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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-28 · Heft 2785 (28.11.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2785 (28.11.1926)
Date
1926-11-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Skr. 2785 Men, Smrtüvy 38. November 1M8 Sötte Y Ein Jutze rumänischer Kons«! in AegEntinKn. Der Proseffor der WysuÄeyie an der medizinischen Fakultät in Ro« »arte, Dr. Marcu Samoviei, wurde zum rumänischen Konsul in Buenos Aires ernannt, (tz. T. A.) «waiiifliiiiiiiiifliiiiimiaiiiiiiiiiiB OEST. PATENT £|,.f|] °- R-- PATENT pas ÜLastische fUßkissen, ideale Schuheinlage beseitigt sofort Fufi-ErmUdungsschmerzen, Sohlen-1 Bei Postbestellaag Brennen und Plattftiflbeschwerden I Schuhnummer angeben APOTHEKE, Wien, 11.. EliliSf|a*S€ rr Die jüdische Poliklinik in Bukarest wurde am letzten «Sonntag feierlich eröffnet. Die Anstalt hat ihre «besondere DeDeultung für die W-lschen Studenten, denen sich hier eine neue uneingeschränkte ÄuÄbildungsmöglichkeit eröffnet. ™n7er7"S geben wir wegen vorgerückter Saison sehr ftellSlfi ab. Velouratoffe für Mantel a S 8.—, 12.—. Spezialhaus für feine Damen* und Herrenstoffe Fl. Brodfovln «& Co. I, Jasomlrgof (strafte 4 "HZ KaiSwan« Großer Restenverkauf tmilllllllHUHIIIIIIIIHIIIIIIIIIIi Bühne und Kunst. Ein Wischer Pianist. Gespräch mit Adolf Baller. liiÄM ' 'S " > <'- :v<; > ' * ' ' ' ' , ... 'J k ' 1 Der 'jugendliche Pianist A d o l f B a II c r, dem die Kritik seit zwei Jahren mehr als reges Interesse und bewundernde Anerkennung, nämlich ihre warme Zu* nsögung entgegenbringt, weil sie von ihm Großes er* «wartet, ist kein Wunderkind mehr, sondern eine früh* reife, begnadete Begabung. Da^vir mit dem Jüngling sprechen, ML vor allem seine vornehme Bescheidenheit auf und dann tm Gespräche das große Verantwortungsgefühl gegenüber der Kunst, der er sein Leben widmet. Wir hatten das Bedürfnis, mit dem jungen jüdischen Künstler über seine Vergangenheit zu sprechen. Es ist doch für die Oeffentlichkeit von Interesse, zu erfahren, itrie ein solches Talent seinen Weg macht und wie merkwürdig oft die Wege zur Kunst sind. Nachstehend geben wir den Inhalt des Gespräches wieder: „Meine bisherige Lebensgeschichte", erzählt Adolf Baller, „entbehrt nicht jener traurigen Romantik, welche die Jugend io vieler kennzeichnet, deren Wiege auf dem Kriegsschauplatz gestanden ist. In unserer Kinderstube war Kanonendonner die tägliche Musik und nur zu oft wechselte meine Heimat den Beisitzer. Schließlich mußten wir das Kos so vieler Flüchtlinge teilen. Man erzählte mir später, ich hätte, noch bevor ich das Gehen erlernte, auffallend viel gesungen und sogar richtig. Soweit ich zurückdenke, zeigte ich Liebe für Musik, aber mich untervollen Ihre Wasche sauber haben sollen Ihre Wäsche schonen müssen daher waschen fassen bei der FEINWASCNANSTALT BIANCA XIH., LINZER8THA88E 290, TELEPHON 61*3*1 holen und stellen jedes Quantum Wische kostenlos zu. waschen Ihre Wische ganz separat, schonend und blfltenweiS, halten Ihre Wisch« gegen Jedes Risiko voll versichert. ff* 9 zionM«e geftion „ganere Stadt" Msntai, U* S». fteftemtef 