Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2782 (25.11.1926)
- Date
- 1926-11-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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V tz I Polen i 85 groggy I 1 Preis «Öfll Wien: Zorn Äbholen in der K Spedition, II., Taborstr. 1-8 oder in eiherVerachleißstelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßen verkauf in Wien durch die Kolporteure der Pinna Goldschmied, I., Wollreile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich, monatlich 5 Schilling Tscheche - Slowakei: Mon.K22 Juaoslaw ien. Mon. Din. 60. P o 1 en: Mon. 6.Zloty Deutschland: Mon. Gm: 4. Pr an'kre ich, Be t ginn: Mon. Freu, 85 Km. -mulerrtaa SS nt. gm England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monat!. 20 Lire Bumänien: Mon. 170tiei BuIgarientMon.lOOLewa. 8ohwe!« and das übrige Ausland monatlich Free. 6 Redaktion, Administration: Wien, II,, Taborstr. 1 Telephon: 44-0-88, 43-3-10 Ab 6 Uhr : Tel. 31-209 Vll., Derchonfelderstraße 1 (Druckerei „inva“) Oesterreichisches Pestsparkassenkonto Nr. 150.603 8. Mrgimg Im redaktionellen Teil enthaltene entgeMiche Mitteilungen find durch ein vorangesetzteS E gekennzeichnet. KraW gestdrben. London, 24. November. : Der Meschüftsträg.sr der Sowjetunion, Leonid BorissowltschK ra s s i n, ist Wie gestorben. : V ' ' ' SCerate, die Krasfin bchand-eReni, geben als PMAmfache /.Me BI u t u n g infolge 'h o ch g r a» d r g e r Blüta r m u t bekannt. Der Leichnam Krassins wird einLaffamievL. : - Ob die Äeisetzüng in Lvndon ober in MvÄkau stattftrrdet^ -ist noch nicht bsNmmt. Verhandlungen mit der chöMÄregldMng ^sthchjk.Me^'Srage sind eröffnet worden. diplomatische Körps an den TvqMKL'r^omenMr MnchsGovLenw/SoiwtzeLbotlschafter teilnGm'en. Fm UntWynZgab heute ChaMerlain dem Wiseib"' der enWchenWgierung bsmevkenswert h«tzlichÄr Ausdruck. . - . .. * iKrassin, der im Jahre 1870 in TobvM in Sibirien t,uöoren ist, war Ingenieur der Siemens-Schuckert- Werke in Berlin, die ihn 1906 nach Rußland schickten. Er machte die Revolution nach dem japanischen Krieg mit, würde 1907 verhaftet, jedoch wieder freigelassen, nmßte jedoch ins Ausland gehen. 1917 befand er sich in.Schweden, von wo ihn L e n i n irach Rußland zurück- Mief. Er traf an die Spitze des Handelsamtes und organOerte später mit TwW die Kriegsindustrie, die Anfftände dex,..Hsmkrn und Wrangel begännen. 1920 sanLLe' ihn die Mtzierüngals Volkskommissar ftir Außenhandel 'nach London mit d.em...AuWag, ."Äe-wirt',.: sKMrche-'MyckaLL.'Ku''.MWrßHchi. Im -Dezember 19Ä Wurde' er zum Botschafter in Paris ernanint, 1966 zum Geschäftsträger, in Londoir. ' - iKrassin hat als Wirtschaftspolitiker der Sowjetunion große Dienste erwiesen Er war einer der entschiedensten Anhänger der Nep-Politik Lenins, hat aber trotzdem zu Trotzki die guten Beziehmigen aufrechteöhaüen.- Erhat m die russffche Industrie wieder das ..LeistungApriWkp einzuführen versucht und insbesondere - in Frankreich bei den Radikalen Herriots ein halbwegs gutes Verhältnis zu Rußland erreicht. In der letzten Mt litt er an MerenkrebS. WaffettWftttttd i« ftyrkn? Paris, 24. November. Wch einer vom „Jntranstgeant" Md ergetzobenenNächvicht.'sollen zwischen den Franzosen und den Drnsen^.Verhandlungen ein» steloiteit worden sein, ryn den Konflikt in Syrien zu beenden. Nachoineraude-ren Meldung sei bereits ein Was fenst i l l st a « d a 5 g e sch lassen worden. A«s dem MttttdaNlgÄlet Inst. Die Petrolemnleitung aufgegeben? Gens, 24. November. Dem Äölkerbunäsekretariat ist ^wie schon berichtet) der Bericht des britischen Obevkommiffärs für den Irak, Sir