Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2818 (1.1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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] Polen-Ss groszy | Wien: ZamAbboJeu irdw iSxpedition, II., Taborstr 1-K ndor in einerVerscbleißstelle (Trafik) ruonatl.5 Schilling Straßen verkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I., Wollzeilc 11 Mil; Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho Slowakei: Mou.K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Fr ankreich, Belgien: Mon. Frcs. 35 N*cb**ht»ns:«® vm P*pi#* «r b ob o n <* e n »orNebnlten Dir. 2818 Wiener MorNMilung [Preis ES g I England: Mon. 4 Schilling. Italien’ M onatl. 20 Lire Kumänien; Mon. 170Lei Bulgaricn:Mon.lOOLewa, S c hw e i z und das übrige Aasland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, 11., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Uhr ~Tcl. 31 209 VI!., Lerchcnfelderstraße 1 (Druckerei Jnva“) Men, Samstag, 1. Mauer 1987 <87. Ledelh 5887). Oesterreichischos Foetsparkassenkonto Nr 150 693 9. 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Nun haben die in einem Verband zusammengefaßten Oelprad uzenten der Vereinigten Staaten, die Ln Döexiko arbeiten, eine Versammlung abgehalten, um zu der neuen Lage Stellung zu nehmen. Ueber die in dieser Versammlung gefaßten Beschlüsse wird tiefstes Stillschweigen bewahrt. Es wird bloß angedeutet, daß das weitere Vorg.hen von weiteren aus Mexiko cintrc.'ffen'd-en Nachrichten abhängig gemacht werden würde. Möglicherweise würden einige Gesellschaften ihre Rechte nach dem Inkrafttreten der Gesetze verfallen lassen, um dann mit Hilfe des Staatsdepartements vorzugehen. Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, wollen die Vereinigten Staaten eine energische Intervention für die Interessen ihrer Staatsbürger in Mexiko unternehmen. Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko sind in den letzten Tagen sehr gespannt und es heißt, daß die Regierung von Washington die Abberufung des amerrkep'scheu Gefaxten «ms < MeM-p ' - ' ' erwägt, was mit dern Kriegszustand identisch Märe. Indessen scheint die Politik, welche die Vereinigten Staaten Zur Ausschaltung einer eventuellen Konkurrenz für b c n P a u a in a - K a n a i g.gen das für einen zweiten Panama-Kanal prädestinierte N i c a r a - gua unternommen haben, doch viel von i'V-v verloren zu haben. Die sogenannte neutrale Zone, welche die Drarinetruppen der Nereiii'gten Staaten zum angeblichen Schutz der amerikanischen Staatsbürger in den Känrpfen zwischen den beiden Parteien Nicaraguas, den vom Präsidenten Diaz geführten Konservativen und den unter der Führung des Vizepräsidenten S a - c a s a stehenden Liberalen, besetzt haben, dürfte — wahrscheinlich, uni größeren Verwicklungen im Stillen -Ozean auszuweichen —.- aufgegeben werden. Der Stand der Dinge wird am besten durch eine Erklärung Sacasas illustriert, die von den New Dorker Blättern veröffentlicht wird. Sacasa sagt darin, die amerikanischen Truppen seien nach Nicarogua gesandt worden, ohne daß ausländische Inter e s s e n bedroht gewesen seien. Sie hätten sofort die Entwaffnung der liberalen Streitkräste in Puerto Cabezas durchgesührt, währengleichzeitig die liberalen Truppen die -Streitkräste des konservativen Präsidenten Diaz bet Puerto Lagune geschlagen hatten. Er, Sacasa, fei kam Revolutionär, sondern Vizepräsident der Republik Nicaragua in Uebereinstimmung mit der Verfassung des Landes... Es sei klar, daß die Haltung der Vereinigten Staaten aus eine Unterst ü tz u n g des Präsidenten Diaz hinauslause, die den politischen Absichten der Vereinigten Staaten zunutze komme. Gerücht; über einen Ansftanb in Riga, 31. Dezember. Rach hier aus Koümo einlangenden Meldungen soll