1**6, 8 tthr, r« ftfel» (auf be* Schwedeueafö, 1. Bezirk, Schwedeutzlatz, ffnrlcht Br. Leo Goldhammer PrSfident de- Zion. Sanbe»ko«lteeS, Über Mt Wiener 3udeu" _DaS PrSfidi««. richten zu lassen, konnte nicht einmal erwogen werden, denn wir waren durch den Krieg verarmt. Ms wir wieder nach Haufe zurückkehren konnten, ließ mich mein Vater — ich stand im 10. Lebensjahre — im Klaviersipiel unterweisen. Da kam die Bolschewikenlnvasion, wir sahen die Straßerükämpfe mit an, mein Vater erkrankte und starb, die Mutter blieb mit vier unversorgten Kindern zurück. In dieser Zeit hellster Verzweiflung drängten gute, aber unbemittelte Wiener Freunde meiner Familie darauf, man möge mich zur weiteren Ausbildung nach Wien schicken. Die Fahrt währte vier Wochen und nach der Ankunft mußte der EWährige zunächst die Kunst des Hungerns erlernen. Mer ich fand wohlwollende und gütige Menschen, die mich förderten, hatte bald das Glück, Schüler der Frau Professor Bvee zu werden. Gegenwärtig lerne ich noch bei Ptof. Kessisoglu. Die Anerkennung, die mir fett zwei Jahren Kritik und Publikum in so reichem Maße zollen, 'ist mir ein Ansporn zu hingehendster Arbeit an mir sevbst." Adolf Baller, einer von Len wenigen Glücklichen, Len eine Pogromwelle hinauftrug, hat eine große Auslandstournee mit ungewöhnlichem Evfolge absolviert und tritt am, 4. Dezember wieder vor das Wiener Publikimr. m. .Ae PsarrhauskamMe." Renaiffanee-Bühne. Gewiß, auch die Pfarrer sind Menschen und die unentbehrlichen Wirtschafterinnen Weibsbilder. Daß in diesen Binsenwahrheiten Konfliktstoff, ja sogar ein ausgesprochener (wenn auch nicht neuer) Lustspielstost ruht, soll nicht geleugnet werden; so unbeholfen aber wie Heinrich La Uten sack ans Werk geht, läßt sich allerdings daraus nicht mehr machen, als langweiliges Gerede über Schwangerschaft, Sünde, Verzeihung, mit einem Wort: ein ziemlich nebulöser Quark, lächerlich in der Tragik, fad —, weinerlich in der angeblichen Komik. Lärm um nichts... Jarno .bemühte sich um eine Inszenierung ins Tragische, mit Volkshumor untersetzt, doch wird er bald bemerkt haben, daß es weder für das Eine noch für das Andere langt. Seine Tochter, Hansi Jarno, sollte für den Volikshumor, und die ausgezeichnete Else Schilling für die Tragik sorgen; beides war diesmal schwer: Hansi Jarno entledigte sich ihrer Aufgabe wirkungsvoller, Else Schilling künstlerisch — reifer, gestaltungskräftiger. Heinrich N e ck a m m und. Franz Massareck taten ihr Möglichstes für den zugreisenden Pfarrer und pennälerhaften Kooperator. l. tch. Am den Zljeatetn. Burg theate r. Morgen, H6 Uhr, ,Kadh Winder« meres Fächer". Dheatergemeindc Serie F. Akadamietheater. Morgen, HS Uhr, „Spiel im Schloß*. (Abonnement, 6. Gruppe.) Op ern th ea te r. Morgen, 6 Uhr, „Palestrina". Dienstag, den 30., „Die Macht des Schicksals". Deutsches Volkstheater. Freitag tritt das Ehrenmitglied Leopold Kramer als Nathan der Weise und Samstag in dem Lustspiel „Der Gatte des Fräuleins" von Gabriel Dregely auf. Nach diesem Ehrengalsllspiol setzen die Abschieds-Vorstellungen des Ehrenmitgliedes Dr. Rudolf Throl-t ein. Als nächste Neuheit wivd die Komödie „Der