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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-30 · Heft 2816 (30.12.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2816 (30.12.1926)
Date
1926-12-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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iPoietii aagfpflgyl Wied: Zum Abholef» mdCft Expedition, U.,Taborstr 1-8 oder in einer Verschleißstelle (Trafik) monatl.6 Schilling Straßenverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied, I., Wollzeile 11 Mit kostversand für Wien und Oesterreich monatlich & Schilling Tscheche» Slowakei: Mon. K 22. Ingos law i ent Mon. Din. 60 Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Om. 4. Frankreich. Belgien: Mon. Fres. 85 ct*ßU**ni*Bsen t»oi Pt#uor h ft b o n gao t»r^e)>»)tea Wiener Morgeitzettung fi n g lä n d: Mon. 4 Schilling. Italien: Monati. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Baigar ien:Mon.lOO Lew», Sehweis und das übrigi Ausland monatlich Free. & Redaktion, Administration: Wien, IIM Taborstr. I Telephon: 44-0-38. 49-3-19 Ab 6 Ohr Tel. 31-200 VI!., Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei „Inva“) Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr 150 693 Nr. »818 ffilen, SnnneMtoß, 80. Dezember 1928 <25. lebet!) 8687). 8. Rohrannq Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangefetzleS E gekennzeichnet. Die Vorteile für Damen und Herren von Borenstein & Markus, II.» Hollandstraße 1 (Tel.46-7-67) sind: Eleganz — Qualitätsstoffe — tadellose Paßform — konkurrenzlose Billigkeit! — Auch! Teilzahlung. Jtudkjü r fic haben wir einige unserer BUcherprämlen reserviert —; Haben Sie schon Ihr Abonnement überwiesen ffVVVff jahresabonnenten erhalten nach Wahl: 3>osepßius iFfavius H» SÄMTLICHE WERKE. In drei eleganten Prachtleinenbänden Mehr als 2000 Seiten, schönster, WDW klarer Druck, holzfreies Papier, oder Kelnviift theaetx ■ GESCHICHTE DER JUDEN. Drei vornehme Geschenkbände. 2200 Seiten stark, oder fven Jffcdin ■ PALÄSTINA. Ein herrl.Lexikonband m 300 neuen Bildern aus ErezIsrael in mersterhaiterRepröduktion. Text v. d. berühmten Forsthungsreisenden. Halbjahresabonrienteu erhalten nach Wahl: . . (Tfkeo &&it'.y€ev:xl ■:^EÜjLtOiTÖNS. 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Es kommen im ganzen etwa 100.000 Frauen und Kinder in Betvacht, deren größter Teil in Oesterreich. Ungarn^ Polen und Rußland ansässig ist. Nach dom vom Generalkommiflär für Einwandernngswrsen ansgenirüeiüetuu Gvfetzentw»t-rf. Vierden alle Frauen und Kinder von Einwandevern. die vordem 1. Jänner 1924 ihre Reise nach AmerkPa angetreten und vor dom Juli desselben Jahres um Erteilung dr-r an^oiSauischen Stia«4sbllrtzerschäft nachgesucht haben, das Recht erhalten,, außerhalb d e r E i n w a n d r r u n g sqavte sich nach AmeriLa zu begeben. . 