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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-04 · Heft 2791 (4.12.1926) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2791 (4.12.1926)
Date
1926-12-04
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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- nimiiV-~^TiiifiiT?Tiiavi Set Fußballbund bewilligt Haloahs Amerilareise. Aber die Ftfa wird vsrgeschobe». Die gsstrige Borstarü>sfitzung des Wltzememen Oesterretch-fchen FutzbalLmndes befaßte sich vorwiegend mii-t dem vom Wiener Verband bereits bewilligten Projett einer Kvei« ten Reise der Hakoah nach Slmerrka. Mach längerer Debatte wurde beschrossen, die Reise zu genehmige«, doch muH Hakoah alle Borbereitnugen dazu so. lange auf eigene Gefahr ««ternehmen, als die Intervention der Fifa beim amerikanischen verband wegen der Affäre Konrad usw. nicht avgeschloffen sei. Diese Eniischeödung ist tendenziös. Sie entspricht dem Geiste der Debatte, in der die meisten Redner dem Ha« koahprojekt nicht gewogen schienen. Direktor Fischer von Rapid erklärte, es gehe nicht an, daß Hakoah sich fa« niere und daß dadurch die anderem Vereine geschädigt werden. Die Verbuchung mit Amerika habe seiner Mei« nung nach für Oesterreich gar keinen Wert. Dr. Ebers« thaler beantragte, dem jüdischen Verein auf alle Fälle dw Vorbewälligung zu erteilen. Hakoah i'ürfe in Amerika nur gegen Vereine spielen, die dem der Fifa ^getretenen Verband angehören. Staatsanwalt Dr. Fickeis sprach sich gegen die Reffe aus. Auf seine Bemerkung, daß die Vereine von Hakoah Geld bekommen hätten, um für die Reise zu stimmen, entgegnete .Hugo Meist, es sei kein Geheimnis, welche Beträge Hakoah den Vereinen für die Verschiebung der Termine'biete.'Die Vereine griffen diese materielle Aushilfe, die schon im Jan«, ner flüssig gemacht werde, bereitwillig auf. Prof. Schmie« ger war dafür, keine unnötigen Schwierigkeiten zu machen. Magistratsbeamter Dr. Schindler verlangte 100 Dobia r von jedem Amerikaspiel Hakoahs für d e n O e st e r« reichischen Fußballbund. Meist erwiderte, Daßsich der Bund zu so unmoralischen Dingen nicht hergeben könne, worauf Dr. Schindler seinen Antrag zurückzog. Direior Fischer beantragte dann, der Hakoah die Meise zu be« willigen, was mit dem eingangs erwähnten Vorbehalt angenommen wurde. Der Sporttlub Hakoah veranstaltet heute um halb 9 llhr abends im Festsaale des Hotel Continental einen Bunten Abenv unter Mitwirkung bekannter Künstler. Hakoah stellt morgen gegen B. «. L. vier Mannschak» Mn. Außer der Ersten und der Reserve, die um halb 12 Uhr in der Brigittenau antritt, spielen um 8 und um 10 Uhr zwei Znaendmannlichastsn. Die Reserve tritt in folgender Aufstellung an: Beer, Berson, Grttnfeld 1, Schwarg. Wegner 3, Gwßmann, Fischer S, WurmLvmd, Mesner, Fuß, Schweinburger. Ersatz Posauner. Hakoah^lrademiker spielen morgen um halb 10 Uhr auf dem Hakoahplatz gegen Donau-Amateure. Der Hakoah-Platz wird in der laufenden Saison von der Hakoah nicht zur Austragung von Wettspielen benützt, trotzdem herrscht in der Krieau ein sehr reger Betrieb, da der Platz den kleinen jüdischen Vereinen zur Austragung ihrer