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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-04 · Heft 2820 (4.1.1927) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2820 (4.1.1927)
Date
1927-01-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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| Polen r SS groszy j Wien: Znm Abholeo indet Expedition, Il.,Taborstf 1*3 oder in einerVerschleißstell« (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenvorkauf in W i en durch die Kolporteure der Firma Goldschmied, 1., Wollzeile 11 Mit kostversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tscheche - Slowakei: Mon.K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. P o 1 e n: Hon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich. Belgien: Mon. Frc«. 35 Nscbzabianften oat erbSbangSn »or^ebsltoB Wiener orgenfeilung 1 Preis 5CO &\ England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Bulgarien: Mon. 100 Lewa. S c hw e i z und das übrige Ausland monatlich Frcs. & Redaktion, Administration: Wien, II., Tahorstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Ohr Tel. 81209 VII., Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei „Inva“) Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr 150 693 Ar. «820 »ien. Dienstag» 4. gSnner 1927 (1. Schewat 8687) 9. Megan« SberHaus-WaHlen in Ungarn. Ke SWefien fiesen. — »erjebitjb sewSHIt- — AnSrafitz Vom Sochaüel kandidiert. redaktionellen LeU eiühaltene eutgettliche Mrtteilmtsen find durch ein vorangesetzte» E gekennzeichnet. Weitere Mafsenverhaftungen in Litauen. Verschärfung der Lage. Äowno, 2. Jäirnen Oie bereits berichtet, hat die u,cuc Regierung den Versuch gemacht, die Partei der B o l k s s o z i a l i st c n, die irach den Wahlen daL- Rück, grat der Regierung Grimus.Slezevizius bildete, an sich heranzuziehen. Diese Verhandlungen hatten ein nega. trves Ergebnis und daraus hat sich eine Verschärfung der Lage entwickelt. Die Regierung Smetona- Wald emar as hat das Scheitern der erwähnten Verhandlungen mit Mffeuvtrhastuugeu von Augevorigen der volkssozialistischen Partei beantwortet. Sie Minderheiten kn Manen. Kowno, 3. Jänner. Das Regierungsorgan ,^Ljetuiva" stellt-in einem Leitartikel fest, daß die neue Re? giemng kein e r lei gegen die n a t r o n a l en M i n d e r h e i t e n gerichteten politischen Absichten habe. Eine Kürsänder-ung -gegen die Minderheiten würde auch der.toleranten Denikungsart deslitamschen VoIk:D widevsprechen. Die - nationalen... Minderheiten. schätzen die Situation richtigen, indem sie chr. den pciwlanrentqrischen Urbsrtsn..Mlnshmen. - Re AnffiSnde ln HollSudisch-Andten. Kommunistische Unruhe» auf Sumatra. Amsterdam, 3. Jänner. In West-Sumatra sind größere kommunistisches Unruhen ausgebrochen.' Es handelt sich um einen wohlvovberyiteten.und über den größten Teil der Padangschen Qberlände ausgebreitetAt Aufstand, indessen.Verlaustes.bereits zu regelrechten Gefech t e n Mischen Polizei- und Truppenabteilungen einerseits und den Aufständischen andererseits gekommen ist, die für beide Seiten, besonders aber für.die Aufständischen, st a r k e V e r l u st e zur Folge hatten. Anscheinend erstreckt sich die Aufstandsbewegung bis in die südlichen Teile der Insel Sumatra, da auch aus Palenrbang die, Aufdeckung eines kommunistischen Aufstandsversuches gemeldet wird. Durch die Behörden sind hier 10 Kommunistenführer verhaftet worden,. darunter ein Gemeinderatsmitglied. Die'Behörden versichern, -daß sie die Lage m Sumatra beherrschen. Rechliches Beebot «eien die klerikalen Monarchlfien Frankreichs. Berlin, .3. Järrner. Nach einem Pariser Telegramm der „Germania" hat der Kardinal von Paris, Bubo i s,- in einem Hirtenbrief den französischen. Katholiken. das