Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2798 (11.12.1926)
- Date
- 1926-12-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981885--28422-3016456- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
| polen t Ag gfosiy l W\an: Zorn Abholen Inder Expedition, II., Taborstr 1-S oder in einerVerschleiÖstelle (Trafik) monatl.5 Schilling StraBenrerkauf in Wien durch die Külportenre der Firma Goldschmied, I., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tscheche - Slowakei: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon.Din.60 Po 1 eo:Mon 6 Zlotyx Deutschland: Mon. Om. 4.'P rankreich, R o I g i e n: Mon. Frcs. 35 N*ch«*hl«nj?0n bei Preis* r h O b o n pro n »cifcobsltea Wiener orsenrettung I Preis HO fll England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Bulgarien: Mon.100 Lewa. S o hw e i z and das übrige Ausland monatlich Frcs. 6 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3*19 AS» S Ohr: Tel. 31-209 VH., Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei „Inva") Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr. 150 693 Mt. 2798 Wien. Samstag. 11. rezember 1826 (8. LebeIH 5687).__ 8. Fahr»»«» 4 .... ..." ' Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche MUtettnugm find durch ein vvrangeseyteS E gekennzeichnet. U»W»«a»»WelW»Ma>MBM»»MMWWME«w»sWWaamaBWMW»Ma »iHMwoeöiöl SCHNEESCHUHE«.GALOSCHEN m ■ - ITRElORHIliifBS" M uciCfUitanDl« * /k M ncLjInuDUnux^#v^^-'^i^^k-\ VI :MߣSriN^fi£itBMMUä . I .. .-”11'- t lJ'l [■ ’r^S^- um Augoslalvien protestiert gegen de« Italien rsch-aibauischen Vertrag. Paris, 10. DrzeurLer. Nach einer Agenturmeldung aus Belgrad hat die jugoslawische Regierung bei der albanischen Regientng de» angekündigten Protest gegen das italrenischa l b a st i s ch e A b k o ht m e n rmmnehr erhoben und weiters an die. G r o tz m ä ch t e eine Note gerichtet, um ihre Aufmerksamkeilt ans' .die Tatsache zu lenken, daß dieser Ver trag aus.dem Balkan gesäh li ch werden könne. . .!yi '■ PasirgMorLen. : .Belgrad, 10. Dosewber^ (Avala.) .Der gewesene-MmstMNäsWnt. P a srei ist heute NM 8 Uhr -früh. im -.81. Lebensjahre gestorben. :; Gestern um 0 Uhr abends empfing Paste anscheinend in.bester Gesundheit.seine engeren Parteigänger und den gegenwärtigen Handelsminisier Dr.. Kojie. Nachdem diese das Haus verlassen hatten) setzte.. sich' Paste mit seiner Frau und Docht«).-.MW- Esst:«: ' Mähreiü» der Mahlzeit wurde Paste,, der sich. ganz wohl gefühlt hättevon einem 1 O h nrn a cht s a ns al l befallen.- Iran Paste berief sofort mchrere Aerzte. -Pasio kam nach kurzer Zeit wieder zu Bewußtsein und sprach auch einige unverständlich« Worte mit schwacher stimme. Gegen l Uhr nachts verfiel « neuerlich in Bewußtlosigkeit, aus der er nicht mchr erwacht^ . . . . Als die Todesnachricht bekannt geworden tvar, trat d« M inister rat zusammen. In demselben wurde beschlossen, daß die Lerche des) Verstorbenen eiribalsarniert und in d« Kathedrale aüfgeüahrt iverde. Die auf <31« atskosten .«folgende Beisetzung' wird Son ntag ftaktsinden. - Nach dem Ministerrate begaben sich die Minister korporativ in das Sterbehaus, wohin sich auch der König begeben hatte. Die Obmännersämtlicher politischer Parteien sowie zahlreiche Politiker und Freunde des Verstorbenen sprachen der Familie ihr Beileid aus. Die Nachricht von dem Ableben Paste' in dem gegenwärtigen ernsten innerpolitischen Moment hat insbesondere bei den Mitgliedern des radikalen Parteiklubs Bestürzung hervorgerüfey. Die Besprechungen im PalaiZ üb« die Lösung der M i n ist e r k r i f e tourdeu vertagt.. Der Mmisterrat ist in Permanenz. / . Um 2 Uhr nachmittags ivurde die einbalsamierte Leiche- Nikola