Meisterschaftsspiele, seWstverständlich kostenlos, zur Verfügung gestellt wird. Eine Krise bei Kadimah. Wie uns von einer Gruppe alter Kadimahspieler unter der Whrung des Max Eckhaus mitgeteilt wird, kämpft der Sportklub Kadi,nah,, der zwertältvste jüdische Verein Wiens, mit großen Schwierigkeiten. Die Krise wird mit der Person des gegenwärtigen Sektionsleiters. Bi bring (ehemals Art) in Zusammenhang gebracht. Bibring soll auch versuchen,, Propaganda für den Austritt' der Kaöimah aus dem jüdischen.Sportverband zu entfalten. Makkabi—Alexandria 3:1. Der jüdische Verein konnte, in diesem Meisterschaftsspiel seine DiegeSserie fortsetzen, iw. ein eS ihm gelang, den Lriekstarken Gegner in einem erbittert ge« führten Kampfe' zu vrsisgen. Der S. C. Alexandria. führte in der ^veiten Spielhälfte eine äußerst brutale Spi-eüveis-e vor. .Fast.jede Minute wälzte sich ein jüdischer Spieler auf dem Boden. Der Schiedsrichter sah diesem Treiben ruhig und-den antisemitischen Ausfällen untätig zu. Es ist ein gutes Zeugnis für die Spieler MaKabiS. daß sie trotz der Drohungen und Tätlichkeiten der Gegner das Spiel mit größter Aufopferung zu Ende' führten. Die Spieler Sei«: ler, Scharr, Lutz 2 und Futterweit erlitten erhebliche Verletzungen. MaRabi lieferte besonders in der ersten Sipieihälfte ein schönes flaches Kombinationsspiel, doch konnte durch Schußpech nur ein Tor bis Halbzeit erzielt werden. Im Tor >Mt Zwirn eine glänzende Leistung. Beim Stande 2:1 konnte er unter anderem einen scharf geschossenen Elfmeter gÄnzend ab« wehren. Seiner zeigte wieder sein gewohnt gutes Spiel und wurde vou K o l m a n.n gut unterstützt. In der Halbes« reihe stachen besonders Lutz 1 und der au8 der Jungmann« schaft entnommene Zun t s hervor. S ch o r r wurde bald nach Beginn verletzt, könnte jedoch trotz der Schmerzen bis zum Schlüsse mitspielen. In «ter Stürmerreihe, die in der Aufstellung Schlesinger, Futterweit, Lutz 2, Torczyner und Pillin« ger antrat, brilliert« wieder Lütz 2, der bis zu seiner Verletzung seine Netenleute mit schönen Bällen versorgte. Er hatte wieder großes Schußpech, denn zwei seiner Balle gingen an die Stange. Die Tore-erzielten Zunts, Torczyner und Pillinger. HeSiawer bomb.—Moravia 1b 2 :0. Schönes, faires Spiel beider Vereine. Die Tore für Hechäwer erziebte Adler 2, darunter ein Prachttor aus 40 Metern Entfernung. Die besten Spieler vvn Hschäwir waren: Adler 1 und 2, Schwarz, Teirlstal. und Spirä. « . MKK t M «r. S7S1 Hakadur—Molkerei 2:4. Derbes Spiel der Molkereileute, die einen Hakadür-Epieler insultierten. Der ErsatzschiedSrichter zu nachsichtig. Hakadur trat mit einer Restrveverteivigung an, die sich sehr gut hielt. Sonst waren noch Schapira, Fischer, Gerstl und Jonas sehr gut. Die Tore für Hamdur erzielten John 2 (Elfer) und Jonas. Hakoah, Schwimmsektion. Das Training findet jeden Dienstag von halb 7 «bis 8 Uhr und jeden Donnerstag von hakb 8 ms halb 10 Uhr abends im Dianabade statt. Mitglieder anderer Sektionen sowie Gäste willkommen. Während der Trainingsstunden erteilt ein geprüfter Schwimmlehrer gegen geringes Entgelt Unterricht im Schwimmen, so 'daß nunmehr die Möglichkeit besteht» auch Nichtschwimmer