Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2795 (8.12.1926)
- Date
- 1926-12-08
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Srtte.. Wen, Mittwoch Wiener Morgeirzettirng 8. Dezrmber KW 9tt> 2W9B Solange Me Bundescheater einem Kleinstaat gehören und dementsprechend verwaltet iverden müssen, wird es nicht gchen, uns auch mit oetu Zuber,Punkt und seiner Uebeewindung ist da nicht zu heiser,. Der Bund entäußere sich seiner Theater, schon um nicht in die Lage zu kommen, die Grazer Oper finanzieren zu müssen (bei der Festspielhausgemeinde in Salzburg will er sich ja zum Weißbluten engagieren), und erlvird Geld sparen, weil serne Verwaltung keinen 'Anlaß haben wird, aus einem Gebiete Arbeit vorWtiirchhen, wo sie bestimmt keine leisten kann. Hm Sen Theatern. i'U'^iljcntcr. Morgen, Harb 8 Uhr, „Volpone". Kumm erspiele. Morgen UvauifsÄhrung von Jochen Goüsworthy's KomLie „Der Farnilrenhäuptling . deutsch von Leon Schalii. Deutsches Volks tih ea t e r. Heute beginnt das Mschiedsgastspiel des Ehrenmitgliedes Dr. Rudolf Tyrolt, der den alten Schalanter in „Das vierte Gebot" spielt. Theater in der Josefsiadt. Heute nachmittags, daN 4 Ubr, „Der Igel" mit Hans Moser. Die größte Musikornutographensammlung versteigert. In Berlin begann bei Henrici eine m-hrlägige Auktion der Bestände des von Wilhelm Seher geschaffenen Muslkhi st arischen Museums in Köln. D:e Jnstrum'eulensammlung dieses Dstrseums, die vor kurzem aufgelöst wurde, erwarb der sachfische Staat für ^ie Leipziger Universität. Der andere, vielleicht noch bedeutendere Dell des Museums, die Musikerhandschriftensammlung, die 1700 eigenhändige Musik- Manuskripte enthält, gelangt jetzt zur Versteigerung. Außer dieser großen Zahl von Kompositionen, Skizzen und Akbrrmblätteru kommen noch 22.0lX> Briefe und Urkunden von K-omponiston und ausübenden Musikern aus der Zeit vom 16. bis zum 20. Jahrhundert unter den Hammer. Von Palcstrina bis Buffoni f^hlt kein einziger wichtiger Name. Darunter sind besonders werkvolle SkiHzenblätter von Beethoven» so das Manuskript für die Posaunenstimmen zur neunten SymPhonie, die Originalhandschrift von Haytns Kaiser-Quartett, interessierte Briefe von Mozart und eine „anerkannte Rechnung" aus der Notzeit Karl Maria von Webers, die unmittÄbar seiner Ausweisung aus Württemberg borang'ing. Wei der gestrigen Versteiger'. >ng «wurden die bedeutendsten Stücke für di,e Schweiz angekauft. Din Züricher Antiquar erwarb Beethovens Klavt e rsona t^e Fis-Dur 1609 für 15.000 Mark. Sie soll einer großen schweizerischen Privatsammlung einveple'M werden. Weiters kaufte der Schtveizer die P ofaunensti m men zur 9. Symphonie um 10.000 Mark. Din florentin'ischer Antiquar erwarkb das Präludium und die Fuge A-M oll für Orgel voii Bach für 14.600 Mark. Außerdem kamen nach der Schweiz Bri e fe von Beethoven, für die für ein Stück bis zu 3000 Mark LeFichlt wupdsn. Moissi ist zu einem fünfwöchigen Gastspiel^nach deii Vereinigten Staaten eingeläden worden. An der Spitze des veranstaltenden Komitees st^ht der bekannte Bankier und Kunstarten Otto Kahn. Moissi hat die Einladung angenommen. Auszeichnung der Kammersängerin Kurz. Der BundeSpräsiOent hat der Kammersängerin Solma Häkban-Kurz in Anerkennung ihrer außerordentlichen und vorbildlichen