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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-04 · Heft 2820 (4.1.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2820 (4.1.1927)
Date
1927-01-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wiener Morgenzettung i. Witwer 1027 Ar. 2S20 VOLKSWIRTSCHAFf Sie «Me Breitaer-Anleihe? Me „Bag* vsrgeschoinl. — Sie Se«einSe Me« u«B He SaifriegsgiSttHgee. Die bisherige Finanzpoütik der Genveinde Wien ist durch die gegenwärtigen Wirtschaftsverhältniffe, die ihren aus der Inflationszeit geborenen Tendenzen entschieden widersprechen, schon an vielen Punkten durchlöchert worden. Der Finanzvestrent der Stadt Wien, Stadtrat Breitner, hat nun auch seinen grundsätzlichen Widerstand gegen die Beschaffung von Anlekhekapital stark vermindern müssen, da die krisenhaften wirtschaftlichen Verhältnisse eine weitere Beschaffung von Steuerkapitalien für die Aufwendungen der Gemeinde nicht mehr gestatten. Wie dem „Prager Tagblatt" von gut unterrichteter Stelle berichtet wird, dürfte in der allernächsten Zeit die erste Anleihe der Stadt Wien perfekt werden. Es wird keine direkte Anleihe der Gemeinde sein, sondern eine Anleihe der Elektrizttätsgesellschast „Wag", deren Mien sich bekanntlich rm Besitz der Gemeinde Wien befinden, die . ihr auch aus ihren KassaLeständen einen Vorschuß von 7i>Millronen Schilling gewährt hat. Die Anleihe wird sechseinhalbprozentig sein, der Kurs, zu dem sie hecauskmnint, dürste einer ungefähr siebe,iprozentigen Verzinsung entsprechen. Dem Vernehmen nach dürfte der größte Teil dieser Anleihe rm Ausland placiert werden, Offerte» sotten bereits den verschiedenen ausländischen, darunter einer amerikanischen Finanzgruppe, vorliegen. Damit ist in die Breitnersche Finanzpolitik die erste größere Bresche geschlagen; der Zwang der w. ttchastlichen Verhältnisse wird Wohl auch die übrigen Hemmungen der bevölkerungsfeindlichen Finanzpolitik d-r Goneinde Wien überwinden. Der Typus einer MftmdiernvHSa«l«i1-e. wurde wohl aus de,» Grunde gewählt, weil nran di« B o p» kriegSglüubiger der Gemeinde nicht au di« Aufwertungsfrage erinnern wollte. Aus diesen Aw lcihegelder» wurden bekanntlich die Elektrizitäts- und die Gaswerke errichtet, deren Substanz noch vorhanden ist und die sogar Erträgnisse ablverfen, während die Besitzer der Anleihestücke nach dem Prinzip ,Krone ist Krone" behandelt werden, d. h. nichts erhalten. Geht einmal die Gemeinde von den, starren Prinzip ab, keine Anleihen aufzunehmen, so wird wohl auch eine Lösung der Aufwertungsfrage für die Zeichner der Jnvestitionsanlieihen auf die Dauer nicht zu rmrgehen sein. Copyright by B. Piper & Co., München. 1927. (11. Fortsetzung.) JDie!&eidkte eines Juden. Von JCeonid Grossmann. 3f£erausgegeben von Stene Sulöp-fftlillei und friedlich Eckstein. icv’.te (? 'Men, Dienstag joUif diesmal an-? öov Stadt an der Spree kommt, ist in jeder Beziehung hervorragend „ausgemacht", Hütte und Enthüllung sind gleich sehenswert (Ladislaus CZettel, der die Kostüme entworfen, ist ebenso wie seine Mitarbeiter Esma r und Zamora unbedingt im Gedächtnis zu behalten). Die Kostüme und Dekorationen sind direkt aus Paris geholt, aber — sie passen irgeitdwie nicht ganz; denn cs fehlt so etwas wie Salz. Wobei gleich bemerkt werden sott, daß es Hervorragendes zu sehen gibt, das aber in jedem Rahmen hervorragend lväre: Ilona Karolewna's süße Anmut' und — als geradezu ins Metaphysische gesteigerter Kontrast — die grotesk maschinelle Gliedermechanik von Harry R e s o, die, unheimlich komisch, geradezu die Lächerlichkeit der physischen Existenz „Mensch" herausarbeitet; Winnie Collins und Charles Brooks haben geistreichen Witz der Tanzbewegung und Ruth Baytons Black Bottom atmet etwas wie Urwald. Aber eine