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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-03 · Heft 2819 (3.1.1927) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2819 (3.1.1927)
Date
1927-01-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Sk. 2819 Wien, Momag Wie«« Msrse»zett««s 3. Jänner 1927 Seite 3 Die europäische (Radioiwoche. Profrcnum der europäischen ftaflonew »Ort» 3.-0. Jtentt. Montag. »ftcHn, «Lvlie 184 1». 88«. 18.30: Konzert. 20.16: Orchestevkonseri Vqesibur«, Welle 800. 18: OperLttenabend. 22.90: ZigsuMimnsK. Brünn, Well« 441.2. 17.30: Märchen. 16: KorMrr. 21: Kanssrk. DMvnttY, Welle IM. 18: Musil und Gesang. 30.48: RnsÄ. 24.- Lanzmttstt. Arvinkfurt, Welle 438.8. 16.30: Slavische VoVkÄteder. 10: Qpe-cnauWhrung ^Häusel und Gretel". Königsberg, Wrlle 303. 16.30: Konzert. 18.30: Versuch mit Mrzen Weilen. s>0: Orchesterkonzert. KSMgSwnstarhMe«, Wellie 1300. 18: Ergwhungribera-tung. 17: Schach. 10.30: Ükiticn^ ü'dcc London. SotUMMt, Welle 361.4. 17: Tan,;. 19; Konzert. 28.80: Merch. 23: &%. Hamburg, Welle 394.7. 18.30: Schach. 20: Liederabend. Pwg, Melle 348.9 11: GrammoM)N<übcrtragu»w. 18.12: Konzert. 16.60: Kammermusik. 18.35: Deutsche Sendung. A): Konzert. 21: Nnttlhaltunigsmustt. 28: Nachrichten und Sport. Rom, Welle 422.8. 17.30: Philharmonisches Konzert. 20.45: Italienischer Mustka'bend. Warschau, Welle M. 18: TaiHmust?. 19: FranM. Sprachkurs. 20.30: Konzert. Paris. Welle 1750. 20.45: Qffenbachabond. Dten^kas. Ärucktn, Welle 484 «. 58s. 16: Literatur. 16.30: Ködert. 20.80: Bunter AÄend. PveHVurig, Welle 300. iS: Konzert. 19.16: MuMlüertragung. Brünn. Welle 441L. 19: Kammermusil. SO: „Die entscheidende Stakete-. Lchtspiel. 20.30: Kbnzort. Davcntry, Welle 1860. 12: MuisiL und Gesang. 20.45: Variete. 28B0: Franziisische Kammermusik. 36.30: TangmiM. Königsberg, Welle 30S. 11.30: Konzert. 16: LiedertzortvLge. 19.80: Esperanto. 2Y: „Das Postamt" von Dagor«. 31: MmtarmusiS. SönrgSwusterhausen, Welle 1396. 17: Die Abstimmung des Menschen. 18.80: Spanisch. 19.30: Beethoven-Kammermusik. London, Welle 361.4. 14: Musik. 19.10: Tanzmusik. 30.15: Bach-PrÄudium. 81.45: Mogartmusik. 22.80: Musikoper „Daintv Diana". 28.80: Tanzmusik. Hambnrg, Wells 394.-. 16.15: Fabeln und Satiren. 18.50: -Zrauenprogramni. 19.85: Lpernübertragung „Rigoletto". Prag, Welle 3483). 11: Schallplatten. 18.16: Konzert. 16.30: Tanzmusik. 18.35: Deutsche Sendung. 20: Konz« rti'ckertragung. Dirigent Felix Weingartner., Rom, Welle 422.6. 17.15; Konzert. Bl: .Theaterü-bertragung. Warschau, Welle 489. 16.45: „Die Geschichte. Polenr-" 17.15: Ka^rrt. 10.45: Reisevortrag. 20.30: Konzert. Paris, Welle 1750. 80.80; Konzert. Mittwoch. BerUn, Welle 484 u. 586. 18.90: Glockenspiel. 16: „Nibelungen" von F. Hevbel, an- Miesiend Musik. 19.30: Uebertragunq aus der Staatsc-per „Maskenball". 22.30: Konzert. Pretzburg, Welle 390. 18: Klavierquartett. Brünn, Welle 441.2. 18.20: Vortrag Mer die BaMv-elr. 1.9: Konzert. 20: Hörspiel „Die Falle". 20.60: Konzert. Daventry, Welle.1800. 12: Mt tags musik. 20.-15: Sk-etckmbend. 24: TaNAMusit. Frankfurt, Welle 428.6. 16.30: Neue Tanzmusik. 19.16: Schach. 20.15: Shmphoute- -konzert. Königsberg, Welle 803. 16: Jugendvortrag. 16.30: Opercrl*crcpoipaurri. 19.30: Philosoph. Weltanschauung. 