auStzubilden. FamMenVad-Mende im Dion?bad. Dom SchSimmverLand ist es gelungen, die Samstagabendstundcri (halb 8 bis halb 10) im Dianabao für ein allgemein zugängliches Familienbad offen zu halten. Die warmen Duschen sind im Betrieb, die Halle geheizt. Diener besiegt. Der deutsche SchweiHewöckstAiMster Diener (156 Pfund), wurde vom Amerikaner M a l o n e Y (204 Pfund) in einem Zehn-Rimdenkampf nach Punkten geschlagen. Nur die ungewöhnliche Härte Dieners rettete ihn vor dem Knockout. Ter Genickschlag erlaubt. Auf der letzten Tagung des englisthen Amateurboxverbandes wurde die Frage besprochen, ob der Genicksthlag erlaubt sein solle oder nicht. Als der alte Federgewichtmeister R.. K. Guun erkläre, daß Schläge auf den Hinterkopf und dlls Genick meist nicht aus Schuld des Schlagenden erfolgen, sondern aus Schuld des Gegners, der in geduckter Haltung auf den Gegndr loSgehe und somit den Genicksihlag geradezu hrrausfordere, entsö)ied sich die Versammlung dafür, den Genickfchlag locitechin als erlaubt zu betrachten. Aus den Vereinen. Hakadur., Heute ab 6 Uhr Ping-Pong. Fortsetzung oer > Klubmeisterlchaft. Nennungen noch bei Herrn Staoler. Jeden Dienstag, Donnerslag, Samstag und Sonnlag Training auf drei Brettern. Gäste willkommen. Halb 9 Uhr Fußballfpielerversammlung. Ausstellung zweier Mannschaften. Die erste Mannschaft spielt Meisterschaft gegen Weißgärber, 12 Uhr, Städlauerplatz: die zweite Mannschaft gegen Amateur-Jugendmannschaft, um halb 9 Uhr Amatrurplatz. Zion. .Morgen, halb 12 Uhr, Wettspiel der Reserve gegen Cricket, 1. Jungmannschaft, auf dem Cricketerplatz. (Halb 11 Uhr. Praterstern: Fairla. Jellinek, Kohn, Alschüler 1 und 2, Schindler, Muck, Hölzer, Leichter, Vogel, Magenberg, Himmelreich und Blatt). Das Wettspiel der Schülermannschaft wurde für nächsten Sonntag verschoben. Libanon. Heute, 9 Uhr, Aufstellung. Anschließend Chanukah-Abend. Eintritt frei. Gäste willkommen. Sonntag, ab 2 Uhr. Ping-Pong. Montag Schwimmen. Hechmoer. Heute um halb 9 Uhr Monatsversammlung, zu der alle Mitglieder bestimmt zü erscheinen haben. Morgen Meisterschaft gegen Br. Sp. V. mit drei Mannschaften am Akademia-Platz. — Pi n g - P o n g wie gewöhnlich. Jewish Allround Sportiug Club. Heute Handballtraining ab 2 Uhr am Viktoria-21-Platze (31er Wagen bis Endstation, dann 32er Wagen, 3 Haltestellen). Montag Schwimmtraining im Beatrixbad von 8 bis halb 10 Uhr. Wasserball. Trainer vorhanden. Gäste willkommen. Dienstag Klubabend im Wiener Rina-Eafe. Ping-Pong, Schach, Mitgliederaufnahme, Auskünfte, Äüsschußfitzung usw. Kadkmah. Sonntag keine Wettspiele. Ende Dezember Tagesausflug auf die Rax. Auskünfte 'bei Herrn Kohn. Theater von heute Brrrgtheater. Der junge Aar Anfang 7, Ende vor 10 Uhr Staatsoper r Turandot Anfang V,8, Gnde nach 10 Uhr Madpmietheater Spiel im Schloß Anfang »/-8, Ende vor 10 Uhr Deutsches DokkSttzeater: Der Gatte der Fräuleins Anfang */,8. Ende vor 10 Uhr Voltsoper: Die Walküre Anfang V,7, Ende gegen V,ll Uhr Kammerspiele: Marlborough zieht in den Krieg Anfang'l/,8. Ende */«10 Uhr 10*10 Nachtvorstellung. Der Diener >einer Frau Theater a.d. Wie«: Die ZirkuSvrmzessin Anfang y,B. Ende vor 11 Uhr