Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2810 (23.12.1926)
- Date
- 1926-12-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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mpamppi Wien: Zöm Abhölen ro det ^Spedition, II., Tabofatr 1*9 oder in eitierVefschleißstelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkauf in Wien durch die Kolportenre der Firma Goldschmied. l.. Wollseile II Mit Poatversand für Wien und Oesterreich mofiitlicb 5 Schilling Tsohecho Slowakei: Mon K22 Jugoslawien: Mort. Din. 60 Polen: Men« 6 Zloty Denticbland: Mott. Om- 4. Fr in kr e i cd, Belgien: Mett Frei. 8b Wiener I Preis «0 i England: Mon.4Schilling. Italien: Monatl. 20 Um Rnm&nien: Mottl70Lei Brtl gar ien:Mon.l00 Lewa. S c hw e i z and das übrige Aasland monatlich Frcs. B Redaktion, Administration: Wie«, tl., Tftborstr. I Telephon: 44*0-88, 48-8*10 Ab 6 Ohr: Tel. 81300 Vll., LerehenfetderstralSe 1 (Druckerei Jnva“) bei h«uerhöh elrfS« »et'ehelten Nr?810 Wie«. Lauuerlaa. 23. Dezember 1926 (18. Lebet!» 5687). Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr 15060$ 8. Mraaiia Am redakttonellen TeU enthalt ene entgeMiche MMeUurtgen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. N»rs kxlstanr LKab. Feiaste Herrengarderoben naoh Maß. aus Orig, enalischen Stoffen, elegant, sehr blllltr, liefern Bomiisteln & Markus, 2. Bezirk, Holland Straße 1, Telephon 46*7*67 Auch Teilzahlung I 34» Milltörifche Erhebung gegen die Loudq«, 22. Dezember. Meldungen aus . Riga besagen, Satz Las zweite litaui sch 0 Insa nte rie regi ment und das erste Feldarti Nerieregiment sich gegen die neue Regierung erhoben und in dem zwei Mometer vor Kowny gelegenen. ,-Preutzenfürt" festgesetzt haben. Die Regierung hat Truppen gegen die Aufständischen ^rtsendet. Blutige Sttelkumuheu i« GMzleu. Warschau, <32. Dezembers Zn D z w i n t a e z, einem Städtchen im gal-izischen. Petrolkumrevier, kam es' zu blutigenZ u s a m menst ö tz e n Wischen Polizei und. derstreike n d e n Belegschaft einer Erdwachsgrübe. Ditz Arbeiter suchten die Grübe zu. demolieren, als diesem an 'Stelle der'streikenden Arbeiter mit neuen Arbeitern aus Borisläw den Betrieb wieder ausgenommen hatte/ Die Polizej wurde von der Arbeiterschaft zunächst'zurück-, geschlagen; darau-f machte sie-von ihren .Gewehren Gebrauch/ Drei A,rb>e!le^- MUchM etr«. sch'o.s s e-n, eine AnzHk schwer p'A ^bwa zwanziMeiW' geh» Jude» im yugarifche» P-rlauteut. das erste jjWHp Mitglhrd der christlichnatiowalen Einheitspartei - Budapest, 22. Dezember. Dasneue - ungarische Parlament wird, wie aus den endgültigen Wahlergebnissen zu ersehen ist, zehn Juden als Mitglledcr zählen. Die meisten von diesen gehörten auch der ausgelösten Nationalversammlung an. Ein Novum blidet bloß das "erste und^ einzige Mische" Mitglied der Cinhe i t s Parte i, die noch immer den offiziellen Titel ^Bereinigtechristl i ch e P a r t e i, Partei der .christlichen - kleinen Landwirte und bürgerliche Partei". führt. Dieser Abgeordnete ist Dr. Ge za D.esi, der aus Grund des Programms der Kallay-Gruppe mit einem. liberal schillernden Programm auf. der ‘ Liste * der Einbeitsparte! kandidi-ept hat. Außer Desi.gehören noch die folgenden neun Juden dem neuen ungarischen Parlament an: die Mitglieder des Linksblocks Dr». Marcell Ba racs, Ernst 55t ody m, Dr. Bela Fabi a n, Pr. Eugen Gal urd Paul Sand o r, .ferner die' ßozialiemc^raten . Emmerich . G y 8 r k i, Daniel Bar nah, Emmerich S.z ab o und Moritz R o t y enstein. Der als Jude geborene sozialdemokratische Abgeordnete. Alexander P ropper ist konfeffionslos. tz« Mgeordurie Heg«. Budapest, 23. Dezember. (Le!.