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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-09 · Heft 2796 (9.12.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2796 (9.12.1926)
Date
1926-12-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Wien: Zorn Abholen in der Expedition, 1!., Taborstr 1*8 oder in einer Verseh lei fistelte (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenrerkanf in Wies dnrch die Kolportenre der Finna Goldschmied. Wolleeile 11 Mit kostversand für Wien und Oesterreich monatlich 6 Schilling Ts che eh o - Slowakei! Mon. K 22 Jngoslawien: Mon.Din.60 Polen:Mon 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich, Belgien: Mon. Pres. 86 Nsefcsshiaeffss bo' l’rsli* rbtkiBKtt *o k tultdl I Preis Sill s En glan d: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 20 Lite Rumänien: Mon. 170Lei Ba!garien:Mon.lOOLewa. S c her e i e und das Übrige Ausland monatlich Pres. 6 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43*3-19 Ab 6 Ohr: Tel. 31-209 VII., Lerchenfeiderstraßo 1 (Druckerei „Inva“) Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr. 150 693 «k. 9796 ffilto. Jonnetslan, 9. Seie«»« 1926 (4. Ztüctt 1687). 8.8aH»sa«g Ser erste Wahltag i» Ungarn. SSmtllchr Minister. Graf Albert Ast-antzk. «affenschWer 8ö«i>Ss. eiMamig gewühlt. Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Sie Befugnisse der Mandatskommission. Die Antwort der MandatSm chte über die Petitionen «nd Fragebogen. Genf, 8. Dezember. (Schw. Dep. Ag.) Der Generalsekretär des Völkerbundes hat soeben von. der allstral isch e n, der japanischen und der belgischen Rasterung die Antwort auf die allen Mandatsmächten vorgelegten Fragen erhalten, ob die ständige Mandatskommission das Recht erhallen soll, künftig. in Ansnahmsfällen die Verfasser von P e t i - tionen auzuhöreu, statt, wie bisher, die schriftlichen Mitteilungen entgegenzunehmen, und ob sie ferner einen neuen, sehr ausführlichen Fragebogen über die Verwaltung der Gebiete den Mandatsmächten alljährlich zur Beantwortung Unterbreiten konnte. Alle drei Regierungen haben die Anhörung der Petitronäre als für einen guten und sicheren Gang der Verwaltung der Gebiete gefährlich a b g e l e h n t. Die beiden erstgenannten ReKrerungen haben ferner die neuen Listen als unzweckmäßiL und überflüssig verworfen. Hingegen hat die belgische Regierung der Forderung, uach Einführung derselben zugestimmt. >?? bereits, Hrsttzr» die Antwort ® * ofr* vrita»ntens, Frankreich&,.und Neuseelands eingelangt und veröffentlicht worden ist, liegt nunmehr die Auffassung aller Mandatsmächte über die beiden Punkte vor, die bekanntlich im September d. I. im Schoße des Völkerbundrates zu einem heftigen Wortwechsel zwischen Briaud und Chamberlain einerseits und dem holländischen Vizepräsidenten der Mandatskommission Ban Rees andererseits geführt hat. Ae Teheimvertrstge zwischen stnglsnd nnd König Suffein. London, 7. Dezember. Der gewesene König des Hedschas, Hussein, der jetzt in Zypern im Exil lebt, hat die englische Regierung wissen lassen, daß er in nächster Zeit den geheimen Dokumentenwechsel zimschen chm und der brittschen. Regierung in Form eines Grün- Luches veröffentlichen werde. Der frühere König des Hedschas ivnrde bekanntlich nach der Besetzung seines Landes durch den Sultan Jbn Saud des Thrones entsetzt. Hussein behauptet, daß er aus Grund der in den Do- ,knmenten niedergelegten Zusicherungen überredet worden sei, sich im Krieg den Alliierten gegen die Türkei anzuschließen. Hussein will nun durch die in semem Besitze befindlichen Dokumente den Nachweis erbringen, daß die britische Regierung ihre Versprechungen nicht eingehatten hgbe. Sir Henry