Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2791 (4.12.1926)
- Date
- 1926-12-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Gelle 2 Wien, Samstag Wiener Moegenzettung 4. Dezemtber 1926 Die Probleme des jüdische« Volles und die Sozialdemokratie. Bon I. Hevenberg. VI. Jüdische Koltusgemeinde — jüdische Volkßgemeinde*). „Ja! Ich tveig, hurtjeie ick, stamme! Ungesättigt gleich der Flamme Glühe und verzehr' ich mich." Nietzsche: „Tie fröhliche Mjsenschüit." Wer ist Mitglied der jüdischen Kultusgemeinde in Wien? Nach dem Statut ist es „jeder Israelit, der seinen ordentlichen Wohnsitz in Wien hat". Es wird also niemand auf seine religiöse R-cchtgläubigleit verhört. Niemandem tvxrden die peinlichen Fragen Grelchens gestellt: Wie hast du's mit der Religion? Ehrst du die heiligen Gebote? Zum Gottesdienst bist du lange nicht gegangen? ES ist uns auch kein Fall bekannt, daß etwa ein Jude in Wien dringende rabbinische Responsen über bestimmte Dogmen hätte einholen müssen, um seine Mitglicdsfähigkeit bei unserer Gemeinde klarzustellen. In Wahrheit ist Mitglied der jüdischen Kultusgmeinde jeder, der dtzx jstdjschen Volksgemeinschaft angehört. Man erzähle uns daher nicht, daß wir eine bloße Religionsgeuossenschaft, eine „klerikale Organisation" sind, der ein freisinniger Mensch und Sozialdemokrat nicht angehören kann. Abgesehen davon, daß Freisinn und Sozialismus ja keineswegs identische Begriffe sind und daß sie nicht in jedem Gehirn gleich beieinander wohnen. Aus welchem Grunde immer jemand unsere Reihen verläßt, um sich den stärkeren Bataillonen zuzugesellen — mit dem Argument des Freiseins, dieser allerneue st en Gesinnungsfrömmigkeit, komme man uns nicht. So freisinnig, als beispielsweise die altkacholische Kirche, der eine ganze Reihe sozialdemokratischer Notabeln hochoffiziell, vornehm und stolz angehören, werden wir wohl noch sein. So freisinnig gar, als die in Bildung begriffene Atheisten-Kirche, dieser modernste, intoleranteste Klerikalismus, der am liebsten die politische Macht der Partei mobilisieren möchte, um jeden Andersgesinnten mit dem großen Bann zu belegen, sind wir noch zumindest. Mit dem einzigen, aber sehr großen Untersch ie d, daß wir keine Kirche, sondern eine Gemeinde find. W i r sind die Gemeinde der Angehörigen des jü d i sch e n V o lkes i u W i e n. Gar mancher sozialdemokratische Rechtsanwalt, der heute von uns nichts wissen will, wußte sehr gut, wohin er sich, wie an ein Vaterhaus, zu wenden hat, als ihm während der Studienzeit die Mittel knapp wurden. Gar mancher Kpnsessionslosgc'wordene weiß, wohin er sich zu wenden hat, wenn es sich um dis Versorgung seiner altgewordenen Mutter handelt, um die Unterstützung armer Verwandter oder — um eine Gratisbestattung. Wie das Vaterhaus: Man bedarf seiner, bevor man flügge geworden ist, glaubt es verschmähen zu dürfen, wenn man einmal auf eigenen Beinen steht, und erinnert sich doch wieder daran, wenn Alter oder Not an die eigene Türe zu pochen beginnen. Ja, freilich, aber das Gesetz? Das Gesetz ist uns allerdings nicht hold. Wem erzählt man das? Wir wissen es selber am besten: Das Gesetz kennt uns nur unter dem Namen „Kultus"-Gemeinde und will uns keine andere Aufgabe zugerviesen wissen, als die der Befriedigung religiöser Bedürfnisse. Aber dafür sind nicht wir verantwortlich. Das Gesetz ist das einer äußeren, uns nicht immer freundlich gegenüberstehenden fremden Macht. Man helfe uns, das Gesetz ändern! Man mache es uns nicht unmöglich, unsere Gemeinde unseren modernen Bedürfnissen entsprechend auszugestalten. Man hindere uns nicht, allen Angehörigen unseres Volkes, m-abhängig von ihrer Welt-anschauung und ihrer Einst ellu'/g zu dogmatischen oder religiösen Fragen, das zu