-Comp.) Das Mandat des in- KunszentmMoZ - -zum Abgeordneten des ungavischen Landtages gewählten - JvanHej jas steht wieder im Mittelpunkt -des 'Interesses. Die Opposition beabsichtigt, die Negierung aufzufordern, im Bezirke Kunszen-tmiiklos Ne u w a h l o n ausschreiben zu lassen. Seitens der Negierung wurde bisher der Angelegenhoit Hojjas keine b e s o n d e r e A ii f m ersa m ke i t geschenkt und es wurden auch k e i neS ch r i t t e unternommen, aus honen zu schlietzen wäre, dah die RWerung, das Mandat Hejja'S für ungsittig betrachte.'(Das Wiener Organ Bethlens, die „Wiener Allgemeine Zeitung"^ hatte gestern fälschlich die Annullierung des Hejjas- Man'dates gemeldet.) Saida degradiert! Las Sude einer Krieaskarrlne. Prag,'32. Dezember. Der gewesene Generalstabschef her tschrchoslüwakischeu Armee, Rudolf Gajda, wurde heute vom Disziplinarausschuß - des NationalverteidigungAmlnisterlums zur Degradation verurteilt. General G a j d a verliert seinen militärischen Rang und 25 Prozent seiner Pensionsbezüge.; Da der Verteidiger Gajdasgegen das Urteil berufen hat. werden die -Ürteilsgründe der Oeffentlichkeit nicht bekanntst Allen. Daß aber Gajda nicht die schwerste Strafe, - nämlich Degradation mit völligem Verlust der Pension- und gleichzeitiger Einleitung eines Strafverfahrens, erhielt, sowie die Zeugeneinvernahme des Generalsekretärs : der nati onäld emokra ti schen Partei,-. H la v ä c e k, und des Dr. K a r l i k in' der gestrigen SchliUtzverhandlung deuten-darauf-hin,, daß weniger die ^pionagebeschuldigung in dem Verfahren eine Rolle spielte, als dio mit dem Amte v!nes tschechoslowakischen Generals : unvereinb.ire - faseistrsche, also auf den Umsturz des ' verfassungsmäßigen Regimes abzielende Betätigung. - -Gegen Gajda fiel auch, wie verlautet, schwer'ins Gewicht, daß er sich im Knoge ' " ' . i fälschlich als Dottor der Medizin ausgegeben hatte und als A r z t t a t i g war, ferner,daß er sich zu unrecht den Titel ei nes Agrikulturi n g e n i e u r s beilegte und auch in seinem Curriculum vltae verschiedene falsche A n g allen machte. Mit der Degradierung Gajdas, an deren . Bestätigung durch die zweite Instanz nicht zu zweifeln ist, findet eine der glänzendsten Kriegskarri'ören ein Ende, deren hauptsächliche Etappen sind: k.- u. k. Feldwebel, General de« t-schochoslorvakischen Legionen, General der Koltschak-Armee, tschechoslowakischer Generalstabschef. - Die Duplizität der ErÄgnissL wollte es, Latz Gajd» heute auch feine Wohnung verlor. Vor dem Prager Bezirksgericht wurde heute der Protest der. Fiyanzprokuratur g.-gen Gajda entschieden. Gafda erhielt die Kündigung aus seiner ärarischen Wohnung, auf die der Mieterschutz keine Anwendung findet. Auch Navofsy? Budapest, 22. Doz-mbLr. Jn politischen Kreisen tpär heute, das Gerücht wer-hreitet, daß nach, der, Gewährung < hex' .'MMimoMigen'-ÄtMjiuMe-rbrcchung^ - des -Prinzchr! PA n.d -iA.ch..g. r ä?tz nunmehr" apch ^der-Verteidiger. ehemaligen I’ -. ,MndeWaWknqnwöhs. lil-8 s s.y; dem tzustsMimstÄ ein Gesüch unterbreiten werde, in welchem er um/h?ssey.',prEoÄsche-Ent'hc^tung; im.'H.inblick <iuf. den; erschütterten .Ges.unLheltszustan-d seines Klienten' ansucht.. Im-Bustiz-mimst-eriüm ist bisher ein solches Gesuch nicht eingelangt. I . ' ' Sie Folgen der eugiifchr« Kohleukrelkr. ' London, W. Dezember. - Die -er'n st.e n Solgen des Kohlenkonflikt-es werden nun in der E'i n.na h m e nsta t i st.rk-sichtbar, welche zeigt, daß nur wen i g m e h r 'a l s diL,Häl.fte des für dieses Jahr veranschlagfen Gesamtertrages bis jetzt eing-gangen^ ist. Dies, ist hauptsächlich auf den R -ü.ck g a n g d e r. E i n k o m - we,nsteuer zurückzuführen, die in der Höhe von SS,A6i.000 gegenüber 120,363.000 Pfund Sterl'lng in der entsprechenden- Periode' des Vorjahres