Johamt-Strauß-Theater; Alexandra Anlang '/,8. Ende 1/,11 Uhr Raimund-Theater r Das Schwalbennest Anfang l a8, Ende V,li Uhr 3 Uhr nachm. Schneewittchen und die sieben Zwerge Renaiffauee-Bähue: Die Pfarrhauskomödie Anfang 8, Ende 10 Uhr Theater in der Josesstadt r Viktoria Anfang */,8. Ende »/all Uhr Stadttheaterr Wien lacht wieder Anfang »/,8. Ende nach 10 Uhr Modernes Theater: Aller für die Mama Anfang 8. Ende 10 Uhr 7,4 Uhr nachm. Bruder Lustig Wiener Bürgertheater r Der MitternachtSwalzer Anfang */,8, Ende nach 10 Uhr 3 Uhr nachm. Nathan der Wetjo Lustspiel-Theater r Valencia Anfang 8, Ende nach 10 Uhr Jüdisches Künstlerkabarett (Cafe Astoria). 2. Bez.. Praterstr. 60. Das Gaßenkind 8 Jüdische Bühne, 2. Bez., Tadorstraße 12 Die Ztgeunerhochrett 8 ZirknS Adolfi. Renzgebäude. RADIO-PROGRAMM Heute Samstag. 1618 Uhr r Konzert des Orchesters Silvester Schirder. 'Schieber: Gräf-Marick: Komzak: eodrer Mädln; Johann Strauß- Ouvertüre zu il»dermaus; Ziehrer - SchneebaUen-Wolzer; daher: Potpourri cm- «Wo Puppenjee"; Neumann: Aision. Blues aus „Jömnal der Liede"; Ralph Erwin: Im Ural; Wottitz: parier vou8 fran?ais? 18 30 Uhr: „Der Winter, in kerndeutschen Dichtung." Gesprochen von Gettrüd Lasch und Dr. Werner Riemerschmieb^ 19.45 Uhr: „Der Graf von Luxenburg " Operette von A. M Will ner und Rodert Bodanzky. Musik von Franz Lehar. . Uebertragung der Jazzband, aus dem Hotel Bristol, Wien. Morgen Sonntag. 10 Uhr: Orgelvortrag Walter Pach. 11 Utpe: Wiener Symphonieorchester (Felix Mendelssohn, gestorben 4. Dezember' 1847; W. A. Mozart, gestorben bi Dezember 1791.). Mozart: %-w*ckt Gr&ndoox oiner Filisle nlleroxte welches »ach ihr Derof od 'Wohnort sei KonntnisB*, Kapital od Lager picht arferderl. Monat). Gewinn ca. 300—8 0 Dol ar. AngofaL' u. »Ezistena* an Haaaeastein & Vogler, Wien. l*. Schaleretr. 11 Symphonie O man. Mendelssohn: Violinkonzert. Mendelssohn: Schotti'che Symphonie. 16 Uhr: Konzert I. W. Ganglberger. R Dellinger: Ouvertü'e zur Operette .Capitän Fraeasta"; R Schiffer: Dürerbund: H. C. Lümbye: Traumbilder-Phantasie; Ganglberger: Das Lied vom goldblonden Mädel; Kohlmann: ktudentenlteder: F. Liftl Der fidele Junggeselle; Johann Strauß: Morgenblatter; C. Komzak: Wien bei Nacht; C. M. Ziehrer- „Verliebt" aus „König Jerome"; B. v. Ujj Karl Lindau-Marsch. 18- 10 Uhr: Kammermusik Quartett Got'eSmann. Mozart: Klarinettenquiutett; Mendelsohn: Streichquartett Nr. 1, Ls-äur. * 19- 30 Uhr: Opernaufführung. „Das Rheingold" von Richard Wagner. ,,«UÄ" ut nachweisbar da» YerlfiDUdisie „0114“ ist nodiw*ls*ar die A teste «nd (OhreRde QaalUfifsmarue Bei „MIA" YOllSte Garantie fftr JetfCS Stüoh Überall orWitllcl» — ,,OLLA"-Depot« dorch Plakate ersichtlich M0ooeoooaeoaoaf»0AoeA«»4iiao0eo GUMMI..?! ilmepilianisGli-' 4Jn Amerika, England, Holland, Frankreich, Deutschland, Schweiz uaw. erfolgreich eingetübrt! Die jüngst .erworbene Generalrertrotnng für Oesterreich, (Ham&nien and Jagoslawien vor Abschluß). sucht Kapitalskratt. Fortlaofender Gewinn gesichert und klar zu überprüfen. Mannig* faltiges Bet&tigungsgebfet. Zentralgelegenes Borean und gediegene Organisatiönskr&fte vorhanden. 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