Lesen der Pariser Zeitung „Actionfrancaise" verboten. Ferner ist es den Katholiken .unters,rqt worderr, der Liga der Action francaise anzugehören, und deren bisher an den Kircheirtüren verkaufte Zeitungen zu lesen. Das Verbot wird mit der Unvereinbarkeit der Doktrin der Action francaise mit,dern katholischen Glauben begründet. Dadurch werden, schreibt, das Blatt, bei den Katholiken schwere Gewissenskonflikte hervorgcrusin, die um so größer seien, als die Anschauungen der Führer der Action francaise in der Aristokratie 'und in dem größten Teile der po, sitiv eingestellten französischen Intellektuellen in inertem Maße Eingang gefunden hätten. Selbst, eirr großer Teil des jungen Klerus befinde sich unter den.Führern der Aetion francaise. Verschärft wir der Konflikt dadurch, daß die Studenten der Pariser katholischen Universität fast aus- 'iibmslos Aichänger der Aetion francaise . sind. 9er neue Mikado erkrankt Soli», S. 3änu«. S>ai[et &i t o% 11 o■ leidet °n Fie. her und Appetitlosigkeit und muß das Bett hüten. Seine Krankheit' soll die Folge von Ermüdung und ungefährlich sein. Budapest, 3. Jänner. Heute begannen die Wahlen in das neue ungarische Oberhaus,'die etwa eine Woche dauern dürften. Am heutigen ersten Wahltag wurden die beiden Vertreter -der Akademie der Wissenschaften und -die zwei Vertreter der Jngenieurkammer in geheimer Listenwahl gsmählt. In beiden Fällen siegte die offizielle K a n d r d a t e n l i st e, mit dom Präsidenten der Akademie der. Wissenschaften, Albert, von B e rz e v i cz y,. und dem Staatssekretär im‘Handels- Ministerium, B u da i, an der Spitze. Das Hauptinteresse, wendet sich den am 8. Jänner beginnenden Wahlen der aristokratischen Mtglicher .«des künftigen Oberhauses zu. Es werden insgesamt 38 Magnatenmitglieder des Oberhauses in geheimer Listenwahl-gewählt. Die offizielle Kandidatenliste wurde durch den Freund -des Ministerpräsid-entenden Grafen Bartholomäus Szechenyi, bereits -fertiggestellt. Bemerkenswertist, daß. der ungarische Hochadel auch den scharf oppositionellen und bei den Walilen fiir -das AbgeordareteNhaüs: im WahMizirk W a i tz e n durchgefallenen -ÄrLfMsMN^.M^r'd'r^s-Y' kür.Ms Oberhaus Anditnit d5r Mgriindirng^. ÄUius.ÄnMassy'' Äs Vertreter - des .magyarischen.^Uradels 'im Magnatenhaus serNen.Sitz einttchmen müsse. Sie msarischen ßmigranten auf dem Ander. Budapest, 3. Jürurer. Ärn offiziösen „Acht-Uhr-Blatt" zufolge. heabsichtiat .die . lUMrische Regierung, .im Wege Der Kamvl um Die »Schste Sinwmdemnsryuüte. Rewyork, 3. Jänner. Ter Kampf.zwischen den Freunden iluo den Gegner einer Milderung der besteherrden strengen Einwarrdenrngsgesetze hat. sich in den letzten Wochen stark zugespitzt. Auf der einen Seite brachte das jüdische Kongreßmitglied Dickstern einen Antrag auf Erhöhung der gegenwärtigen - zweiprozentigen Quote ein. Die Gegner der Fremdeneinwanderung fordern dagegen eine weitere Verschärfung des Quotengesetzes und die. erhöhtere Berücksichtigung der „nordischen Rasse". Präsident Coolidge neigt, wie aus seinen jüngsten Enunziationen festgesiellt werden konnte, einer liberaleren . Auffassung zu. Als nahezu sicher wird angenommen,, daß die gegenwärtige, bis zum 30. Juni 1927 geltende Quote, nach Wlauf des Termins eine , Aende r u n g erfahren w'rd., In welcher Richtung diese Aenderung emtreten werde) hängt vöin. Ausgang des Kampfes der beiden Gruppe» ab, Jmnrerhin hat Präsident C o olidge bereits verfügt, daß dse im Zuge besiMichen Arbeiten zur Feststellung der Quote für das Jahr vonl 1. Juli 1927. bis 30. Juni 1938 auf Grund des gegenwärtigen Quotensatzes unterbrochen Mrden. 