nach Schluß des Spieles gab es Demonstrationen gegen den Schiedsrichter, der seiner Aufgabe vollkommen entsprach. , Gleich nach dem Spiele fand im Sekretariate des B. A. C. in Gegenwart der beiderseitigen DereinSvertreter und mehrerer neutraler Sportfunktionäre die Auslosung statt, die Hugo Reisl vornahm. Die Entscheidung fiel zugunsten Bäckers.aus,.so daß die Meidlinger.am.Sonntag-Slovan im Endspiele, um den Wintercup cntgegeutrctsn. „Lasse» Sic sich cvusstopsen, Sie Tepp!" war der Ausruf Machhörndls gegen den gut amtierenden Schiedsrichter Deinl. Der Wackerspieler wurde natürlich vom Platze gewiesen. Wir sind neugierig, wie ihn der Struma disziplinieren wird. Der Hakoahfpteler Wortman.n hat wegen des angeiblichen Au-srufeS „Das ist Gewaltl" acht Lage bekommen. Äovaesi bei Hakoah. Budapester Meldungen zufolge ist das E n g a g e m c n t des Spielers Bela Kovacsi bei der Wiener Hakoah als fix zu «betrachten. Wie bekannt, hat Kovaesi im Vorjahre an der Somwerreise des jüdischen Vereines Lurch Polen— —Litauen—Lettland teilgenormnen. Dann nahm er wohl in Wien Aufenthalt, spielte aber jede Woche für seinen Budapester Verein, den 83er FutzbaMüb. Nunmehr wurde zwischen Kovacsi und den 33«rn das Verhältnis in freundschaftlicher Weise gelost und -der Ungar wird ahne Ablöse der Hakoah überlassen. Er kommt beim jüdischen Verein als Mittelstürmer in Betracht .und wäre schon am 16. Jänner hier Meisterschaft^- berechtigt. Hiyzu erfahren wir von der Hakoah: Kovacsi weilt derzeit mit Fabian zu Besuch in Budapest. Vor seiner Wreise wurde ihm vom jüdischen Verein aus bedeutet, daß man für seine Freigabe nichts tün könne, jedoch gerne bereit sei, ihn aus-MN ahmen, wenn er sich sie Freigabe selbst erwirke. Dies scheint der Budapester Meldung zufolge realisiert worden zu sein. Hakoah hat sich auch bereit erklärt, Kovacsi. falls ec es einmal wünsche, fernem Stammpereiii gleichfalls ohne Ablöse anstandslos freizugeLen. HakoahS Saisovbegiiin. Voraussichtlich dürfte das erste Spiel der jüdischen Mannschaft in diesem Jahre am 16. Jännc r gegen Simmering stattfiirdcn. Dreses Match gilt als Ersatz für das seinerzeit verschobene Benefiz spiel zugunsten des Simmeringers Da n i s. Die Halste der Einnahmen fließt Hakoah zu. ES dürfte auf dem W. A. C.»Platz ausgetragen werden. ES besteht aber auch eine Möglichkeit, daß Hakoah schon übermorgen, also Sonntag, den 9. d. M., antritl. Dies würde em FreundschaftLspiel gegen den W. A..C. auf dessen Platz sein und als Vormarsch.der Wintercupentscheidung Slovan—Wacker aVsolpiert werden. Im Rahmen der Meisterschaft ist ein Spiel am 23. gegen W. A. C. wahrscheinlich. Für den 30. bemüht sich Hakoah. das Meisterschaftsspiel gegen.den B r i g i t t e n a u e r A. C. auszutragen. Für diese beiden letzten Kämpfe kommen der Pratersportplatz und die Hohe Warte in Betracht. Dr. Köonor fährt zur Flnalisrerung der AmemLaitouLnzee in ungefähr vierzehn Tagen nach Newhork. Eine Aegypteu'Palästiya-Meise de- Klause«- .' burger Hagisor. Der bekannte jüdische Sportverein Rumäniens, Hagjbor m Klausenburg, der. auf gutem Wege ist, ein Mraun-rverein zu werden, wurde cingeladen, in Aegypten und Palästina Wettspiele