Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-12-27 · Heft 2813 (27.12.1926) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2813 (27.12.1926)
Date
1926-12-27
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981900--28582-3016631
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Eeik 2 Wien, Morris Wiener Moegan-ettims 27. Dezember 19L^ .»er. 2814 uühigL Arbeit für die -Hebung der EmrraHmen und chre zweckmäßige Verwendung in und ftir Palästina glücklich ergänzt. Ihm war'S gegönnt. die ersten Kärrfe des heiligen Bodens arrzuovbnon, und es bezeichnet die Innigkeit seiner seetts'.sien Anteitnahm-e, daß er geradezu schänelgte, im Nati o na lfondsbureatt sagen zu können: „Holen Die mir die Mappe Chfttin!" Und für die Gewissenhaftigkeit dieses Mannes ZIUgt es, daß er, der vielbeschäftigte Advokat, im Frühling 1912 eine Fahrt nach Palästina uitternahm, unl sich mit eigenen Augen zu überzeugen, ivas dort mit den Geldern des Jüdischen Nationalfonds bisher geschaffen ssi. Der höchst instruktive Bericht über diese damals rwch recht unbequeme und nicht alltägliche Fahrt ist heute, gleich seinem Autor, schier verschollen. Später hat auch ein anderer Direktor des JNi'fchen NationalfondS, der f lige Dr. Jech'.rl Tichlenow der von Moskau aus die Sammlungen d:r russischen Landsmannschaft für unseren Dolks-sck'atz nicht nur lang? Jahre erfolgreich leitete, sondern sie auch gegen die Angriffe der zaristischen Büttel mit seiner Person zu decken wußte, Palästina besucht und Wertvolles darüber geschrieben. Und was damals der Keren Krvjemeth an Palästina schuf, ging alles auf die Initiative jenes Mannes zurück, der seit 1908 als Leiter des Palästina-Amtes in Jaffa sozusagen alle Ministerien des in zartesten Anfangen keimenden neuen Jischuw in seiner Hand vereinigte: Dr. Arthur Ruppin. S&ide Freunde entsinnen sich gewiß noch jener Programmrede, die er, auf der Fahrt zum Antritt seines Amtes, ln Men hielt. Für einen Oest-erreiicher erschrecklich Ml und nüchtern, aber sachlich und ernst. Und dank dieser Eigenschaften hat er im Sturm des Weltkriegs von schweren Gefahren für sich selbst bedrängt, die Schöpfungen des Jüdischen Nationalsonds und den ganzen Jischuw zu rotten gewußt! 1914, bei Kriegsausbruch, hatte Vo-üenheimer sein Amt nach Haag an N-ehem-ia de L i e m e abgcgiben. Dieser löste vom neutralen Holland her die verantworiungsschwere Aufgabe, jenes Mehr an Spenden hervorzuzaubern, das Rupptn drüben in Altneuland für sein Rettungswerk benötige. Und als man im Juli 1920 bei der Jahreskonserenz z-u London an den Aufbau Erez Israels schritt, erkannte de Liem: den rechten Moment, der Zionistischen Organisation die grundlegende Bedeutung des Jüdi-s.5ien Nationalsonds durch großzügige Thesen so augenfällig zu machen, daß niemand daran Vorbeigehen kannte. Die rechte Hand Bodenhsimers. und de Lremes war Nathan G r o ß. Aus Wien, wo er als führender Poale Zionist die hohen Ziele der Bodenreform mannhaft verfocht, nach Köln berufen, hat durch 14 Jahre das Hauptbureau des Jüdischen Nationalsonds geleitet. In rastloser, schöpferischer Arbeit verbrauchte er früh seine Kraft und starb vietbetraueri an der Schwelle des verheißenen Landes, bevor die Uebersivdlung des Hauptbureaus nach Jerusalem sein Lebenswerk