Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2794 (7.12.1926)
- Date
- 1926-12-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981881--28386-3016416- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
| Polen 1883 gfQ9zy ( Wien; Zum Abholen in 6er Expedition, II., Taboretf 1-8 oder in einerVersehlelBätelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßen verkauf in Wien durch die Kolportenre der Firma Qoldeehmied. l., Wollteile 11 Mit Poatversand für Wien Und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho - Slowakei: Mon.K 22 Jugoslawien: Hon. Din. 60 Polen: Mon 6 Zloty Deuttcbland: Mon. Qm. 4. Frankreich, Belgien: Mon. Free. 86 N*ata**bi*n#«B bet PteterbObantreo »orbebelten Morgenzeitung j Preis g| S n g 1 a n d: Mon. 4 Schilling. Italien: Monad. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Bul gar ien:Mon.lOO Lewa. S o hw c i z and das übrige Ausland monatlich Free. 6 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. I Telephon: 44-0-88, 48-8-10 Ab S Uhr: TeL 81-209 YU., Lerchenfel deretraß« 1 (Druckerei „tava“) Oesterreichisches Postspukaasenkonto Nr. 150 6S3 91r. 2794 Wie«. Dienstag. 7. Dezember 1926 (2. LebelH 9687). 8. gahnmng I« redaktionellen Deik enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetzteS E gekennzeichnet. Jas österreichische Konsulat in Zernsalem. Das gegenwärtig dem Finanzausschuß vrs öfterreichischen Nationalrates vorliegende Budget für das Jahr 193? sieht für die Errichtung eines österreichischen Konsulats Ln Jerusalem dis folgenden Posten vor: Personalauswand 41.256 Schilling, Sachaufwand 44.800 Schilling, davon 10.000 Schilling für Einrichtung und Adaptierung. Ms Jahresgehalt für den Konsul sind 4836 Schilling ausgeworfen, wozu sich «ine AuÄaüdszulage von 16.700 Schilling gesellt. Eine Entscheidung über die Personalfrag« jist bisher, wie wir erfahren, noch nicht getroffen. Die Bctzeutmm der ziouiftWen Arbeit für die Araber. Jerusalem, 6. Dezember. Der ,^elestis", daß Organ der christlichen Araber in Jaffa, beschäftigt sich in einem Leitartikel mit der Liquidation der WirdschafiSkrise in Palästina. Das Blatt glaubt, daß ein Teil der auf Palästina entfallenden Kriegsentschädig u n g e n (die entsprechend dem Lausanner Vertrag von der Türkei gezahlt und auf alle an die Entente abgetretenen Länder verteilt werden sollen — Red.) im kommenden Jahre eintreffen und wahrscheinlich im Lande ausgegeben werden wird. Ferner hofft das Blatt auf eine Stärkung der für Aufbauzwecke bereitgestellten z io n i sti s ch en Mitte l, auf die englischen Ha fenbauten und aufdie R ui h e n her gs che Elektrist-- Gerung. Das Blatt bemerkt jedoch: ,,Wir sind freilich nicht sicher, 'daß die Araber von den Geldern der Zionistischen Organisation einen Vorteil haben werden, da diese beschlossen hat, von neuen Bodenkäufen absusehen und von der Regierung, dir Zuteilung von Regier u n g s b o d e n an die Immigranten zu verlangen. Abgesehen davon, besteht kein Zweifel, daß das Ruthenberg-Prajekt nur jüdische Arbeiter beschäftigen wird. Ja, wir fürchten, das; aus den Mitteln der Anleihe, die für den Aufbau der Häfen bestimmt sind, ebenfalls nur jüdische Arbeits- , lose beschäftigt werden, um ihre Notlage zu lindern." Das GeumnSewahlrecht in VaiSftiim Jerusalem, 6. Dezember. Nach Mitteilungen der Palästina-Regierung sollen an dem im Oktober veröffentlichten Gemeindew-ahlgefetz keine Verändern n g e n vorgenommen werden. (In Palästina pflegen Gesetze evst vier Wochen nach ihrer