Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-12-21 · Heft 2808 (21.12.1926) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2808 (21.12.1926)
Date
1926-12-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981895--28526-3016570
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

(Polen : «5 gf082y i im ,1 m lynuii iifaey Wiett! Zum Abbqlen indet Expedit} oo, II., Tabofstr 1*8 jder in etnerVetschlejÖstelle (Trafik) roonatl.5 Schilling Straüenverkauf in W i en durch die Kolporteure der J'irtna Goldschmied. Wollseile 11 Mit Postversand fflr Wien und Oesterreich naepatlieh 6 Schilling Tschecho - Slowakei: Mon.K82. Jugoplawieh: Mon* Oin.ßOP s leo: Mos. 6 Zloty Veatscpland: Men. Gm. 4. Frankreich, Belgieo: Mon. Frei. 85 ft»eh*»ln#s«ea bo» Pjrei«,* erb #,b ä u gen »«»as»»itstv orgmzeitung [PreUgOfll England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 20 Lire Bntn&nien: Mon. 170Lei Bttlgarien.'Mon.lOOLcwa. S c hw e i s und dos übrige Ausland monatlich Free. 6 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43*3*19 Ab 6 Ohr: fei. 81209 Vll., Lercheofetderstraße 1 (Druckerei Hlnva“) Qesterreichisches Poftsparkassenkonlo Nr 180 693 91«. 9808 asten, -lensta», 21. SeiemOer 1926 (16. LebetH 8687). 8. Stafwann li' '1 1 '11', l I?! A"-!"'11"1 , " l'"0 11 " , .'.""HP > 1 Hl!. —i I -»■■■Min - im > i min mm .‘ um - ' ■■ Im redaktionellen Teil eiOatteue entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetzteS E gekennzeichnet. Sie PalMva Anleihe varlameutarlfch erledigt. Am LfberhauS augenommen. London, 20. Dezember. (I. T. A.) D.tö britische ^verhauS hat am 15. Dezember die PalLstina-Anleihe- Bill endgültig verabschiedet: 7 Während der zweiten Lesung entspann sich eine Debatte, in dexen Verlauf der Berichterstatter Graf Clarendon mitteilte, daß der Plan der AnS-zestaltnng der unzulänglichen Hafenaula gen von Jaffa im Stadium der Erörterung steht und »och nicht a « g e » ö m m e n ist. Die gegenwärtig in Jas f a vorgenommenen Hasinverhesserungen hüben einzig den Zweck, der Arbeitslosigkeit zu steuern. „Sie", setzte der Redner sott, „haben gewiß Verständnis für den Wunsch, unsere» Kredit der Entwicklung der Hilfsquellen des British Emp i r e nutzbar zu machen./ 0ä: ist unsere Pflicht, den Mandatsterritovien ebenso zu helfen, wie wir unseren Kolonien geholfen haben. Wenn sie auch dem W ortsin» e nach : * * / sicht T ei! e des britischen Reiche stutz, ^f^dsirleu wir Dennoch nicht in; eine schlechte Lage bangen. Mtz StaätLsekretLr für dieKvlonietthat im NntMaM-"/.M VchrsiWuzng , Megechü^" dLH^er Anleihrßrtrqg rrsir zu ^nu t w/t-uh i g e n A r b e i t e n verwendet werden wich. Wir wrchdeu uns keineswegs in ein riskantes Unternehmen entlassen, aus dem dem britischen Steuerzahler Verluste erwachsen und ihn zu einem Schuldner machet^ würde. Die. von der britischen Regierung garantierten AnlelheH sind durch die Einkünfte - er betreffenden: Lander (der Berichterstatter, sprach auch von dev ostafrikamschen Anleihen) vollständig gedeckt.^ ' “ Lord Arno ld, der rn der ' Arbeiterregierung Nnterstaatssekretär für die .Kolonien gewesen war, erklärte fm Namen der Ä r b e i t e r p a r tei, diese wolle der Anleihe zustimmen. Die zionistische . Bewegung genießt > - die warme Zustimmung und Unterst ü tz u « g de »Arbeit e rp arte i, hie-sich der großen Fortschritte-es neuen. Palästina freut. We-L o r d Ba l f o u r, dessen skolle m dep Entwicklung des» neuen Palästina vom Beginn an von geschichtlicher Bedeutung ist, m,uß diese Wendung sehr erfreulich sein. Dre finanzielle Lage Palästinas habe.sich in den letzten drei oder vier Jahren in ungewöhnlicher Weist berbessert, so daß der UebersMß jetzt 700.000 Pfuich betragt. Bezüglch der Löhne in Verhindungmitde« Hafenbau in Haifa wurde im Unterhaus