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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-05 · Heft 2821 (5.1.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2821 (5.1.1927)
Date
1927-01-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sötze S Men, Mttwoch Wie«er «sraeu-rtttms Nr. 2821 vum Ä)00 v. Chr.) vorgeschritten war, ist heute noch eine ^f€W Frage. Ans den ägyptischen Texten erfahren wir nur, daß -der Mischungsprozeß um 2500 v. Chr. -begonnen hatte und daß die Aegypter das semitische Eroberervolk mit dem kanaanäischen Namen Amu (hebräisch am) be- Leichneten, nMrend nmn die ei miese ssene Bevölkerung Mentn nannte Oer 'Senior der deutschen Jagdflieger gestoben. ,mi Hamburg 'ftnuö vor einigen Tagen im 'Alter 'von '60 fahren der Großindustrielle Jakob Wolfs, der sich während des Krieges als ältester freiwilliger Jagdflieger einen hekannteu Namen erworben hat. In dem NaErrif dos „Nochrichtenblattes des Fliegcrrings" wird hervorgehoben, daß Wolfs sich im Alter von 48 Jahren im zweiten KriegSiahr freiwillig zur Fliegertruppe gemeldet hat. Er wurde später Führer einer Jagdfliegerstaffel und als solcher vielfach dekoriert. JüdischeTialeltforschurrg in Rußland. In Leningrad wurde vor einiger Zeit von den Philologen de.r Universität eine eigene Sektion fiir Forschungsarbeiten auf dem Gebiete der jiddischen Sprache und Literatur geschaffen. Zuin Vorsitzenden der Sektion wurde Professor Kaäarvw gewählt. In'der ersten'Sitzung'der Sektion'hielt L. Wilenkin einen Vortrag über „Die Methoden der deutschen TiäleNologie und ihre'Anwendung'in'der "Erforschung der jiddischen Sprache". Diese Sektion beauftragte Professor Kagarow mit der Herausgabe eines ethhmvlogischen Lexikons der jiddischen Sprache. Dieses Wörterbuch wird das erste wissenschaftlich bearbeitete vergleichende Wörterbuch der siddischen 'Sprache sein. 'Demnächst erscheint auch eine Abhandlung "über den "weißrüssisch-jiddrschen 'Dialekt 'nm L. Wilenttn. Bühne und Kunst. ßin neue» Wisches Theater ln Leningrad. In Leningrad wurde vor einigen Tagen ein neues jüdisches Theater eröffnet, dessen Leitung dem bekannten Theaterkr'üiker N. Kugel anvertraut wurde. An der Direktion nehmen auch der jüdische Komponist A ch r o n und der Künstler M a n u l e s c o teil. Das neue Theater wird das jüdische Drama und die jüdische Oper pflegen. Die Regierung hat dem Theater eine Subvention von 30.000 Rubel gewährt. Ans de» Theatern. B u r g 11) e <j t c r. Morgen, nachmittags drei Uhr, „D e t verschwende r". Abends, halb acht Uhr, „Der junge Aar". A k a d e m r e t h e a t e r. Morgen, nachmittags drei Uhr, Hochzeitstage". Abends, halb acht Uhr, „Spiel im S ch l o ß". .Op er uth ea te r. Morgen, halb drei Uhr nachmittags, „Per-erchens Mond fahrt". Absnids, fyaW acht Uhr, „Die Jüdin". Ro'la n db üh n e. Die Klabriaspartre mit Sigi Hvser als Gast gelangt, nur mehr bis inAusive Freitag zur Aufführung. Samstag Eüstaufnrhrung des Lustspieles mit Musik „E d e l k n a b e n" von Johann Ferch. 2ömal „A. B. C.