20: Wöstprecktzischer Dichter- und Komvoniistenabend. 23.30: Tanz. Könkgswuslerhausen, Welle 1300. 12: Französisch. 15.30: Stenographie. 17-, Völkerbund. 18: Au8 der Welt de§ Erfinders. 18.30: Englisich. London, Welle 361.4. 14: Musik. 17: KarnmerLonzert. 20.15: Bach/Vortrag. 20.46: Sketchacend. 31.46: MoZartmnsil. Hamburg, Welle 394.7. 13.20: Englisch. 14.06: Konzert. 16.80: Tanzree. 10.10: Rechtsvortrag. 20: „Wrack", plattdeutsches VolLZsiück. Prag, Welle 348.9. 11: Schallplatten. 1S.1L: Leichte MM. .16: UnrerhaltungSmusik. 18.35: Deutsche Sendung. 20: Bunter Abend. 22,15: Tanzmusik, Uebertrayun-z. Rom, Welle 422.6. 18.30: ErzählungLn fiit Kinder. 17.15: Jazz. 20.46: •©jm» phonicrorchester (Haydn, Corelli u. a.). Warschau, Welle 400. 16.46: Jugendsendung. 17.15: Konzert. 10.45: Vortrag Wer HoimauSschmückung. 20.30: Konzert. 82: Jazz. Paris, Welle 1750. 20.46: KongcriabeNd. Donnerstag. Berlin, Welle 484 ». 566. 16: Bortr. „Charlotte v. Stein." 16.30: Musi?. 10.30: Spanisch. 21: Opernballettmufi? 22 30: Tanzmusik. Pretzburg: Welle 300. 10: Russische Mirfik. 17.45: Zalonquarttt». 20.80: Mtttärtonzert. Brün«, Welle 441,2. 10: Konzert. 10; Kyuzeiiquarlett. 20: Muftkiiberiragn?-: d. Landhaus. Daventty, Welle 1900. 12: Musik. 20.45: Orchestertonzer!, 2l: R:siuutione... Frankfurt, Welle 428,6. 16 30: Operettenmusik. 17.45: Leiestunde. 18.45: sieuogra. phie. 10.15: Italienisch. 20.15: OperettenaSend. Königsberg, Welle 303. 11.30: Konzert. 16: Verdi-Konzert. 18.05: Märchen. >0.36: Beethoven-Klaviersonaten. KLaigSwttsterhausen, Welle 1300. 16: Für unsere Jugend. 18.80: Spanisch. 10: Dichiechnn^ 10.30: Beethovens Kammermusik. London, Welle 361.4. 17: Konzert. 18.15: Kinderlieber. 20.15: Bortrag Wer Be » 20.-15: Variete. 22.30: Kammermusik (Händel, Mozart). Hamburg, Welle 394.7. 12.30: Konzert. 14.05: Konzerr. 16.15: Heitere Ärahmsli, der. 20: Deutscher Äolkslie^radend. Prag, Welle 848.9, 11: Matinee. 17: Milit-irmustt. 16: Deutsche 'Zenouug. 19.15. J-ranzüsich. 20: KonzertsibectraiNlng aus dem Blindenmstitin 21: Blasorchester. Rom, Welle 422.6. 17.15: Konzert. 21: Theaterübertmgung. 17.30: Literaturübersicht. 18: Tanzmusik. 19: Erster Englisch 17.80: Literaturübersicht. 18-Tanzmusik. 19: Erster Englisch kurs. 19.45: Hygiene. 20.30: 5konzert. Paris, Welle 1759. 20.45: „Beethoven", musikalisches Drama von Fauchois. Freitag. Berlin, Welle »84 u. 566. 15.30: Frauenstnnde. 10.30: .Maviertotrzerr. 19.30: „Swnozza". 20.90: „Florenlinische' Tragödie" v. Oskar Wilde Anschl. Kammermusik. Pretzburg, Welle 390. 17.40; Slovak. Sprachturs. 18: Kouzerr. -9.1b: Wuftküber^ tragung. Brünn, Welle 441.2. 17L0: Kindernlärcheu. 19.15: Opernübertiagurm a. d. Mr. tionaltheater: „Die Sache MakropuloS" v. Kare! Capek, Musil v. Janacek. Daventty, Welle 1690. 13.30: Orgelkouzerr. 20: Hausprogmmm. 24: Tanzmufck. Frankfurt, Welle 428.6. 15.30: JugeiÄallerlei. 16.30: Frauenstunbe. 17.45: Litera» risches Allerlei. 18.15: „Nietzsche". 20.05: Film. 20.15: Kam merchorabend. 21.15: Modernes Eellokonzert. Königsberg, Welle 303. 11.30: Konzert. 16: Legenden v. Keller. 18.30: AoWiiml. Konzert. 19.30: Sprachlehre. 20: „Don Basquale", Oper v. Donsi zetti. 22: WalzeraSend. Königswusterhaufe«, Welle 1309. 15.30: Stenographie. 