Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2816 (30.12.1926)
- Date
- 1926-12-30
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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„Me zaabennacht der Lollars.. SWOz 3 Sivr «merÄlMische Futzballv«rhältnUe. — ^M-Lpril wird sich alles entfchettmi." In emenr Briefe, den der jetzt bei öeu Brook Lyn Wanderers tätige chemalige ungarische Auswahlspieler uxä> Mitglied des Budapey'ter Vivo, Grosz 2 aus Rewyovk sendet, wetten die Fußballvevhältnisse AmeviLaZ in nicht uninteressanter Weise beleuchtet. Grosz erwcchnt 5en schon bekannten sportlichen Zusammonibruch der Wanderers, den auch er avf.die ruhelose Hetzjagd der Spieler zurückfüHrt. Es heißt in dem Schreiben: „Hier in Amerika dient der Fußballsport derart re in gey chä f t >l i che n I n t e r e ss e n, daß nichts anderes wichtig ist, als nur das Match. Es ist gang gleichgültig, ob der Spieler gesund ist oder k r a n.ik. Man mutz antreten, weil hier der Grundsatz herrscht, daß wer gehen kann, auch Fußballspielen können muß. Die verlorenen fünf Spiele haben wir unter acht Tagen absolviert. Wan muH,sich also rie Dollars schwer und bitter verdienen. Alle sprechen viel von der Heimat, dennoch ist eö fraglich, ob wir die gegenwärtige, wenn auch schivere Lage mit dem früheren Leben in Europa wieder aufnchmen werden. Döe Za über macht des Dollars ist eben riasig grotz und vermag alles wieder gutzumachen. Im April wird sich alles entscheiden» weil das der kritische Monat ist. kn dem die Verträge zu erneuern wären. Wie hören fortwährend, daß eine neue Masseucinwandcrpng europäischer Spieler nach Amerika zu erwarten ist. Die europäischen Futzballmacher würden viel gescheiter tun, statt ein Lamento anzustimmen, die Frage der Ablöse für die Kieler zu regeln. Denn hier ist sich jeder darüber im Klaren, daß es sich ja nur um das Geld handelt. Auch die Spart a hat gegen .Kapereien" energisch protestiert, doch als sie 10 00 Dollar für Czerveny bekam, hat sie sich schnell darein gefunden. UebrigenS hört man, daß die hakbe Spartamannschaft von Chicago verpflichtet wurde. Eine große Ueberraschung war für uns alle das Engagement von Tandler und Hierländer für die Giants. Man kann hier aus Kanckda genug gute Spieler bekommen, aber die europäischen F u ßb a l l c r bedeuten eben eine große Attvaktivn und Reklame für die Vereine. Wie ich weiß, beabsichtigen weder die Giants noch BroMyn vorderhand ungarische Spieler zu verpflichten. Bis zur neuen Saison kann davon überhaupt mcht die Rede fein. Haar war der letzte Ankömmling, tzn seinen ersten zwei Spielen, die alleirdings gegen sehr derbe Gegner statbfanÄen, hat er nicht entsprochen. Agar wollte ihn schon nach Hause schicken, doch wurde Haar auf Intervention des Vorsitzenden der hiesigen Hakoah, Dr. Kraus, „gerettet". Er schlug Agar vor, Haar der Hakoah zu überlassen, die sich auch üm einen Posten für den Bttdapester mnschen' werde. Agar, dem Haar bis dahin schon 1000 Dollar gekostet hatte, überließ den Spieler unter der Bedingung, daß er ihn jederzeit, wenn er in Fovm komme, wieder verwenden dürfe. Zwei Tage später spielten wir gegen Philadelphia und wegen einer Verletzung Reufelds nahmen wir Haar mit. Er hielt sich in dem Treffen viel besser als früher unfo gchört nun zu unserer Mannschaft. Freikich, eine große Znlkumft kann ich ihm nicht prophezeien." Sic AWAorittjjer In » 3?3-EMh»»ys zogen den Meist«.' von Fmicksoich Olympique, Marseille, 26. Dezenrber. Es war Las erstemal, daß eine Wiener Mannschaft in Marseille spielte. OlymPique, heuer zum -weiten Male Meister von Frankreich (der Sieger im Cup wird