krönte. Und ist es möglich, heute nicht unseres Adolf Böhm voll inniger.Dankbarkeit zu gedenken! Er schuf Grundlegendes. Mit um'fassenider nationalökonomischer Bildung ausg-erüst^t, faßte er die wissenschaftlichen <5r^ gebnisse über die Vorzüge des Gemeineigentums an Grund und Boden in einer RÄhe ausgezeichneter, vom .Hauptbureau s.ilbst edierter Broschüren, sowie in unzähligen Artikeln und Vyvt-rägen gemeinverständlich zusammen und trug io die Nr>tionalfonds'.d"e weithin in die Mafien, bis der anfangs nichr mrdeträchtüchc Mderstand schwand. Böhm ist nicht mehr Direktor des Jüdischen Nationalsonds. doch dient ex ihm wsiber alk schtichbiS Mitglied der Landeskorrrmission Oesterreichs. Diese Treue bringt Böhnr mehr Ehre als die höchsten Würden, io die Partei zu vergeben hätte. Die Mühlen unserer Bewegung mahlen grob. Eine feinere Maschin'.-rre hätte die Gaben all dieser Männe'' nachhaltiger zu vettverten gewußt! Hugo Schachtel, dem „Geheimrai des JDIs'Heii! Nationalsonds", wie ihn Groß nannte, auch ihm gebührt heute unser Gruß. Die Chronik des Nationalsonds ist sein Werk, und int Zionistischen Me-rkbüchlein, welches die Fülle und das unaufhaltsame Wachstum unserer Bestrebungen um Erez Fisrael darsüellt, hat er uns allen Mut und Ausdauer gelehrt. Und weil dieser JubiläumSartikel in einem Wiener Blatt erscheint, möge insbeson-dors auch jener gedacht s'.in, die sich in Oesterreich bei Werbung der Mittel für den Volksschatz hervorgetan haben. War doch der Landesstelle Men einmal ein großes, j-udenreiches Gebiet anvertraut, das im Krieg noch weit rrach Polen Übergriff, nn-d galt sie auch nach Verl'.gung des Hauptburcaus nach Köln und Haag als dessen liebste Tochter. Wer über die ersten Sammlungen m Oesterreich unterrichtet sein will, der lese im Blatt? „Zion" des Landeskomibees nach, wie Ben Hug dies der Deckname für Dr. Hugo Bened i k t, mit zäher Planmäßigbrit Sammslmittol un>d -Methoden -u propagieren wußte. Er gebot über eine Schar Freiwill'iger, von denen hier nur des früh verblichenen nationalen Dichters Z u ck * r m a n rühmend gedacht sei. Und die späteren Leiter der Landesstelle: Dr. Emil Stein, der bis zum Kri:g grwlrlt hat, Tr. Wi.helm Beigel, der sein Werk während des Kr'.rge) fortsetzte, und Doktor Wvlfgaug Weisl, der die unter dem Zusammenbruch ihres Landes leidenden Ju^n Oester ichs zur Pflanzung des „Jaar Austria", hoch über dem H r'cnfce, begeisterte. — Bis zum Ueberdrust h"r en tvir le' * Zeit, der Samme'dimst habe di: zionistisch: Bnvegnnz per flacht; auch der KKL. sei ein seelenloser Apparat Gibt' citm :t ffender-ur Bescheid auf solchen Amvurf n'<5 die Ta such:, daft all diese KKL.-Fanatiker ihren Weg nach Erez Jisrael gefunden habm?l Und dürfen wir der rrrßen Spender vergessen, die in unserer Mitte w:ilten und die eine höhere Macht aulriüb, ihren Brüdern ein Beispiel zu geben? Als ihrem Senior zicm' Baruch Ca Hane, im Schmuck seiner nun 91 Jahre, der Bortritt; ihm d r durch D'zennien mit seiner braven Frau ein Leben selbstaüferlegter Not führte, um dem jüdischen Volk all sein Hab und Gut darznbringen. Soll unsere Gedächtnisliste vollständig sein, müssen auch die „Nationalfond'narren" darin AufnähM' finden. DaZ sind jene unserer Brüd r deren heißer Wunsch, den 5kKL. zu stärken, über