künstwrischen Wirlsamkeit an der Staatsoper das Goldene Ehrenzeichen verliehen. Theodor Storm's Geburtshaus zerstört. Wie aus H u s u n gemeldet wird, wurde das Gelburtshaus des Dichters Theodor Storm durch eine schwere Gasexplosion verwüstet. D^r 4. Kammermufikabend des Vereines für neue Musil findet Freitag, den 10. Dezember, K8 Uhr abends, im Kan,- mersaal des Musikvereinsgebäudes statt. Zur Aufführung gelangen Marke von Pijper, Milhaud, Webern, Wiesengrund, Butting. Ausführende: Baulite Dane (Gesang), Julius Hijmann, Dr. Baul, A. Pisk (Klavier), das „Wiener Streichquartett" (Kolisch, Khuner, Dick. Stutschewnky). Karten an der Musikvereins- und Abendkassa. Vereine, Borträge nnd Bersammlnnge«. Jugeudgruppe der Zionistischen Sektion Prater. Alle Jugendlichen, die Interesse für zionistische und jüdischlrterarische BortragsÄrrse haben, werden zu der am Donnerstag, den 9. Dezember, 8 Uhr abends, im Heime, 2. Bez., Zungstraße 8, stattfindenden Besprechung eingeladen. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße, 3. Bez., Löwengasse 36. Heute, halb 9 Uhr abends, Bmltrag Prof. T-r. Willy Stein: „Ein Vergleich zwischen dem antiken und altjüdischen Sozialismus." — Zioni'tiiche Jugendgruppe Leopovstadt, 2. Bez., Zirkusgasse 33. Heute, halb 8 Uhr abends, Plenarversammlung mit anschließendem Vortrag. — MalmonideS-Jnstitut, Wien, 3. Bez., Hetzqasse 40. Heute 6 bis 7 Uhr, Dr. A. Kaminka: „Das Buch Hosea nach dem Urtext und der Septuaginta." 7 bis 8 Uhr, Maimorndes: „Das Leiden durch die Materie und die Befreiung durch den Geist." Tivnnerstag, 6 bis 7 Uhr, Dr. N. Goldstein: „Bereschibh rabba." 7 bis 8 Uhr, Talmudijches Eherocht. — Spar- und Unterstützungsverein „Mathilde". Heute, Mitlooch 7 Uhr abends, Cafe Buchsbaum, 2. 'Bez., Kleine Psarrgasse 21, Bekleidung von 20 Kindern mit anschließender Chanukahfeier. — Jüdischer Verein „Nord Ost", 2. Bez., Taborstraße 21a. Heute. 8 Uhr abends, Vortrag cand. phii. M. G e r st l über „Rabbi Akiba und Bar Kvchba." — Klub radikaler Zionisten. Heute, hirlb 9 Uhr abends im Cafe Atlashos, 1. Bez., Wiefingerstraße, Klubversammlung. Tagesordnung: „Der Zionismus in der Weltpolitik." Referent: Julius Lüwy. — Ausstellung „Die Frau von heute", 8. Bez., Alserstraße 23. Heute halb 11 Vis halb 1 Uhr vormittags: Ein Rendezvous der Kinder, großer Kinderrunrmel; 3 Uhr nachmittags: Das Montessori-Shstem, Frau Dr. Stiatznh. 4 Uhr: Die Zukunftssorgen der Mutter, Frau Fanny Freund-Marcus. 5 Uhr: T-ie Kost des gesunden und kranken Kindes. Frau Steffi Re in hart. Halb 6 Uhr: Kosmetik des Kindes, Dr. Mela Pappen- $eim. Vhamttah- und Siuw-Feier im 2V. Bezirk. Am 5. Dezember veranstaltete der Verein „Tomkhe Torah" um halb 6 Uhr abends im Vereinslokale, 20. Bez., Bäuerlegasse 38. eine Chanukah- und Sium-Feier, welche zahlreich besucht war. Nach der Begrüßungsrede des Rabbiners Verschon Hager, hielten die Rabbiner Dr. Moses Wundermann, Blech und Herr Jsak Biller eindrucksvolle Ansprachen. Hierauf berichtete Herr Samuel Hager über das Erziehungswesen der jüdischen Jugend in Wien. -.... Ute leitet man eine Versammlung? Leber dieses Thema iS?A Sonntag, ben 12. Dezember. 