Revue verlangt noch anderes — witzigen Einsall, auch nrusikalisch, und einigen Humor; und da bleibt Berlins Zug nach dem Weste» ganz und gar vergeblich; die Musik ist Fabriksware und es gibt Spässe zum Weinen schal (unter den Devisen „Laßt Schlager sprechen" und ,Jm Sanatorium" wird geradezu bewunderungswürdige Witzlosigkeit produziert). Schade, daß ein Komiker von so liebenswürdig unberlinischem Humor wie Oskar Sabo sich — trotz allem parodistischen „Ausbrechen" — akklimatisieren muß; er illustriert deutlich die Gefahren des Anschlusses . . . S. S.' Bur de» Ämter». Burgtheater. Morgen, haD 8 Uhr, „Der »wrg« Jüngling" ('Abonnement 3. Gruppe). O p e r n t h e a t >e r. Morgen, halib 8 Uhr, oSe a". Akaü em i eth en ter. Morgen, havb 8 Uhr, „Die Fahrt i n s B l a u e" (Abonnement 2. Gruppe). VolLSoper. Morgen „Lohengrin" mit Kammersänger Hubert Leuer. Th e a t e r a n de r W i« u. Morgen, halb 8 Uhr aberchs, SM. Aufführung der Emmerich Kalman'schen Operette „D i e Z irku sp r i r. zeffs r n" in der PremierenbesetzunD. Die ZwischenaltmuffÄ wird drr Komponist -dirigieren. Täglich, hal>b 8 Uhr abends, „Die ZirkusPrinzeffsin". Kammer spiel«. Als nächste -Novität gelangt das mit dem Klerstpreis «usamzeichrvete Stück des M-euer Schriftstellers Ferdinand Bruckner ,^rankhoit der Jugenv" Vir AufMrung. Beredte, Bortröge wld Bersammlmtge». Ztontstlsetzo Be-irkSsektion Brrgitlemm. Heute, 8 Uhr abends, im Bereinslheim, 20. Bez., Jägerstraße 30, Vortrag Gemeinderat Dr. LeopolU) Plasch-kes: „Der Palästina-Aufbau seit frei Balfour-Deklaration." — ZümWsche FvaluenorganFatton, Morgen, 6 Uhr nachmittags, im Kluvheim der HaLoah, 1. Bez., Wipplmgerstraße 24 (Eingang durch den Hausflur), dritter Vortrog im „Ihllus für die jüdische Frau". Der Vizepräsident der israelitischen Kultusgemeinde, Herr Dr. Josef Löwen herz, spr'chr Wer ..Die jüdische Frau und Äe Kultusgemeinde." GLstberzlichst wiMomm'en! — Zionistische Jugendorgsnisa^n. Prater, Jungttraße 8. Heute, 8 Uhr, Eichah. Die Kur.se »Theorie des Zionismus" und „Pa» lästmakunde" haben begonnen. Jugendliche melden sich jeden Dienstag oder Freitag (ha^ 8 bis 10 Uhr). — FugendNub der jüdischen Kindvvfoeunbe", 2. Bez., Obere Donaüstr. S1. Heute, 7 -Uhr a'bends, GeschichtÄurs unter Leitung des Hertzn Dr. Baumgartner; morgen, halb 8 Uhr, spricht Herr Siegfried Abeles um halb 6 Uhr abends über jüdische GroßfftaWugend". Serichtssaal. „Aufluetea künsllkMsch total unmöglich." Ein interessanter Konoentionatstrafprotzeß ist beim Zivillanfresgericht gegen bpx berühmten polnischen Sänger Jan Kiepura auf Zahlung von 2000 Dollar anhängig. Am 26. November hatte Kiepura mit einer Kongertogentur eine Vereinbarung geschlossen, nach welcher er am 81. De-ember 1866 und an weiteren v'wtzi Menden im Theater an der Wien den Paris in der „Schönen Helen-" von Of?-nbach singen sollte. Kiepura hatte bei Mschlvß des Vertrages erklärt, daß seinem Auftreten kein Hindernis entgegenffteh» Es wuÄe ihm der Koropetiior sowie das Partwmaterial zur Verfügung gestellt. Am 5. Dezember sagte plötzlich Kiepura telegraphisch mit der lakonischen Erklärung ab: „Auftreten künstlerisch total unmöglich." Ta Herr Kiepura aus «dem ’ Standpunkt verharrte, daß das Singen des Paris in der Offenbach- Qperette mit seiner künstlerischen Stellung nicht vereinbar sei, brachte der Konzertunternehmer gegen den Sänger die Klage auf Zahlung von 2000 Dollar Konventionalstrafe ein. Die Kompetenz des Wiener LandeSg-erichteS wird damit begründet, daß Herr Kiepura von der StaatSoper Honorare bezieht, so daß der Gerichtsstand des Vermögens gegeben erscheint. Die Verhandlung über die interessante Frage wird demnächst stattsinden. ' WlmMssinzer b«hA' fairne Wohnung. Dem Johann W i m P affsi nge r, der «seine Frau ermordet und