den landesüblichen Maßstab emporlod:r e; die Rastlosen, die da stillbescheiden Staniolpapirr zu Kugeln ballten und Vriesmarken in Päckchen sortierten, am sie für den KKL. zu verkauft». und die kein Ding zwischen "-'mnel und E d: ungeprüft ließen, ob sich ans ihm nicht' ein Gegenwert für den Volksschatz pressen las«, feien es getrocknete Orangenschalen oder Mlvwar: lebender Mai-- käfer! Vonr Erhabenen zum Lächerlichen, doch auch urugekchr, ist nur ein Schri't. Stets neue Scharen von Adepten des NationalftndH schweben mir heraus. Lebende und Tote. Dr-e tvir noch unter der Sonne wandeln, schulden wir nicht gerade ihnen, ehrfurchtsvollen Gruß, die vcr uns dahingingen und die ib^er M'^e rrr,f m r irrten! vor nlftrn. »... Amaichem Io jchavl* Dr. E. M. Zweig-Jerusalem. Den Anlaß der vsterrejchi.schen Jubilännrsfeier des Keren Kajemett, benütze ich um so lieber, als itf) fo bekunden kann, wie eng ich mich meinen österreichischen Fv.unden noch immer zugehörig fühl-e. 25 Jahre — ein Nichts im Leben eines Volkes und gar des jüdischen, dieses wahren Am Olam. Und doch so viel im Leben einer Jnstituiion. wie des Jüdischen Nationalfvnds, der ziere Rahmen, den die Vollkraft ein-.r ganzen Generation begeisterter Jünger mit ihrer opferwilligen Arbeit erfüllt hat. Soll ich von dem Geiste sprechen, der über dieser Arbeit schwebte, oder Lieber von den Menschen, in denen sich der Geist verkörpert:? Es drängt mich, den zweien Weg zu wählen, denn schließlich spricht am verständlichsten zum Menschen d:r Mensch, und wirkt der Geist am zündendsten durch das B-ssspiel der von ihm Besessenen. Doch nicht von denen sei heute die N-sde, die noch in führender Stellung am Werke sind; fte bringen sich schon selbst zu Gehör. A-uch tut -:s kaum not, zum Ruhm? eines S ch o. P i r a und H e r z l etwas baizutragen. Ihr Verdienst am Werden und ErblÄhhen des Jüdischen Nakionalfonds strahlt im vollen Lichl. Sie sind ins Volksbewußtsein eingegangen: Skapira als der erste Künder der Idee, und Herzl als die Schöpferkraft, die im kritischen Moment di>? Idee aus der Wirrnis klügelnder Theorie zur befreienden Tat emporhob. Mber Unrecht wäre es, am Festtag, der uns zu wägender mid würdigender Rückschau verhält, hinter diesen beiden strahlenden Persönlichkeiten die Schar jener Männer ganz in den Schatten sinken zu lassen, welche, von gleichem Streben beseelt, der Sache d:s Jüdischen Nationalsonds mit besonderer Treue gedient haben. So scheint mir schon das Verdienst des ersten Direktors d^ JMschen Nationalsonds, Johann Kreme ne zky, noch lang: nicht genug gewürdigt. Er war es, der Schapiras Idee auf-griff und ans Herz schloß, er, der sie zu konkreten Vorschlägen umprägte und diese im Aktionskomitee und vor d?m Kongreß mit unverdrossener Zähigkeit so nattdrücklich verfocht, bis sie sich zu bindenden Beschlüssen d-urchrangen. Und Kremenezky war es, der bk ersten sechs Jahre hindurch jeden Schritt des jungen Fonds lieb'voll lenkte, der all die Sammetttte! schuf: nach den Marken die Büchsen und Bogen, und si? ins Leben einfiihrte; und er — aivch das muß heute gesagt werden! —, der einen Großteil der Propagandakosten auf sich lud, um d:m von den Antiziomsten genährten Mißtrauen der knechtseligen Juden gegen unsere redliche G:barung zu