9er deutsch-italienische Berttag unterzeichnet. Geltungsdauer zehn Jahre. — «usrtzuug eines Schiedsverfahrens. R o m, 29. Dezember. Ganz überraschenderweise wurde heute im Spiegelsaal des Palazzo C h i g i von Mussolini und dem deutschen Botschafter Neurath der gelegentlich der letzten Völkerbundratsversammlung in Genf abgefaßte Ausgleichs- und Schiedsv ertrag unterzeichnet. Der Vertrag umfaßt 16 Artikel, woxiu die Vertragsschließenden sich verpflichten, alle Streitfälle, die zwischen ihnen entstehen könnten und die nicht freundschaftlich im gewöhnlichen diplomatischen Wege beigelegt werden können, einem Ausgleichs versah reu zn u u terw er f e n. Zu diesem Zweck wird eine ständige A n l-gleichsk o m m i s s i o n eing >'tzt, Wenn das Ausgleichsverfahren kein Ergebnis haben sollte, kann der Streitfall Ae Wahlgeomettie in PalSjttna. Autijüdtsche Politik der Negierung. F. L. Jerusalem, 27. Dezember. Die Regierung hat in den letzten Wochen eine Reihe von Maßnahmen getroffen, bie. ittt Zusammenhang gesehen keinen Zweifel üßet die Tendenz lassen, bei den bevorstehenden Wahlen zu d§n Stadträten die Araber .in jeder Werse zu fördern und die Rechsr der Juden, sogar i m W i d e r sp r u ch z u d e m e b en' er st e r la-sse.he-nM^tz^Äb.e'r d i e W äh len, zu. benachteiligen. (Pon uais bereits, gestern kurz ge-, meldet. Red^ / . , ^; ".Das. Gesetz erteilt den Hausbesitzern, die Grundsteuer' zahlen, das Wahlrecht. Durch eine. Verordnung hat' aber die: Mgierung allen. Hausbesitzern der: Altsta dt v o n Jerusalem — so gut wie ausschließlich,Arabern — das Wahlrecht auch dann zuerkannt, wenn sie keine S teuer n zahlen. Da diese Bestimmung offenbar noch -nicht ausreichtz um eine-jüdische Majorität in der'zu wählenden Jerusalemer Stadtverwaltung ganz. hintanzuhalten, hat' man seine Zuflucht zu dem bewährten Mittel der Wahlkreisgeometrik genommen.' Eine Verordnung des Gouvernenrs von Jerusalem bestimmt für die Wählen die Grenze des Stadt b e z i r k e s, und es ist sicher ein Zufall, daß dabei die jüdisch eit W oh nv ier tel Kirjath Mosche, Giwath Schau!, Beth Hakerem, Talpioth und Makor Ehajim.außerhalb des Stadtbezirk e s bleiben. Alle diese Stadtviertel werden von Juden bewohnt, dve ihren Berus, in Jerusalemaüsüben, und diese! Wohnviertel in Antobusfahrten von 10 bis : 15 Minuten Dauer erreichen. Die Arabern, gehörigen Häuser zwischen. derdeutschen und griechischen Kolonie einerseits (die selbstverständlich zum Stadtbezirk gehören), und Talpioth andererseits, werden ausdrücklich als zum Stadtbezirk gehörig bezeichnst. Talpioch aber ist ausgeschlossen, obwohl nur wenige Schritte zwischen den ersten Häusern von Talpioth und den genannten einzelnen Häusern liegen. Noch auffallender ist aber eine Verordnung, die den' Paragraphen 11 der Verfassung, von Tel Awiw kurzerhand aufhebt. Dieser Paragraph statuierte ein Wahlrecht, der Einwohner Tel.Awiws bei den Wahlen i n I a s f a, und. war. die natürliche Konseguenz aus der Tatsache, .daß. Tel Awiw keine „Munizipalität", sondern nur. ein „township" (Kleinstadt) ist und in zahlreichen wichtigen Fällen zu Jaffa gehört und von. ihm abhängig ist. Das münbUch gegebene. V ersprechen, wenigstens '.den ziemlich, zahlreichen Tel Awiwer Bürgern, die in Jaffa/ Läden oder Geschäfte haben, mindestens das aktive Wahlrecht einzuräumen, ist bei Erlaß der Verordnung nicht ein geh alt en worden. Schiedsrichtern oder dem Haager Schiedsgerichts Hof unterbreitet werden. Der