dre. Sicherung anständiger Löhne und Arbeitsbedingungen angeregt, und der Staats* sekretar hat BersicheruMy gegehen, daß die Lohne jedenfalls nicht so niedrig sein werden: daß weiße Arb e it er sie nicht akzeptieren könnten: Der Äolomenm'lnister hat auch sonst GatanÜxn für anständige und nicht i?rfklervende ArbestsüMasinngen gegeben. Gras Buxton sagte, die Anleihe-Bill könne alle' befriedigen. ' Ge'etzUche SMqtrW in Sei «Witt. Jerusalem, 18. Dezember. Eine vom High Commisi sinner bestätigte Verfügung macht eS allen jüdischen Geschäften zur Pflicht, am Sabbat. geschlossen zu halten, mit Ausnahnte der Cafes u n d P e st a u r a n t s, die - zü gewissen Stunden am Freitag Abend und Sabbat geöffnet sein dürfen. Mohammedaner und christliche Besitzer werden von der Verordnung nicht hetrpfsen. Das neue Heüas-Parlament. 866 Regierungsparteiler, 86 Lvvosttionelle. s .Budapest, 20. DezernVör. Rach einer amtlichen M i t t e i l u tt g ist das endgültige Ergebnis der Wahlen folMndes: von 245 Mandaten haben erhalten: Die unter der Führung des Ministerpräsidenten Grafen Bethlen stehende Einher t s p a r t e r 170 Mandate, die christlichsoziale W i r t s ch a ft s p arte! unter der Führung des Grafen Zichy 35, parteilose Regierungsfreu nÄ li ch e 4, die in mehrere Grupppen zersplitterte rechtsstehende O p p o s i t i o n 10, die Sozialde m okr a ten 14, die Vereirrigte Linksparie t 9, parteilose Links orientierte 3 Mandate. Die regierungsfreundlichen Parteien haben insgesamt 209 , Mandate (85,2 Prozent) erhallen, die Opposition insgesamt 36 Mandate (14,8 Prozent). Bei den vorigen Mahlen wurden 167 regierungsfreundliche Abgeordnete gewählt (68,4 Prozent) und 77 oppositionelle (31,6 Prozent. Die Einheit s p a r t e i hat 1,014.666 Stimmen erhalten, die christlichsoziale, Wirtschastspürtei 242.363, hie Rpchisopposition 136.68$, die Linksopposition 281.383, darunter 129.895 Stinimtzn die Sogialdemo-kraten. Die regierungsfreundlichen Stimmen betragen insgesamt 1,268.674, bie der 'Opposition 418.022. ' . - ' - . Im Berglttch' zu kirn oorkhen Wahlen haben - die vegiernn gsifreunplich en Parteien 75,2 Prozent (1922: 54 Prozent) der Stimmen erhalten, die rechtsstehende Opposition 8,1 Prozent (7,5 Prozent), die LinkSopposition 16,6 (28,6 Prozent), davon die SoziaLdemokro ten 7,7 Prozent (14,5 Prozent). In den Bezirken mit gehörnter Abstimmung erhielten die regierungsfrounblichen Kandidäten 46,V Prozent aller Abgegebenen Stinnnen, die RechtSoppositioi. 5,8 Prozent, die Sozialdemokraten 28,8 Prezent, d'v bürgerliche Linkspppositipn 18-6 Prozent. Die extromlegitimisttsHe A n d' r a s s y - G e u p p tt, die in der letzten Nationalversammlung 11 Mitglieder gezählt hat, erhielt diesmal bloß 1' Mandat. Die R assepschützle r, die bisher 8 Mandate hatten, zählen bloß 4, die vereinigte Linkspartei statt 13 9 und die Sozialdemokraten statt bisher 25 14 Mandate. Die Bürgerlich-Rad kalen haben 1 Mandat erlangt. Irr SkytenhSnvtttng Teleli. Äudopest,' Ä). Dezember, Me die Blätter melden, Hai der Budapesier Verein der u n ga rif che n F s c ist en, das „S?Yten-La.ger" ln feiner gestrigen GenerMevsammlung den Grafen' Alexander. Te 1 e k i zum Prästddnten gewählt/-Graf- Exander Telekr'hat/sich bisher ich pöktifcher Leben-nicht besonders betätigt. ' ^, . - in;, ii11mh|i~iii Re Vorgänge in Litnyen. Das Tschechoslowakische Preßbureau teilt über die sascistische Umwälzung rn Litauen (in teilweifer Richtigstellung der am Samstag-Abenh aus Warschau eingetroffenen Nachrichten) die folgenden EinzelHeiten mit: Die erste Nachricht, wonach von den militärifchßn slrhebern des Umsturzes S m e t o na als Präftdent der Republik berufen wurde, war. un richtig. Smetona wurde bloß die Bildung des neuen Kabinetts , angeboten. Der hisherige Präsident' der R-epMif/ G r i n i u s, wurde Freitag um 3 Uhr früh in seinem Schlosse bloß interimistisch zurückgehalten,' später 'jSdoch fre i g eg e b e n und ergriff wieder die Führung der Staat'sg e s ch ä s te. Als Präistdent bestätigte er sodann die pene Regierung, die Smetona, der selbst deren'Bildung gblehnte, vorbsreitete. Das neue Kabinett. Kowno, 20. Dezember. Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts ist folgende: Prof. Woldemaras, Ministerpräsident und Äußenminlster; M u st e i k i S. Innenminister: Karv e li s, Finanzminister; Silin* gas, Justiz; Merki s, Landesverteidigung; Ja netz ieius, Verkehr; Bisträs, Unterricht; Aleksa, Landwirtschaft: Milcius, Staatskontrolle. _ Sitzung hatte her LMsrige PrWdent S t a u g a t i S einberufen, ^her föfort zu Beginn der Tagesord'nuUg 'se'ilnen Mucktr..rtt/erklärte. In .geheimer Ähstimmung wurde mit 39 von 40 abgegebenen Stimmen (wie bereits gestern. im Mittagsblatt gemeldet) S m et o n a zum Staatspräsidenten gewählt^ Smetona wurde darauf durch den K o w n o e r Erz b i s ch o f. v er cib igt In der sich daran anschließenden zweiten außerordentlichen Sitzung des Sejm wurde die Wahl des Sejm-Präsidiums vorgenommen. Die Wahl fiel auf 'den früheren StaaLspräsidenten Si u i* g i n s k a s,. der 33 von 41 abgegebenen Stimmen erhielt. Lilavem . Mlauech. Warschau, 18. Dezember: Nach den hier von der Grenze eingelaufenen Nachrichten verfolgt die jüdische Bevölkerung mit großer Beunruhigung dyn Perkauf der Ereignisse, denn sie sieht in den . Schöpfern des Umsturzes in erster^ Linie verbissene Feinde des Judentums. Es sind dies die Männer, die den scharfen Kamps zagen die jüdische Autonomie in Litauen gofühtt haben, die die Aufhebung des. Ministeriums für jüdische Angelegenheiten veranlaßt haben und die unaufhörlich den Antisemitismus und den Kampf gegen das Judentum propagieren. . Der neue Ministerpräsident und Minister deS Aeußern, Woldemaras, ist Universitätsprofessor und Mitglied des Scjm. ITr gehört der sogenannten Nationalpartei an. Die übrigen Mitglieder der Regie* rung sind den anderen dxei Rechtsparteien entnommen, und zlvar den christlichen Demokraten, der Bauornpartei und. der Partei des. Bauernbundes.' Diese vier Partei«; haben im Sejm allein nicht die Majorität, sie konnten sie nur erringen, falls sich ihnen die j ü d i s ch e n n nd p o I n i sch en A b g e ordne t e n anschlössen. Die Präsidentenwahl im Sejm. Kpwno, 20. Dezember- Der Schm hielt gestern eine außerordentliche Sitzung ab..' Die'45 Abgeordnete zäh. lende Majorität (Sozialisten, Demokraten und Mino* ritäten) blieb ferne und entsandte nur zwei Beobachter.' Es waren nur die 38 Mitglieder der christlichdemokra^ tischen Partei rrnd des Bauernbundes erschienen. Die Auswanderuag aü» Syrie«. Jerusalem!, 30. Dezember. In Syrien macht sich schon durch gerannte Zeit eine Äuswanderungsbewegung der wohlhabenden Elemente bemerkbar/ die im Monate September über 400 Familien umfaßt haben soll. Als Haupteinwanderungsland muß die Türkei bezeichnet werden,- wo, im Oktober l. I. mehr - als 24.000 Mohamedaner eingewatrdert sind Und sich in der Türkei am siedeln werden. Eine benterkensrverte.' Auswanderungsbewegung zeigt sich auch bei den Inden, die sich vornehmlich nach P a l ä st i u a begeben. .Interessant ist, daß sich auch aus Bagdad, dessen jüdische Bepölkernng mit zirka 55.000 angenommen werden kamt, eine starke Answanderungsbewegung nach Palästina bemerkbar, macht, weil die Erwerbsmöglichkeitert in Bagdad stark ttachgelassett haben. Reirtwoll-Kasha.8 ReinwolI^Kleidervelour . w Crepe de. Chine . ... „ Seidenripse' ....... Mode-Brokat . , . . . . „ fi§ Brüder Schiffmann »88 Wien» il. Bez.» Taborstraße Nr. 48 ^6414978^260^297

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.