Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2809 (22.12.1926)
- Date
- 1926-12-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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[Polen» 25 groszyl I Preis ÜO g| Wion: Zum Abholen iv de« Expedition, 11., Tabontr 1-3 oder in eiuefVetachleißatelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkanf in Wien durch die Kolporteure de« Firma Goldschmied. 1.. Wollzeile 11 Mit Postversand kür Wien und Odsterreich monatlich 5 Schilling Tseheoho * Slowakei: Mon. K 22. J n g o e I a w i e ä: Mon.Din.60 Polen: Most. «; Zloty D ent ach Und: MöiGm.4. Frankreich, Belgien: Mon. Pres. 86 England: Mon. 4 Schilling. Italien- Monat!. 20 Lire RnmtUiien: Mon. 1.70Lei B u I g a r i e n: Mon. 100 Lewa. S c hw e i * and das Übrige Ausland monatlich Pro«. 6 Redaktion, Administration Wien, II,, Taborstr. I Telephon: 44-0-38, 43 3*19 Ah 6 Uhr: Tel. 31-200 Vll., Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei „luv»") .■"■«W Maehasltiaeeee bei er h 0 h a n »4 n verkebeltee Oesterreichisches Posteparkaösenkonto Kr 9tv. 2809 fflitn”t)qom, 22. Amtier j«26 (17. ftftttft 8087). 8. Hobtoann Um redaktionellen Teil esttßnttene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vvtangesetzirs L gekennzeichnet. Bröltoung dar „NEUEN WIENER BÜHNE“ ... morgen Donnerstag V,® Uhr .HEHSCHEN OHNE ifA »»! Schauspiel In drei Akten von HANS HÜLLER Der SberkommWr von PalWna. Die Gerüchte über de« Rücktritt Lord PlumerS. L o n d o n, 21. Dezember. Im Zusammenhang Mit den Meldungen mehrerer jüdischer Zeitungen über den angeblich bevorstehenden Rücktritt des Feldmarschalls Lord P l u m e r von seinem Amt als Oberkommissar von Palästina und seine Ersetzung durch Feldmarschall Lord All e nb y wird der . Jüdischen Telegraphen- Ageutur von zuständiger Stelle witgeteilt: Feldmarschall Lord Plumer beabsichtigt nicht, vor dem Ablauf seiner Dienstpevurde das Amt des Oberkommjssars niederzulegeni. Schon deshalb ist die Erört^ung der ^gefem« .NachMMch'aft. Mer fätift würde jedenfalls Lotd U l l je Mtz aus gewichtigen Gründe» »lcht'in Äetra.cht§ommen. Die Konklusion, als . ob - . . L o rd A lle n b y .. zugleich,mit d«m Amt -oines Oberkommiffars für Palästina einen neu zu kreierenden Posten als OBet»- befehlsh ab er der Üritis ch en Streitkr aste im Mittleren Osten erhalten würde, wird von offiziellen Stegen als der. Situationin keiner Weise entsprechend bezeichnet. Eine solche Ernennung würde schon aus militärischen Gründen nicht'möglich sein. Demgegenüber berichtet „Jewish World", daß Lord Plümep nicht gewillt sei, länger als Vis Juli 1927 auf dem Posten des» Oherkommiffars von Palästina, zu bleiben. „Jowish World" ist sogar in der Lage, mitzutelleu, daß hie Paxsou des Nachfolgers schon so gut wie bestimmt sei und daß -er nächste Oberkommissär von Palästina 5. derPrasid e»tb er englisch en Zi o «istischeu. Federation, Philipp Gu edalla, ei« intimer Freund. Lord Plumers, sein werde..' Wir geben diese Meldung mit der gebothnen Re. serve als Zeichen der verschiedenarttgen Sttmwstngen in London und Palästina wkeder. .- -- Herbert Sarynel. London, 21. Dezember ' (I. T. A.) Sir Herbert Sam u e l. der frühere Oöerkommissär fist ^Palästina, hat sich entschlossen, in das aktive' politische.Leben, zurück» zukehren. Wie inpolitischen Kreisen erklärtwird, wird er bei der nächsten Gelegenheit f ü r d a s U n t.e r h a u s kandidieren. Sir Herbert Samuel ist zum Nachfölger des Herrn Vivian Phillips.als Präsident der Liberalen Bartei auSersehen. ver -»len von Port Fnad. Kairo, 21. Dezember. Der neue Hasen von Port Fuad, der von der Suez-Kanal-Gesellschaft auf dem asiatischen ststr gegenüber von Port Said