Mae Mahon, so behauptet Hussein, habe ihm zugesichert, daß er für seine Unterstützung der Alliierten zum Herrscher eines unabhängigen arabischen Staates gemacht werden würde. Demgegenüber hat Churchill in einer seiner jüngsten Reden im Unter- . hauS jede formelle Zusage in dieser Richtung in Abrede gestellt, aber gleichzeitig es im Namen der Regierung aus Gründen des öffentlichen Interesses abgelehnt, irgend welche Dokumente, unter denen sich auch eine lange, aber nicht abgeschlossene Korrespondenz mit dem Scherst von Mekka befindet, zu veröffentlichen. (Zu dieser Meldung wäre zu bemerken, daß das wichtigste Dokument,der Brief des Generals Mae Mahon bereits vor einem Jahre durch Dr. Weis! publiziert worden ist, der ihn von Hussein in Akaba erhalten hatte. Der Brief n>ar ein vollständig unverbindlicher Vertrag, von dem sich Hussein hatte täuschen lassen. Die Red.) Budapest. 6. Dezember. Heute haben die Wahlen in 103 Provinzbezirken und im Wahlbezirk Budapest-Umgebung begonnen. Der Wahlakt ist nach den bisher vorliegenden Meldungen überall in voller Ruhe vor sich gegangen.'In 52 Bezirken, wo es nur je einen Kandidaten gab, wurde der Wahlakt alsbald für geschlossen erklärt und der Kandidat als einstimmig gewühlt verkündet. Von den einstimmig gewählten Abgeordneten gehören 45. der Einheitspartei an, fünf der chriftlichsozialcn Wirtschafts- Partei, einer (Gömbös) ist Rassenschützler, einer (Graf Albert A p p o n y i) parteiloser Opposilicn.'.ller. Einstimmig gewählt wurden: Ministerpräsident Graf B e t h l e n in Szecsany, Unterrichtsminister Graf K l ebelsberg in Komorn, Minister des Innern Szitovsky in Balassagyarmat, Honvdininister Graf Csaky in Gava, Minister des Aeußern Walko in Baja, Finanzminister Bud in Retsag, ferner die Staatssekretäre Sztranyavs z k y, Baron. Georg P r o n a y. und Paul P e t r y, die gewesenen Justizminister Emil N a g y und Paul T o m c s a n y i, der gewesene Minister des Innern Iwan von Nakovszky, die früheren Staatssekretäre Rudolf Te'.ntple und Stefan Biezian, Professor Dr. Josef Jlies, Kronanwalt Albert Baray, der Viz Präsident der Nationalversammlung Andreas Puky (alle Kandidaten der Einheitspartei), ferner Prälat Ale^astder«Ernft, Eugen Czettl.er, Mathias Frühholzt (christlichfoziale Mrt-. schastspartekV Rnr zwei Wofttionrlle Surchzedrungen. Nach den bis 9 Uhr abends vorliegenden Wahlberichten sind bisher gegen die Negiecungskandidaten unter anderen unterlegen: Graf Julius Ändrassy, der frühere erwachende Ungar und jetzige Demokrat Melchior Ki s, der Rassenschützler Stephan Lendvey-Lehner, ferner die Sozialdemokraten Karl Pey.er, Ludwig Kabok und Geza M a l a s i t s. Mit Ausnahme des Rassenschützlers Ivan H e j j a s und eventuell des Demokraten Julius Pakots dürfte am MabemfitW der WettwirtfchMekonferenz. Für den 4. Mai 1987. Genf, 8. Dezember. (W-olff.) Der Dölkerbun'drat hat in sejner heutigen Geheimsitzung die Weltwivtschaftskonsereng auf den 4. Mai'19 27 einberufen. In der heutigen öffentlichen Ratssitzung war B r i a n d durch Paul B o n c o u r und- Doktor Stresemann, der an einer Evkältung leidet, durch Staatssekretär von Schubert vertreten. Der tschechoslowakische Minister des Aeußern Dr. B e n e s ch referierte über die Vorbereitung zur Einberufung der internationalen Abrüstungskonferenz. Er beantragte, daß das Sonderkomitee zur Vorbereitung der Konferenz zu beauftragen sei, dem Rate Vorschläge über den geeigneten Zeitpunkt für die Abhaltung der Konferenz zu unterbreiten. Dieser Antrag wurde - nach längerer Debatte angenommen. Man m-uß daher mit Bestimmtheit damit rechnen, daß die Hoffnung der letzten Völkerbundversammlung, die Abrüstungskonferenz noch vor