-Revue." Bedas und Dr. Kätschers lustiges Bilderbuch feierte gestern in den Kammerspielen das erste Jubiläum. Die witzig-amüsanten Szenen sowie Mose r s, Jmhoffs und der Girls Leistungen sichern der vom Publikum dankbar aufgenommencn Revue noch zahlreiche Wiederholungen. Eine Abraham-Reisen-Mademie veranstaltet heute, Mittwoch,, im Festsaale des Hotel Post, der Jiddische Kulturkreis Wien. Es iöirteu zahlreiche hervorragende Kunstkräfte mit, u. a. Prof. Wolfsohn, Herr Jwald (Deutsches Bolkstheater) und die Tänzcnn Trude Kraus. Das Haydn-Tenttna! in Eisenstadt. Unter dem Vorsitze des Bürgermeisters von Berg-Eisenstadt fand kürzlich im Hause des Großindustriellen Sandor Wolf eine Komiteesitzung statt, der auch der mit der Ausführung des Hahdn- Denkmals in Elsenstadt betraute Bildhauer Hannak beigozogen wurde. Als Ort der Ausstellung wurde das Baumrondeau auf dem Platze vor der Bergkirche bestinvmt, in der Haydn bestattet ist. Zur Beschaffung der Mittel sind Vufrnfe an die gesamte musikalische Welt geplant. vereine, Bortröge.und BersamMimgeu. Jüdische Toynbeehallc, 20. Bez., Denisgasse 33» heute, 7 Uhr abends. Bortrag Oberräboiner Prof. Dr. H. P. Chajes: „Die Diaspora während des zweiten jüdischen -staatswesens". — Jüd. Witwen- und Waifenhilfsverein, Wien. 9. Bez. Heute, halb 8 Uhr abends, int Cafe Metropole (Berggasse 33), Generalversautmlung. — Zionistische Jugend- Stp^fuC0p0?^\J' Bez.,. Zirkusgasse 33. Heute, um 8 Uhr abends, Plenarveriammtuug mit anschließendcm Portrag Dr. Taubes über „Jüdische Parteien". Morgen, 8 Uhr abends, Srchoth aller Kwuzvth. Samstag, 3 Uhr nachmittags, Sichoth aller Kwuzvth, 8 Uhr abends, genrütliche Zusammenkunft. — Zionistische Bezirkssettion Währing. — Zlonist,sche.Aranenbezirlssertion Währing. Morgen, viertel 9 Uhr abends, im Cafe Jubiläum, 9. Währingerstraße 104a (Stadtbahnviadükt), Vortrag Dr. Otto Alleles: „Historische Wanderungen durch Wiener Judengassen". Gäste herzlichste willkommen. — Maimonides-Jnstitut. 3. Bez. Hetzgasfc 40. Heute, 6 bis 7 Uhr, Dr. A. Kaminka: „Erklärung des Buches Ainos", 7 bis 8 Uhr, Maimonides: „Unglück und schuld". - Zionistische Frauenorganifation. Heute, 5 Uhr nachmrtrags, rm Klübheim der Hakoah, 1. Bez., WipplingeriLrage 24 (Eingang durch beit Hausflur), dritter Vortrag tut „ZtzkluS für die jüdische Frau". Der Vizepräsident der Jsraelitkfchen Kultusgemernde, Herr Dr. Josef Löwenherz, spricht über „Die jüdische Frau und die Krrltusgemeinde . Gäste herzlichst willkommen. Der israelitische Jugendgottesdienst findet Samstag um 3 Uhr nachmittags in den Gemeinde- und Bezirks-Svnagogen statt. Zionistische Franengruvpe, Landstraße. Der für den b. d. M. angeietzte Fünf-Uhr-Tee, verbunden mit Tanz, wird wegen des Ableberis 2lchad Haams verschoben. Tag und Ort der Veranstaltung wird rechtzeitig bekanntgeüebUwerden. Die bereits gelösten Karten behalten ihre Wlttgkeit. — Heute, Mittwoch, 8 Uhr abends, Cafe Lovrana, Wht Ivtch^^Borstandssi^mg. Die Damen des Vorstandes worden! zu evch-inen. Serichtsiaal. Schöffeulenate fftt gngeudliche. Folge des AuHÜrens >?er EingelgerichtAxivkeil für Vergehen und geringere Vevbrechcn tritt auch in der Jugend* gerichtsbarkeit eine grundlegende Aenderung ein. Bisher urteilte