eingeflossen ist. Pie Ausgaben zeigen eine Stei gerüng um^ 3,502.6i8 Wund Sterling und --das Ausgaben, und ' Einnahmen-' defizit erreicht 'die hohe Summe von 144,766^00 Pfund Sterling. ' 0^' . ' ' —-- ' ' •' Uiunosic neuerlich betraut- Beigrad. W. Dezember. Um 10 llbr 30 Minuten wurde' pzupovic vom König neuerdings mit der Regierungsbildung betraut. Das Mandat.Uzunovic' lautet auf die Bildung einer Arbeiter'regi'erung mit Ausschluß von Neu w ä y l e n. UzUnövle erklärte, er werde, morgen neuerlich die Besprechungen mit den ParteiMrern aufnehmen. Am dm Natloualrat. Im Nationalrat 'wurde gestern die. Speziak-' dehatte über das Budget fortgesetzt. Zum Kapitel Unterricht hielt Abg. Glöckek feine schon bekannte Rede über die Schnlrefonn. Sein Parteigenosse Leuthner empfahl nochrnals seinen Antrag betreffend Schaffung allgemeiner S t.u hen t o n k a m m e r n (mit Au s- '""Uß der Äuslfinder> einer wohlwollenden Be-. Der größte Teil der . Debatte war der Ansdehnung des RejchsvolksschulgesetzeA auf das Burgen l a n d gewidmrt, hie ein Antrag G l ö che l fordert. Die Großheutschen haben ihre Ünterstützung zugesagt, währeich die Landbündler einen inhaltlich gleichen- Antrag durch Dr. Sch,3nbauer stellen ' ließen, dernoch die EtzeninMßt Vorsicht, falls es' nichtzur Ab-s chaf fu ng der- .. konfessionellen 'S.'chul.e -- im.Bürgen-- kan köinmt, den.. L^reim, .dasselbe D i e n st r ech t. zu gewähren, wie es' m den änderen Bundesländern besteht. Die .Wristlichsozialen ließen 'durch Pfarrer Gaügl erklären, daßalle Paaren und Konfessionen des' Burgenlandes mit der konfessionellen Schule zufrieden sind. Heute . wird es über die erwähnten Anträge zu einer Kampfabstimmn-ng kommen, bei der es auf jche Stimme mrkommen wird. . -Vom ganzen Budget sind bis jetzt v i er A b sch n i t t c erledigt, über zwei, „Unterricht" und. „soziale Vermag tung" wird heute abgestimmt. , . Zur „sozialen Beyvaltung" sprachen gestern nur Sozialdemokraten. Eldersch wendete sich gegen die beabsichtigte Erhöhung ' der Spitalsverpflegsgebühren von 7.50 Schilling airf 10 Schilling und gegen eine Hinaufs e tz' u u g der Medikämentenpreise. Interessant war' die Feststellung eines anderen sozialdemokratischen Redners, daß. man mit' der U m fchulung von Arbeitslosen ganz gute Erfahrungen gemacht habe.. So seien heute von 600 Bankbeamten, die zu Chauffeuren ausgebildet wurdennur zwölf arbeitslos. AbrLftuua der Prlvalinduftrle. Das Organ des internationalen UeberwachungSünS» schussefi^ hatte bekanMlich vor einiger Zeit, gestützt auf den Friedensvertrag, die Unbrauchbarmachung einiger tausend Maschinen der Privatindustrie verlangt, die zur Erzeugung vyn Kriegsmaterial benützt werden können. Dieser Forderung erstsprechend, hat die Regierung dem Nationalrat ein Gesch vorgelegt, welches Unternehmer,. - die Baulichkeiten, Maschinen oder Sachgüter der beanstäulleten Art benützen, verpflichtet, innerhalb einer gewisserr Frist diese für rein, wirtschaftliche Zwecke umzugestalten, zu veräußern oder zu zerstören. Der Verpflichtete hat Anspruch auf Entschädigung hzw. K o st e n e r s a tz. Kommt eine gütliche Vereinbarung über die Elrtschädignng nicht zustande, so - entscheidet der znstärchige Einzelrichter im außerstreitigen Verfahren. Uebertretungen dieses Gesetzes werden mit Geldstrafen bis zu 5000 Schilliwg bedroht. . . Die Zahl der in Betracht kommenden Munitions- und Waffenerzeugungsmaschinen soll nach der einen Version rund 7000, nach' einer anderen Darstellung etwa 1700 betragen. gelhwoH-Kasha. . . Kelnwoll-Kleidervclour Crepe de Chine .. Seidenr^pse ......;M9de*Brokat. . . . . s mm » , »• . 4 00 . 3-90 H BrQdar Schlttmann Wien. II. Bez., Taborstraße Nr. 48 ■^oa^MlUia