Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2784 (27.11.1926)
- Date
- 1926-11-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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| Polen: g&groszy | Wian: Zorn Abholen in der Expedition, H.,Taborstr 13 oder ineinerVerschloißatelle (Trafik) inonatl.5 Schilling Straßcoverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I., Wolleeile 11 Mit Poatversand für Wien Und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschectio - Slowakei: Mon.f<82. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Po len: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. 6m. 4. Fr an kr ei ch, Belgien: Mon. Pres. 35 NsohsahlnnRen bei preiserbfth engen rotbeb&ttob . Nr. 8784 Wie«. Somrtos. 87. November 1926 (81. Aislew 5687). I Preis 580 o En g 1 a n d: Mon. 4 Sehilling. Italien: Monatt. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Bulgarien:Mon.lOOLewa, S c hw e i * und das Übrige Ausland monatlich Pres. 5 Redaktion« Administration: Wien, II., Tatiorstr. 1 Telephon: 44-0-39« 43-8*19 Ab 6 Ohr: Tel. 31-209 Vll., Lerchenfolderstraße 1 (Druckerei „Inva“) Oeaterreicbisches Postsparkassenkonto Nr. 150 693 8. 306(90118 Sie gefährlichste Bedrohung des Zriedens. Ariood Wer die deutschen Gehrimorgonisationen. — Sie AbrWuugssroge. Paris, 26. November. Die Abrüstung Deutschlands bildet gegenwärtig den politischen Debattenstoff Mischen Deutschland unb Frankreich, da in der nächsten DöWerbundsession im Dezember .«der Uebergang der Mlitärkontrolle in Deutschland von der Kontrollkommission auf den Völkerbund beraten werden soll. Deutschland wehrt sich gegen eine Verlängerung der MilitärEontralle und Außenminister S t r e s e m a n n' hat in seinen letzten Ausfühe'ungen - vor dem Reichstag in diesem Punkte eine recht deutliche f Sprache geführt; er vevstieg sich auch zu der Behauptung, daß die d e u t s che n G ehe i m o-r g a n i s a -: Honen, auf deren Bestehen die interalliierte Militär-- Eontrolle immer hinweist, eine innere Angelegenheit Deutschlands seien. •' Diese Ausjlülhrungen Stresemanns haben die Wnstige Stimmung, welche durch, die letzten Besprechungen in Dhoirh zwischen Frankreich -und Deutschland geschaffen wurde, recht schnell wieder getrübt. Die offizielle franMische Telegraphenagentur verbreitet einen Bericht des Pariser Organes „%e Journal", des Inhaltes, der franMische ÄMenMnister B^r i a ntz hübe den,.döutschen Bötschafft?r./L--.M^M-M'..barMßv^ UnWren gelassen,, daß., er keinßr>det vM MUnMnister Dr. Si r e s e m a nn. inferner jüngsten M'ichstagsrede aufgestellten Dhesen zustimmen würde. Brianö habe nochmals. darauf hingewiesen, daß die Botschaft-erkonferenz die ErsAllung der deutschen Entwaffnungsverpflichtungen nur dann feststellen und die Militärkontrolle nur dann als -beendet erklären könne, wenn Deutschland , sämtlichen Forderungen nachgekommcn sei. Die deutschen Geheimorga-nisatlonen interessieren die alliierten - Mächte als gc-fährlichste Bedrohung des Friedens und der europäischen Ordnung. Die Entwaffnung Deutschlands, erklärte Briand weiter, sei im Friodensvertrag von Versailles vorgesehen und stehe in keiner vertraglichen Verbindung mit den Abrüstungen der übrigen Mächte. Deutschland habe seine schriftliche Zustimmung zu dem im Jahre 1924 vorbereiteten Jlwestigationsplan des Völkerbundes - gegeben, gegen den sich. Stresemanri jetzt wende. Die Rede Stresemanns wird wohl auch den Inhalt der Besprechungen bilden, die der englische Außenminister Cham b e r l a i n nrit B r i a n L halben wird. Ghamberlai-n wird am. 2. Dezember, London' verlassen um nach Genf zu reisen. Er wird' für 48 Stunden m. Parts Aufenthalt nehmen. Dem ' Besuch EhaMerlains Paris, .gehM.