auch über Verbrechen, die von Jugendlichen begangen wurden, ein Ei-nzelrichter beim Jugendgericht, Ler eine Strafbefugnis bis zu zwei Jahren Ker* k e r hatte. Van nun ab können nur mehr Jugendliche, die sich lediglich einer U e b c r t r c t u n g schuldig genracht haben, vor das Jugendgericht gestellt werden. Alle anderen strafbaren Handlungen Jugendlicher kommen vor Lchöffensenate. Beim Landesgericht I wurde eine eigene Abteil n n g für I u g e n ü s a ch c n gebildet, -deren Leitung dem Senatsvorsitzenden Hofrat Dr. Czerny übertragen wurde, der auch Vorsitzender des wiedercrrichteten JugendsenateS seilt -wird. Neben ihm wird auch der kürzlich zum Landesgericht I übersetzte Jugendrichter OiLGR. D r. Fuhrmann wirken. Auch beim Landcsgericht II wird ein eigener Jngendsenat errichtet. Der Strafvollzug für Jugendliche bleibt von der lim* gestalt'-ng unberührt. Verlängerung des vereinfachten Strafverfahrens i Durch den Ablauf des Gesetzes über das vereinfachte Strafverfahre., ist bei vielen Gerichten, besonders in der Provinz, ein heilloser Wirrwarr entstanden. Int Justizminist-eriuln hofft man noch immer, den Entwurf über das vereinfachte Verfahren im Parlament durchbringen zu können. Sollte dies nicht möglich sein, so denkt man an die B e st e l l u n g kleiner S ch ö f f e n s e n a t c, Jjic nur aus einem Berufsrichter und zwei Laiert'schöffen bestshen. Ein diesbezüglicher Entwurf würde aber -auch einen Nachtrag zum Budget erfordern, da neue Stellen beim Obersten Gerichtshof, bei den Senaten aber auch -int Kanzleist-atns systLAnsiert werben müßten. Eine sechsköpfiqe Eiubrocherbande vor Gericht. Vor einem Schöffensenat unter Vorsitz des Hofrates Kästner hatte sich in zweitäaiger Verhandlung eine 'sechsköpfige E t' nH r e'ch e r b a n"' e mit ihren Hehlörn zu "verantworten. Es wird ihnen zur "Last gelegt, am D. Oktober einen "Einbruch in das Konfekttonsgeschäft Fischer in der Baumgassc versucht 51t haben. Weiters haben die Angeklagten, die fast durchwegs vorbestraft sind, eine Reihe von Ein brüchen und Diebstählen begangen. Der Hauptangeklagte Peter R 0 u s c k wurde des Gewohnheitsdiebstahles, des Betruges, der öffentlichen Gelvalttätigieit, der Erpressung und der Uebertretnng des Wasfenpatentes schuldig erkannt und zu fünf Jahren schweren Kerkers verurteilt. Io- Hann H a m m e r l und Friedrich P u sch i na echielten wegen des Verbrechens des vollbrachten rtnd versuchten Diebstahles je zweieinhalb Jahre schweren Korkers, die Hehlerinnen Maria Magdalena Tischer und Valeria Umprecht wurden zu acht und sechs Monaten schweren Kerkers verurteilt und der Hilfsarbeiter Alois N i m nt e r r i ch t e r wegen bedenklichen" Ankaufes, ÜcBcr.- tretuna des Diebstahles zu 100 Schilling Geldstrafe verurteilt. Aus'die Frage'des Vorsitzenden, ob die Vemrteilten die Strafe annehmen, antwortete Hammerl: „I nimms an", während Nousek erregt rief: ,',Mir 'gebt's an "Fünfer und den Schwerverbrecher W i m p a s s i n g e r habUs freigesprochen! Ihr seids feine Richter alle miteinander!" Rousok wurde sofort vom Gefangenenattfseher abgeführl. Die Entiassuug von Betriebsräten. Die Waggon- und Maschinenfabriks A.