Veröffentlichung in Kraft zu treten, damit die während dieser Zeit von den Interessenten gestellten Abänderungsvorschläge in Betracht gezogen werden können.) Laut einer Mitteilung von Col. S y m e s an eine Abordnung des Waad Le mm hat die Regierung nur einem AbänderungsvorMag des Waad Leu ms zugestimmt, nämlich dem, daß Personen, die zwar noch keine Palästina- Bürger sind, ihre Bewerbung um die Bürgerschaft aber bereit? eingereicht haben, Wahlberechtigung erhalten. König Ferdinand operkett. Die Oparatton gut venlaufeu. Bukarest, 6. Dezember. (Orient Radio.) Heute nachmittags ist folgendes Bulletin über das Befinde« des Königs veröffentlicht worden: Die de« König behandelnden Aerzt« haben bei einer neuerlichen Untersuchung die Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffes festgestellt. Dieser wurde ttm 10 Uhr vormittags von Profrffor Hartmann unter den beste« Bedingungen durchgeführt. Der Gesundheitszustand des Königs ist befriedigend. Der BSlkerbuudrat. Sie Msisterbe prechuuü über die Sntwaffmmg SentMsÄB. Genf, 6. Dezember. Der VvKettbundrat ist heute zu seiner 48. Session zusarmnengetreten. In der ersten vertrauliche« Sitzung wuvöe bre Tagesordnung festgesetzt, die unter anderem enthält: Die Vorbereitung der Abrüstungskonferenz, die Vorbereitung der Weltyrirtschaftskonferenz, die Frage einer internationalen Anleihe für Danzig, die Frage der Abzichung französischer Truppen auS dem Saargebttt urvd die Ernennung der Vossttzimden der Jnvestigationskommiffionen. In der darauffolgenden öffentlichen Sitzung wriröe eine Anzahl kleiner Punkte der TagsSorömmg erledigt, ferner auch die Ernennung der deutschen Mitglieder des VöKerbundsekretariats ratifiziert. In der Angelegenheit der Weltwirtschaftskonferenz hat das Generalsekretarrat dem Rat einen Bericht überreicht, der beantragt, die W e l t w i r t - schaftskonferenz nicht, wie vielfach gewünscht wurde, in Amsterdam, sondern ans technischen Gründen in Genf abzuhalten, die vier J»v»BsattsnsLonr«rWsmrrr in Deut schl a n d, Oest-r rre i ch^ Ungarn und B u l g a r i e n haben von -hen^MMtch nominierten biAherigen Präsidenten zwei, der für Bulgarien bestimmte schwedische Leerst Jüngstst und der stir Ungarn beftimmtk englisch? General K i rkr, sine neuer- BslSwm — mierimiftttcher Setter des am< wSrügeu Amtes- London, 6. Dezember. B a l d w i n teilte im U n - terhaufe mit, daß er während der Abwesenheit Chamberlains das Forei'gn Office übernommen habe. Laut „Star" ist BaldwinS Entschluß, während der Abwesenheit des Staatssekretärs des Aeußern persönlich die auswärtigen Angelegenheiten zu führen, durch die Lage in China bestimmt worden. 1.186.« Wmtz StrtliHR für Öfe WMchiM Bergarbeiter 8« G^chsik R»Na»Ls. London, 6. Dezember. Im Unterhause wurde heute von Seite der Regierung mitgeteilt, daß zu Beginn dieses Monates 1,180.000 Pfund Sterling aus Rußland für die britischen Bergarbeiter ein gegangen seien. Eine weitere Sendung von etwa 40.000 Pfund Sterling sei währond der allerletzten Tage übermittelt worden. Ms Lager von Großpole«. Warschau, 6. Dezember. In Posen tagte vorgsstern die konstituierende Versammlung der von Roman D m o w sk i begründeten Partei „Da S Lager von Grotzpolen". Die Partei umfaßt alle nationalen Elemente Polens. Uebsr 300 Delegierte waren aus alle» polnischen Gebietsteilen erschienen. Rach den entwickelten Programmredm und der Dicklaration der neuen Partei ist sie in ihrem Aufbau fertig, mit einem „Großen Rat" an der Spitze und mit fünf