16.30: Die Geiste Welt Pestalozzis 18.30: Englisch. 20: Konzert' London, Welle 361.4. 20: Musikalische Kritik. 20.45: Sendesplel „Das GeMse* 21: Liederabend. 22.30: OperetterrüSertragung „Prunella". Hamburg, Welle 394.7. 14.05: Konzert. 19.10: Wandern. 19.30: Englisch. SV: Quar» iettmusik. 21: Bunter Mond. Der Hausarzt. Redvgiert von Dr. Sanel Beer. Ueber A«SfchlagSkra«khei-ett. Nur die wenigsten Menschen wrtden von den sogenannten Kinderkrankheiten" verschont. Früher oder später, «meist noch im Frühkindesalter, wird «tan bei der großen Verbreitung dieser Krankheiten von ihnett befallen. Je später, umso Üe.sser; denn je kräftiger der jugendliche Organismus den eindringenden Krankheitsgiften Widerstand leisten kann, um so weniger besteht die Gefahr her die Kinderkrankheiten begleitenden, oft das kindliche /Leben bedrohenden Komplikationen. Wenn man von Kinderkrankheiten spricht, so versteht man darunter die mit HautauSschlägen einhrrgehenden Masern, Scharlach, Röteln und Diphterie. Auch die 'gefährlichen Blattern und die harmlosen Windpocken oder Feuchtblatter gehören hicher. Ein Teil dieser Krankheiten hat du Laufe der letzten Dezennieit viel von ihrer Gefährlichkeit verloren. ES ist der medizinischen Wissenschaft gelungen, etülveder, wie bei den Blatter,!, durch vorbeugende Fnipfungen die Krankheitsbereitschaft stärk herabzumindern, beziehungsweise ganz zu unterdrücken, oder, wie bei der Diphterie, ein direktes Gegengift i« Form deS spezifischen Blutserums, mit großem Erfolg anzuwenden. Den gleichen bahnbrechenden Weg versuchte man in letzter Zeit bei der Bekämpfung der unter den Kinderkrankheiten wohl anr meisten verbreiteten Masern zu gehen, indenr man gefährdete Kinder mit Erfolg mit dem Blutserum der in der Rekonvaleszenz befindlichen Masernkranken vorbehandelt. Bon amerikanischen Forscher» wurde auch die vorbeugende Scharlachbekämpsung inauguriert, die darin besteht, daß die scharlachempfünglichen Kinder durch eine Probe herausgefunden und nachher prophytaktisch mit steigenden Dosen des Gegengiftes geimpft ioerden. Die Zahl der Erkrankungen ninrmt aber auch deshalb stetig ab, weil heutzutage die Erkennung der infektiösen Krankheiten viel rascher erfolgt und mit der Durchführung der strengen Vorschriften für die Isolierung der Kranken die Jnfektionsmöglichkeiteu stark herabgedrückt werden. Die Erwachsenen bleiben von den Kinderkrankheiten meist verschont, weil diese einen gewissen Schutz bei erstnialigem Ueberstehen in der Kindheit hinterlassen. Doch ist kein Alter vor dem Ergriffenwerden sicher. Man sieht oft genug selbst Greise an Masern oder Scharlach erkranken, die sie durch Ansteckung von ihren kleinen Enkelkindern empfangen haben. Wenn wir in den Kreis unserer Betrachtungen vorerst die drei mit Ausschlägen einhergehenden Krankheiten, Masern, Scharlach, Röteln, ziehen, so besteht bei diesen schon ein großer Unterschied in der Krankheitsübertragung. Bei Masern oder Röteln dauert cs 14 Tage bis drei Wochen sogar vom Tage der Ansteckung, bis die Krankheit ausbricht oder als solche erkannt wirb, bei Scharlach ist dieses Jnkubationsstadium viel kürzer, es beträgt nur ztvei bis sieben Tage. Es ist dann begreiflich, um wieviel leichter die Masern ober Röteln aus andere Kinder, z. B. in der