10 Uhr vormittags, fm Rittersaals des niederüsterreichischen Landhauses, 1. Bez., Herrengasse 13, der Leiter des niederösterreichischen Landtassstenographenamtes, Lanle)re1,nung'dire?tor Josef Wrtrmann einen Vortrag. Nach dem Vortrag Führung rje. WMKM LandtagMl Gerichtssaal. Hmaert »Rinnen Schadenersatz!8r einen Shebrnch. Dein Oberlandesgerichte als NeknrZgericht lag die Frage zur Entscheidung vor, ob es ei-n Recht des beleidigten Gatten auf materiellen Schadenersatz gegen den Zerstörer seiner Ehe gibt. Der Private Robert K. brachte durch Dr. Juris gegen einen Restaurateur in der Babenbergerstraße eine Klage auf Schadenersatz von 10.000 Schilling ein, in der er geltend machte, der Beklagte habe anderthalb Jahre hindurch ein Verhältnis mit Frau K. unterhalten. K. hat sich von seiner Frau scheiden lassen. Damit das aus der Ehe entsprossene Kind nach Erlangung seiner Reife nicht erfahre, was Vater von Mutter getrennt hat, hat er beschlossen, nach Amerika auszuwandern. Für die Zerstörung des Familverrlobens des Klägers, Auflösung des Haushaltes und Verkauf der Möbel sei ein Schadenersatz von 100 Millionen Kronen (10.000 Schilling) angemessen. - Der Bcklagtenvertreter Dr. Emil Süß bestritt die Derechtigung des Klagers zur Schadcncrsatzforderüng. K. habe in Kenntnis der Sachlage, so lange es noch Zeit war, keinerlei Strafklage gegen den Restaurateur eingabracht, vielmehr in voller Kenntnis der Dinge weiter mit seiner Frau gelebt, die Scheidung sei einvcrständlich erst dreijg—lne— 88e schon afi8e „Wiener Horgenzelftüg“ abonniert? viertel Jahr nach dem Abbruche der Beziehungen des Geklagten zur Frau des Klägers erfolgt. Einen materiellen Schadenersatz für die angebliche Zerstörung eines Familienlebens gebe es nicht, einen immateriellen Schadenersatz sei Beklagter nach dem Gesetze zu leisten nicht verbunden. Das Zivillandesgericht wies das Klagebegehren ab und hob in der Begründung hervor, daß durch den Ehebruch des BiEagten kein Rechtsgut vermögensrechtlicher Natur verletzt worden sei. In der dagegen eingebrachten Berufung führte Dr. Juris aus, daß man den 8 1328, ABGB., der von dem strafbaren Mißbrauch einer Frau spricht, auch bei einem Ehebruch anwenden und den Schadenersatzanspruch dem Manne zusprechen könne. Außerdem käme der § 1330 in Betracht, der dem Beleidigten einen Schadenersatzanspruch gewährt. Der ehebrecherische Umgang mit der Frau sei zweifellos eine Beleidigung des Mannes. Wenn ein zertretener Acker M,sprach auf Schadenersatz gibt, so stche ein vernichtetes Familiengluck nicht außerhalb des Gesetzes. Das Berufungsgericht wird das Urteil in s ch r i f l i che m Wege b e k a n n t g e b e n. Liebe für falsches Geld. Der stellenlose technische^ Beamte Johann Wetrowsky machte es sich leicht. Sehr leicht. Den Märchen, die er auf der Straße kennen lernte und die ihm dann ihre Liebe schenkten, gab er crls Lohn einen alten, nicht mehr in Geltung befindlichen 60-Marüschein. Er bezahlte aber arrch Hotelrechnunqen mit diesen falschen Noten oder noch besser, er ließ den'Mädchen die Zeche bezahlen und entschädigte sie dann durch solche 60-Markscheine. die angeblich einen Wert von 00 Schilling haben sollten. Die düpieric-n Mädchen, denen in den Danken dre Augen geöffnet wurven. erstatteten die Anzeige. Vor dem Bezirlsrichter Dr. Narz erklärte ver jetzt als Eintänzer tätige Angeklagte, die Damen hätten ihm freiwillig