auszutragen. Das Angebot ist für Hagibör sehr vorteilhaft. Im Falle die Tournee züstandekommt-, dürfte sich die jüdische Mannschaft- Mitte Feber auf die Reise machen, die sechs Wochen lang dauern soll. Insgesamt stehen zehn Fußballspiele ans dem Programm ALTERTUM uhd NEUZEIT JgSEPHÜSFLA^ÜSaSV^iJEDttj u»iger^^H^Ja^fa<^betrftffend unsere?rL«1easstt1on, Fuhbao-WÄvnsestllschafte» i« Prag? Aus Prag kommt die Meldung, daß mau dort ernstlich an die Gründung von Fu ßba ll-Akien gese llfchaften denke.. Der'Prastdent der Sparta, Saxl, erklärte in einem Interview, daß Minister S t r i b e r n y une weitere einflußreiche Funktionäre der Sparta dafür sind, in Prag mindestens vier Vereine in Mtiengesellschaften umzuwandeln. Sport und Parlament. Ein tschechoslowakisches Blatt meldet, daß man in tschecho« slowakischen Sportlerkrcisen daran denke, bei den Gemeinde- und Parlamentswahlen selbständige Kandidatenlisten der Sportler aufzustellen. Sportler gebe cs eine halbe Million, das ergebe gegen 10 Abgeordnetenmandäte.' ' Die Nachricht wird in den meisten tschechischen Md, auch Reichsdeutschen Blättern hämisch glossiert. DaS. ist/eine unrichtige Methode. Denn hinter diesen ' Tendenzen tschechischer Sportkreise steht dos immer ernster werdende Problem der Jugendsrage überhaupt. Es handelt sich wohl nicht nur allein um die sportlich-körperliche Ausbildung, sondern um die Erziehung, die einen integrierenden Bestandteil des politische» Lebens bildet. Es ist eine sehr falsche Auffassung unselsüchtiger Naturen, den Sport aus dem Erziehungskomplex' auszuschalton und ihn über die Achsel cmzuschen. Sport ist Gewöhnung des jungen Menschen an Selbstzucht und Gemeingerst und deshalb ein nicht zu unterschätzendes Element der Politik. Gerade der Umstand, daß der Sport falsch gewertet ist, führt zu den mit Recht zu rügenden Uebertreibungen 'und zum Sport als Selbstzweck. Im Sport konzentriert sich ein wertvoller Deik des Leben? .eines Volkes und es nst^ nur zu begrüßen," wenn auch die Frage der Jugenderziehung, durch sachverständia« Freunde der Jugend in die politische Arena gebracht wird. Au» de» Dereluen. PuaL«r Fußballspiele. D. F. C. gegen Sparta (Kostr). 4:1 (2:0), Sparta gegen Cechre (Karlin) 9:3 (3:0). Polacek, per intevnatioual-e. Stürmer der Sparta, ist an einer Gchirnhautentzünduirg gestovben Der B. A. C. in der Schweiz. In Lugano siegte, der Wiener B. A. C. gegen F.C. Lugano 3:1 (2:1).-, Theater^-—«- von heut« \ Burgtheater.- Phädra Anfang H.8, Ende 10 Uhr Akademietheater: Der Schwan Anfang '/r8. Ende s/*10 Uhr Staatsoper: Der Maskenball Anfang 7 Uhr. Ende nach 10 Uhr Deutsches Volkstheater: Wienerinueu Anfang 7. Ende 7.10 Uhr '/ill Uhr: Der blaue Vogel Bolksoper: Madame Butterfly Anfang '/,8. Ende gegen I/,li Uhr 5kaw«erspiele: König der Schnorrer Anfang */.8, Ende ‘MO Uhr 1010 Nachtvorstellung. Die A-B-C-Revue Theater a.d. Wie«: Die Zirkusprtnzessin Anfang ^,8. Ende gegen v,11 Uhr Fohauu-dtrautz-Theaterr Alexandra Anfang V,8. Ende V,ll Uhr Raimund-Theater: Das Schwalbennest Anfang V28. Ende '/-II Uhr Renaissance-Bühne: Der große Bluff Anfang 6. Ende V411 Uhr Theater in der Jofesstadt r Viktoria Anfang l!t8. Ende nach 10 Uhr Neue Wiener