dann zerstückelt hatte und der kürzlich von den Geschworenen in sensationeller Weise sreigesprochen wurde, kündigte, während, er in Untersuchungshaft war, sein Hausherr -die in der Vollertstraße gelegene Wohnung mit der Begründung, daß sich Wimpassinger eines schweren Verbrechens schuldig gemacht habe und man ein Zusammenwohnen mit chm den anderen Parteien nicht zumuten könne. Da nun Wimpassinger freigesprochen wurde, fiel dieser KündigungSgrund weg und Wimpassinger «blieb auch bei einem gestern Mer diesen Streitfall stattgehabten Prozeß im Recht. Der Vertreter des Hausherrn legte dem Gerichte ein van 17 Parteien des Hauses unterzerchnetes Schriftstück vor, in dem erMrt wird, daß i>i« Parteien auf der Kündigung Wimpajffingcrs bestehen, fellbist für den Fall, daß der Strafprozeß eur« «für ihn günstige Wendung nehmen sollte. Einige im Hause wohnhafte Parteien gaben als Zeuge» <wt, daß es ihnen wohl unheimlich fei, mit dem Gattenmövder unter einem Dache zu wohnen, daß sie abür dadurch keinerlei »iater«-ttcn oder moralischen Schaden erleiden. Durch das Dcwcikverfahren »vurde bestätigt, daß der Mietzins termingcrech« angebote», jedoch nicht angenommen wurde. Der Richter eu-iiiie >i« Kündigrnig Wimpassingers für unwirksam, weil der Vorwurf eines anftöß-igen Verhaltens nach de"' Freispruch nicht aufrechterhälien werden Ueber iJekaterrnburg und Tjumen, nach langer, qualvoller Reise, unaufhörlich der Schonungslosigkeit der Aufseher. des Schüblingstransportes preisgegeben, die ihn unbarmherzig in Fesseln schlug, verfolgt von der Mitleidslosigkeit seiner Mitgefangenen, die ihn unterwegs fortwährend bestählen, erreichte Kowner endlich Tvbolft, den Ort seiner Befreiung. Fast schon am Ziel feiner Wanderung, sollte ihn noch ein schwerer Schlag treffen. In Tjumerr wurde ihm bei der Leibesvisitation ein Stoß alter Zeitungen mit seinen Artikeln iveggenomnren, die er im Laufe von fünf bis sechs Jahren unter den schwierigsten Lebensverhältnissen sorgsam aufbewahrt hatte. Auf alle seine Bitten, ihm „den niemandem nötigen Kram" zurückzugeben, folgte nur das drohende Gebrüll der Aufseher: „Den Gefangenen ist das Lesen untersagt!" „So gingen mir denn auch meine literarischen Arbeiten verloren, die mir sehr kostbar ivaren,. und die ich mir in Sibirien nirgends mehr verschaffen konnte Die Befreiung sollte nun aber nicht nrehr lmige auf sich warten lassen. „Um etwa zwei Uhr nachmittags erblickte ich in der Feme Tobolfk, das Eiche meiner via dolorosa. Der ungeheuere Fluß, die hohen Berge, die in dev Sonne glitzemden weißen Kirchen, die gigantischen Wälder in der Umgebung, alles das ruft Leim ersten AMick einen äußerst angenehmen Eindruck hervor. Aber welche Enttäuschung nachher! Sonderbar, daß ich, je näher wir der Stadt kamen, keineswegs die Freude empfand, nnt der ich vorher dem Augenblick der Befreiung entgegengesehen hatte. Das Herz schlug nicht rascher, als der Dampfer bei dem Hafen hielt; es blieb ruhig, als ich an das Ufer gesetzt und in das örtliche Gefängnisgebäude befördert wurde .. . Als dann endlich der Polizeibeamte erschien und, nach Durchsicht unserer Papiere, sagte, daß wir gehen könnten; als ich ohne Wache auf die Straße hinaustrat, als ich mich nach so dielen Leiden in Freiheit befand, da war ich bei weitem nicht so glücklich, als ich gehofft hatte. Ern schweres, drückendes Gefühl beherrschte mich. Es siel mir selbst schwer, mir meinen Geisteszustand in den ersten Augenblicken der Freiheit zu erllären. Die nächsten Ursachen dieses Zustandes .varen rncht allein die schreckliche physische und moralische Folter, die ich auf dem Weg«, durchlebt hatte, sondem auch das Bewußtsein, daß ich buchstäblich auf die Straße gesetzt war. Ich war in einer fremden Stadt, ohne Existenzmittel, ohne Ziele und