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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-05 · Heft 2792 (5.12.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2792 (5.12.1926)
Date
1926-12-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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SaAtgsma redlcktionelleu Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vvrcmgefetzteS E gekennzeichnet. «Mm ANNAHME ALLE9NSGE ANZEIGEN ANNONCEN WIEN, lM WOLLZEILE 11, — TEL. 7E-0-8I, 76-0 82 •EXPEomoN SCHALEN K». -t« /*•(> ®4 Wir beginnen mit unserem Weihnachtsverkauf ¥n allen Abteilungen.^, Unsere Preise sind niedrig und machen das Schenken leicht. Wir verkaufen diese Woche fabelhaft billig M unserer Pelzabteilung;rim II. Stock Pelz-Mäntel Seal-Eiectric 325.— 29a— 250.— wk—. Marron Kanin 340.— »2©.— Karacül . 420.— 320.— 240.- Nerz- und Bisam-Zickel 460.— SS©.— Leopard-Gazelle 375.— Persianer Klauen 775.— 690.— 4©©.— Susiiki 575.— Persianer 875.— 790.— 7S5 — Feh- und Beige-Kanin 850.— 7»©.— Nutria 140©.— Pelz-Jacken für Sport und Straße 2ÖÜ.— 200.— 145.— 120.— 110.— 98r> Füchse Stolen Verbrämungsfelle «Lil.. 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Unverständnis der beiden Neuerungen hingewiesen. Es stünden demnach zwei gegen zwei und dieses Verhältnis läßt 'eine Einigung ans einer Viermächtekonferenz als sehr zweifelhaft erscheinen. Es ist bekannt, daß die französische Regierung die Entwaffnung Deutschlands für noch nicht vollzogen ansieht und daß es auch die Existenz der bewaffneten Geheimverbnudc ' nicht als eine innere de ui n g elegenh e i.t aufgefaßt Mssen'MM'E'tMW^^französischer Seite erklärt worden, daß die L o c a tit o °Ab - machu ngen, die in Deutschland als Entkräftigung des FriÄdensvertrages gelten, ihn eher bestätigen. Welchen Preis Stresemann in Italien für die diplomatische Unterstützung zahlen mutz, ist nicht schwer zu erraten. Italien strebt einen Freundschaftsvertrag an, der mit der Anerkennung des Schiedsgerichtsverfahrens verbunden wird. Dies setzt voraus, daß sich Deutschland in der Südtiroler Frage desinteressiert erklärt und'daß es auch nicht auf dem Anschluß Oesterreichs besteht. Diese Forderungen Italiens treffen in Berlin auf eine offene Tür. Man ist dort nicht für den Anschluß eingenommen, einerseits mit Rücksicht auf die Genfer Konvention, deren Anfechtung zu ungeahnten Komplikationen führen würde, anderseits aus allgeineinen politischen Gründen, weil doch Deutschland sich für alle Fälle die diplomatische Rückendeckung durch einen zweiten deutschen Staat gesichert haben will. Und was die Deutschen in Südtirol anbetriff, so erfahren sie an sich das Schicksal der Minorität. Sie sind ein Volkssplitter geworden, haben kein Eigenrecht und sind eine Schachfigur, deren Schicksal Stoff für Kompromisse und Kompensationenliefert. Auch die Politik kehrt gerne zur ersten Liebe zurück. Das System des Gleichgewichtes ist in voller Entwicklung und der Eintritt Deutschlands hat diesem Prozeß erst recht den Schwung gegeben. Wenn man die Reden der Staatsminister und die vielen diplomatischen Roten liest, so scheint es fast, als wäre der Krieg spurlos vorbeigegangen. Wir sind wieder mitten in dem Konzert d e r M ä ch t e und es klingt genau so schrill, wie vor fünfzehn Jahren. Es ist bloß darin ein Fortschritt erzielt worden, daß für die ständigen Eifersüchteleien