Garten Eden" von Rudolf Österreicher und Rudolf Bernauer vorbereitet. Kammerspiele. Ms nächste Novität gelangt Zangwils Komödie „Der König der Schnorrer" zur Anssührung. Die Titelrolle und Regle hat Herr StäiH übernommen. Operntheater. „Die Macht des Schicksals* von GiufeM: Verdi, ging unter Leitung von Direktor Schalk mit starkem künstlerischem Erfolg in Szene. Der starke Beifall galt ebensosehr der vom heißen dramatischen Atem der Vertuschen Kantilene erfüllten Musik, wie den vorzüglichen Sängern. Frau Margit Schenker-Angerer, welche als Leonore in der Staatsoper debütierte, sügte sich dem ausgezeichneten Ensemble — Anday, Mahr. Piecaver, Schipper — als hochwertige Künstlerin ein. Wir kommen aus die Verdi-Oper noch ausfühvlich zurück. Die „Bühne der Jungen", beginnt ihre diesjährige Spielzeit am 4, Dezember mit der Aufführung von StrindvergS dreiaktrgem Kammerspiel „Scheiterhaufen". Kartenvorverkaus in der Geschäftsstelle der .Mihne der Jungen", t Bez., Bauernmarkt 3: (Buchhandlung H. Heller u. Co.) Die Eröffnung de« jüdische« Theaters in Riga. Aus Riga wird uns geschrieben: Im jüdischen Klub fand die feierliche Eröffnung des neuen jüdischen Theaters statt. Das Theater, das unter der Leitung MorewskiS steht, brachte als Eröffnungsvorstellung ,^>u8uS" von Alter Kaeigne. BegrüßungsteLsgvamme sandten unter andevern der lett- ISMsche UnterrichtSmintster Le mm eis. der Präsident des Sejms Dr. Paul Kälenin, der Vorsitzende des Theaterkotmtees beim Unterrichtsministerium und das lettische Nationale Theater. Der Regisseur Morewski sprach Der dnr Entwicklung des jüdischen Theaters. 8<utt Maurer zum Diktator, ist der Titek des neuen Mussolini^Buches. das den Werdegang dieses Mannes vom Anfang bis zum heutigen Tage fchiDert. Es ist das Buch des betspiellosen Ausstieges eines Mannes aus dem Vovke, und deshalb das Buch unserer Zeit. Der wirksam ausgelstattete Barch, gelangt diese Woche m Sonderschaufenster der Buchhandlung R. Wwtt, Wielt, 1. Rotentnrmtstraße 88, zur Ausstellung. De. Haus Lebeuste4n (FrSbel-HospitalX verlt«. schreibt: .,E» selang durch einfache Trinkkuren, bet völlig bettlägerigen Patienten mtt schweren chronischen Gelenksentzündungen (Rheuma, Gicht) die beweglich reit so weit wiederherzustellen, daß die Patienten wieder umhergehen, was ihnen jahrelang nicht möglich war. Bei vier Patienten mit gichtischen BerSndermtgen des Auges heilten diese nach wenigen Wochen Deneein-Trinkkur vollstLndia ab. Und eS liegt in der Natur unteres Hospitals, daß diese Patienten von anderen SpMern als unheilbar avgeichoden wurden. Man hat mit Beneein auf allen Gebiete« der Konstttntionskr an h eiten, die besonder» die Frauenleiden einschließen, die besten Resultate erzielt. ' Bel aflee rtMvmefMieii Bescfcwenleii« NagtebjmI DemtleMee, (M ft^MMMst^^^aB^Md livBlBBlBflNB^MB^BeTd Einfache Trinkkur._In allen Apothekern Bereine, BoNrige, und VersammlMgeu. ZLonisttsche Jugendgruppe Leopoldstadt, 2. Wez^ ZirKuL» gaffe 33. Wvchenprogramm: Sonntag» 9 Uhr: Küchsenleerung. Montag, 8 Uhr: GeschichtÄurs. Dienstag: Hebr. Kurse >f>ür Fortgeschrittene und Ansanger. Mittwoch entfällt wegen der Chanukkafeier des Jugendvereines «Erez Israel" der Vortragsabend. Donnerstag. 