-Iüe/-opMellen ^Ä^WAüngen^'riür'Hrivaten Chckväkter,. HM gilt, es in öaß'öidPtMW,ÄM^/tzer^DrüsLungMage 'und Äe Rerchstagsrede' Dr.' ,Stresemanns wohl der' MittelPuM . der Aussprache Mischen dest beiden Staatsmännern f werden dürsten. Fm rvbaküönellett Teil enthaltene cntgelttiche Mitteilungen find durch ein vörangefetzteS gekennzeichnet. ilNGOOiÜil SCHNEfSCHUHEu.GALOSCHEN TRETORN i HEISIH6B0RG,;«'' KONKURS. Der Vorstand der Alten Synagoge in Kraton Döten)! sucht einen - p»mftn; sogen. Oberkantor. Es . wird verlangt: Charaktervoller Mensch, strengst religiös, musikalisch, selbständiger Chorleiter, Tenor- oder Baritonstimme, Im Alter bis 40 Jahre. Schriftliche Anmeldungen bei Hermann Mund, Kraköw, Polen, Slawkowska 23. Die Ködurssüter in der Slowakei freiseseden. WyL fknsattouelle Wendttnü i« CHsM- . Prag, 25. November. ' Das Kreisgericht in Bans k g' B.ylst r i c ä hat eine Entscheidung gefällt, die geeignet ist, in dem Kobürgstreit sensationell zu wirken. Die Zwaugsverwaltung der Güter des Prinzen Philipp Josias von Koburg wird aufgehoben. Die Entscheidung stellt fest, daß sowohl die GeneralstnanMrektion in Preßburg als auch das Bezirksgericht, das die Exekution bewilligte, das Gesetz mißachtet haben. lieber die im Gebiete des oberen Grantales gelegenen Güter, die den wertvollsten Teil der Koburg-Domanen bilden, wurde auf das mit S.teue.rschulden motivierte Gesuch der Preßburger Gener'alfinanzdirektion vom 13. Oktober dieses Jahres hin^ die Z w a n gsverwaI - tung verhängt.'Die bewilligte Exekution sowie die Voll-, streckbarkeit der.staatlichen Forderung,."..von 60 Millio n e n K r öne.nwürde 'grundbücherlich einverleibt, bezw.. vorgemerkt. Gegen diesen. Beschluß, des Bezirksgerichtes brachte. Prinz Ph ilipp Josias bei - dem' Kreisgericht in Banska Bhstrica"den Rekurs ein., Das- Kreisgericht gab > dem Rekurs'statt, hob die Zwangsvevwältüng auf und beauftragte das Bezirksgericht,! biedre fr eu e . Verfügung b e.schra'n k.e n Ü.e-n V e r f ü g ü.n.g'e n zu löschen, und - dem, Prinzen Josias die Güter in seinen Besitz zurückzugeben.. Das' tschechoslowakische Aerar wurde verpflichtet, dem Prinzen .die Rekurs kosten zu bezahlen.' BeüooÄiguug der FronkeoWcher io Holloud? Budapest, 26. November. „Dz Est" veröffentlicht ein Telegramm seines Haager Sonderberichterstatters, aus. den: hervorgehoß haß die.hylÄnÄfche '.ÄeKHWg'.die/ brer wegen der Francsfälschungen verurteilten Ungarn, Georg Marsovsky Oberst Aristid Jankovich und Georg Mankovich begnadigt habe. Die holländische Regierung hat die Begnadigung noch nicht bekannt^egeben, sondem Marsovsky und Genossen aus dwl G'fLngms in ein'Sana't o r'inm befördern lassen, von wo die drei Ungcven 'in^ absehbarer Zeit gänzlich freigelafsen iverden dürsten. Im Sanatorium genie-. ßen sie denkbar beste BehaMung Und viele Aufmerksam, ketten. •; 1 ■ In der holländischen Kam me r loutde bereits eine Interpellation in der Angelegenheit. der ivegen der Francsfälschungm verurteilten Ungarn emgebrächt. Hoiso oder Port Food. Jerusalem, 26. November. M. T. A:) Die- Zmtungen veröffentlichen eine Mitteilung, in der es heißt, daß die Errichtung üiner Eisenbahnlinie von Port Fuad (gegenüber Port Said auf der asicüischeu Seite des Suezkanals) n a ch B a g d a d m Erwägung gezogen wird. Die Lime wird über Jaffa, Haifa und Beisan oder über Beersheba, Jerusalem Und Amman fühpen. Eine britische G-efeilscha.ft hat bereits an die Regierungen von Palästina und Aegypten formelle Gesuche um die Erteilu.ng von. Konzessionen zur Errichtung der.L'ime.Part Fuad^—Bagdad auf einer der erwähnten zwei Routen gevichtet. 