Paste' öffentlich - zur. Schau gestellt. Eine riesige Menschenmenge zieht bei der feierlich aufgebahrten Leiche vorüber. ' , . > Das offizielle Commünique, das üb« den Tod Rikola Paste' vnöffentlicht würde,: besagt, daß der, Tod durch Gehirnfchlag auf der rechten. Seite-eingetreten, ist^ Paste' Gattin hat übrigens gestern die-Nachricht erhalten, daß ihr B rüder, ein bekannter- Bildhauer in. Triest, ebenfalls gestorben ist. Aeichrtagskrise in Deutschland. Sie öaziaidemotrate« kknvisen ein Aißtrauensvot«« gegen die RegiervW WNth an. Berlin, 10. Dezernb«. (Wolfs.) Der Reichstag hat heute zunächst die Abstimmung über den Mitztrauensantrag, den die Kommunisten bei der Beratung über das Gesetz gegen Schund und Schmutz gegen Rvichsinnemmnifter Dr. Külz eingebracht hatte«, vorgenommen und den Antrag abgolehnt. Bor der Abstimmung verlas Abg. Müller- (Franken) eine Erklärung, worin es heißt, die Sozialdemokraten hätten bei der Beratung , des Gesetzes gegen Schund und Schmutz ihr Mißtraue» gegenüber Dr. Külz scharf ausgesprochen. Sie würden sich aber jetzt der Stimme enthalten, weil sie bei der dritten Lesung des Nachtragsetats die Entscheidung über das Gesamtkabinett herbeiftthren wollen. Die Erklärung der Sozialdemokraten, daß sie bei der dritten Lesung des Nachtragshudgets die Entscheidung über das GesamtkÄinett herbeiführen wollen, bedeutet, daßl sie, mit Rüchsicht auf die jüngst gichaltene Rede) des Bolksparteilevs Scholz, der eine Rechtsregierng angekündigt hat, gegen das Kabinett W i r t h, in welchem die Deutsche Volkspartei, vertreten .ist, ein Mißtrauensvotum beantragen wollen. Würde dieses angenommen werden, so wäre wohl die Auflösung des Reichstages unvermeidlich. Es scheint, daß die latente Krise des Ministeriums des Reichskabinetts sich in der nächsten Zeit zu einer offenen gestalten wird. Strelemann« Vertrag mit Mussolini. London, 10. Dezember. Wie das Reutersche Bureau erfährt, liegen über die bevorstehende Unterzeichnung eines Schied s- und Freundschaftsvertrages zwischen Deutschland und Italien, die" Samstag erfolgen soll, in London-zwar noch keine genaueren Nachrichten vor, jedoch herrscht allgemein die Neigung, ein solches Ereignis als natürliche Weiterführung der Locarno-Politik zu betrachten. Der Locarno- Pakt sehe den Abschluß von Schiedsverträgen vor, und in England sei man in überwiegendem Maße der Ansicht, daß, je mehr solche Vertrage zustande kämen., es desto besser wäre. Deutschland habe solche Verträge bereits mit der Schwerz, Schweden und Polen abgeschlossen. Sie FlüchMngssörsorge des WUrr' - : Genf,. IO. Dezember. - (Schweiz. Dep.-Äg) .Der Bölkevbündvätbeschloß, die in ter nät)i onäleüA'rb ei'tsorganisalionen/ zu ersuchen,' die Frage zu prüfen, wie die Maßnahmeir, die zum Schütze, zur Placierung und zur Hilsebeistung für die russischen und atme« n i s ch e n Flüchtlinge ergriffen worden sind, auf ano e re G r u ppe n von Fl ü.ch tl i n g en Anwendung finden könnten, bie infolge des Krieges und seiner Folgeerscheinungen sich in analoger Lage befinden. * Es gibt, dank den Segnungen des Krieges und der Friedensverträge, außer den armenischen und russischen Flüchtlingen noch griechische, türkische, , bulgarische und ändere Flüchtlinge. Mit einer Gruppe von Flüchtlingen, deren Lage bis heute abnormal ist/hat sich der Völkerbund bisher gar nicht beschäftigt, nämlich mit den jüdischen Flüchtlingen. Die amerikanische Einwanderungssperrs hat viele jüdische Flüchtlinge mitten aufsthvem Wege nach ftcn Bereinigten Staaten betroffen; die - krisenhaften .Berhält- 'nisse Europas, haben' zahlreiche .jüdische Flüchtlinge in verschiedenen Ländern ins-Elend gebrächt, nachdem sie dem Elend ihrer früheren Wohnsitze entflohen waren; die. Reaktion hat m einer'-Reihe von Ländern gegen die Juden getobt und sie heimatslos gemacht. Der Frage näherzutreten, wie eine Stabilisierung dieses Flüchtlingselementes zu ermöglichen wäre, ist sicher mit eine Aufgabe der Flüchtlingsfürsorge des Völkerbundes. ' ' . Re Sefttetiiffe Her MandaMmmiijfiv«. Genf, 10. Dezember. (Schweiz. Dep.