Bühner Menschen ohne Erde Anfang V,8. Enve 10 Uhr Ttadttheater: Wien lacht wieder Anfang 1/j8, Ende nach 10 Uhr Modernes Theater: Absteigquartier Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Wiener Bürgertheater: Der MitternachtSwalzer Anfang >/,8. Ende %lt Uhr Rolaudbühne: Der Vampyr — ZtlabrtaSpartie Anfang %8, Ende 10 Uhr Lustspiel-Theater: Esther Labarre . Anfang 8. Ende' nach 10 Uhr Jüdische Bühne, 2. Lez., Taborüraße 12. Die Kraft fyn Schema Jsrnel Jüdisches Künstlerkabarett (<varc Astorm-, 2. Bez., Praterstr. 60. Arub fjn Weg 8 Zirkus Advlfi. Renzgebaude. Apollo-Theater: Der Zug nach dem Westen 8 ^ackio^rosramm Heute Freitag 11 Uhr: Vormittagsmusik. 1610 Uhr: Nachmittagskonzert. 17-40 Uhr: Mitteirungen aus den Bundestheatern. 17- 50 Uhr: Wochenbericht für Sport urrd Fremdender lehr. 18- 05 Ühr r Hygiene des Wintersports. 18-30 Uhr: Die südamerikanifche Republik Paraguay. Generalkonsul Franz Httsch. 19 Uhr: Französisch für BorgeschrÜtene. 2005 Uhr: Wiener Abend. . Mtwirkend: Blcmta Glossy, L. CelakovSky, L. Godoreev. Quartett Silvtng Am Flügel: Professor Karl Severin. 2115 Uhr: Kammermusik (Beethoven). Mit-- wirksndr Sedlak-Winkler-Quarrett, Frau Prof. Stella Wang. Morgen Samstag 11 Uhr: Bormtttagsmufik. 15-30 Uhr r Juaendböhne. .Die Gänsehirtin am Prunven." Märchenspiel von Robert Bürkuer. 18- 30 Uhr: Dichtung der Weltliteratm. 19- 45 Uhr: ^Boccacio", Komische Oper in 3 Akten von F. Zell und Rich. Genre. Musik von Franz v. Suppe. Spielleitung: Viktor Flemmtng. Dirigent: Josef. Holzer. Uebertragnng des Jazz-Band aus dem Hotel Bristol. Il Tüchtige Schneiderin tMtikrrin» » ir gut«n 0teftttnjtit' unter günsitge» Bedtn gunpen füx Drrrlan gesucht. Unter .social-jüdisch^ an die Admlnlstratlbn. Ottomane« nnd DiwanS z» billiglien reiten direkt beim Srieuger Josef Koblih u. Sohn. 7 Br,.. Stebenfteru« gaffe lL »8 irtteUMMroficr t*!, 98.6-38 Express-“^ Büglerei ää Wien, III. 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Moses Bodnar, Bürgermeister, Kultaspräsidenfc, Großgrundbesitzer und Großindustrieller samt Kindern Julius, Dr. Josef, Ellas, Leon, Pepl, Emil, Manfred, Ruth, Anna und Schwiegertochter Rena, geben tief betrübt die Nachricht vom Htnschetden ihrer Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Sarah Bodnar geb. Ruckenstein aus Nadwoma welche Mittwpch. den 5. Jänner, nach schwerem Leiden im 58. Lebensjahre sanft verschieden ist Die Beerdigung findet Freitag, den 7. Jänner, um. 11 Uhr vorm., auf dem Zentralfriedhof (Israel. Abteilung), HI. Tor, statt. Wien Stanislan Nadwoma SH99BÜ999H8H D A l%| A Apparate, Bestandteile Reparaturen billiget Ing. Marcell Weiss Wien, II., Ob. Donaustr. 93 / Tel. 45007 DIANABAD WISlSlSlSlSlSlSISlSlSSlSl-j Schweizer Unterwäsche . auch für Kinder Zakob DetteS, Rotgasse t Gnkerhof) Alleinige Anzetgen-Annatzme AnrwncenexpeditoA Heinrich Schalet. Men. 1. Bezirk. Wollzeile VL terausgeber und Eigentümer: Jüdischer eitungdu. VerlagSges. m. b. H., Wien. 2. Bez., Taborstraße 1—3. — BeranttvoriL Redakteur: Jakob Krausz. Wien. ly. Bez.» Brechergaffe 0. Druck: .Jnva". 8hie«. 7. Bez., Lerchenseldeestratze 1. 74

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