begegnen. Darum wohl auch wählte er zu sarnem Schatzmeister jenen General E i ß, der — tan Spiegelbild militärischer Grad holt —- jeden Vordacht entwaffnen mußte. Die erste Seite des Spendenbuches, von Eitz geführt, wäre wahrlich nicht das schlechteste Schcmrstück im künftigen NaiionalM'ufMm! Auf die Wiener Aera folgte 1907, seit Wolfssoyns Wahl zum Präsidenten der Zionistischün Organisation, die Kölner Aera unter Dr. B o d e n h e i m e r, der das Schiff des Jüdischen Nationalsonds sieben rosste re Jahre bis zum Weltkrieg gesteuert hat. Die Mchtigen Dienste, die er als erfahrener Jurist bei Gestaltung des Nationalsonds zur Rechtsperson geleistet hatte, wurden mm durch leine rastlos.? und umigen- Wie av« de« Vattser gßaelUe» zioniftifche F«de« wurden. Bon Dr. Anrelre ^ottlieb (Paris). Die feierliche Sitzung,, mit der die Pariser Sektion des W-ellverLandes der jüdischen Jugend (Union univer» selle de la jeunesse juive) das rleue Arbeitsjahr erössnele, war nicht nur für sie, sondern für d.n französischen Zionismus überhankt äußeist charakteristisch. Aus der Tagesordnurg stand ein kürzer Bericht, den Aime P a l t i e r, einer der Führer des französischen Judentums, über seine Propagandareise in den nordafrikanischen 5kolonien erstattete, esrner eine Vorlesung von Pierre B o n a rd i, über seine Eindrücke in Palästina, die den bemerkenswerten Titel führte: „Le sionisme vu Par un goy". und endlich eine grauenvolle Schilderung der ukrainischen Pogrome, ..'ntworsen von B. Lecache, der als Berichterstatter einer der grkßten Pariser Zeitungen in der Ukraina und in Moskau Material sammelte, um bald als Zeuge im Schwqrzbart-Prozeß zu beweisen, daß in diesenr Fall wirklich der Ermordete, nicht der Mörder, schuldig ist. Mit einigen Worten des Dichters H. Marx, der das Präsidium führte, über die Arbeit für Palästina, die Zuflucht jener Unglücklichen, endete die Versammlung, die, wie gesagt, nterkwürdigerweisc sowohl inhaltlich als auch dem Charakter der Vorlragenden' nach, wie ein Präparat aus dem lebendigen Leibe des französischen Zionismus wirkte, das, unter die Lr«pe genonimen, die Eigenart des Ganzen abzulefen gestattet. Bo ist z. B. Arme P a l l i o r e, eine der Seelen dos Bsrbandrs, überhaupt kein Jude.. J-tzeufalls'der Abstammung nach nicht. Als Katholik geboren »nd erzogen, war erdem geistlichen Beruf geweiht und hat erst in reifen Jahren, nach schweren inneren Känlpfen den rücklärlfigen Weg vom Christentum, zum' Judentum -gefunden, den: er jetzt mtt heitzer Liebe und dem begroiflichen Eifer der Proselyrhen ergeben ist. Dies ist nun natürlich eine Ausncchmserschelnurg. Aber gerade durch ihre übcrnormalen Maße, als Grenzsall gleichsam, symbolisiert sie treffend daS Typische der heutkacn kewußt-en französischen Judenzeit. . EK ist dies nämlich, jedenfalls als Massenerschoinung be-- trach.et, die erste Generation in Frankreich, die jüdisch, nicht „israelitisch" suhlt, und ihre Bekehrung ist von einer Art, die man nicht umhin kann, religiös zu nennen. Die jüdische Ethik ist es jedenfalls, die diese verlorenen Söhn: wieder in den Bann des Judentums gebracht hat. Die Menschen, um die es sich dabei handelt, gehören meistens den ersten Reihen der französischen Intelligenz an: Basch, Leon Blum, Ardre Sp.ire, Edmord