-G. vormals Johann Waitzncr in Graz hatte wcgetr Betricbseinschränkung u. a. auch einen Betriebsrat entlassen und das Einigungsantt gab hiezu feine Zustimmung. Dagegen brachte der Betriebsrat der genannten Fabrik die Beschwerde an den Verwaltungögcrichtsyof ein. Der'Beschwerdeverkreter Nationalrat Eisler führte aus, daß ein Betriebsrat nach dem Gesetz über die Errichtung von Betriebsräten eine Art Immunität genieße und nur mit Zustimmung des Einigungsamtes gekündigt werden könne, wenn er sich etwas zuschulden komnten lasse. Der Verwaltungsgerichtshof wies aber ^die Beschwerde mit der Begründung .ab, daß Mc '.Immunität der Betriebsräte keine ^unbedingte .sei, sondern ^'ich darin erschöpfe, daß ihre 'Entlassuitg 'nur mtt ZitstimurunL 'oes Einigungsamtes zulässig sek. Wegen Hetzpropaganda unwürdig zum Geschworenenamt. Aus Newhork wird uns benchtct: Viel besprochen wird hier eine Entscheidung des Richters Rosalski, der einen Geschworenen ausschlvß, weil von ihm bekannt ist, daß er fast jeden Abend« durch das Radio einer bekannten Gesellschaft Hetzreden gegen Kath01 iken und Juden hält. Der Geschworene ist ein gewisser Franklin Ford, der durch seine Propaganda gegen Katholiken und Juden schon viel Unheil angettchtet hat. Obgleich der Angeklagte in dem Prozeß, in welchem Franklin Ford als Geschworener hätte fundieren sollen, ein Neger war, hie't sowohl der St-at a7.1v-.lt als auch oer Verhandlungsleitcr, 'Richter Rosalski» ihn für besangen und der Ausübung eines Ge^hworenenamtes für unfähig, weil seine politische Propaganda derjenigen der Ku-Klux-Klan entspricht, die bekanntlich auch die Verfolgn'm der Neger zunr Ziele hat. VOLKSWIRTSCHAFT Verminderte StenereingSnge. Vermehrte Zollemmchmen." -Aus einer aus dein Finawzunnistermm stammen- Len Statistik geht hervor,.daß die Z 0 ll e in nahmen im Jahre 1926 mit em«m Mehrerträgnis absch'ließen werden. Auch die Eingänge an direkten Steuern weisen bis Juli M e h r e i n g ä n.g e gegenüber d-em gleichen Monat des Vovjahres auf. Seit August bleiben jedoch die E i n g a n g s z i f f e r n hinter denen des Vorjahres zurück. Das Mchrerträgnrs des Zollgofälles ist au«f die vermoh-rte Einfuhr zurückguführen, die auch in der Steigerung der Passivität der Handelsbilang zum Ausdrucke kommt. Im Rückgang des Erträgnisses der direkten Steuern kommen die Auswi rkungen der Wirtschaftskrise zum Ausdruck. Die Konkurse und Za'hl'ungseinstellungen mehren sich; damit steht natürlich auch der Mindevertrag an Erwerbs-- und Einkommensteuer in unlösllichem Zusammenhang. Set Handelsverttas Sefterreich—Achechv' slowatei. Beginn der Berhandlungen am 8. Jänner. Wie offiziell gemeldet wird, beginnen die HandcisoertragAreryandlungen über den neuen Tarifvertva-g mit der DschechoslowaLei a m 8. I a u n 0 r r n P r -a g. Von österziomsTiBcnmt, block „aufbatj« ' Sonntag, den 9. Jänner 1927, um 8 Uhr abends, im Lokale der Zionistischen Sektion Prater, Jungstraße Nr. 8 V er s a m m lung Einleitender Vortrag: Was bezweokt der Zionistische Blootc „Aufbau“? Referent: Dr. Israel Taubes. Anschließend Diskussion. Zionisten