September 1927 abhalten zu können, sich niM verwirklichen werde und daß die Konferenz frühestens im Jahre 1928 abgehalten werden dürfte. Hierauf befaßte sich die Sitzung mit den verschiedenen Kriegsklauseln des Volkerbundpaktes. Es wurde ferner ein Bericht des bulgarischen Ministers des Aeußern über die Ansiedlung bulgarischer Flüchtlinge angehört. Die unter den Auspizien des Völkerbundes heutigen ersten Wahltag in den Provinzbezirken kein einziger oppositioneller Kandidat durchgedrungen sein. Nach anderen Berichten soll am heutigen ersten Wahltag kein einziger oppositioneller Abgeordneter ein Mandat erhalten haben. Sämtliche gewählten Kandidaten gehören der Regierungspartei an. In inehreren Wahlbezirken wird es zwar zu Stichwahlen kommen, doch handelt es sich zumeist um eine engere Wahl zwischen den offiziellen und inoffiziellen Rcgierungskandidaten. Wahlergebnisse bis 11 Uhr nachts: In weiteren 15 Bezirken erlangten die Anhänger der Regierung die Mehrheit. Moß in dem Wahlbezirk N e u s i e d e l siegte der Parteilose Wachtler gegenüber dem Negierun-gSkandidaten. In Kunsizentmiklos ist eine Stichwahl zwischen Kelemen (Einheitspartei) und Ivan He-jas (Rassenschützler) erforderlich. Sin blutiger zwifchenfall. 1 Toter, 4 Verwundete. ^zn Vacsratot, im Wahlbezirk Waitzen, wo der Staatssekretär Szaboky dem Grafen Julius Ändrassy getzenüherstand, hat sich in den NachmittagsstuiHer« ein blw» tiger Z w ischemf a l l ereignet Vor denr Wahllokal beschimpfte jemand, die diensttuenden beiden GinEärmen, weshalb er in Gewahrsam, genommen wurde. Die angtzsammelte Menge verlangte die Freilassung des Verhafteten und bewarf die Gendarmen mit. Stetwe'Mworauf diese, ohne Befehl erhalten zu haben, von dei^Waffe Gebrauch machten. Ein Mann und ein«. Frau wurden schwer verwundet. Die. Frau, die die Mutter des Wahbyerbers des Kandidaten Szaboky ist, ist ihren Verletzungen erlegen. D rer P^rf/c^ nen wurden leicht verwundet. Graf Julius Ändrassy ist in der Wahl -LN-ke-rlegen. ' . . abzuschlietzerrde Anleihe v o n 2 . M i l l! o ne n PfundSterling werde in der nächsten Zeit perfekt werden. Der definitive Plan für die Anisiodlung der Fl'wchtlinge kann, jedoch erst in der Mstrztagurrg des Rates behandelt werden. In der heutigen Nachniittagssitzung hat. der Völker« bundrat. den Sektionschef des österreichischen Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten Doktor Schüller für eine bestimmte Zeit zum Mitglied des ökonomischen Komitees des Völkerbundes ernannt, wodurch er dem vorbereitenden Ausschuß für die Weltwirts-chastskonferenz angehört. Allenbtz Wer die gnfnnft PallMar. London, 7. Dezember (I. T. A.). Feldmarschall Lord Allenby, der Eroberer Palästinas, wurde gestern in der Synagoge zu Hüll feierlich empfangen. In seiner Ansprache sagte der Feldmarschall, er habe bei seinem jüngsten Besuch in Palästina den ungeheueren Fortschritt festgestellt, den dieses Land in den letzten wenigen Jahren zu verzeichnen hat. Er sei überzeugt, daß Palästina in ganz kurzer Zeit einen weiteren starken Fortschritt zu verzeichnen haben wird, wie diesem Lande überhaupt eine glänzende Zukunft vorauszrv sagen sei. (Hut fanfttttt) tBrlifdjer Botschaft« in Angora. Paris, 6. Dezember. Wie der „Ma-tin" aus Angora «rer* .^t, hat die türkische Regierung ihre Botschafter in Rom, Athen und London zu einer besondeven Konferenz nach Angora einberusen. l* in mi' „ im »» > »UW.' uft>W>M«>»i6, Fabelhafte BeleaenheltsliäMfe Relnwoll-Kasha.S RelnwolLKleidervelour . * Crepe de Chine . . . . » Seidenripse ....... Mode-Brokat.. |:|§ Brüder Schlffimani »vo Wien, II. Bes., TaborstraOe Nr. 48 ^■uyj/juau MWMMWWW WWW

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