Vertrag regelt die bezüglichen Verfahren in genauer Weise. Seine Geltungsdauer beträgt z ehn Jahre. Der Vertrag wird beim Völkerbund eingetragen werden. Ein offiziöser Kommentar. In ihrem Kommentar zum deutsch.italienischen Schiedsgerichtsvertrag weist die „T ribuna" daraus hin, der Umstand, daß der deutsche Botschafter kraft einer besonderen Vollmacht ihn unterschrieben habe, beweise, daß der Vertrag Verfassung'« näszig und polrtisch als ein Akt der auswärtigen Politik betrachtet werde, der außerhalb der Z u f ä l l i g k e i t e n . d - r p a r l a m e n t a r i s ch e n K r i s e stehe. Die „Tribuna" weist alsdann darauf hin, daß der Vertrag mit Locarno in keinerlei Gegensatz stehe. Die Wahlen im März 1927. Jerusalem, 28. Dezember. (I. T. A.) Die Stadt' ratswahleir in ganz Palästina werden im Verlauf des Monates März 1927 vor sich gehen. Laut der Wahlordnung wird überall ein Mumzipalrat für die Dauer von drei Jahren gewählt werden. .. Die Regierung hat das Wä hlte» mrtee für; I,e rM a s e,m . bereits' ernannte - Es^ Lesteßt' ckus fünf. ' Woslenritien/Wnst Christen und fünf Juden? Die Nalnen der jüdischen.Kommissionsmitglleder sind: Z.. A m- - d u es-ky, ‘ Abraham v Ctzaim'. Z w e b n e r,, TÄvsic Ä d i s, Meir La n ra d'o und I. Ben.ZGr.' Der .Distriktskoanmissär für Jaffa hat eine aus sechs Möslemiten, drei Christen und drei Juden bestehende WaMommission ernannt. Im ungarische Sberhaur. Budapest, 29. Dezember. (U. T. K. B.) Am . 28. Jänner wird sich außer dem Abgeordnetenhaus auch das. Oberhaus tonstituieren. Es wird aus drei Gruppen von Mitgliedern bestehen. Diese sind: Mitglieder auf Grund ihres Amtes oder ihrer Würde, die gewählten und schließlich die ernannten Mitglieder. Die gewählten Mitglieder, die Mehrheit des Hauses, bestehen aus drei Gruppen: In die erste Gruppe gchören die .38 Vertreter , (und 38 Ersatzvertreter) der M a g n a t e n. An diesen Wahlen, die am 8. Jänner stattflnden, beteiligen sich 4 Herzoge, 145 Grafen und 39 Freiherren. D'e Meite. Gruppe setzt sich aus 75 Vertretern und 75 Ersatzvertretern der Komitate und der ' mit Munizipalrecht bekleideten Städte zusammen. Sie werden von den Generalversamml'ungen der Munizipalausschüsse zwischen dem 3. und.10. Jänner gewählt werden. Die dritte Gruppe, die zwischen dem 3. und 10. Jänner wählt, bilden die 38 Vertreter der verschiedenen Körperschaften. Interessenvertretungen (darunter zwei Rabbiner) und Institutionen (Landwirt-- schaftskammern, Handelskammern. Ahvokaten- und Jngenieuvkammern, Universitäten, Börse usw.). Als erbliche Mitglieder erhalten die Oberhausnritglledschast jene Mitglieder des Habsburg- L o t h r i n g i sch e n Hauses, die das 24. Lebensjahr erreicht und ihren ständigen Wohnsitz auf dem Gebiete Ungarns haben. Diese sind: Die Erzherzoge Josef, Josef Franz und Alb recht. Im ganzen wird das Oberha-us 343 Mitglieder zählen, somit um zwei weniger wie das Abgeordnetenhäus. Reinwoll-Kasha. - . . Reinw.oJI-Kleidervelour Crepe de Chine . . . Seidenripse . . . . . Mode-Brokat . . . . . ifSBrüder Schiff mann : 3 90 Wien, II. Bez., TaborstraOe Nr. 48 »

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