Schule, übertragen werden können, zu einer Zeit, da die Kinder sich noch ganz wohl fühlen und keinerlei oder sehr geringe Krankheitserscheinungen aufweisen. Wenn bei Masern der charakteristische Ausschlag erscheint, der sich meist zuerst im Gesicht mit großen Flecken einstellt, steht die Krankheit bereits auf dem Höhepunkte, denn es gehen stets ein katarrhalischer Zustand, wie Schnupfen, Husten, leichte Temperatursteigerung und fleckige Zeichen in der Mundschleimhaut voraus. In der Blüte dieses Stadiums wird die Krankheit am leichtesten von Mensch zu Mensch übertragen, während nachher, im AbschuppungSstadium, die Kranken ungefährlich sind. Bei Scharlach erfolgt die Jtrsektion anderer Personen gerade durch Mittelspersonen und Gebrauchsgegenstände viele Wochen nach der scheinbaren Gertefung, weshalb hier die strengste Separation zur Eindäm-mnng der Krankheit vollfcnmnen berechtigt ist. Im Gegensätze zu Masern erregt der Scharlach einen kleinfteckigen AuSschlag, der eine scharlach- oder krebsrote Färbung der Haut verursacht. Die Flecke lassen gerade Stirn- und Mundgegend frei, die bei Masern meist ergriffen sind. Stets finden sich aber im Beginne hohes Fieber, Entzündung der Mandeln, Kopfschnrerzen und Erbrechen. Die viel harmlosere Rötelerkrankung weist oft mtr einen einer tnarmörierten Haut ähnlichen Ausschlag auf, verläuft meist völlig ohne Konrplitatjon, bisweilen beobachtet man höchstens einige Drüsenschwellungen anr Nacken. Diese drei Krankheitsbilder sind oft so verwischt, daß eine sichere Unterscheidung selbst denr geübten Kinderärzte nicht niöglich ist und erst der weitere Verlauf der Erkrankung die Diagnose bestätigt. Eine später sich einstellende kleienförmige Abschuppung, eine Nieren- oder Herzschädigung weisen dann auf den überstandenen Scharlach hin, der in seltenen Fällen auch ohne Ausschlag verläuft oder gar nicht erkannt wurde. Die größten Gefahren find überhaupt die Komplikationen, die auftretenden Nachkrankhriten. Während es beinr Scharlach Nieren- und Gelenksorkrankungen sind, stellen sich nach Masern oft Mittelohreiternngen, Lungenentzündungen und Tuberkulose ein. Die Vielgestaltigkeit der Kraukhsiisbilder, die gefürchteten Nachkrankheiten, die^ manchem Kinde einen Denk' zettel fürs Leben hinterlassen, und die rwtwendige Isolierung erfordern von der Uingebung der Kinder eine beständige und verständige Beobachtung des Gesundheitszustandes, rnn durch rasches und rechtzeitiges ärztliches 'Eingreifen die von den Kinderkrankhriten ausgehende,» Gefahren herabznmindern. Aerztlicher Fragekaftev. A. -AayncS. 1. Dir Hygiene der R-cysiierstube stchr leider auch bei uns auf niedriger Stufe. Man sollte nur eigen« Pinsel, Seife und Rasiermesser benützen. Das ist die' befk Art des Schutzes. 2. Rasteren mit dem Messer ist allen che. mischen .Methoden vorguZiehen. — K. L., Prag. Der geschil. derte Zustand ist rein nervös«, harmloser Natur. Allgemeine Kräftigung des Körpers ist notwendig. Leichter Sport hei Zustimmung deS Arztes empfetzlensrvert. Abends nicht irbermäßig essen, zwei Stunden vor dem Schlafengchsn rund 1 Gramm Bromnatrium nehmen. Unkrar Stef. blättern, Feuchtblattern, Wind, Pocken, Varicellen sind Namen derselben 5danKheit,

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