8 Uhr: Sichah. Freitag, 8 Uhr: Hebr. Kurs für Anfänger. Samstag, den 4. Detzoniber, 7 Uhr, EhanuKafeier mit reichhaltigem Programm. — Mismchi, Wien. Heute, Sonntag, den 26 d., um Hll vovm., im MiSrachilokal (2. Bez., Prateristraße 4Z), Referat KültuSvoysteher Viktor Bauminger: ,K>ie Ideologie des Misrachi". Diskussion. Gäste willkommen. — Wiener Juristische Gesellschaft. Mittwoch, YkI Uhr abends, im Hörfaal 38 >der Wiener Universität Vollverifammlung. Tagesordnung: ^Zur Amwenidung des GoVdbilanAengesetzes", Aussprache, eingeleitet von. Herrn Rechtsamvalt Dr. Ernft Bum. — Wiener Bet-Ha-mivrasch, 2. Bez., Te-mpebgasse 3. Heute, 6 Uhr: L>Ätor: Dr. Gelbhaus: „Sifre". 6 Uhr: Delktor St. Rubin: .Midrasch nach den Quollen erläutert und interpretiert". — Zionistische Sektion Prater. Heute, 8 Uhr abends, im Heime 2. Wez., Jungstratze 8: Stand-Gedenkfeier. Gedenkrede: Dr. Joseif Löwenherg. — Zionistische Sektion Ztvischenbrücken. Heute, um HS Uhr d&enbö, im Vereinsheirn» 20. Beg., Lehstraße 81 (Souterrain), Vortrag Löb'I Taubes: „Die jüdischen Namen". Gajste willkommen. — Zionistische BezirkSsektion 12—15. Die Sektion eröffnet ab 1. Dezember einen hebräischen Kindergarten für die Vormittage. Einschreibungen werden täglich im Sekretariat, 16. Bog-, Herklotzgasse 21, entgegengenonrmen. — Zionistische Sektion Innere Stadt. Morgen, Montag, 8 Uhr abends, im KluGaal des Schwsdencafe, 1. Bez^ SchwÄenplatz, Vortrag Dr. Leo Goldhammer: „Die Wiener Juden". — Leopolbstädter Bolkshelm, 2. Bez., Zirikusgaffe 48. 7 Uhr, Festsaal: Lieder von LiebeSlust und Liebesleid. I. H. Schein, Schubert, Schumann, Brahms. Ausführende: Lney Engel, Maria Herzit (Sopran), Franzi Fischner, Frieda Gröger (Alt), Hans Fifcher-Hartmann (%enot), Alfred HeaAke (Waß), Klara Karolh (Klavier). Müsckalifche Leitung: Dr. Leo Fischner. Kartet: von 40 Groschen brs 1 Schilling. — Zionistische Be» zirkSsektton 10. Montag, den 39. November, Cafe Walloch, 10. Bez., Favoritenstraße 124, Genera>lversammlung. Vorher Vortrag Dr. Otto Abele2 über „Die Lage in Palästina". — Chanuffa-feier. Der BethauSvorstand für den 18. Bezirk, veranstaltet für die SckuMnder seines Äezirkkes am Samstag, den 4. DezenGer, 5 Uhr nachmittags, im Gemeindetempel, 18. Beg., Schopenhauerfftraße 39, ernen feierlichen Gottesdienst, bei welchem Herr Rabbiner Dr. Feuchtw a n g die Festpredigt halten wird. Hiezu sind Luc Angehörigen herzlichst ein geladen. Wer liefert. .7? Wenn Sie dieses Schlagwort sehen, ist Ihr Interesse geweckt und Sie lesen das Inserat, um zu sehen, öb es Ihre Artikel sind, die gesucht werden. Warum warten Sie solang^ bis der Käufer inseriert, um Ihr Angebot zu erhalten? Sie schlagen dieKonkurrenz aus dem Feld, wenn Sie ihm schon vorher Ihre Offerte unterbreiten. Lassen Sie sich unsere Arbeitsmuster kommen. Beurteilen Sie selbst unsere Ideen, Ihren Umsatz zu heben! Wir bieten Ihnen dies gtrne kostenlos und unverbindlich. v. GESTETNER ROTARY ORS. M, B,BL WIEN, I/t., RIEMERGASSE 8 , N*eac i:iiiniiwj,*l*9 ^jwMi^yrui ijlijUniijipiiiij.

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