-Ag«) Der Völkerbundrat hat beschlossen, die Prüfung des Bevichtes über die letzte Tagung der -M a ndatskom m i s s i o n auf die Mvrzsession zu v'e r s chi eb e n und die ständige Mundatsikommission' zu ersuchen, in Anbetracht der Diskussionen, die in der Septembertagüng des Rates sowie in der Bundesversammlung stattgefunden haben, und in Anbetracht der in den kürzlich eingetroffenen Meinungsäußerungen der Mandatsmächte enthaltenen Ansichten . neuerdings den Fragebogen "für die. Aufstellung der jährlichen Rechenschaftsberichte, über die Verwaltung der Mandatsgebiete zu prüfen. Schließlich beschloß der Rat^ die Frage der eventuellen auSnahmsweisen Anhörung von.Pe t i ti o n e.y durch'die Mandatskommission obenifalls anfseine Märztagung zu' verschieben. - M BeUenMahle». Die DernÄvate« völlig aufgerreben. — M Opposition eb hält wieder kein Mankmt. Budapest, 10. Dezember. Am heutigen Wahltag wurden 91 Mandate besetzt, davon 34 durch die sogenannte einstimmige Wahl. Der Minister Baß wurde sogar zweimal „einstimmig" gewählt. Nach den bis 6 Uhr abends vorliegenden Meldungen hat die Regierungspartei von den 91 Mandaten, die heute zu vergeben waren, 88 Mandate gewonnen, die übrigen drei Mandate fielen dem Legitimisten Grafen. Anton Sigray zu, der in Körmend einstimmig ohne Gegenkandidat gewählt wurde, dem parteilosen Legitimisten Stephan - Strauß,- Präsident des' Obersten Rechnungshofes, der in Marczali den Einheitsparteiler Sigmund Madärafz besiegte, und dem Nassenschützler Egon Tu rill an yi, gegen welchen der offizielle Regierungskandidat in Tab unterlag. Die L i n k s o p p o s i t i o n erhielt auch heute kein einziges Mandat. Am schwersten wird die d e m o k r a t i s ch e Partei von der heutigen WaU-» Niederlage betroffen. Ihr Präsident Karl R a s s a y ist in Kaposvar gegen Gabriel Ugron unterlegen. Die radikale Linke und die Kossuthpartei verloren die bekannten Abgeordneten Viktor D r o z d y und Rudolf R u p p e r t. Vinzenz Nag p, der Führer der Kossuthpartei ist mit 100 Stimmen Minderheit unterlegen. Die Bilanz der Wahlen stellt sich jetzt wie folgt dar: in 194 Provinzbezirken mit offener Abstimmung wurden gewählt 185 Regierungsparteiler, 3 Legitimisten und 2 Nassenschützler. In v i e r Bezirken sind S t i ch wähl en erforderlich: . . ) In dem einzigen Bezirk mit geheimer ListenwaW, in welchem bisher gewählt wurde, in B ud a pe st - U mg-eb u n g, wurden bisher die folgenden Stimmenzahlen gezählt: Sozialisten 3151, Einheitspartei 2426, Demokrat ten 1405, ChrisMchsoziale Wirtschaftspartei 1000, Rassenschützler 665. ' ' ' Der Stampf gesen das MN«. Die Tschechoslowakei Mr Aufhebung der Bisa vereÄL Pvag, IO. DozMber. Wie eine Lokalkorrespondenz meldet, besteht an maßgebender Stelle der Tschechoslowakei die Bereitschaft, mit O e st e r r e i ch über die A u f h e b u n g d e r Pä ß.v i s a zu verhandeln. Nur'' die Frage - der. großen A r b e i t s l o f i g k e i t m Oesterreich bereite noch Schwierigkeiten und müsse in .einer-Weise gelöst wevoen, die das Interesse der tschechoslowakischen Arbeitsmarktes, nicht gefährde. , wwwiir— wm Reinwoll-Kasha. . , . RelnwoIWKlsfdervelour Cr^ne «Jö Chlon . . . seidmm .. Mode*Brohat. . . . . .S H •»’ » f * I f'OO fSo Wien, II. Brüder. Schiffmann TaborstraO« Nr. 48