die Begleichung der Zeche angeboten und die 60- Markfcheine waren nur Geschenke zur Erinnerung. Die Zeuginnen sagten anders aus und darum wunde der KavMer gu einem Monat strengen Arrest verurteilt. IIUPMI rOEKSWIRTSCHArT Sie Handrlslage in PaMim. Einwanderung nnd Import. — Ernte und Getreidevrcisc. — Die kommende Tonristeusarsvn. BarclayS MonatSberichte melden in der Ausgabe von: 15. Stöber über die .Handelslage in Palästina: Der Außenhandel Palästinas in den ersten sechs Monaten 1526 wies im Vergleich zu demselben Zeitraukn des vorigen Jahres eine leichte A b n a h m e auf. Im Jahre 1925 kamen zahlreiche jüdische Immigranten ins Land, die im Bc.fitz von Geldmitteln Maren, was eine bedeutende Zunahme des Außenhandels bewirkte. Eine neue, fieberhafte .Kolonisatrons-, Bau- und sonstige Tätigkeit und die Bedürfnisse einer schnell anwachsenden Bevölkerung verursachten eine bemerkenswerte Steigern n g des I in Ports, tvogegen in der ersten Hälfte 1926, als dre Einwanderung abMnehrnen begann, eine Depression in Handel und Industrie und ein unmittelbarer Rückgang des Imports einsetzte. Den Zusammenhang zwischen jüdischer Einwanderung und Import geben die nachfolgenden Zahlen: In der ersten .Hälfte 1925 betrug die Zahl der Einwanderer 15.821, der Import (einschließlich Bangeld, das gegen drei Prozent der Gesamtsumme ausmacht) erreichte im gleichen Zeitraum di? Höhe von 3,292.102 ägypt. Pfund; in der zweiten Hälfte 1926, da 18.820 Personen ein- .wanderten. betrug der Import (einschließlich Bargeld) 4,240.045 ägypt. Pfund; in der ersten .Hälfte 1926 sank die Einwanderung auf 9902 Personen, der Import (einschließlich. Bargeld) betrug 3,369.095 ägypt. Pfund. Der palästinensische Export (einschließlich Bargeld) belief sich in der ersten Hälfte 1926 auf 678.347 ägypt. Pfund, gegen 910.615 ägypt. Pfund im gleichen Zeitraum 1926, sank somit um 232.268 ägypt. Pfund; bei Außerachtlassung des Bargeldes beträgt die Netto- Abnahme der Verschiffung von Palästina-Erzeugnissen 155.000 ägypt. Pfund. SDie Abnahme des Exports kann hauptsächlich auf die . geringeren Verschiffungen von Orangen und Seife zurückgesührt werden, der beiden Haupt-erzeugnisse Palästinas. Der Frost des Januar 1925 hatte einen sehr ungünstigen Einsluß auf die Orangewernte und der Gesamtexport von Orangen betrug in der letzten Saison (Oktober 1925 bis Juni 1926) nur 1,493.000 Kisten im Werte von 449.000 ägypt. Pfund, gegen 2,129.000 Kisten im Werte von 692.000 ägypt. Pfund in der vorhergehenden Saison. Was Seife betrifft, so kommt hauptsächlich die Ausfuhr von gewöhnlicher Seift arabischen Fabrikats nach Aegypten in Betracht. Infolge der ungünstigen Lage des Baumwollmarttes in Aegypten hat die Kauftraft des ägyptischen Bauern abgenommen, wodurch eine verminderte Nachfrage nach dem palästinensischen Produtkt entstand. In der ersten Hälfte 1936 nahm der Wert der exportierten Seife um 71.358 ägypt. Pfund ab, verglichen mit der Zahl derselben Periode 1926. Eine ermutigende Erscheinung in den Umsätzen ist dagegen die große Zunahme beim Export von Tabak, der sich in der ersten Hälfte 1926 auf 189 Tons im Werte von 28.729 ägypt. Pfund belief, im Vergleich zu 43 Tons im Werte von 10.695 ägypt. Pfund während des ganzen Jahves 1926. Dftse Zunahme beruht