Fleg, um nur einige zu nennen. In diesen Kreisen aber herrscht durckmegs der C'edonke einer Zusamengehörigkeit der ganzen Menschheit und die Idee einer übernationalen und sozialen Gerechtigkeit hat hier leidenschaftliche Anhänger. Es ist nun eine begrürdete Vermutung, die übrigens durch die Cchrlfien jener Männer nahegelegt wird, daß der Pazifismus, der hierzulande die Nichljuden philoscmitisch stimmte, auch das Wündrr vollbracht hat, den Israeliten ihr Judentum wert zu machen. Denn Jcsaias, der diese ihre ethische Errungenschaft vor so und so vielen Jahrhunderte» in ewiggültigen, unübertrefflichen Formulierungen und flammenden Worten verkündete, tat es, und nicht als Einziger, in Zion; die Gerechtigkeit, die Sehnsucht unserer Zeit, ist die Achse, um die sich die jüdische Moral dreht. Der innere Anstoß war damit gegeben: die tieft Verwandtschaft mit dem Geist des Judenlums ward trotz aller vorhergegangenen Entfremdung gefunden und von Lcrzen bejaht. Nachrichten über die Leiden der Juden in Tstcurcpa einerseits und die Ncraissaneebeivegung andererseits — taten das Uebrige. Aus den srayzösischen Jsraelilen — wurden Zionisten. Wurden öS um so eher — leider glaube ich, ft sagen zu müssen als sie darin von so manchem geistig und politisch sL.hrendcn Französin bestärkt wurde». Denn aus vielfach-en Gründen heraus, nicht zuletzt aus der romantischen Synth-cie d.r Franzosen für Befreiung Geknechteter, rr.d wohl auch dem nichlzuunterschästcndcn Bedürfnis, 'dem geliebten Alliierten nicht die ganze Einflußsphäre im Orient zu überlassen, ist das Interesse des geistigen und offiziellen Frankreich für das Werk des Zionismus arßeroidcntlich vege. Begeistert von Lee Poetischen Konzeption des Altneulands, und deren heroischer Ausfichruug,. gründeten sie mit ähnlich gesinnten Juden den oinzigartixen Verein F r a n e e - P p l ä st i n a und nehmen auch sonst an jüdischer Arbeit großen Anteil. Der tiefdurckbackte, anregende Vortrag von Bonnardi, der über die jetzige, vielbesprochene Krise im Zionismus sehr scharfsinnige Bemerkungen machte, die Vorlesungen De M o n z i e <?' über Disra-eli und jüdische Staatsutänner — all das zeigt in erfreulicher und zugleich beschämender Weise, wje tief hier das Verständnis nichtjüdischer Kreise für jüdische Eigenart und Anaeftgenhe't geht und wie viel sie auch ob einem jüdischen Publikum: darüber zu sagen haben. Die jüdischen Zionistou nun ihrerseits wohlgemerkt, ich spreche nur von bodenständigen französischen Juden — sind Juden in des Wortes mechanischer Bedeutung. Ihrer Raticnalität nach fühlen sie sich nach wie vor als Franzosen und wollen durch ihren Zionismus »Horn französischen Patriotismus' völlig . ungeschmälert wissen. „Als Franzosen müßtet ihr evH schämen" — hieß es charalterlstlscherweift neulich — „wenn ihr angosichtö dieser Crenel" die Pogrome waren gemeint — „an Zion vergessen wolltet. Die französische revolutionäre Tradition fortert euch auf, mitzutun, wo cs um die Grlösnnv ein?S Volkes geht, das überall mitblutete, wo es die Freite!! der Welt galt." So sprach ein Jude zu Juden,'ein Zionist zu Zkoris'en. Aufricktig gemeint die Erkenntnis, daß man auch in der jüdischen Vergangenheit verwurzelt ist, echt i.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.