Henry Dobbs,.zugegangen, der bemerkenswerte Mitteilungen über , die Verwaltung macht. Die Kontrolle Englands üben nicht weniger als 104 Oberbeamte, 100 Unterbeamte und 6Q0 . in. Indien ausgebildete Administratoren aus. Die Minister sind Araber, doch ist jedem ein britischer' Berater beigegeben. " Iw den Bölkerbündskreisen rechnet, man damit, daßder Irak schön iin Jahre 1928 als' Mitglied wird' äuftzß-.' nommen werden können. Eine Stelle in dem Bericht läßt darauf schließen, daß England bezüglich des Mnssol-Petroleum^ seine Ansichten gesichert hat. Sir Dobbs erklärt nämlich,.es sei zweifelhaft, ob es sich rentieren werde, die mit einem Kostenaufwand von 10 M i l l i o n e n P f n n d geplante Röhrenleitung vo.m IraI bis'zum. Mitt.elländischen Meer auszubauen. Diese> Leitung sollte quer durch Palästina geführt werden, und mit dem. Pro? jett wurde auch die Frage des Hasenbaues in Haifa in Verbindung gebracht. Der Streit um die NohSlreserven. Kitt KottilN rwlschett de» Brkrlttisir« Aaatrn «ad Mextto. — Abbruch der diplomatische» : wdeSiwgett? LmchM, M. November. Seit inchr als einem Jahre bilden di? neuen Gesetze, welche die mexikanische Regierung über die Bodenrechte erlassen hat, Gegenstand einerKontro Verse zwischen den Bereinigten Staaten und Mexiko. Im Hintergründe dieser Auseinandersetzungen, die in einer Reihe diplomatischer'Noten zwischen Washington und Mexiko geführt wurden, steht der Kampf um das RohA. Die Ausbeutung der ungeheuren Rohölschätze Mexikos übt seit langer Zeit eine ungeheure Anziehungskraft aus die amerikanischen: .PetroleumgeseUchaften. Denn - die OeMM vvH TwWico werden als die RoÜlEvve ddp Bereinigten Staaten an- Msehen. Deshalb, habön- 8w amerikanischen Oelgtzselffchafsten, voran die Statt'davd O^il Cä'Mp?WÜ'h, umen Ausnutzung der schwachen. eigenen FimHKM - MiWoSweitgehende Konzessionen in den mexikaMHH Rohölgebjeten erworben und auch, bisher . Diese Konzessionen und der wirMiWW'KüNrtz der amerikanischen PetroleumgesellMafteN' sstch. dvW Äse von der sozialistischen Regierurrg '$Uf£k neuen Gesetze bedroht; dmm nach deW " erfolgen. Jkrsi ^tmeiröfa^’' nischen PetröteÜmgesellschaften v o l l lg ' v.e r s ch w i nd e n oder zumindest derart revidiertwürden,/. daß die weilgehenden Vorrechte dieser Gesellschaften, welche sich diese zum Teile dadurch verschaffen, daß sie jahrelüttg Äe A m archie im Lande förderten und daraus für ihre Zwecke Vorteile zogen, aufgehoben würden. Wie mm aus dem vom Washingtoner Staatsdöpavtement veröffentlichten Notenwechsel, der bisher geheimgehalten wurde, hervorgeht, nimmt die Regierung der Vereinigten Staaten eine sehr scharfe Haltung ein. Der Ton der amerikanischen Note ist gleichbedeutend mit einer Warnung an Mexiko, daß die diplomatische» Bezichungen gefährdet würden» wenn die mexikanische Regierung die amerikanischen Bürger des uneingeschränkten Genusses ihrer Rechte beraube. An gut unterrichteter Stelle wird' es als nicht unmöglich angenommen, daß der jetzt auf dem Wege nach Mexiko befindliche amerikamsche. Botschafter. zurückberufen wird. Dies würde allerdings einen offenen Konflikt bedeuten. Die mexikanische Regierung steht gegenüber den amerikanischen Forderungen bisher, unverrückbar auf dem Stundpuikt der souveränen Freiheit ihres Gesetzgebungsr'echtes. ". - Die letzte mexikanische Antwortfit heute im Weißen '"^btzxreHt worden. Die mexikanische Regierung er-' Wäfhmgtyner Regierung um Mitteilung M^rdene^Än^^ MaaMürgKr mexikanische Gesetzgebung zu Schaden. gekommen sind. Diestz Anüvört' wird in amerikanischett p'oliti- - schen 'Kreisen als' Bers ch l epp u n g s m än