hier zum Meister erklärt), ist wirklich als beste. Mannschaft Frankreichs einzüschätzen. Die HaupKraft liegt, tnt Angriff. Drei Leute dieses. Angriffes sind fast in jedem Natronalteam zu sehen. Sre kultivieren das halbhohe Spiel» das richtige Kick-and-Rush-Shstem. Im heutigen Sprele forcierten sie ihre beiden erstklassigen Flügel, Devacq.u ez und Ga lay. Besonders ersterer ist unstreitbar L.er beste Rechtsaußen Frankreichs das heutige Resultat ist besonders ihm zu verdanken. Ein so schönes Match hat man bisher in Marseille noch nicht gesehen. Die Wiener wurden sehr freundlich begrüßt und das Publikum nahm für sie Stellung, so oft sie vory Schiedsrichter benachteiligt wurden. Leider geschah dies häufig. Simmering trat nach Mtündiger Bahnfahrt hier ail. Der b e ste Mann im Felde war Kurz. Die S i m m e- 36. LeWsGer UW Mr. UW ringer traten mit Ersatz an. Aigner hat sich in Paris verletzt. Sein Vertreter Cart hiels sich hervorragend. Fm Angriff war Horvath der Beste. Olympique schießt in der vierten Minute das erste Goa! nach einem Fehler Hauswirth. Dann verschieß! Kurz eineN Elfer. Knapp vor Halbzeit, nach ständiger Ueberlegenheit der Simmeringer, gleicht Horvath aus. Nach Ser Pause kommt Olympique wieder rn Führung. Windner gleicht durch ernen herrlichen Schuß aus 30 Meter Entfernung aus. Dann gibt es wieder einen Elfer gegen Men. gan^ ungerechtfertigt, das Publikum protestiert und C r u t verschießt abst chtl ich. Bald darauf wlod Howath, der allein zwei Meter vor de»n Tore stand, niedergetreten und Hauswirth verwandelt den Elfer. Olympique bedrängt und gleicht knapp vor Schluß aus. — 8 000 Zuschauer wohnten dein Spiele bei. Max Katzenellenbogen. Neues von der Hakcah. Das für den 9. Jänner geplante Freundschaftsspiel gegen Simmering dürfte erst am 16. abgehalten werden. Boi dieser Gelogelcheit soll ein ucucc Zen terstür m e r, Berger aus Beutihen, versucht werben. Auch ein Stürmer aus Polen (Steuermann, von der Leniberger HaSmonäa?) dürfte, wie verlautet, bei Hakoah gastieren. — Am 1. Jänner veranstaltet' die Sektion 4 und 5 in den Olympiafälen eine Akademie. — Am 16. Jänner wird im Hotel Continental der Fechtkamps der drei Vereine Hakoah. Slavia (Prag) und Vivo (Budapest), aus-getragen. Den Wanderpreis -der Slavia ha: bei der ersten Konkurrenz dieser Art in Prag die Hakoah gc- >oui...cn. — Am 30. Jänner wird die Leichtachletikfektion in den Olhmpiasälen eine Veranstaltung dürchft'chren. — Am 18. Jänner soll wieder so wie seinerzeit der Veda - Abc nd veranstaltet tverden. Hedy Bieneufeld hat sich bei den Sktknvjen der Hakoai) in Mariazell einen Blutergiuß im Knöchel zugezogen. Ihr Zustand hat sich jedoch bereits soweit gcbeffert, das; sie ihren«. Berufe nachgehen kann. Aus den Vereine». Hasmouea. Heute wichtige Vollivevsanrmlüng der Fuß« -ballsektion mit der Tagesordnung: Neuwahlen der Leiturig. KapitänÄvahl und Eventuelles. . Libanon. Die Spieler der ersten uno -weiten Klasse -her Tisch-Tenms-Klu'bmeisterschast werden ersucht, ihre rückständigen Spiele auszutragen. Heute um 8 Ahr Komiteesitzung, zu. der die Herren Hundert. Morgenstern, Abend, Federb.usch, Teltsch, Hochmann 1 und Frau Teltsch zu erscheinen hckbeii. Samstag Spielerversammlung der Fußballscktion. 