Hoff-, nungen vor mir, ohne einen mir nahestehenden Menschen, von dem ich ein liebevolles, ermutigendes Wort hätte hören können. In diesen ersten Augenblicken meiner Freiheit durchflog meine ganze Vergangenheit, alles Gute und Böse, das ich durchlebt, mein Hirn, hilflos dachte ich an die hallliose Gegenivart, und wie ein drohendes Gespenst stand die nächste Zukunft vor mir. Zur Freude hatte ich keinen Gmnd... Dieses bittere Erwachen in den ersten MgLnblicken um* ner Freiheit war für mich der Beginn eineA neuerr Lebens, in dem es allerdings viel Kampf und Entbehrung gab,' aber auch nicht rvenig Freude. Obwohl ich aus dem Geleise geworfen worden war, wurden mir in der Folge viele geistige und seelische Genässt zuteil, ich lernte Liebe und : Glück kennen, die so selten das Los nach Sibirien verfchLv gener, von Martern verfolgter Menschen sind." Bald übersiedelle Kowner von Tobolsk nach Tvmsk, wo er einige Bekannte hatte. . > Ein neuer Lebensabschnitt Legamr. Nach eurer langen Siomadenexistenz in literarischer und sittlicher, spwir in jÄ«r anderen Hinsicht, brach eine Zeit reiferen, ruhigeren und überlegteren Daseins an. Kowner näherte sich schon seinem vierzigsten Jahre. Es war Zeit, die Linie seines Lebens festzulegen, sich seiner Weltanschauung bis zum Ende bewußt zu werden, und, wenn auch nicht irgendeine „Etikette" an* zunehmen, so doch, wie ihm dies Dostojewski geraten hatte, deutlich „sein Ideal zu formulieren". Die zweite Hälfte von Kowners Leber: verging, zum Unterschied von seiner stürnnschen und unglücklichen Jugend, im Schatten, unbemerkt, geräuschlos; dafür vertiefte er zweifellos sein geistiges Leben und erreichte endlich jenes persönliche Glück, das seine späten Jahre erhellt« Bon Tomsk aus berichtete Kowner zu Beginn des Jahves 1878 an Dostojewski über seine Landung in einem Men Hafen. Er hatte bei einem Kaufmann eine Korrespondentenstelle erhalten und firhlte sich Mit allgemeinen ganz wohl. N-ur dvü>ckte ihn die Unmöglichkeit, wieder in die Publizlftik Eingang zu finden, und von den Klagen darüber ist sein letzter Brief an Dostojewski (vom 21. Jänner 1878) getragen.' Drei Jahre nach der Uebersiedlung nach Tomsk ging er nach Omsk, wo er eine Stelle in der Rechnungsrevisionsbehörde erhielt. Das wichtigste geistige Ergebnis dieser Periode war Kowners Freundschaft mit dem hervorragenden sibirischen Pädagogen Jegor Kremjansti. Um die Mtte der 1850er Jahve schrieb Kowner einige Briefe an T o l st o i, die sich hauptsächlich mit religiösen Fragen befassen, der ^tzte'Brief ist ein Pumpversuch.. Während seines Aufenthaltes fit Omsk lernte Kowner.- ein junges Mädchen kennen, das eben .erst das Gymnasium beendigt hatte. Er heiratete diese Schülerin seines Freundes Kremjanski trotz des hohen Altersunterschiedes (Kowner war damals 50 Jahre alt) und ließ sich zltvei Wochen vor ''r Hochgeit taufen. .Nicht lange nachher trat in der Leitung des RevisionsrechnungSamteS ein Wechsel ein, der gleichzeitig einen antisemitischen Kurs bederrtete, weshalb Kowner seinen Dienst verließ. Er suchte in verschiedenen Städten nach einer anderen Tätigkeit, kam auch nach Marschau und Petersburg. Nach langem Suchen erhielt er im Jahre 1901 eine Stelle bei der Rechnnngsrevisionsbehörde von Lomf ch a mit einem Jahresgchalt von 1200 Rubeln. Diese Stelle verschaffte ihm sein einstiger Ankläger, der damalige Justrzm'mister M >u r a w j o f f, dem Kowner int Jahre 1897 ein Memorandum über die Lage der Juden in Rußland persönlich überreicht hatte. In diesem Memorandum verlangt Kowner Rechtsgleichheit . für seine Stantmesgenossen als aktive Teilnehmer am russischen Staatsleben. In Lamscha kbte er bis zu seinem im Jahre 1909 erfolgten Tode. (Fortsttzung solgtp

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