ö v e r bezeichnet. > 1: Anshebmg der Kohlimkarte tt England. London, 24. November. Das Grubenmimsterium hat die Verordnung über die Kohleniverbrauchseinschränkungen in den Fabriken ab morgen anßer Kraft gesetzt. Die Kohlenrationierung in. den Privathaushalten wird ab Montag aufgehoben; auch wird vpn 'Montag angefangen. die Kohlenausfnhr nach Irland wieder gestattet sein, während das Ausfuhrverbot , für das Ausland vorläufig in Kraft blecht. Aus der Provinz treffen weitere Meldungen' Wer den Abschluß lokaler Abkommen mit den Grubenbesitzern ein. Dagegen haben sich in Cardiff die Verhandlungen über, die Wiederaufnahme der Arbeit in den Kohlengruben zerschlagen^ . Sie kiuheit des hrMschen Reiches. Eine Adresse der Rerchskonfereuz. London, 24. November. Nach fünfwöchiger Dauer ist, wie schon kurz gemeldet, gestern die britische Reichskonserenz geschloffen worden. Sie hat eine Huldigungsadresse an den König angenommen, in welcher es heißt, „daß wir alle Untertianen des englischen König s s i nd und daß die Krone das dauernde Symbol der Einigkeit der britischen Nationen bleibt." In einer Versammlungsrede in Bristol sagte der Aüßenminister Chamberlain, er habe durch die'Beratungen der Reichskonseren^'dje Gewißheit erhalten, daß; was der Politik' s eMH-s'A-L t e x s zugrimde. kag^ in Sicherheit gebracht worden sei. (Joe Chamberlain war ein Verfechter der Schutzzollpolitik. —- Red.) In Zeiten der Not und Sorge würden die autonomen Nationen des britischen Empire als G a n z e s u n d ungeteilt vor der Welt stehen. Die Konferenz habe das gegenseitige Verständnis der einzelnen TM des Weltreiches gefördert. Der Verdacht, daß England die führende Machtstellung über die anderen , einnchmen würde, sei zerstreut worden. Er heiße die Ergebniffe der Konferenz willkommen, denn durch die Betonung der Freiheit sei. die Einigkeit sichergestellt worden. Der neue snmMche Botschaft« in »ttWttgtvtt. Paris, 24. November. .Die Regierung hat nach der Ablehnung Verengers und Loucheürs den Washingtoner Botschafterposten mit dem gegenwärtigen Gesandten in Athen, Marquis de C h a b r uit, besetzt. Chavrun ist ein. Nachkomme des Generals Lafayette, der im nordamerikanischen Unabhängigkeits.krieg eine große Rotte gespielt hat. Die PMftma-Mion ft» «merfta. AM Boston meldet die I. T. A..: Am 21. und 22. November tagte in Boston die Konferenz für den United Palestine Appeal zwecks Aufbringung von siebeneinhalb Millionen Dollar für das Aufbauwerk in Palästina. Den Vorsitz führte Herr Nathan Strauß. Es waren mehrere hrrudert Delegierte aus allen TeilAr der Vereinigten.Staaterr erschienen. Mit großer Aufmerksamkeit wurde die Rede be3 Präsidenten der zionistischen Weftorganisativn Dr. Chaim Weizmann angehört, der erklärte, die erweiterte Jewifh Agency werde noch vor Anbruch des Winters zustande. kommen. V . . Die Konferenz nahm einstimmig eine Resolutton an, in der betont wird, daß alle G r u p pen u n d K l a ssen des Judentums sich vereinigen müssen, um das jüdische Nationalheim in Palästina aufzubänen. Dies sei das dringendste Erfordernis der Stunde. .Herr Felix M. Marburg spendete 50-000 Dollar für oen Keren Häjeffod. - . Denmächst wird e-nw nnparäepisch« Kvmßerenz stattfirchen, in der über die S.chaffu>Nrg d,sr J.ew ifih Ag e n-e y beschlossen wechen wird. -« kzenrowitzer StudktttnOrorrb. Czernowitz, 84. November. Der KassattonWf itt Bukarest 'hat beschlossen, die FortMrung des Prozesses gegen die MWen MiG«e«^n nyK zu verlegen. ttomespuns . . . . . .8 UosMmstytt.. Lvort-Lcstotteü.. Shetland. . . . . . . . , Uagisnstyft 390 Wien. II. Be*., TaborstraRe Nr. 48 x