sein, was wir ihnen sein müssen —- eine moderne Volkgemeint» e, Man gebe uns vor allem unsere nationalkulturelle Autonomie, wie man sie nach modernem Völkerrecht jeder ansehnlichen Minorität zu gewähren hat! Soll man das Sozialdemokraten österreichischer Schule, den berühmten Austromarxisten, erst sagen müssen? Hier hat ein Synoptikus-Renner genial und erstmalig das Personalitätsprinzip in der nationalen Autonomie verkündet. Hier hat derselbe Nenner, nachmals unter Rudolf Springer dieses Prinzip zum System der demokratischen nationalen, beziehungsweise najionalkulturellen Selbstverwaltung erweitert. Hier hat ein Otto Bnuer in seinem berühmten Jngendwerk treffend dargßbegt, wie dieses System der nationalkulturellen Autonomie nach dem Personalitätenprinzip erst völlig dem Machtkampf der Nationen ein Ende bereitet, dem Aufmarsch der Klassen alle Hemmnisse aus dem Wege räumt; wie es dem Arbeiter ersparen soll, mit ftinsr Arbeitskraft auch feine Seele dem Unternehmer verkaufen zu müssen, wie es ihm dgS Recht aus J)ie Kulturgüter seines Volles zmückgeben fyll; wie es schließlich ein Mittel zu dem großen Zwecke ist, die natipnAle Kultur zum Besitztum des ganzen Bo lkes,'das ganze Volk zur kulturellen Nation zu'machen. Und all das jedem Volke, nur nicht, dem jüdischen! Warum? Mil eine marxistische Analyse des Kapitalismus, wie er in seinen EntwiMngsjahren sich dem Brtrschter dachst, für die spätere Zukunft unseres Volkes als solchem eine ungünstige Prognose, die Prymzose der Auflüsung erMö. Diese, eigentlich dem Arsenal m Abe- Msmus m seiner, der frühkapitMtischen, Zeit ent- * Siche „Wiener Morgenzeitung" vom 7., 0., 1L, m rmd L De-eNhßL stammende Assimilationsideologie ist inzwischen von der Geschichte in so vieler Hinsicht Lügen ge stra ft worden. Sie hat auch dem jüdischen Bslk« gegenüber, v o rläufig als Trugbild nur, sich bewährt. Aber man Klassenlose Klassenlose pur Anfan giffehang empfiehlt Helene Stutz, lipplingirsiraDe 16 (Eckt Setivertg.) Ziehang 28. and 80. Dezember. Lose, Plan und E> lagschein werden promptest zngeseodet. Bestellungen erbeten. ira Rr. vm =====?'"'•'.■.' 1 T'—. kann eine „wissenschaftliche Erkenntnis" nicht so ohriMvetO ters preisgeben; man kann nie wissen» Ma« darf aus der „Auaenblickskrise" des Kapitalismus keine „übereilten" Schlüffe zieben. Die alts Kßndenz wird sich vielleicht doch, allerdings in vorläufig Unabsehbarer Zeit, durchsetzen. Und wen» man Ms ln-wischrn, wie jedem anderen Volke, di§ Möglichkeit gewähxjk, neben der allgemeinen Bildung Wch hie Knftur unseres Volkes zu Pflegen, wenn man unZ unser Recht, auf tzaS wir Anspruch haben, nicht vorenthalten würdß -!— ftütt ben wir nachher da mit dem gewaschenen HalSl Welche Konsequenz hat das heutige Mische Bott aus dieser eigensinnig verrannten, lieblosen und daher verständnislosen Politik zu zichen? Darüber wollen wir im nächsten Artikel sprechen. Me ein SlSudlger zum Schuldner wird, Sie Wirischast bei -er Poftipaikaffe. — Boscl begibt unbatterte Kautionswcchse». Aus einem gestern abends verlautbarten Bericht über die letzte KitzuH des Postsparkassemmterausschusses wer-- den Dinge über die Geschäftspraktiken des Herrn Bosel und über ^anz unbegreifliche Transaktionen des nach Amerika geflüchteten ehemaligen Finauzministers DoAo: Ahrer bekannt, für die sich unbedingt der Staatsanwalt interessieren müßte. Da wurde zunächst ein,. Zuschrift des Präsidenten Eldersch verlesen, in der erzählt wird, wie Bosel ihm übergebene Deckungs> Wechsel der seinerzeitigen Eigentümer der HammcrbroL toerke bei der Postsparkasse zu Geld gemacht hat. Dose: hatte die holländischen Gläubiger der Firma Skarrt, H anusch u. Co, befriedigt und sollte als Entgelt hiefü> £0 Prozent der Aktien der neu zu gründenden Hammer brotrverke A.