hauptsächlich auf der Tatsache, daß es infolge der Ermäßigung der T a b a k st e u e r möglich war, die aufgestapelten Vorräte zu verladen. Ueber die Ernte in Palästina, die zur Zeit der Abfassung des Berichtes im Gange war, sowie über die Absatzmöglichkeiten und 'die Getrei-d«preisü bemerkt Barclays Bulletin: Die G e r st e n e r n t e ist so gut a-usgefallen, wie man erwartet hatte, in manchen Distrikten wurde sogar eine noch bessere Ernte erzielt, besonders in den Tälern Hascharan und WKo. Weizen jedoch ist im ganzen unter dem Du rch schnitt ausgefallen, )vas besonders auf die Dürre und die Ostwinde zurückznftihren ist, wodurch die Ernte aros den exponierten Feldern sehr beschädigt wurde. Die Getreide preise sind im allgemeinen gesunken, in Anbetracht der Nachfrage von hiesigen und auswärtigen Händlern war jedoch zeitweise ein leichtes Steigen zu bemerken. Da die Kausleute aber eine Wiederholung des plötzlichen Preissturzes befürchten, der zur selben Zeit im vorigen Jahre ointrat, sind sie jetzt bei ihren Käufen sehr vorsichtig, so daß der Getreidehandel keine Zeichen von Aktivität zeigt. Aus Marseille kamen einige unbedeutende Anfragen nach Linsen, da aber die Pre-ift nicht einträglich sind, halten, sich die Exporteure Ihm Geschäften dieser Art augenblicklich zurück. Die Presseberichte melden, daß die bevorstehende T o u r i st e n s a i s o n sehr befriedigend sein dürste; man erwartet, daß die Zahl der Touristenschifft, die die palästinensischen Häfen bes-uchen, in dieser Saison doppelt ft groß sein wird, als wie im letzten Jahre. Dies ist das Ergebnis der Tätigkeit von Touristen- Organisationen sowohl wie der Bemühungen von Gesellschaften, welche Reisen nach dem Heiligen Lande arrangieren. Durch den Zustrom von Touristen wird der .Handel günstig bseinflußt werden, und man nimmt an, daß von diesen Touristen etwa.100.000 ägypt. Pfund während ihres A-usenbhattss in Palästina ausgegeben werden. Die allgemeinen finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse blieben während des letzten Vierteljahres unverändert. Der Einkauf im allgemeinen ist recht lebhaft und die Einkäufer fahren fort, Aufträge für die Winterbedürfnifft zu erteilen. Während des dritten Quartals 1926 waren keine Za hl ungse in stek Jungen zu verzeichnen. Verbesserung des Gcheckverkehres ber Postsparkassa. Der Scheckverkehr der Postsipavkassa wird dadurch eine Beschleunigung erfahren, daß über alle Dumm-en, tie bis 11 Uhr vormittags eingezahlt werde»:, von den Kontobesitzern schon am nächsten Tage wird disponiert werden können. Bsi^er wurden diese Summen erst am. folgenden Tage gutgeschrieben, so daß ein Disponieren erst zwei Tage nach GinzaAung möglich war. Bon der Anglo-Austrian-Bank. In «der am 4. d. M. abgehaltenen GeneralversamMung bet EsfektemTreuHaudge» seltschaft der österreichischen Angwban'laktionäre wurde beschlossen, in London für die Statutenänderung, die Liquidation und für tas Vovgeschlagene Umtauschverhaltnis «- vier Anglcktankaiktien für evne Aktie der Anglo-Jnternat!o»»al Bank ~ zu stimmen. Vs wurde erklär^ daß jeder DepotfcheinSesttzer, der nicht einverstanden sei, a»rs der Treuhmrdgesellschast austreten, sich in London als Anglobankalktionär «utvaatN lassen und seine Rechte dortftWt ausÄbon könne.