9K Anerkennung der Sowketregiernng. Prag, 3. Jänner. Die „Tribuna" verzeichnet das Gerücht, daß die russische Handels Mission in Prag die Anweisung erhalten habe, weitere Einkäufe in der Tschechoslowakei zu unterlassen. Als.Grund sei die fehlende politische mid juristische Basis der gegenseitigen Beziehungen ajngefühft worden. Die russische Harrdelsin-isswn hatte die Exinächtigung, für 360 Millionen Kronen Einkäufe zu tätigem Es ist offensichtlich, daß die Sowjetregierung einen Druck auf die tschechoslowakische Regierung ausüben wolle, um die De-jure-Anerkennung zu erzwingen. einer Berord nung die literarische Produktion Ungarns, namentlich jene der in der Emigration lebenden Ungarn, gewissen Einschränkungen zu unterwerfen. Danach soll in Zukunft nur solchen Autoren erlaubt sein, literarische Werke in Ungarn zu veröffentlichen, deren politische Rechte weder aufgehoben, iwch eingeschränkt sind. Die Spitze der Verordnung richtet sich gegen die ungarischen. Emigranten, die verhindert werden sollen, ihre Werke, und zwar nicht nur politische, sondern auch belletristische Arbeiten, in Ungarn zu verbreiten. Die Verordnung soll, wie das Regierungsblatt meldet, rückwirkende Kraft haben, so daß auf Grund der Verordnung die Beschlagnahme aller am dem ungarischen Regierungsinder'befindlichen Werke Luaivig- HatvanLs, Franz G ö n d ö r s und anderer verfügt werden könnte. Liniüdiernng des „BudapeN DWn&". Budapest, 3. Jänner. „Esti Kurir" meldet, daß die Regierung beschlossen habe, angesichts des gigantischen Schuldenstandes der „Budapesti Hirlap A. G." die Zwangsliquidierung vornehmen zu lassen. Zu den größten 'Wubrgepn^.^B-ndapesti.-Hirlap.7/ mit rund' 7 Milliarden 'KroNen, zäM die' Geldinstitutszentrale. An zweiter Stelle steht-mit einer Förderung von 200.000 Schweizer Franken, die-Augsburger - Maschinenfabrik A--G-, die dem Blatt die Druckereieinrichtung geliefert hat. Sämtlichen Redakteuren des Blattes wurde per 1. Jänner gekündigt und und die Pension des langjährigen Chefredakteurs, des greisen Eu"en Rakosi, wurde eingestellt. Englands Mlamvafstdum. Sparmaßnahmen. London, 3. Jänner. Aus einer Ueberficht über die israatseinnahmen während der ersten nenn Monate des Rechnungsjahres, das istbis31.Dezember192 6, ergibt sich eine Einnahmeziffer von 479,020,563 Pfund Sterling, während -die Ausgaben 625,460.609 Pfund betrugen; es ergibt sich somit ein Defizit von 1.4 6,4 3 0.0 4 6 Pfun d. Die Regierung hat w e i t e r e Spar m.a sin a h m e n in Aussicht genommen, wonach alle sozialen Reformen, die Geld erfordern, zurück gestelltwerden sollen. Prknzkiche Bizekönige. London, 3. Jämrer. „Daily Naws" meldet, ange» sichts der veränderten Stellung der Generalgou-verneure inden Dominions als „direkte Vertreter des Königs" werde in Hostreisen auf vertraulichem Wege -die Möglichkeit künftiger Besetzung von V i zek ö n i g s p o st e n mit M i-t-g l-i ed e rn d e r k ön i g l i ch e n Fa m i l i e erörtert. Die Kabinettskrise in Zngojlawien. Belgrad, 3. Jänner. Die am 31. Dezember gegebene Demission der beiden radikalen Minister Dimonovic und Miletic ist nicht akzeptiert worden. Es ist daher für die nächste Zeit mit einer Rekonstruktion des Kabinetts nicht zu rechnen. 8in Anschlag auf den Schwarzer-Meer-8Meß> Acht Personen getötet. Berlin, 3. Jänner. Stach einer Blättermeldung auA Bukarest ist der Schwarz m c e i>E xpreß Bukarest— Konstanza in der Nähe des Bahnhofes T r a j a n irr der Dobrudscha e n t g l e i st. A ch t P e r s p n e n, darunter -ein Eisenbahnbeamter, wurden g e t ö t c t. Das UnMck soll auf einen Anschlag zurückzufnhren.sein. Fabelhafte Gele^enheitskäufe Reinwoll-Kasha . .... 8 S*OH Relpwolt-Kloldervelour . „ Crepe de Chine . . . . , 3*00 Seidenripse.. 4IsOO Mode-Brdkät. . . . Brüder Schiffmann 39« Wien. II. Bez., Taborstrafle Nr. 4«

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