ein neues ständiges Forum, der Völkerbund, geschaffen wurde. Man muß nicht erst eine Konferenz einberufen, deren Beschickung oder Richkbeschickung die Aktenschreiber in Tätigkeit setzt. Sie ist vorhanden und die Zugehörigkeit zu dieser Instanz ist etwas Erstrebenswertes geworden. Das gibt znm mindesten den einen Vorteils daß 3re im Völkerbund vertretenen Staaten gegen einander nicht so leicht Krieg führen können. Abseits von den großen Fixsternen freilich wirken sich die Störungen in den Beziehungen der Satelliten viel stärker aus, die alle in dem Wahn leben,. freie, unabhängige Organismen zu sein. Aber sie sind nur Figuranten, Rechenobsekte in kalten diplomatischen Kalkülen. . Die Atmosphäre, in der der Rat zusammentritt, ist elektrisch geladen. Der latente Konflikt zwischen den großen Mächten wird noch verschärft durch die Mellung der MandatSstaaten zu den Forderungen der Mandatskommission, ihre Kompetenz m erweitern. Diese Streitkomplexe hängen sehr innig miteinander zusammen. Auch hier stehen einander die Gleichgewichtstendenzen gegenüber, und es ist mehr als eine Frage der formalen Autorität, um die es sich dreht. Frankreich und England lehnen jedes Kontrollrecht einer außerhalb des Rates stehenden, aber von i>hm eingesetzten Körperschaft ab, aber.die nicht -mit. Mandaten ausgestatteten Ratsmitglitzder setzen sich hinter den Kulissen für Sie- Kommission, ein. Es ist aber zudem auch s etz-r fraglich geworden, ob die Kommission selbst in ihrer Auffassung - auif einem einheitlichen Standpunkt steht und ob sie es nicht vorzichen wird, von dem ausgedehnten Fragerecht Mstarrd zu nehmen. Da auch Deutschland die Frage der Kolonien und der Mandate' anschneiden will, so wird man, um Weiterungen zu vermeiden, wahrscheinlich -die bisher i g e Praxis wieder in ihr Recht einsetzen und die prin.ziP ielle Austragung auf einen gelegeneren ZeitzruE vertagen. * Re Londoner Fnduftriekonfereur beendet- London. 4. Dezember. Die Besprechungen Müschen Vertretern der deutschen und der englischen Industrie sind heute zu Ende gegangen. Ein Kommunique, das von Sir Max Musfratt und Geheimrat Duisberg gemeirtschaftlich unterzeichnet ist, stellt mit Nachdruck fest, daß im Verlaufe der Besprechungen die Frage internationaler K artellsyndikate nicht erörtert worden ist und noch viel weniger irgendwelche Anregungen für ein gemeinschaftliches Vorgehen der deutschen und englischen Industrie gegen die Industrie anderer Ländey. Die Vertreter der beiden Jndustriellenorganisationen würden, so führte das Kommunique aus, einen derartigen Schritt nicht nur für einen Verstoß gegen die guten Sitten, sondern auch siir Torheit halten. König Ferdinand. Eine Ausfahrt im> Auto. Bukarest. 3. Dezember. (Orient-Radio.) König Ferdinand fuhr heute trotz schlechten Wetters rm Automobil vom Palais Cotroceni durch die Stadt nach dem königlichen Palais, um dort den neuen spanischen gesandten zu empfangen. AWARMllll, Ä.-G. Spediteur d. Korporation d. Berliner Buchhändler Umzüge / SpezUitftt: PaUUtiaz-Transporte / Prima Lokoroorou BERLIN CJ.HInterd. OarnUonlrtreh#1n Amt Nord. »781.9736 OCiu.ui w 15( ]„iciiiin*thrierstr. 15, Amt Seünplate 8963 HAMBURG Bontatrat« 31. Amt Nordw 1166 489 VI., Mollardg. 11 TtftEfeM 71-17 «Ns 7|*99 Spezialität: Schrankfertige Rollwäsohe — Kostenlose Abholung und Zustellung ienna

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