BozirkSkomiteeS in Warschau, Posen, Lemberg, Krakau und Dublin und Komitees in jeder Wojwodschaft und in jedem Kreise. Dmowski has zusammen mit Geneval Haller m»d einigen nationaldsmokratischen Führern in den letzten Monaten «ine Organisation geschaffen, die in Posen das werden soll, waS die fafcistifche Organi- I liche Uebernahme ihres ManHabes cibgel^h ut. Nach kurzer Beratung wurde die Sitzung auf morgen nachmittags vertagt. Das Hauptinteresse werdet sich gogenwärttg den Besprechungen der an der Militärkontrolle über Deutschland und der Rhrinlanbfrage interessierten Außenminister zu. Di« erste Besprechung hat honte um 6 Uhr abends stattHefun>deri. Die Außenminister Chamberlai», Brianb, Dandervslde und Stresemann sowie der itakiemsche Delegierte S c i a l o j a versammelten sich in Chamberlains Appartements im Hottl „Beau Rivags"; diese Besprechung dauerte bis 8 Uhr abends. Es wurde folgendes Communique dariiber auSgegobs«, das von allen Mnf TeilnehMern gezeichnet ist: ,Mir haben die bisher gepflogenen Beßprechungeu hsnte gemeinsam fortgsDhrt. Wir sind von dem Ergebnis der ersten ZusmnnienFunft befriodigt und werden die bemsinsamen Beratungen fortsetzen, wobei wir zu einer Einigung zu gelangen hoMep." Bisher scheint es M Karen BsrEbEurgsn nW gekvmrrrvn Zu M». Den heiklen Fragen geht man mögkiM aus dem Wog»; so steht eS heute schon fest, daß Me Fvagen der entmilitar^ierten MhsinlandKone direkten Verhandlungen zwischen der franMtschen uv£ deutschen Regierung vor-- bshalte« und dann erst in der Märztag»mg des MWevbnndrates erledigt wenden sollen. mimmmmam jii l jli.jjjwii iiiwm»—im il.ijiimmi .immtmmmmmmmmm;ation in Italien ist. Mit Hilf« des K l e r u 3? und dee bestehenden Rechtsparteien will Ue.msM Partei die bestten Massen für sich gewttMMr. YMMch-Mgarische Man? Bsrlm, 6. Dkzsmbor. Die „Deutsche TageZzMkE meldet aus Warschau: Das Amtsblatt des polnischen Außenministeriums hat in seiner letzten Nummer eiu-e Meldung der römischen „Tribnna" eröffenflicht, in der über angebliche Verhandlungen wegen einer Union zwischen Polen und Ungarn mit Grzhevzog Otto als König berichtet wird, und bemerckt dazu, daß die Tatsache, daß diese Meldung, wenn auch nur als Zitat, so doch ohneDementi im Amtsblatt veröst fentlicht wurde, in polnischen politischen fte«t$en Qjc.a fce Reberra-schung hervorgerusen habe. Re Preffrordouaurr« in PÄm. Wa-rfchan, 6. Dsgendber. Wie schon berichtet, kstzt iiie Regierung dem Sejm eine Mänderung ihres Preffegesetzentwurfes vor, in dem sie die polizeiKchen Entscheidungen jiber Prefsevergehen Mrückzieht und sie Len Gerichten übertragt. Neden diesem Gr-undgofetz plant jedoch die Regierung die Herausgabe einer B s r o r d - u n n fl, die sich nld&t nur auf di« Presse, sondern auch auf BersammlungSrsden und selbst auf Privatge spräche an öffentliche« Orten (z. B. i u der Straßenbahn) bezieht. Hier werden ®efängniSst rasen von drei Monaten bis zu drsi Jahren und sleichzeitige hohe Geldstrafen angsdrohk für die Verbreitung unwahrer Gerüchte, insbesondere solcher, die sich auf innere und äutzere Gefahren für den Maat (Verfassungsänderungen, soziake Veränderungen Mfto.) beziehen oder die Beleidigungen gogM Minister, Gen-eEl, Me BsaMe Mo enthalten. m Fabelhafte BelEBenhellshäuTe mmmmmmmnmmKmmmmmmmmmmmmmamSSmmnmmmmmKammmammmcamamB Reinwoll-Kasha.8 S'OO Relnwoll-Kleidervelonr . M M'SSV Crepe de Chine . . . . , S*9€ft Seidenripse &'&€* Mode-Brokat ...... „ 9*90 Brüder Schiffmann Wien, ll. Bez., TaborstraBe Nr. 48