dort ein kommunistischer Aufstand ausgebrochen sein. In verschiedenen Teilen von Kownv sei es zwischen Polizei und Kommunisten zu einem heftigen Kamp? gekommen, wobei auf beiden Seiten Tote und Verwundete zu verzeichnen feien. Nach niedrere Stunden währendem Kampf gelang cs der Polizei Herr der Lage zu werden und die Aufständischen in die Flucht zu jagen. Bei einer'hierauf vorgenommenen Razzia sollen 300 Kommunisten verhaftet worden sein. (Eine Bestätigung dieser Meldung liegt nicht vor. — Red.) Jke kuarrePMik derlettlSudischen Regierung. Der jüdische Schriftsteller ans Lettland, S. S t u p «i 11 i, urachte einem Vertreter des Warschauer „Msz Przeglond" über die politische und wirtschaftliche Situation in Lettland interessante Mitteilungen. Das lettländische Parlament besteht aus hundert Abgeordneten und besitzt keine ausgesprochene Mehrheit. Die größte Gruppe bilden die Sozialdemokraten mit 34 Abgeordneten. Die Weite Stelle nehmen die Bauernparteien ein und die dritte der Block der nattonalM Minderheiten. Die jüdische Vertretung besteht aus 5 Mitgliedern. Lettland ist im allgemeinen kein reiches Land, ivenn auch die Bevölkerung Rigas vermögend ist. Die Bewohner der Provinz sind dagegen sehr arm und stehen ans einer sehr niedrigen ökonomischen Stufe. Die wichtigste Tat der lettländischen Regierung, die eine Erschütterung des wirtschaftlichen Gleichgewichtes im Lande verhindert hat, war DI« nächste Nummer der „Wiener Morgenzeitung“ erscheint am Montag, den 3. Jänner 1927 als Mittagsausgabe. die Ansiedlung von über 200.000 Familien, also zirka 450.000 Menschen aus einem Riesengebiet, das von 1200 deutschen Adelsfamilien abgelöst worden war. Dan' dieser Agrarpolitik entstand in Lettland ein neuer Stau d, die sogenannten „Jung-Bauern". Gegenüber den nationlen Minoritäten wird eine äußerst liberale Politik betrieben, die sich besonders in dm Schulfragen auswirkt. Jede Minorität kann ihre Schulen errichten, die zur Gänze vom Staat erhalten werden. Dagegen verhindert die Regierung die gegenseitige Assimilation unter den Minoritäten; zum Beispiel dürfen indische Kinder keine russischen Schulen besuchen. Die Wäscherei der Hausfrauen VI. Hollartigasse 72, Tel. 72 57 «.72 53 Spezialität; Schrankfertige Rollwäsche / Kostenlose Abholung und Zustellung Reise Lord Plamers nach AesMen »ad dm Sudan. Jerusalem, 31. Dezember. Arabische Blätter melden, daß der Oberkommrssär Lord P l u m e r im Jänner eine Reife nach Aegypten und nach Cchartum im Sudan unter rühmen werde. Der Zweck dieser Reise ist unbekannt. Bor der Jemission der jagoslaGijchea KMueltr. Belgrad, 31. Dezember. Von 94 anwesenden Mitgliedern des radikalen Klubs haben 21 gegen das Vertrauensvotum für Uzuuovie gestimmt, darunter auch der Präsident und der Vizepräsident der Skupschtina, Trifkovic und Subotic. llnmittelbar nach der Klubsitzung haben zwei Anhänger Paste, der Forstminister Samonovic und der Minster für Gesundheitswesen M i l e t i c, ihre Demission gegeben. Die imrerpolitische Lage ist demnach verworren, so daß man auch mit der Demission des Gesamtkabb ne t t s rechnet. Der Präsident der Skupschtina Hai das Parlament im Einvernehmen mit dem Ministerpräsidenten für den 25. I 5 m ner einberufen. kchöhang des erekEonsmien MmAUms aus 1899 Schilling. Die Regierung hat den Entwurf eines Gesetzes betressend die weitere Erhöhung der in der Exekutionsordnung bestimmten Wertausmaße als Regierungsvorlage im Parlament eingebracht, womit insbesondere das M i nd esta us m atz der cxekutionsfreien Betrages aus DienDezügen vov 500 S. auf 1200 S. und das tz ö ch sta u s ma ß von 2500 G. auf 3.200 S., weiter aber auch die übrigen in der ExelutionS» ordnung vorkommenden Wertausmaße in annähernd gleiche« Verhältnis erhöht werden sollen.