errichtet wurde, ist vom ägyptischen Kö nig in Gegenwart der Minister, zahlreicher Tiplcn.atcn und der Mitglieder des Schisfahrtskongrstses feierlich erö ff net worden. ie Philippinen wollen in den Mkervnnd. Manila,?l. Dezember. Wie die Blätter melden, erpe die McgtMpg vom Parlament die Ermächtigung klangen, den Wstrhund um die Anerkennung er Philippinen und deren Zulassung zum Bölrbund zu ersuchen. Wie es heißt» habe der amet Hatsche Komm! s s ä r - M e f.l b « n 1 die Genehm iung dieses Schrittes kundgsgsben. Mieterstreik bei 4Mfachem Friedenszins. Sine stürmische vebatte im Raiionairat. Die Entlastungso>ffewsive zur Behebung der Obstruktion im Gemeiüdercht scheirst bereits im Nationalrat im Gang zu sein. Gestern wurde die Budgchberatung im Pplkshaus am Ring des 12. November in einer bis 9 Uhr. abends währenden Ätzung, zwar bis.zux Beendigung der Spezialdebatte über die beiden ersten Abschnitte des Voranschlages'geführt.. Da aber noch acht solcher Abschnitte durchzuberaten sind, koinn man essich 'an. den Fingern abzählen, daßes.d-st Opposition, jederzeit in der Hand hat, die Beendigung der Budgetberatung. weit 'über die für Donnerstag - vorgesehene Feiertagsunterbrechüng hinauszuführen. Äm Schlüsse der Sitzung gab es sogar einen veritablen Krawall. Kurz und gut, die Stimmung im Natstnalrat ist nicht die bestem : ... I In der Generaldebatte trat der frühere Ackerba«»-! mistisstr B u ch i n ge r - für Kündigung . dex ^Handels- >, perträge und Erhöhung der Zölle siwr Schlachtvieh pnh > Mehl em, während Dr. 'B a u er eine Subventionierstng j der S5-lachtviehmästilng' in OeMtreich vorschlug,, um die Krise-der Landwirkschaft .zü mil'dLrn. In der SpezialdeMte.sprach. man fast nur yoiy. - - > '.s'.'.' ' Aplatz hiezu bot der HeMütz: ,;ber fteirtjdöen ,öd|ibegkpmmission, den TnstattdHstnngszlns mitdem.WÜ- Wchen FriedenDns fesAOWr.>Mr., E i HI.« r-,perlgnglx die-* zpst-anöege'koMAekt ‘fit. Dr. - Dom f s ch prohaMrte' W M i e t erst p c i f Lür Abwehr einer ^derartigen Erhö- -- hung der Mietzinse und warf der antisemitischen Mehrheit des Hau-se's vor, daß sie, da doch eine große Zahl poch Häusern in den letzten Jahren in fremden Besitz üb-rgegangen sti, für die Hausherrenrente ostgatizischcr Schieber, von Italienern und sonstigen Ausländern käurpi^. (HieAU^sei bemerkt, daß Deutsch nicht aus Ostgalizien, wohl .aber <ms Matter sdor f stammt.) Vizekanzler Dr. D i n g H ofer lehnte jedes Eingreifen, her Regierung ad,-da allenfalls nur der steirische Landeshcvuptmann in dieser Frage zuständig sei. Das Miet-ngesetz habe eben zu viele Lücken. Man könnte gegen Pe- Müsse der Landeskomniissionen nicht einmal de« Ver- Wattungsserichtshof anrusen. Es sei noch die Frage, ob Män diese Lücken durch ein Gosetz, durch eine.Purchführungsperordchung oder im Wege einer Geschäftsordnung; ergänzen solle. Der S ch l u ß k r a w a'l l wurde durch eine Rflde des Mrntncr Cozialdemokraten Falle hervorgerufc«, der darüber Beschwerde führte, daß sich der italienische Konsul in K l a g e n f u r t und der Vizetonsul in Villach .hei jeder Gelegenheit in innere Angelegenheiten dep Republik einmengen, Versammlungsverbote verlange^ mit fc>stistischsn Einmärschen drohen usw. Die Sozialdemokraten sekundierten Falle ■ durch fortgesetzte Beschimpfungen Mussolinis und dex beiden erwähnten Konsularfunktiönäre. . Sie'bezeichneten das \ Vbrgchen der. beiden als F r e ch h e i t, man hätte sie ^hin,ausohrfeigen solleü usw. Die wiederholten. Ordnungsrufe des PräsLenIen. würden mit neuen Be- MmHitzgeh - Mussolinis' quittiert/ H^sou-ders. Die Uhger »ÄvMtion Z^eT."enka, .Forstner un^ Sever. nanntest. Mstssbl'tNiveinest.Massenmörder intd Fal^ loten. .. -■ ■ / Präsident M \ k l a s wies. diese Beleidigungen . zurück, da aber dev Ärm immer ärger wurde, blieb ihm schließlich nichts änderes übrig, als die Sitzung za schließen. ^n der gestern spät nachts zu Ende geführten Per» liaudlung wurde der Flerschhauer - Johann . W i M , stgsßi.stger von der. Anklageseine Frau ermorde^ den Leichnam zerstückelt und in die Donau geworfen zu Megs r e i g e s p rochen. Per Patschpla» der Ischechischr« Foseiste«. Prag, 31. Dezetn>bsr. Daß Organ der tschechisch^ Atz^lynäre veröffentlicht. Enthüllungen über, einen Untr ststpMan der ts che ch 1 -s ch e n tz a s c i ste n, der qus dsp Zeit düs Sokolkongbcsfes stämmf, als? die. ersten Pefchstldlgungen gegen G ä j d a erhoben wurden, Interpffqnt an diesen Enthüllungen, deren Orlginglentsvurf sich im Besitze der Bväinmr'Polize! befinden soll, ist der Mstus über die Schulreform^ Cr besstA einfach in -ex Fpxdexung des N u m e^r u s^e lam s us für alle nichttschechischen Nationalitäten. ' Gelbst — Diktator. ‘ Prag, 21. Doz-emder. .Der fascistische Zentral' exekutivausschuß hat beschlossen, den General Gajda zum P 0 r s i tz e n d e n - e 8 f.a s e i st i s ch e n D1 r e ft0riüms mit den Rechtst eines Diktators zu ernennen. sä n g n i s, A r b 0 ga s wegen; der Vorgänge zu sechs M0n.ate,n 'Gefängnis ürrh K ög le r wegen Beteiligung an, den Germershyimtzr - Vorgängen zu s.echs M 0 n ät e n Gesang np s veruvtsitt. Amerika« Allftungeu gegm gapo«. Der Vertrag mit Pckaama verfiffsntücht. - Mashi»gto», 21. Dezember. Nach, dem zwischen den Bereinigten Staaten und Panama' abgeschlossenen Bevtrag, Hessen Wortlaut nunmehr veröffentlicht wird, , ist Pa n a m a v e r p f lichtet, die Vereinigten Staaten beim Schutz und bei der Ver t ei bigung des Katt als auf jede nur mögliche Weise zu unterstützen und sich bei allen Feindseligkeiten, in Hst die Vereinigen Staaten äls kriegführende Macht verwickelt sind, als im K r! e g s z u st a n d b e f i n d l i ch zu' betrachten. ilrooovk lest vor Mandat rurLck. Belgrad, 21. Dezember. Uzunovic hat nach er» -folglpfen Verhandlungen mit den Parteien das Mandat zur' Rsg'ierungsbildung z u r«ü ckg e l e gt Davidovie de vant« Erteil im Sennershelmer Prozeb. ' Landau, 31. Dszember, Im Prozeß gegen den französischen.Leutnant Rouzier, der vor dem Abzug her. französischen Truppen aus ©erntersheim cltt^n Deutschen nstderjcho.ß und einen anderen schtver v-erletzte, .wurde der angMggte Offizier.von allen Puntren-dex Anklage freigesprochen. Dagegen wurdest' di« Pegloster des Ermordeten, und zwar- H'o l z.m a n n N^gen beleidigender Haltung-gegenüber einem Mitglied der Besatzung zu zwei Mona.ten Gesängnis mit.Mrafausschub, Matthßs, der heute nych schwer. perleA im.Spital liegt, MMN b^Wigender.Haltung zu w ei Aa hre n Ge sä n g n is, Vesper wegen hestiö'igenher Haftung-- zu- ..sechs,.Monaten Gtz» sGngn is, - Käg.el wogen-VMilitzungan den. Vo?> gängen ist Sondernheim m drei Monaten Ge- Belgrad, 21. Dezember. Der König hat den Führer ,d.sr Demokraten, Davidovie, damit betraut, ein K o n s e n t r a t i o n^s k a b i n e t t' oder ein Kabinett auf der Grundlage Äner breiten Koalition m bilden. Nach Den Wahlen. Der Frankenfalscher Windischgrätz im SanatoMm. Budapest, 21. Dezember. Heute wuvde Prinz W j ndisch.grätz aus dom Jnquisitenspital in ein Sanatorium überführt, nachdem sich der Iustizärztosenat denr Mutock ten des Gerichtsarztes angeschlosstn hat, daß an WMschgrätz eine Nervenoperation pprgenom- Man werden müsse, die mit den Mitteln des Spitales nicht durchaßssihrt werden könnte. Die Unterbrechung hier chtrafaHbüßung WindischgrStz' wurde vpm Justizminist-er auf zwei Monate, d. h. bis zmn. Z0. F-Hruar gestattet. S^aBESHHSBiaHS am