'In den Gesuchen wird festgestellt, daß das nötige Kapital bereits zur Vevs!ü>gung steht. * Das neue ProfÄt wird wahrscheinlich jene Kontroverse wieder aufleben lassen, die im August d. I. entstanden lvar, als der Direktor des palästinensischen Eisenbahnwesens, Colonel Holmes, die Jidoe lancierte, daß der Palästina-Hasen, statt in Ha'isa in Port Fuad errichtet werden soll. Die Palästina,Regierung gab' damals die EMärung ab, daß eine solche Absicht nicht bestehe. Die Verbindung 'zwischen Bagdad und dem Mitte l.l ä. n. d if ch e n M e e r .stellt ein -Projekt dar, das seit vielen Jahren erörtert wird und das mit dem berühmten Bagdad-Bahn-Proj-ekt in Verbindung steht, welches. Alexandrette' als den Mittelmeerhafen vorsah. Seit der britischen LÄkuPation Palästinas abex wurde Haifa als diejenige Hafenstadt in Erivägung gezogen, die statt Alexandrette den äußersten Grenzpunp für den Tranfifhandol zwischen Mittelm-eer und den östlichen Meeren bilden soll. Im letzten Jahre wurde ein weiterer Plan erörtert, der die Errichtung, einssr Eisenbahnstrecke von Tripolis über Beirüth nach Haifa zum Gegenstände hatte. Tripolis besitzt Verbindungen mit Homs und Aleppo und würde also die Verbindung mit Bagdad weiterMren. tzin deotsches Schmutz- und Schondschrifte»' gesetz. Berlin, 26. November. Im Reichstag nmrde Heute die Weite Beratung des Gesetzes zur Bewahrung der Jugend vor Schmutz- und Schmchschristen fortgesetzt. Reichsminister des Innern Dr. K ü ltz . imes darauf hür, daß die Einbringung eines solchen. Gesetzes dem einstimmigen Verlangen dos Parlaments entspreche. Die äußere Zielrichtung des Gesetzes sei der Kampf gegen Schmutz und Schund, der keine Gefährdung der geistigen Freiheit der Literatur oder der Kunst oder der Wissenschaft in sich schließe. Das Gesetz gchte die Würde der Kunst. Allerdings fei schwer, einen Kulturbegriff in . die engm. Bestimmungen emes Paragraphen passen zu wollen. Aber die Zusammensetzung der Prüfstellen biete die Gewähr dafür. Laß in der Handhabung des Gesetzes keinerlei mißbräuchliche Auslegung eintreten iverde. Staatssekretär Dr. Weis mann erhebt als Bevollmächtigter der preußischen Regierung Einspruch gegen das Gesetz. Denn -in. dieser Fassung könne durch die > Entscheidung der Prüfftello eines kleinen Landes ein Buch für das ganze Reich , auf die Berbotsliste gesetzt werden.' - , : - ' - Abg. Dr. Mumm (deutschnational) erklärt, ein Gesch wider Schmutz und Schund sei schon Lu der Weimarer Re ich s v er f a s s u n g vorgesehen gewesen. Der ProtO: der Dichtersektion der Akademie der Künste beweise, daß es yn. verfehlt^ Experiment war, die Ämst amt- 'lich zu organisieren. Abg. Dr. Runkel erklärt, tue Bolkspartok habe bei der Borberatung des Gesetzes immer dahin gewirkt, den Polizeicharäkter der Vorlage nach Möglichkeit zu mildern. — Die Weiterberatung wird morgen fortgesetzt. >er Moig 80« MowSoieo. Belgrad, 26. November. Nach Bukarester Meldurrge», ist der Zustand des rumänischen Königs h o f sn ungs- I v s. Er leidet an D a r m k r e b s, und die politische« Parteien rechnen bereits mit seinem nahe bevorstchenden Ableben. B'^LoK?"' 5 Preise Homespuns.. 8 Kostümstoff.. Sport-Schotten. . . . . » Shetland.. Raglanstoff*.. |:|§ Brüder Schlfffmarm Wien, II. Bez., Taborstraße Nr. 4S