-K. erhalten. Die Gründung der Miertgeselb schüft erforderte einige Zeit. Als Kaution für die Grün düng der Gesellschaft und die Uebergabe von 40 Prozent der Mim bekam Bosel undatierte Wechsel, di. er nur im Falle der Verletzung der Bertragspflichten da. Firma Skaret. Hanusch u. Co. realisieren durfte. Bosel trug aber diese Kautiimsrvechsel sofort zur Postsparkasse. Eldersch nennt das sehr vorsichtig „eine Ordnungswidrigkei t". Durch ihre Verbindung mit der „Treuga" und der Verkehrskreditbank kam die Postsparkasse nach und nach in den Besitz von 11,100.000 Stück Aktien. Beide Payftn werden, wie Dp. llleisch gestern erklärte, lj quidiert, Der gewesene Bünde/kauz^er Dr. Ramek erzählthierauf auf Befragen, daß ihm im Frühsommer 1625 Finanzminister Dr. Ahrer zu eitler Besprechung mil dem Gouverneur der Postsparcafse Dr. Kl ime sch gerufen habe, in der K-iutesch mitteilte, daß aus Geschäftet, der Postsparkasse mit Bosel eine Forderung der Postsparkasse an Bosel von 300 oder 350 Mil liyr den erwachsen sei, Bos%t verspreche immer wieder Zahlung, diess sei aber schwer von ihm hereinzubekommen. Auch au ihrem Rostrobesitzhabc die Postsparürsse Verluste erlitten. Als Dr. Rainek im September nach Gens fuhr, suchte ihn Bosel während der Fahrt im Zuge auf utcd teilte jhm mit, das! er jetzt in der Lage fei, durch Transaktionen, die er in der Schroeiz gemacht habe, sich vollständig zu rangieren mch seine Scl-uld an die Natioualbank und an die Postsparkasse zu bezahlen. Am 22. September, dem Tage der Bertragsuttterzem-nung durch Bosel, wttrde Dr, , Ramel von Dw. Ah rer telephonisch um eine driugerche Unter redung für den nächsten Tag ersucht. Pei der Untere cedung legte Ahrer eitle vom Minister Schürsf uinterschriebeue Aktennotiz vor, die einen Vorschlag des Gouverneurs Klimesch enthielt, durch den di. Postsparkasse, wie Ahrer sagte, wieder zuihrem Geld kommen könne. Di« Kottstruktion war, wie folgt, gcdarhit: Jrt der Schweiz bildet sich eine Miengesellschast mit eittem Kapital von drei oder fünf Milliotten Scl/.vci zer Frattcs zu dem ZtvetSe, Bösels Attienbesitz zu über nehmen und das Bankhaus Bosals zu sanieren. Di? Postsparkasse sollte pou der Attiengesellsthast, dem flnioptmst, Aktien um elf Millio.ren Dollar kaufen und ch später sättig werderrden Raten bezahlen. Die erste Ratk ,var am 1, April 1637 fällig. Bort dem Betrage sollte die Schuld Bösels abgezogen werden, so daß si^ kvmpmsiert wird und etwa sieben M i l l i o u e u Dollar übrig bleiben. Do>l sollte aus der Hast tung entlassen und die Postspartqsfe die MüglickMü erhalten, sich durch Verwertung der Uniontrust-Altien zt> regresjMM. Dr. Ramek war gegen diesen Plan, vor allem, weil die Postsparkasse durch ihn aus der Gläubigerstellung in esne Schuldnerstellung f urot Uebrlgeno l-g nM einmal estt Verz'ichttis der Bo'el-Attien vor. Der Aaufprets war angeblich auf Gctlnd von SclKtzmtgen der Unternehnmtlgen ermittelt worden. Ahrefl mesntc nun, die Forderung arr Bosel fei -o hneh tnuneinvrkng-' sich. Durch diese Transaktion beäue man wenigstens die Möglichkeit einer teilweise» Deckuwg Gegen das Votum Dr. R m ks und ohne d.'ssen Wisset« schloß jedoch Ahrer die Sache ab Dis Folge war ein schwerer Konflikt zwischen Ramek und Ahrer. Ramek vrr anAte dle Aufhebung de; Ve ctra es kmn e a'-«r mt errmchm. daß B-fti für seine u sp üng ihr Hichuch pp» M Miliavden hqKar bih B i hex weittven bekftrvnll des Vertrages verhlleben di? Mim nur als Dir Postspa'k.iffe ß-m aus d m'^sge ftümx ißm4 rmd VsU vM.tchtete sich, all» WÄP, di« di« Postsparkasse an den Uniontrust zu leisten hat, tertningö» tnäß zu bezahlm. Handelsmiitister Dr. Schürff hestätigls, bah Dr R'- mek Bedenken g gen be t Vettpa; ge'mIrt Hatz' u.