willkommen! DIE RUHMVOLLEN EPOCHEN der jüdischen CeftchicMe in uoseren Prämien'* arken Josephus Flavius Heinrich .Graetz reichischer ©eite begeben sich zu den Verhandlungen ec:- tionschef Dr. Schüllar, SÄtionschef Mörth, SEvnsrat Dr. Boll-er und die Mimsteri-alräte Werner un^ D r. C a n i s i u s. Me Auswertung von Hyvothekeu. In dem Auftvertungschaos, das durch die Anwendung des Grundsatzes „Krone ist Krone" in keiner Weise gennldert wurde, ist die Frage der Hypothekenaufwertmrg die schivierigste, lveil sie eigentlich gleichzeittg mit der Frage des Mae-- terschutzes verknüpft ist. Einen interessanten Beitrag zu dieser Frage bietet ein Aufwertungsprozeß, der nunmehr bereits die zweite Instanz beschäftigt hat und jetzt dem Ober sten Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt werden wird. Im Dezember 1919 hatte Frau Katharina Wohlschläger zwei Häuser um 568.000 Kronen an Abraham Eismstein verkauft. Auf den Objekteir lasteten zwei Hypotheken tschechischer Sparkassen im Betrage von 357.000 Kr., zu deren Konvertienmg in eine erste Hypothek der Niederösterreichischen Landeshypothekenanstalt sich die Verkäuferin verpflichtete. Zur Sicherstellung dieser Verpflichtung verblieb vom Restkaufpreis ein Betrag von 90.000 Kronen als Kaution auf beiden Häusem aushasten und es war vereinbatt, daß diese 90.000 Kronen erst nach der Konvertierung zu bezahlen seien. Der Käufer.verkaufte im Oktober 1920 die beiden Häuser weiter, doch die Kotwertierurtg der Darlehen konnte tricht durchgeführt lverden, weil die tschechische Sparkasse darattf bestand, tschechische Kronen zu bekommen, was bekmmtlich inzwischen durch Beroidnung verboten wurde. Die neuen Muser der erwähnten zwei Häuser forderten nur: Frau Wohlschläger auf, den Restbetrag von 90.000 Kronen zu löschetr, indenr sie bei Gericht 9 S.. erlegten. Da Frau Wohlschlager die Löschung verweigette, wurde sie von den neuen Käufern, den Eheleuten Siegmund und Rosa Zollschan auf Löschung geklagt. Das Bezirksgericht Landstraße verurteilte Frau Wohlschläger, die Löschungsquittung auszustellen, indem es die Enttvertung der Krone als einen Zufall nwtivierde, der sich in der Person des Gläubigers ereignete, daher von diesem zu tragen ist. Bei der Berufungsverhandlung lvies der Vertreter der Frau Wohlschläger darauf hin, daß die Konvertierung noch nicht durchgesührt sei, sowie, daß heute das Schicksal der Hypotheken noch nicht klar liege, weil noch keine Norm bestehe, die. eine eitb* gültige gesetzliche Devalvieruug der Krone durchgeführt hätte. Es wurde daher die vorzeitige Rückzahlung einer Hypothek nach dem Grundsätze „Mone ist Kwne" eine Schädigung des Gläubigers bedeuten. Der Vertreter der Eheleute Zollschau wies darauf hin, daß er auf die Konvertierung der ersten Hypothek, für die er 3000 Schilling zahlen müsse, dlttch Frau Wohlschläger verzichtet habe, daß die Geldertt-- wertung ein Unglück sei, das alle Bürger des Staates tragen müssen. Das Landesgencht bestätigte das erstrichterliche Urteil. Nunmehr fontntk hei*' Mstve* tungsstreit vor den Obersten Gerichtshof.

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