'k^ieater WB heute, Burgthcater: Phadra Anfang r/r8, Ende </<U Uhr Made««eLheater Spiel im Schloß Anfang */,8. Ende ^lO Uhr Staatsvper: FideUo Anfang 7 Uhr. Ende nach 10 Uhr Deutsches Bolkötheater: Die Schule der Kokotten Anfang */,8, Ende gegen V311 Uhr Volksopee: Othello Anfang V.8, Ende nach V«U Uhr Aammerspieie: König der Schnorrer - Anfang 1lß. Ende V2IO Uhr 10.10 s>lachtvorstellung. Die A-L-C-Revue Theater a.d. Wien: Die Zwkusprmzessin Anfang */,8. Ende vor 11 Uhr Jshanir^Strauß-Theater;' Alexandra Anfang */,&• Ende V311 Uhr Raiwund-Theater: Das Schwalbennest Zlnfang V-8. Ende V,11 Uhr Renaifsanee-Bühne: Dar Recht auf Liebe- ’ Anfang 8. Ende V,!! Uhr Theater in der Zosefstadt r Viktoria Anfang Vas- Ende nach 10 Uhr Reue Wiener Bühne: Menschen ohne Erde Anfang Va8, Ende 1.0 Uhr Stadtlheater: Wien lacht wieder Anfang V28, Ende nach 10 Uhr 5 Uhr uachm.: DieKinberrevur: Dastanzende MLrchen. Anfang 3 Uhr Modernes Theater: Weiße Fracht Anfang 8. Ende 10 Uhr Wiener Bürgertheater: Der Mitternachtswalzer Anfang VÄ Ende Vsil Uhr Roland-ithne. Der Vampyr Anfang V48, Ende 10 Uhr Luftspiel-Theater r Esther Labarre Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Jüdische Bühne, 2. Bez.. Taborstraße 12. DaS ZigeunermSdel 3 Zirkus Adolfi. Renzgehitude. l^aciio-k'roArÄMM Heute Donnerstag 11 Uhr: Vormittagsmusit. lü'lü Uhrr NachmtttagSkonzert. Mit Opern- ,S»ger> Maria Bednarik. t.'BO Uhr: Mtttvilungen aus dorr Bundeslheatern. 18 Uhr: „Quer durch Oesterreich." 18-30 Uhr: Reise durch Lydien. . IS Uhr: Die neuen-Funde im Dom zu Gurk in Khrnten. 19'30 Uhr: Englisch für Vorgeschrittene. 1. Kurs. 20- 05 Uhr: Musikalische Parodien und Travestien. Einleitender und verbindender »Vortrag Prof. Fritz Lange. Mufikal. Einrichtung Karl TaMtznhahn. Mittvirtende: Kqmmerquartett Tautenhayu, Overeüensängerin T^rese Taütenhayn, Kammersänger Art. Preuß. Opernsänger; Rud. Bandler, Flügel: Karl PanSpertl. Morgen Freitag: 11 Uhr: VoryMagSmusik. 16'15 Uhr: Nachmittägskonzert: Mtttvrrkend Opernsängerin Ginä Blatt. 18'10 Uhr: Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. j 1830 Uhr: Monatsbericht der Wiener Volksbildung» anstalten. 1930 Uhr: Nestroy-Abend. „Hinüber— Herüber", Scherzspiel von Johqnn Neftroy. „Die schlimmen Buben in der Schule", Burleske in 1 Aufzug von Johann Neftroy. 21- 30. Uhr: Hettere Silvesternacht. Mtt° wirkend:. Rost Berndt,. Ernst - Arnold, Victor Flemming. Walter Huber, Emmerich Reimers. Richard Waldemar, Kapelle Stlvlng. veNönU.Iconrs«!»io lerlei 8lRiahri9«r unter Leitung de» Doktor M. Wundermann, «p prob, für Handelwehulen und Hendelsakademieb «liljle, 1 VarzkeLktfatmännisehc AwtfMung W dlm di» _ Pfeffergaise Kr. 1/10 Möbel auf Raten, auch Küchenmöbel. Möbelbaus Trenner, II., Zsrkusgasse La. Spezialist SM und brati57 gosef Mlitz vs Sohn 7.. Dez.. Sl«b«nste»ng ss« lS GOLD SILBER PLATIN G. I. Stil, SieaTl. 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Spitzmarke „Mehrere Bratis:a aer" eine Priefkastenniiiz veröffentlicht wurde, durch deren Inhalt sich Herr MaUiel Grünwald mit Recht in seiner Shre verletzt fühlen konnte. Ich siehe nicht an zu erklären, daß die erwähnte Ärlefkqstennottz sever Grundlckae entbehrt und dieselbe nur. va ich die b«-reffende Nummer der Zeltuna vor Drucklegung nicht gelesen habe, in das Blatt Eingang finde» konnte, r-kob Deutsch gew verantwort!- Redakteur der Zeitung «Jüdische Presse" in Wie». Ottomanen und Diwans zu billigsten - reise» direkt beim Erzeuger Josef Soblltz u. Sohn. 7, Bez., Siebensternflttjfe 12. 13 | Bücher «nchpandlnng und Antiquariat «ttrfittC*, Wien. äßk82,^n. jel.r41-4-20. Großes, best, affortlertes Lager <m wifienfchaftlicher u UmerhaltungS- «teratur, ■ 1 Iügeudschrifteu, Schulbüchern usw. Sächkundlge Bedienung u. Besorgung jedes Buches? Billigste Preise An«! kauf vo« Büchern und. ganzen Bibliotheken 67'.o Gestrickte Kleider ist die Mode. 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Wierr, 19. Bez.. Bre-cher^r.fsc 0. — Druck: „J-ntia", Müm, 7. BrZ., Lerchenselderstrahe i.