-.d mit dem ganzen MeWst nicht chchichanden wgx. Her Verlcag fei gegen seinen Wi len und oh..e Zustl'MM^ des Bu«cdeskanzlecs abg sch'ossm Wochen. s Ministerialdirektor im Fi.'a zmiuistexium Ar. G imm hatte Ahrer gleichfalls aus das rirkmrte Geschäft der Ppstspa-fasse aufinerr'mn genmcht- Ahrer sagte chm al^er, hie 'Vostspa kasse stehe aus dnn Stand,unkt, daß B.ofrl in Konkurs gehen müfse, wenn die Sähe tricht gemacht we.de. Di-' Vereinbarung sei die einzige Mb lichk it. Basel zu retten und da«mt d.'r Postsparkasse Verluste zu ersparen. Auf Antrag Dr. Dannebergs wurde beschlossen, den gewesenen Finanzminister Dr. Ahrer zu verständigen, er möge sofort nach Oesterreich zurückkehren, nm sich für die Untersuchung der Postspärkassenangelegenheit zur Verfügung zu stellen. Das Bundeskanzleramt hat bereits an die österreichische Gesandtschaft nach W a-- s hing ton ein Telegramm abgesanht, Dr. Ahrer möge sich wegen Anskunftertrilung nach Wien b# geben. WM. Fried und WMettdorf. Im Fall Mäander Weisz laufen zwei Nichtigkeit sb e schw e rhen beim Obersten Gerich^hof. eine d..s An^ek agten und eine de? Staat/chtwa teö. Di: Ve hal.d'Wg wud — wie Vizekanz'er D/. D i n g b o r gestern im Budu qetatcsschtlsse ntiltei te :— dcmnäch st a geor net werden. Daß sie ntcf)t' schcm'ungeordnet i'"t. hat feilten Grutf> darin, aß' der Oberste Ge. iht. Hof de zl ausleroKent'ich be'ästet und der Dezember schon vollkommen mit Veva «cdlungeii besetzt ist. Das Wöllersdorfer S t r a f v e r f a h r c n n il Dr Di g^oser nicht m derschstr- :)m. V'ua) ba3 Kr'.d versah.en ge e:r die Industrie-und Handelsbank ist nicht eingestellt worden, sondern noch anhängig. . ' l Für den Geir. raMr ktor der Anke.brottrer"e ArHrr Friewurd rr n 'er Begnadrgungsgesuche vo.vge^egt. Dr. Din ofe.r Jjal j>en entsprecheIT.t’qg — was er Lemha tel, kann^osr Bilck'a .^'er weg« Beypflichtung zur Amtsverschwiegenheit nicht mitei- 'm — an den Bnnd'sprä'ld.mten ge'elst Dr übrigen) Fried auh ein Wiederaufuahm?gesuch v.rge^rcrht h>rt, wird sich die Enlfch'idung Ab r dia Gaa^eusa.he bi' zur icheidrMg der Wiederaufnahme des Strafverfahrens vere schieben. Steilerabba« r« TaUburg. Im wohltuenden Gegensatz zu Stadtrat B r e i 1 n e c, der trotz des horrenden Gebarungtt''iberschusses der Gemeinde, und obwohl ihm die neue LandeSbiersteuer wiederum ein Riesenerträgnis liefert, sich beharrlich weigert, die Gemeindeabgaben herabzusetzen, wird das j)and Salzburg den Ueberschuß der B i e ra b g a b e, dazu b'nützen, eine Reihe von L and e sabg ohssn zu ermäßigen. Es werden herabgesetzi: die G r u n d st e u e r um 2ö Prozent, die H a u s k l a s s e n st e u e r, die F ü r s o r g e a bg a h e der Landwirtschaft, die F r e m d «n z! m m r p? a b g a b e von 20 auf 10 Prozent, dieEleftrizitätsaHgabe und die Gemeindebeitragssteuer. Zur Beseitigung der Mcchnungsnot wird weiters ein Betvag von 10 Millionen Schilling für Neubauten, die die en^piFind-'n zu errichten haben, aWgewvrfem 88 Führe Keren Kalrmeth. Das Ptäjidium des Keren Kajemech teilt mit: Im ^aufettden Monat feiert der Keren Kajemeth seinen 25- Mctgen B-stand. Dieses Ereignis wird in dev. ganzen zionistischen Welt enllpreck.'end gefeiert. In Wien, dem Molntiitz Theodor Herz's, der der Idee des Keren Kajemech chre Gestalt verlieh, Jobann Kremenetzkys, der der erste Direktor des Fonds und Organisator der Keren Kaiemcth- Arbeit war. dem Sitz des ersten Hauptbureaus, soll es in eindruckDollex Form gMMn. "'-"Mästung des Keren Blau auöge h t t, ngch dem in ..hmmtüte f Jubiläum gefeiert werden wird.! .elhen. beruft das PMdium M ittwoch. de« 8. M'wbrr lW Kai?mem hat nun einen Wien und in der Br him bchufs Durchführung desis Ksrsn mUmtti m d.elisrtel 8Mr avendj